Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung

Eine Zeitreise durch fünf Kontinente

Rainer Zitelmann

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Beschreibung

»Der Markt hat versagt, wir brauchen mehr Staat!« – das behaupten seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor zehn Jahren Politik, Medien und Intellektuelle. Rainer Zitelmann, mehrfacher Bestsellerautor, vertritt die Gegenthese: Mehr Kapitalismus tut den Menschen gut.

Der Autor begibt sich mit dem Leser auf eine Reise durch die Kontinente und Zeiten und zeigt: In Ländern, in denen der Staat seinen Einfluss beschränkt und die Menschen dem Markt mehr vertrauen, steigt der Wohlstand und geht die Armut zurück.

Belege für diese These finden sich in Afrika, Asien, Europa und Amerika. Zitelmann vergleicht die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland und in Nord- und Südkorea nach dem Zweiten Weltkrieg, im kapitalistischen Chile und im sozialistischen Venezuela. Starben in China Ende der 50er-Jahre noch 45 Millionen Menschen an einer durch sozialistische Experimente ausgelösten Hungersnot, wurde das Land dank kapitalistischer Reformen die führende Exportnation der Welt; Hunderte Millionen Arme stiegen auf in die Mittelschicht.

Der Kapitalismus hat gewaltige Probleme gelöst – und dies immer wieder in der Geschichte der Menschheit. Die größte Gefahr für unseren Wohlstand ist, dass diese Erfahrungen in Vergessenheit geraten.

Ein hochaktuelles Buch in einer Zeit, in der der Staat sich immer hemmungsloser mit planwirtschaftlichen Methoden in das Leben von Menschen und Unternehmen einmischt.

Dr. Dr. Rainer Zitelmann ist promovierter Historiker und Soziologe. Er arbeitete Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre am Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin. Danach war er Ressortleiter bei der Tageszeitung »Die Welt«. Im Jahr 2000 gründete er ein Unternehmen zur Kommunikationsberatung in der Immobilienwirtschaft, das er zum Marktführer machte und 2016 verkaufte. Zitelmann hat 19 Bücher geschrieben und herausgegeben, die weltweit in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.

Produktdetails

Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Josef Vossenkuhl
Spieldauer 584 Minuten
Erscheinungsdatum 14.09.2018
Verlag Finanzbuch Verlag
Format & Qualität MP3, 583 Minuten, 430.12 MB
Fassung gekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783960923015

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"Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf" (Honecker kurz vor dem Ende der DDR)
von Dr. M. am 20.08.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Schon als kleine Kinder lernen wir die Welt nicht so zu sehen wie sie ist, sondern so, wie sie irgendwie sein sollte. Immer obsiegt das Gute, wo Gerechtigkeit fehlt, wird sie von unseren Märchenhelden wieder hergestellt. Das setzt sich in der Schule fort. Lehrer, die von der Schule zur Universität gingen, um dann wieder an die S... Schon als kleine Kinder lernen wir die Welt nicht so zu sehen wie sie ist, sondern so, wie sie irgendwie sein sollte. Immer obsiegt das Gute, wo Gerechtigkeit fehlt, wird sie von unseren Märchenhelden wieder hergestellt. Das setzt sich in der Schule fort. Lehrer, die von der Schule zur Universität gingen, um dann wieder an die Schulen zurückzukehren, erklären Kindern, wie eine Gesellschaft funktionieren sollte und dass der Kapitalismus eigentlich ein Übel ist, das man beseitigen muss. Welche ungeheuren Katastrophen und Opfer solche Versuche erzeugten, wird tunlichst verschwiegen. Eine Mehrheit von scheinbar gebildeten Menschen unterstützt sozialistische Ideen in den verschiedensten Ausprägungen. Wie Menschen und Gesellschaften tatsächlich funktionieren und warum das so ist, bleibt ihnen verborgen. Dabei gibt es eine sehr einfache Systematik, die man nicht bestreiten kann: Das kapitalistische Wirtschaftssystem hat sich immer spontan, also von unten entwickelt. Es bestand also nie ein großer Plan. Sozialismus, egal welcher Ausprägung, braucht stets einen Plan und Leute, die ihn durchsetzen. Diese Gesellschaftsstruktur wird also erzwungen. Und sie endet stets in einer Diktatur mit einer anschließenden wirtschaftlichen Katastrophe. Statt der versprochenen sozialen Gerechtigkeit herrschen nach einigen Jahren Armut, allgemeines Elend und Verfall vor. Nur mit Terror kann der wachsende Widerstand noch unterdrückt werden. Da Menschen nicht so sind, wie sie nach der Meinung sozialistischer Vorreiter sein sollten, versucht man zunächst, sie umzuerziehen, den "neuen Menschen" zu schaffen. Leider klappt das nie, was dann zu steigender Unfreiheit und staatlicher Gewalt in sozialistischen Gesellschaften führt. Während also der Kapitalismus eine Form der Selbstorganisation eines hoch komplexen Systems ist, bleibt der Sozialismus eine einzige komplexe Anmaßung von Wissen, was man nicht besitzen kann. Und weil einzelne Menschen oder Gruppen sich immer wieder einbilden, komplexe Systeme vollständig zu verstehen, existiert selbst der eigentliche Kapitalismus heute nicht. Moderne Gesellschaften sind eher eine Mischform aus Kapitalismus und sozialistischen Ideen, von denen Leute glauben, dass sie den Kapitalismus verbessert. Sinn und Zweck dieses erhellenden Buches ist es wohl, aufzuzeigen, in welche wirtschaftlichen Engpässe und zu welchen Wohlstandsvernichtungen selbst solche Versuche führen. Daneben beschreibt sein Autor die zahlreichen sozialistischen Katastrophen und ihre Bilanz. In Venezuela führt das dortige sozialistische Regime gerade vor, wie man eines der an Bodenschätzen reichsten Länder der Welt in den Abgrund wirtschaften kann. Zitelmann vergleicht Venezuela mit Chile, wo nach dem Sturz des Allende-Regimes wieder kapitalistische Strukturen zugelassen wurden. Chile ist heute der wirtschaftliche Musterknabe Südamerikas. In Europa vergleicht Zitelmann das Nachkriegs-England mit dem der Thatcher-Ära. Und er führt vor, wie sich Schweden aus seinem sozialistischen Experiment gerade noch herausgerettet hat. Selbstverständlich fehlen Vergleiche zwischen Ost- und Westdeutschland nicht, wenngleich das das wohl schwächste Kapitel ist. Gerade hier hätte Zitelmann noch viel mehr Fakten anbringen können, die deutschen Lesern den Unterschied zwischen einem sozialistischem und einem kapitalistischen Wirtschaftssystem noch klarer verdeutlicht hätten. Immerhin haben gerade die sozialistische Mangelwirtschaft und die fehlende Freiheit im direkten Vergleich zu Westdeutschland zum Aufstand eines Teils der DDR-Bevölkerung geführt, der schließlich die "Wende" hervorbrachte. Dass die DDR schon lange pleite war und nur vom anderen Teil Deutschlands über Wasser gehalten wurde, wussten nur die wenigsten Ostdeutschen. Das Buch vergleicht also die verschiedensten sozialistischen Experimente in den verschiedensten Ländern entweder mit nachfolgenden kapitalistischen Wirtschaftsformen. Noch deutlicher fällt dies bei den geteilten Ländern Deutschland und Korea aus. Es geht Zitelmann dabei nicht darum, zu erklären, warum solche Vergleiche immer zum Nachteil des Sozialismus ausgehen – er zeigt einfach die Realität auf. Und die ist eben immer eindeutig. Neben diesen eindrucksvollen Vergleichen setzt sich Zitelmann mit der Frage auseinander, warum sozialistische Ideen trotz der völlig eindeutigen Belege des Scheiterns sich dennoch immer wieder gesteigerter Beliebtheit unter Intellektuellen erfreuen, also nicht aussterben. Das ist besonders lehrreich an diesem Buch. Zitelmann geht auch auf die jüngsten Krisen des Kapitalismus ein, etwa die Finanzkrise von 2008. Gerade sie wurde von Intellektuellen als Ausdruck des Versagens dieser Gesellschaftsform dargestellt. Bei genauerem Hinsehen ist genau das Gegenteil wahr. Ihr Ursprung, die Immobilienkrise in den USA, erweist sich als eine Folge politischer Korrektheit, die viel mit sozialistischen Ideen zu tun hat. Genaueres findet man im Buch. Auch die nachfolgende Bankenkrise hat wenig mit dem Kapitalismus zu tun, sondern eher mit seiner Verhinderung, die man im Zentralbankensystem festmachen kann. Das Buch enthält neben den beiden hauptsächlichen Themengebieten auch zahlreiche Einzelheiten zu den geschilderten historischen Vorgängen und ihrer Bewertung durch den Autor. Das reicht bis in die Gegenwart. Eingefleischte Sozialisten wird Zitelmann wohl nicht von ihrem Glauben abbringen. Vielleicht aber überzeugt die von ihm geschilderte Realität Menschen, die noch nicht blind für sie sind. Das wäre doch wenigstens etwas.

Dieses Buch wäre die Lösung,
von einer Kundin/einem Kunden am 01.02.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

wenn, ja wenn alle, die im Kapitalismus den Untergang der Welt sehen, es lesen würden. Selten so eine faktenreiche und logisch argumentierende Abhandlung über das Thema "Kapitalismus" gelesen. Leider werden alle, die im Buch als Kritiker dieser Wirtschaftsordnung angesprochen werden, daran vorbeigehen. Sie müssten nämlich nach d... wenn, ja wenn alle, die im Kapitalismus den Untergang der Welt sehen, es lesen würden. Selten so eine faktenreiche und logisch argumentierende Abhandlung über das Thema "Kapitalismus" gelesen. Leider werden alle, die im Buch als Kritiker dieser Wirtschaftsordnung angesprochen werden, daran vorbeigehen. Sie müssten nämlich nach der Lektüre ihre Einstellung ändern, weil sie diese als vorurteilsbehaftet und völlig ohne sachliche Begründung erkennen würden; als "antikapitalistisches Ressentiment" eben, wie es der Autor bezeichnet .

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