Vater unser

Angela Lehner

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Beschreibung

Die Polizei hat sie hergebracht, in die psychiatrische Abteilung des alten Wiener Spitals. Nun erzählt sie dem Chefpsychiater Doktor Korb, warum es so kommen musste. Sie spricht vom Aufwachsen in der erzkatholischen Kärntner Dorfidylle. Vom Zusammenleben mit den Eltern und ihrem jüngeren Bruder Bernhard, den sie unbedingt retten will. Auf den Vater allerdings ist sie nicht gut zu sprechen. Töten will sie ihn am liebsten. Das behauptet sie zumindest. Denn manchmal ist die Frage nach Wahrheit oder Lüge selbst für den Leser nicht zu unterscheiden. In ihrem fulminanten Debüt lässt Angela Lehner eine Geistesgestörte auftreten, wie es sie noch nicht gegeben hat: hochkomisch, besserwisserisch und zutiefst manipulativ.

Produktdetails

Verkaufsrang 33044
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 18.02.2019
Verlag Hanser
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Dateigröße 1440 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783446263055

Buchhändler-Empfehlungen

Die irre Eva

Denise Körner , Thalia-Buchhandlung Kamen

Eva Gruber hat eine ganze Kindergartengruppe erschossen, das sagt sie zumindest ihrem Arzt. Sie wurde in eine Wiener Psychatrie eingewiesen und erzählt vom Klinikalltag. Während wir sie zu den einzelnen Therapiestunden begleiten, erfahren wir mehr über Evas Kindheit, von der Beziehung zur Mutter, zum kleinen Bruder Bernhard und vorallem zum Vater. Evas sozialer Filter scheint irgendwo verloren gegangen zu sein, denn sie redet ungeschönt und ehrlich. Ohne Rücksicht auf Verluste. Sie verfolgt ihre eigenen Ziele, welche das sind, finden wir nach und nach raus und es entfaltet sich eine Familiengeschichte wie sie wirklich nur im Buche stehen kann.

Gedankengänge

A. Ferreira, Thalia-Buchhandlung Essen

Eine bemerkenswerte Herangehensweise an so sensible und subtile Dinge... Ich habe sehr an diesem Schreibstil gehangen... Es fiel sehr schwer aufzuhören, da dieser Mix aus Erzählung/Lügen/Phantasie mich sehr gefesselt hat.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
25
7
3
1
0

Toll geschrieben, aber nicht ganz mein Fall
von MarGen am 24.08.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eva Gruber wird von der Polizei in die psychiatrische Abteilung des Wiener Spitals gebracht. Dort spricht sie mit Doktor Korb über ihr Leben, die Eltern, ihren Bruder Bernhard und die Umstände, die sie hergebracht haben. Doch kann man Eva und ihrer Wahrnehmung überhaupt trauen? Oder ist vielleicht doch alles ganz anders? Zunä... Eva Gruber wird von der Polizei in die psychiatrische Abteilung des Wiener Spitals gebracht. Dort spricht sie mit Doktor Korb über ihr Leben, die Eltern, ihren Bruder Bernhard und die Umstände, die sie hergebracht haben. Doch kann man Eva und ihrer Wahrnehmung überhaupt trauen? Oder ist vielleicht doch alles ganz anders? Zunächst einmal ist „Vater unser“ wirklich super geschrieben und gut zu lesen, der Sprachstil ist rasant und modern. Eva ist ichbezogen und besserwisserisch, doch sie erzählt – oder besser gesagt: monologisiert – auch mit einem Augenzwinkern und lässt hier und da einen gewissen Humor aufblitzen, so dass die knapp 300 Seiten wirklich nur so dahingeflogen sind. Ich kann auch nicht sagen, dass die Lektüre nicht kurzweilig war oder ich mich nicht unterhalten gefühlt habe, aber sie hat mich doch ganz schön ratlos zurückgelassen. Am Ende waren es für meinen Geschmack zu viele Andeutungen und zu wenig Handfestes, so dass ich fast raten musste, was denn nun wirklich passiert ist (und bis heute nicht sicher bin, ob ich „richtig“ lag). Sicher von der Autorin so gewollt, aber leider nicht ganz mein Fall.

Sarkastisch, witzig, zynisch, ernstes Thema, großes Schreibtalent
von einer Kundin/einem Kunden am 15.08.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Frau Gruber“, sagt er …, „erzählen Sie mir doch einmal, wie ein so aufgeweckter junger Mensch dazu kommt, zu behaupten, er habe eine Kindergartenklasse erschossen.“ In Eva Grubers Familie dürfte einiges schief gelaufen sein. In einer Wiener Psychiatrie sucht die junge Frau ihren Bruder Bernhard. Gemeinsam mit ihm will sie ihre... „Frau Gruber“, sagt er …, „erzählen Sie mir doch einmal, wie ein so aufgeweckter junger Mensch dazu kommt, zu behaupten, er habe eine Kindergartenklasse erschossen.“ In Eva Grubers Familie dürfte einiges schief gelaufen sein. In einer Wiener Psychiatrie sucht die junge Frau ihren Bruder Bernhard. Gemeinsam mit ihm will sie ihren Vater umbringen. Sarkastisch, witzig, zynisch, ernstes Thema, großes Schreibtalent. „Du musst die alten Geschichten abschließen, einen Deckel drauftun wie auf einen Topf, damit du ein gesunder Mensch wirst.“ „Und dafür“, flüstert er, „muss ich den Vater umbringen?“ „Nein“, sag ich, „ich bring ihn eh um. Aber tot, tot ist er dann für dich.“

Was genau passiert hier?
von MK aus Wien am 08.07.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Was Realität ist und was passiert in Eva Grubers Kopf, müssen Sie selbst herausfinden. Humorvoll geschrieben, dieses Buch fesselt einem.

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