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Große Freiheit

Rocko Schamoni

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Beschreibung

Die Welt der Nachkriegsjahre ist eng und spießig. 1960 verschlägt es Wolli Köhler nach Hamburg. Der junge Mann aus dem Nirgendwo sucht nach Abenteuer und Freiheit. Und steigt auf zum außergewöhnlichsten Puffboss in der Geschichte St. Paulis. Im Lichtermeer des Hamburger Viertels ziehen Nacht für Nacht Huren, Freier, Transvestiten, Schläger und Künstler, wie die noch völlig unbekannte Band „The Beatles“, aufgeputscht von Drogen und Alkohol, durch die heruntergekommenen Straßen. Sie alle treibt die Sehnsucht nach einem grenzenlosen Leben.Rocko Schamoni erzählt die frühen Jahre von Wolfgang „Wolli“ Köhler als Entwicklungsroman eines Antihelden.Gelesen vom Autor(7 CDs, Laufzeit: ca. 8h)

»Mit Hamburger Zungenschlag erzählt Schamoni anschaulich aus dem wilden, schrägen Leben Wolli Köhlers, zeigt die faszinierenden, aufregenden, aber auch die dunkeln Seiten der ‚Großen Freiheit‘«

Rocko Schamoni, geboren 1966, ist Autor, Entertainer, Musiker, Schauspieler und Bühnenkünstler. Er lebt in Hamburg. Mit seinen Romanbestsellern wie „Dorfpunks” füllt er Hallen. Lange Jahre betrieb er auf St. Pauli zusammen mit Schorsch Kamerun den legendären Golden Pudel Club.

Produktdetails

Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Rocko Schamoni
Spieldauer 482 Minuten
Erscheinungsdatum 18.02.2019
Verlag Random House Audio
Format & Qualität MP3, 482 Minuten, 491.46 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783837145977

Buchhändler-Empfehlungen

Stefanie Schmidt, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Nur Schlaglichter erhellen Momente in Kindheit&Jugend, bis Schamoni mit seiner Erzählung in die Breite geht und uns en détail an der Entstehungsgeschichte der Kiezgröße "Wolli" Köhler teilhaben lässt. Coming of Age im Hamburger Rotlichtmillieu. Drastisch,realistisch, interessant!

Beatles, Rotlicht und ein krasser Typ!

Markus Kowal, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Nach diesem Kiez Roman, werde ich bei meiner nächsten Reise nach Hamburg die Stadt nochmal anders sehen. Schamonis Roman nimmt einen auch mit auf einen aufregenden Trip durch das kultige Hamburg der 60er Jahre. Nicht nur mit den Beatles und Rotlicht, sondern auch mit einer Karriere, die seines gleichen sucht. Viel Spaß mit der großen "Lesefreiheit"!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
7
4
0
3
0

Mühsam zusammengestoppelt
von einer Kundin/einem Kunden aus Ahrensburg am 21.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wer gar keine Vorstellung von der Hamburger Milieu hat, bekommt einen ersten Eindruck - tiefere Einsichten: Fehlanzeige! Rocko Schamoni betrachtet Wolli Köhler ganz offenkundig als seinen Freund und wollte ihm ein literarisches Denkmal setzen. Doch das Profil dieser St. Pauli-Größe bleibt seltsam blass. Über weite Strecken hang... Wer gar keine Vorstellung von der Hamburger Milieu hat, bekommt einen ersten Eindruck - tiefere Einsichten: Fehlanzeige! Rocko Schamoni betrachtet Wolli Köhler ganz offenkundig als seinen Freund und wollte ihm ein literarisches Denkmal setzen. Doch das Profil dieser St. Pauli-Größe bleibt seltsam blass. Über weite Strecken hangelt sich der Autor mühsam von Episode zu Episode, reiht Gewaltausbrüche, Sexpraktiken und geniale Geschäftsideen im Rotlichtmilieu aneinander. Besondere Charakterzüge des Helden Wolli werden behauptet, sein Interesse an Literatur, sein kritisches politisches Bewusstsein, aber irgendwelche Konsequenzen für seine Lebensgestaltung werden nicht deutlich. Allein sein Aufstiegswille innerhalb der Halbwelt, allein seine Abneigung gegenüber einem bürgerlichen Dasein, angefüllt mit regelmäßiger Arbeit, treiben ihn, auf St. Pauli sein Glück zu versuchen, nachdem er seine Herkunft aus der DDR und die unterschiedlichsten Stationen seiner Wanderungen durch die Welt hinter sich gelassen hat. Gewiss, große Namen aus der Szene werden genannt, dem Leser vertraut, der wie ich in den 60ern auf St. Pauli großgeworden ist - Bartels, Fascher, Koschider - aber einen Hauch des Inkommensurablen verspürt man nur bei den Szenen mit Cartacala, einer Figur, die wirklich von Tragik umweht ist. Ansonsten: Fehlanzeige. Politische Ereignisse in der Hansestadt, Katastrophen, einschneidende Erfahrungen der Hauptfigur - alles wird nacheinander, nebeneinander abgespult - das ganze Buch ist allenfalls als eine Stoffsammlung anzusehen, von einer packenden, fesselnden, faszinierenden literarischen Gestaltung kann keine Rede sein! Mein Urteil: 2 Sterne

Jeder kann es schaffen - nur nicht alle!
von einer Kundin/einem Kunden aus Fulda am 10.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Meine Meinung: Natürlich bin ich bei meinen Hamburg-Städtetrips auch den vielen Reizen, die St. Pauli auch heute noch immer zu bieten hat, erlegen und habe dort Nächte verbracht, an die ich mich mal mehr und mal weniger gut erinnern kann/möchte. Auf das „alte“ St. Pauli, das mir Rocko Schamoni mit diesem Roman vorstellt, w... Meine Meinung: Natürlich bin ich bei meinen Hamburg-Städtetrips auch den vielen Reizen, die St. Pauli auch heute noch immer zu bieten hat, erlegen und habe dort Nächte verbracht, an die ich mich mal mehr und mal weniger gut erinnern kann/möchte. Auf das „alte“ St. Pauli, das mir Rocko Schamoni mit diesem Roman vorstellt, war ich extrem gespannt und habe mich auf ein paar voyeuristische/verruchte Einblicke gefreut. Diese ist mir der Autor keinesfalls schuldig geblieben, denn der Fokus liegt ganz klar auf den Themen Sex, Drogen und Alkohol, vermittelt in einer Sprache, die sehr anschauliche Bilder in den Kopf transportiert und mitunter sogar für Erröten sorgt. Nun wird dieser Roman aber als „Entwicklungsroman“ angepriesen und auch wenn der Autor das Leben der Kiezlegende Wolli Köhler sicher ausreichend studiert hat, so fehlt es leider an tiefgründigen emotionalen Anknüpfungspunkten/Entwicklungsprozessen bzw. kann ich nach der Lektüre nicht behaupten, eine wirklich greifbare Nähe zum Protagonisten aufgebaut zu haben. Den dargestellten Episoden seines aufregenden Lebens zu folgen, hat mir Spaß bereitet, nur hinterlässt es sicher keinen nachhaltigen Eindruck. Fazit: Kein "großer" Roman aber ein sehr anschaulicher Ausflug ins verruchte St. Pauli der 60er Jahre und eine kleine Hommage an Wolli Köhler.

Peep-Show auf St. Pauli
von Dreamworx aus Berlin am 05.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

60er Jahre Hamburg. Wolfgang „Wolli“ Köhler nabelt sich von seinem Zuhause ab und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bis er auf dem Hamburger Kiez St. Pauli landet. Dort ist das Leben anfangs für ihn recht schwierig, so dass er auf der Straße schlafen muss und auch vor dem Verkauf von Drogen nicht zurückschreckt. Aber j... 60er Jahre Hamburg. Wolfgang „Wolli“ Köhler nabelt sich von seinem Zuhause ab und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bis er auf dem Hamburger Kiez St. Pauli landet. Dort ist das Leben anfangs für ihn recht schwierig, so dass er auf der Straße schlafen muss und auch vor dem Verkauf von Drogen nicht zurückschreckt. Aber je länger er sich auf der sündigen Meile aufhält, umso mehr lernt er die Menschen und das dortige Leben kennen. Da er recht gewitzt ist, findet er bald seinen Platz im Milieu und steigt als eine von St. Paulis Kiezlegende auf… Rocko Schamoni hat mit seinem Buch „Große Freiheit“ einen teils autobiographischen Roman über seinen Freund Wolfgang Köhler vorgelegt und ihm so eine Homage gewidmet. Der Schreibstil ist flüssig und trägt die gewisse schnoddrige Hamburger Mundart. Schamoni lässt den Leser regelrecht in die alten 60er reinrauschen, wo er an der Seite von Wolli so einiges erleben kann. Bieder-Deutschland ist hier nicht zu finden, ganz im Gegenteil. Man streift mit Wolli durch die schmutzigen und berüchtigten Straßen von St. Pauli, treibt sich mit Zuhältern und Nutten rum, trifft Drogendealer und begibt sich in so manch kriminelle Lage. Knallharte Sexszenen sind ebenfalls zu finden, recht vulgär dargestellt und leider eher abschreckend, aber der Kiez an sich ist sowieso ein hartes Pflaster, wo es hauptsächlich um Geld und Macht geht, so ist die Sprache hier angemessen. Dabei lässt der Autor vieles der damaligen Zeitgeschichte Revue passieren, aber leider alles eher als Randbemerkung, denn es geht ja um Wolli, dem Schamoni mit seinem Roman posthum wohl noch einmal leise Servus sagen wollte. Die Charaktere sind leider allesamt recht oberflächlich gezeichnet, weshalb der Leser keinerlei Sympathie aufbauen und somit auch keinerlei Beziehung zu ihnen herstellen kann. Durch diesen Abstand und die fehlenden Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten wirkt das Buch leider eher wie eine Art Abhandlung. Hauptperson Wolli bleibt sehr blass und eindimensional. Er entwickelt sich zwar zu einem recht erfolgreichen Geschäftsmann, jedoch bleibt er als Mensch fremd und nicht greifbar. Hier hat Schamoni leider kläglich versagt, denn wenn er seinem Freund mit dem Roman ein Denkmal setzen wollte, hätte er ihm deutlich mehr menschliche Züge und mehr Intensität verleihen müssen. „Große Freiheit“ ist ein Streifzug über den St. Pauli Kiez der 60er Jahre, ohne jegliches Gefühl, Mehrwert und tiefgreifende Handlung. Flott zu lesen, aber keine Geschichte, die einem im Gedächtnis bleibt. Schade eigentlich!


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