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Annas Rückkehr

Roman

Berlin, 1935. Elli genießt als Frau eines hohen NS-Funktionärs ein privilegiertes Luxusleben. Durch Zufall lernt sie Grete kennen, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern in einer ärmlichen Hinterhofwohnung lebt. Damals ahnen die Frauen noch nicht, dass das Schicksal ihre Leben eng miteinander verknüpft hat. Als Gretes behinderte Kinder unter der Führung von Ellis Ehemann in das Visier des NS-Regimes geraten, steht die Frau, die sich nichts sehnlicher als Nachwuchs wünscht, vor einer schweren Entscheidung. Soll sie ihre Nähe zum Regime nutzen, ihren Mann verraten und damit sich selbst in Gefahr bringen? Schnell ist das Fadenkreuz der Behörden auf sie gerichtet und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
Rose Philipps ist in Ingolstadt geboren und aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in der Nähe von München. Nachdem sie einige Jahre als freiberufliche Kommunikationsberaterin tätig war, widmet sie sich nun ganz dem Schreiben.
„Annas Rückkehr“ ist Rose Philipps erster Titel für den Bookspot Verlag. Davor hat sie bereits zahlreiche Bücher in anderen Verlagen veröffentlicht. In ihrem Buch brilliert Philipps als gefühlvolle Vermittlerin zwischen den Ständen des NS-Regimes und schafft es, die Emotionen greifbar zu machen.
Portrait
Rose Philipps lebt mit ihrer Familie und vielen Haustieren in ländlicher Umgebung. Seit ihrer Schulzeit interessiert sie sich für die geschichtlichen Vorgänge aller Epochen und veröffentliche bereits einige Unterhaltungsromane. Als Rose Philipps ihre Festanstellung aufgab und Mitinhaberin eines kleinen Unternehmens wurde, fand sie endlich Zeit für ihren ersten zeitgeschichtlichen Roman, «Annas Rückkehr« zu recherchieren.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 392
Erscheinungsdatum 28.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95669-116-4
Verlag Bookspot Verlag
Maße (L/B/H) 21,6/13,6/3 cm
Gewicht 427 g
Auflage 1
Buch (Kunststoff-Einband)
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12,95
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Sehr bewegend
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 16.03.2019

Trotz des sehr schwierigen Themas ist das Buch von einer Leichtigkeit geprägt was den Schreibstil angeht. Diese Leichtigkeit lässt es zu dass man mehr oder minder durch die Seiten fliegt. Dennoch ist es ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte. Zeit um darüber nachzudenken, Zeit um zu überlegen ob man den heute wieder alltäg... Trotz des sehr schwierigen Themas ist das Buch von einer Leichtigkeit geprägt was den Schreibstil angeht. Diese Leichtigkeit lässt es zu dass man mehr oder minder durch die Seiten fliegt. Dennoch ist es ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte. Zeit um darüber nachzudenken, Zeit um zu überlegen ob man den heute wieder alltäglichen Rassismus so hinnehmen sollte oder nicht. Und natürlich ist es ein Buch wider dem Vergessen, denn eines dürfen wir nicht tun – Die Opfer des Nationalsozialismus jemals vergessen. Obwohl man genau weiß, dass es sich bei diesem Buch um eine reine Fiktion handelt, ist man betroffen und schockiert. Zu real wirken die die Figuren, sodass man schnell vergisst, dass es sich um eine Fiktion handelt. Leider weiß man sehr genau, dass dies nicht ausgedacht ist, sondern dass diese Taten sehr real waren, damals vor 80 Jahren, im dritten Reich. Es ist Rose Philipps gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit gut darzustellen, so dass man durchaus das Gefühl hatte mitten in der Story zu stehen. Die Schauplätze sind so bildhaft beschrieben, dass sie vor meinem inneren Auge wie bunte Bilder entstanden. Sehr gut gefiel mir die Protagonistin insbesondere im Abschnitt der im Jahr 1955 handelt. Sie wirkt authentisch und stark in ihren Handlungen. Man spürte ihre Seelenleid und ihre Wut nahezu körperlich, aber auch ihre Entwicklung die sie durchmachte. Insgesamt konnte mich das Buch aufs Beste unterhalten und das trotz des schwierigen Thema. Für mich sind das hochverdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

Ein Buch, das unbedingt gelesen werden muss!
von Monika Schulte aus Hagen am 14.03.2019

1955 kehrt Anna an der Seite ihres Managers und guten Freundes John zurück nach Berlin, ein Berlin, das noch immer in Trümmern liegt. Die einst so prachtvolle Stadt, voller sichtbarer Zeugnisse des brutalen Krieges. Anna, die berühmte Opernsängerin, sollte eigentlich in Berlin auftreten, doch ihre Stimmbänder versagen. So ma... 1955 kehrt Anna an der Seite ihres Managers und guten Freundes John zurück nach Berlin, ein Berlin, das noch immer in Trümmern liegt. Die einst so prachtvolle Stadt, voller sichtbarer Zeugnisse des brutalen Krieges. Anna, die berühmte Opernsängerin, sollte eigentlich in Berlin auftreten, doch ihre Stimmbänder versagen. So macht sie sich auf den Weg, ihre Familie zu suchen. Ob ihre Eltern noch leben? So lange hatte sie keinen Kontakt mehr, hat ihre Mutter sie doch nach Amerika geschickt, was Anna ihr nie verziehen hat. Anna hat Glück. Sie trifft auf ihren geliebten Bruder Anton und auch die Mutter hat den Krieg überlebt. Der Vater, an den sie selbst keine guten Erinnerungen hat, ist in Russland geblieben. Es bleibt Anna nicht viel Zeit, sich mit ihrer Mutter auszusöhnen, denn Grete ist schwer krank. Gemeinsam mit Anton und mit Hilfe eines Tagebuches begibt sich Anna auf Spurensuche. Weshalb wurde Anna, die in Wahrheit Erna heißt, nach Amerika geschickt? Wieso gab es keinen Kontakt zur Familie? Die beiden Geschwister stoßen auf erschütternde Wahrheiten. Da ist Elli, die Frau des Reichsleiters Probst, die sich nichts sehnlicher als ein eigenes Kind wünscht, hat der Führer doch erklärt, die Hauptaufgabe der Frauen sei es, dem Land möglichst viele Kinder zu schenken, doch Elli wird nicht schwanger. So kümmert sie sich hingebungsvoll um die Kinder im Dorf. Durch Zufall lernt sie Grete kennen und ahnt dennoch nicht, wie sehr das Schicksal ihre beiden Familien tatsächlich miteinander verbunden hat. In Nazi-Deutschland haben behinderte Kinder keinen Platz mehr. Zwei von Gretes Kindern werden ihr weggenommen und in eine Anstalt gebracht. Die wenigsten Kinder überleben. Wird es Elli gelingen, Gretes Kinder zu retten oder begibt sie sich selbst in große Gefahr? "Annas Rückkehr" - eine fesselnde, hoch emotionale und tief bewegende Geschichte! Eine Geschichte, die die ganze Bandbreite der Brutalität des Nazi-Regimes aufzeigt. Dass jüdische Menschen ins Gas geschickt wurden, weiß heute jeder, doch, dass auch Kinder mit leichten Behinderungen als nicht lebenswert galten, mag nicht jedem bekannt sein. Mit voller Härte wurden Mütter die Kinder weggenommen, in Anstalten gebracht und kurze Zeit später umgebracht. "Annas Rückkehr" - es ist in großen Teilen eine verstörende Geschichte und doch ist sie großartig. Wenn ich ein Buch lese, dann sehe ich in der Regel Farben. Dieses Buch hat mir alle Farben gezeigt. Die Farben des Schmerzes, des Krieges, aber auch die der Sehnsucht, die der Liebe. Rose Philipps fesselt mit präziser Sprache. Ihre intensiven Schilderungen berühren, machen nachdenklich, lassen einen erschauern. Ihre Geschichte zeigt, unter welchen Ängsten die Menschen in dieser schrecklichen Zeit gelitten haben. Menschen, die vor Angst nichts getan haben. Menschen, die Mitläufer waren, aus echter Überzeugung, aber auch als Angst vor dem eigenen Leben. Diese Geschichte zeigt aber auch, dass es mutige Menschen gab, die helfen wollten, die ihr eigenes Leben für andere riskiert haben. Es ist eine fiktive Geschichte, doch diese Geschichte steht für viele tatsächlich erlittene Schicksale. Was mussten die Menschen damals für ein Leid über sich ergehen lassen! Die unfassbare Brutalität und Kaltblütigkeit der Nazis, deren Rassenwahn. Für mich eigentlich immer noch unfassbar. "Annas Rückkehr" ist jedoch keine Geschichte, die nur düster ist. Diese Geschichte ist auch voller Hoffnung, voller Liebe. Dem Leser begegnen Personen, die er verachten wird, er trifft aber auch Personen, mit denen er mitfühlen, mit denen er weinen und lachen wird. Es ist ein Buch der ganz großen Emotionen und oft habe ich mich beim Lesen gefragt, wie die Autorin die Recherche-Arbeiten erlebt haben mag. Wie kann man es aushalten, über all diese tatsächlichen Schicksale zu lesen, zu erfahren? Die hervorragende Charakterzeichnung, die fesselnde Geschichte an sich, macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Ein Buch, das ich nicht mehr vergessen werde, ein Buch, das unbedingt gelesen werden muss!

Verlorene Jahre. Das Mädchen mit der Engelsstimme.
von LEXI am 28.02.2019

Die bildschöne und elegante amerikanische Opernsängerin Anna Miller besitzt das absolute Gehör und die Stimme eines Engels. In Begleitung ihres Managers reist sie im Herbst des Jahres 1955 für einen Auftritt von New York nach Berlin und möchte diese Reise mit der Suche nach ihren Verwandten verbinden. Anna wurde im Alter von fün... Die bildschöne und elegante amerikanische Opernsängerin Anna Miller besitzt das absolute Gehör und die Stimme eines Engels. In Begleitung ihres Managers reist sie im Herbst des Jahres 1955 für einen Auftritt von New York nach Berlin und möchte diese Reise mit der Suche nach ihren Verwandten verbinden. Anna wurde im Alter von fünfzehn Jahren von ihrer Familie ohne jegliche Erklärung weggeschickt, Zorn und tiefe Verletzung bestimmten seitdem ihr Leben. In Berlin angekommen holen Anna die Erinnerungen wieder ein. Sie beschließt, dass es nun endlich an der Zeit ist, die Wahrheit über die damaligen Ereignisse herauszufinden. Das Wiedersehen mit ihrer Mutter Margarete „Grete“ Künke und ihrem Bruder Anton gestaltet sich emotional, der endlich wiedervereinigten Familie ist jedoch keine gemeinsame Zeit vergönnt. Die schwerkranke Grete stirbt kurz nach der Aussprache mit ihrer Tochter in der Gewissheit, dass diese ihr vergeben hat. Anna erfährt die Wahrheit über ihre Kindheit schließlich durch ihren Bruder Anton sowie die Tagebucheinträge von Ellie, der Ehefrau des Reichsleiters Ferdinand Probst. In laufendem Perspektivenwechsel wird dem Leser eröffnet, was zwischen 1933 und 1944 in Berlin vorgefallen war; die vielen Erinnerungsfragmente formen sich letztendlich zu einem Gesamtbild. Rose Philipps erzählt die dramatische Geschichte der Familie Künke und verschont den Leser nicht mit Hinweisen auf die fürchterlichen Gräueltaten des Naziregimes. In sehr eindringlichen Worten und mit schonungsloser Offenheit zeichnet die Autorin ein Bild der damaligen Zeit und thematisiert das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte, nämlich die unvorstellbare Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten unter der Führerdiktatur Adolf Hitlers. Obgleich Rose Philipps die historisch belegten Fakten mit einer fiktiven Familiengeschichte verband und in Romanform präsentiert, schmälert dies nicht die Intensität und Wirkung. Der Schreibstil dieses Buches hat mir sehr gut gefallen, die handelnden Figuren waren überzeugend dargestellt. Anna Miller gilt zwar als Protagonistin in dieser Geschichte, das größte Augenmerk lag jedoch auf Margarete Künke und Elisabeth Probst. Speziell die stille, unscheinbare Grete weist große Tiefe auf, sie musste in ihrem bewegten Leben viele Schicksalsschläge ertragen. Grete war es auch, deren Entwicklung mich am meisten beeindruckte. Gretes Ehemann Gustav darf ich als meinen ganz persönlichen Antagonisten bezeichnen. Ich verabscheute diesen grausamen und herzlosen Mann mit jeder Buchseite ein wenig mehr. Die zahlreichen Nebenfiguren sowie die Einblicke in deren Denken und Handeln fand ich ebenfalls sehr gut ausgearbeitet. Rose Philipps verstand es zudem, zwischen den grauenhaften Ereignissen immer wieder menschliche Aspekte einzubringen. Personen wie beispielsweise Oma Luise, eine alte Witwe in der Nachbarschaft, die für die Klünkes wie eine leibliche Verwandte sorgt oder die Ehefrau eines einflussreichen Nazifunktionärs, die sich für andere einsetzt und gegen menschenunwürdige Behandlungen auflehnt. Gretes freundliche und hilfsbereite Arbeitgeberin Frau Rubinstein steht beispielhaft für jene Mitglieder jüdischer Familien, denen die Flucht aus Deutschland noch rechtzeitig gelungen ist. Im Roman gibt es jedoch auch Hinweise auf die unzähligen Menschen, denen dies nicht vergönnt war. Den Konzentrations- und Vernichtungslagern wird durch die Verschleppung jüdischer Bürger und der Verhütung erbkranken Nachwuchses in diesem Buch gleich in zweifacher Hinsicht eine schreckliche Rolle zuteil. Fazit: „Annas Rückkehr“ ist ein sehr intensives Buch, eine überwältigende Lektüre, die mich erschüttert und emotional aufgewühlt hat. Fünf Bewertungssterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung dafür!