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Guerilla

Guerila hat sich in Frankreich 100 000 Mal verkauft. Die Gründe dafür? Dieser Roman ist der Roman der Stunde: Das Zerstörungspotenzial in den Vororten, in den Banlieues, ist mit Händen zu greifen – Frankreich ist instabil, das zeigen heute auch schon die explosiven Proteste der »Gelbwesten«. Guerilla beschreibt, wie aus einem Zwischenfall ein Flächenbrand wird, wie der Lack der Zivilisation abblättert, wie die Sicherheits- und Infrastruktur binnen dreier Tage kollabiert und wie das vermeintlich sichere Leben von heute auf morgen an einem seidenen Faden hängt.

Obertone zeichnet die Charaktere unserer Zeit: die zivilgesellschaftlichen Journalisten und Blogger, die den Staat unterhöhlt haben; die hilflosen Politiker, die weichgespülte Polizei, die harmlosen Identitären, die ratlosen Bürger. bertone zeichnet die Charaktere unserer Zeit: die zivilgesellschaftlichen Journalisten und Blogger, die den Staat unterhöhlt haben; die hilflosen Politiker, die weichgespülte Polizei, die harmlosen Identitären, die ratlosen Bürger. Michel Houellebecq hat Laurent Obertone als »großen Polemiker von morgen« gelobt, doch Obertones Stärke ist nicht nur Polemik, sondern sein Gespür für Kriminalistik und fundierte Gesellschaftskritik.In Frankreich ein Bestseller, nun erscheint der Roman erstmals auf Deutsch!
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Altersempfehlung 16 - 17
Erscheinungsdatum 28.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-944422-14-5
Verlag Verlag Antaios
Maße (L/B/H) 21,1/13,4/3,3 cm
Gewicht 495 g
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Christa Nitsch, Luise Feldt
Buch (gebundene Ausgabe)
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Der fiktive Untergang Frankreichs – ein Autor im Blutrausch
von Dr. M. am 02.04.2019

Frankreich in nicht allzu ferner Zukunft, bereits aufgelöst im multikulturellen Toleranzwahn, aber noch nicht zerfallen. Eine Polizeistreife wird in eines der berüchtigten Pariser Vorstadtghettos gerufen. Dort wird sie in einem Hausflur von einer Gruppe Jugendlicher umzingelt und angegriffen. Ein Polizist verliert die Nerven und... Frankreich in nicht allzu ferner Zukunft, bereits aufgelöst im multikulturellen Toleranzwahn, aber noch nicht zerfallen. Eine Polizeistreife wird in eines der berüchtigten Pariser Vorstadtghettos gerufen. Dort wird sie in einem Hausflur von einer Gruppe Jugendlicher umzingelt und angegriffen. Ein Polizist verliert die Nerven und richtet ein Blutbad an. Danach brechen alle Dämme. Innerhalb kurzer Zeit fällt das nur noch mühsam zusammengehaltene Staatsgefüge in seine Parallelwelten auseinander. Rachsüchtige Horden beginnen mordend durch die Stadt zu ziehen. Ein solches Szenario ist durchaus vorstellbar, denn schließlich gibt es dafür Schablonen aus der französischen Vergangenheit. Damals konnte ein Übergreifen auf die gesamte Gesellschaft noch verhindert werden. In Laurent Obertones Fiktion liegt das jedoch schon weit zurück. Bei ihm kommt es zum Offenbarungseid: Die ursprüngliche französische Gesellschaft hat Schritt für Schritt ihre Werte aufgegeben und sich selbst für sturmreif erklärt. Wie das genau passierte, bleibt bei Obertone weitestgehend unbeantwortet. Ihm geht es nur um die Schilderung des endgültigen Zerfalls. Dieser Roman erscheint nicht als Literatur im eigentlichen Sinne. Er ist keine Analyse, keine wirkliche Warnung, sondern nur ein einziger zu Papier gebrachter Blutrausch eines sicher zu recht wütenden Autors. Unter den wenigen Figuren in diesen Untergangsszenarien befinden sich einige jugendliche Protagonisten des Traums einer für alle offenen, restlos entgrenzten Gesellschaft. Ihnen ergeht es besonders schlecht, denn der entfesselte Mob interessiert sich nicht für ihre Träume. Man ahnt, dass sich Obertone in seiner Wut an ihrem brutalen Ende besonders ergötzt hat. Auch im Todeskampf geben sie sich selbst die Schuld an ihrem Schicksal. Für den Leser vollziehen sich die drei Tage des französischen Untergangs mit dem Sterben der farblos konstruierten Figuren dieses Buches. Es existiert keine gemeinsame Handlung, alles passiert in einzelnen, sich abwechselnden Episoden. Scheinbar für die Ewigkeit zementierte Machtstrukturen können schnell zerfallen, besonders dann, wenn eine zu allem entschlossene, planlose Zerstörungswut am Werke ist, wie sie Obertone illustriert. So vorstellbar das auch alles sein mag, so hilflos bleibt man als Leser zurück, denn am Ende wird man sich nur an die höllenhafte Brutalität in diesem Buch erinnern. Wenn es eine Warnung gewesen sein sollte, so wird sie ihre Wirkung verfehlen. Dem Buch fehlt jegliche Tiefe. Stattdessen erlebt man einen einzigen Blutrausch, in den sich Obertone immer mehr hineinsteigert. Die Idee zu diesem Buch ist so gut wie berechtigt. Was Obertone dann allerdings daraus gemacht hat, ist nicht nur literarisch schwach, sondern auch wenig erhellend.