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Die Altruisten

Roman - Das Sensationsdebüt aus den USA

Andrew Ridker

(21)
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Beschreibung

»Ein unglaublich kluger Roman, der auf beeindruckende Weise eine Balance zwischen Humor und Herz findet.« Times Magazin

Das erste Familientreffen nach zwei Jahren Funkstille. Maggie und Ethan haben nach dem Krebstod der Mutter den Kontakt zum Vater abgebrochen. Doch jetzt steht Arthur Alter vor dem finanziellen Aus, und ihm wird schlagartig klar: Er ist auf die Hilfe seiner Kinder angewiesen. Unter dem Vorwand, sich mit ihnen versöhnen zu wollen, lädt er sie ein. Der eigentliche Grund: die Geschwister zu überreden, ihm das Erbe zu überlassen, damit er das Haus, das voller Erinnerungen an das glückliche Familienleben steckt, vor der Bank retten kann. Jeder in seiner eigenen Welt voller Sorgen und Hoffnungen gefangen, treffen sich die drei an einem Wochenende. Schnell stürzt die erzwungen freundliche Fassade in sich zusammen ...

Kühn, klug, komisch - Andrew Ridker ist mit seinem genial konstruierten Erstling ein großer Wurf gelungen. »Die Altruisten« ist eine mit feiner Ironie erzählte Familiengeschichte über den Konflikt zwischen Babyboomern und Millennials, über die Kraft von familiären Banden, über Glaube und Vernunft, Privilegien und Politik - und über die Frage, was es kostet, ein guter Mensch zu sein.

»Andrew Ridker hat viel darüber zu sagen, wie wir heute leben. Das Ergebnis ist einer dieser super brillanten, super amüsanten Romane, die man so genießt wie ein Eichhörnchen eine besonders leckere Nuss. Ich habe mich beim Versuch erwischt, um jede Aktivität und Verpflichtung herumzukommen, nur um diesen Roman weiterzulesen.«

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.09.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783641229108
Verlag Random House ebook
Originaltitel The Altruists
Dateigröße 2892 KB
Übersetzer Thomas Gunkel
Verkaufsrang 12053

Buchhändler-Empfehlungen

Brunhilde Pelzer, Thalia-Buchhandlung Jülich

Eine nicht ganz unkomplizierte Familiengeschichte. Die Auswirkungen von Erziehung der Eltern wirken auf die nachfolgende Generation. Jedes Familienmitglied sucht seinen Platz in der Gesellschaft. Scheitern und wieder aufstehen machen das Buch lesenswert. Interessant!

Angela Franke, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Wie schön, wieder ein sehr unterhaltsamer und moderner Familienroman. Vom Bemühen einer Familie einander zu verstehen. Eine leichte Erinnerung an Jonathan Franzen schwebte beim Lesen mit.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
6
4
9
2
0

american life
von einer Kundin/einem Kunden am 10.01.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Naja, richtig altruistisch sind die Probanten in diesem Roman gerade nicht. Eher eine langweilige, amerikanische Durchschnittsfamilie. Der Roman liest sich einigermaßen zügig und als ich mit den Probanten warm wurde, sie richtig kennengelernt habe, war der Roman zu Ende. Okay, ich habe ihn gelesen und das war es dann auch.

sehr großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 18.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Francine ist der Motor, das Herz der Familie Alter. Sie ist eine erfolgreiche Therapeutin. Arthur ist Universitätsprofessor und hält viele Kurse. Obwohl gut ausgelastet, hat er erneut keine Festanstellung an seiner Universität bekommen. Ihre gemeinsamen Kinder Ethan und Maggie sind fast erwachsen. Sie stehen kurz vor dem Auszug.... Francine ist der Motor, das Herz der Familie Alter. Sie ist eine erfolgreiche Therapeutin. Arthur ist Universitätsprofessor und hält viele Kurse. Obwohl gut ausgelastet, hat er erneut keine Festanstellung an seiner Universität bekommen. Ihre gemeinsamen Kinder Ethan und Maggie sind fast erwachsen. Sie stehen kurz vor dem Auszug. Als Francine unheilbar an Krebs erkrankt, beginnt die Familie auseinanderzubrechen. Aus Selbstgefälligkeit, vielleicht auch Angst beginnt Arthur ein Verhältnis mit einer wesentlich jüngeren Frau. Als Francine stirbt, verlassen Ethan und Maggie das Elternhaus. Mit ihrem Vater wollen sie nichts mehr zu tun haben. Auch Arthur hat kein ausgeprägtes Verlangen, seine Kinder zu sehen. Er erinnert sich erst wieder an sie, als das gemeinsame Haus verkauft werden soll. Und er erinnert sich an das Erbe, das Francine ihren Kindern hinterlassen hat. Er ladet Maggie und Ethan ein.

Trotz tiefsinniger Beobachtungen gelingt „Die Altruisten“ den Spagat zwischen ironischer Beobachtung und emotionalem Miterleben nicht.
von SternchenBlau am 16.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Auf diesen Roman habe ich mich richtig gefreut, denn ich mag Familientreffen, auf denen alles, was innerhalb dieses Systems nicht funktioniert, aufeinanderprallt. (Zumindest in der Fiktion, in der Realität mag ich es friedlicher.) Nachdem ein Vater wegen einer Affäre beim Erbe seiner Ehefrau leer ausging, lädt er nun seine beide... Auf diesen Roman habe ich mich richtig gefreut, denn ich mag Familientreffen, auf denen alles, was innerhalb dieses Systems nicht funktioniert, aufeinanderprallt. (Zumindest in der Fiktion, in der Realität mag ich es friedlicher.) Nachdem ein Vater wegen einer Affäre beim Erbe seiner Ehefrau leer ausging, lädt er nun seine beiden erwachsenen Kinder nur deshalb ein, damit er ie um Geld für sein Haus anschnorren kann. Da liegt Sprengkraft drin – dachte ich. „Die Altruisten“ allerdings lässt mich nun etwas ratlos zurück. Die Mittelstandsprobleme (eigentlich eher Oberschichtsprobleme) der Protagonisten erzeugten bei mir ein gewisses „Na, und?“. Der Autor schafft für mich den Spagat zwischen ironischer Beobachtung und emotionalem Miterleben mit den Figuren nicht. Dafür benötigte er für seinen Roman mindestens 100 Seiten zu viel. Einige tiefsinnige Beobachtungen: Dabei macht Riker so vieles richtig, erst recht für einen Debütautoren. In „Die Altruisten“ finden sich einige wirklich kluge und tiefsinnige Beobachtungen, mit beißendem, aber auch liebevollem Humor: „Du hast mich die ganze Zeit, in der ich da gearbeitet hab, als Verräter bezeichnet", sagte er. „Du warst ja auch ein Verräter! Aber wenigstens hattest du den ganzen Tag was zu tun.“ Oder hier: „Die Trennung hatte ihn ziemlich mitgenommen, obwohl sie wusste, dass auch er Grund zu Beschwerde hatte. Er konnte es nicht ausstehen, wenn sie die Helden aus seinen Lieblingsfilmen auf Krankheitsbilder aus dem SDM zurückführte. (‚Scarface ist keine narzisstische Persönlichkeit!‘, rief er dann. ‚Er ist einfach Scarface!‘“ Ironie vs. Nähe zu den Protagonisten: Aber leider tragen diese pfiffigen Gedanken und Beobachtungen nicht das gesamte Buch. Der Autor will diese Familie, ja diese Gesellschaftsschicht, ironisch erzählen. So ist bspw. der Titel zu verstehen: Rikers Figuren sind keine Altruisten, aber sie wären gerne welche. Riker will ein Familiensystem nachzeichnen und uns nahebringe. Dazu hätte er durchaus die ganze Zeit in einer ironische Distanz verharren können, aber das wollte er anscheinend nicht. Also führt er uns als Leser*innen in den Kopf seiner Protagonist*innen (in der dritten Person). Dort folgen wir eben auch dem, was wir geistig als Menschen so absondern, wodurch der Roman einiges seiner Prägnanz verliert. Aber vor allem kam ich dabei seinen Figuren nicht wirklich nahe. Und dadurch wurde der Roman dann auch etwas dröge. Er schafft den Spagat zwischen nicht, so dass ich weder den Protagonisten (meistens zumindest) wirklich nahekomme, noch in einer ironischen Beobachtung verharre. Der weiße Mittelstand: Manches hat mich auch wirklich angerührt, wenn Ethan seiner College-Begegung nachtrauert z.B. Aber auf den ganzen Roman bezogen war es mir zu wenig, ja, mehr noch: Weil ich gemerkt habe, dass der Autor durchaus die Tiefe erzeugen KANN, hat es mich irgendwie umso mehr geärgert, wenn er es nicht geschafft hat. An einigen Stellen habe ich ja auch durchaus bemerkt, was Riker versucht hat. Er ist sich, so glaube ich, ja durchaus bewusst, dass diese „Mittelstandsproblematik“ etwas banales hat. Das ist Teil von Rikers Ironie, denn er stellt die Probleme seiner Figuren ja ein Bisschen in den Kontext mit dem Hunger und dem Leiden der Welt. Der Vater Arthur bekommt sogar ein Bisschen Mitleid von mir, wenn er an seinem „White Savior“- Syndrom so kapital scheitert. Aber was Altruismus wirklich bedeutet, da kratzt der Autor nur an der Oberfläche. Riker ist sich auch Bewusst bewusst, dass er eine weitgehend weiße Blase schildert, er reflektiert auch feministische Themen, wie bspw. hier, wenn Maggie über ihre Mutter nachdenkt: „Scharfsichtig, aber nie mäkelig, intelligent, ohne es zeigen zu müssen, hatte Franchine selbstlos ihr berufliches Weiterkommen für die Erhaltung ihrer Familie geopfert – für die sie als Vermittlerin, Schlichterin und Friedenswahrerin fungiert hatte. Sie war für Maggie zugleich Vorbild und abschreckendes Beispiel. Eine Fallstudie darüber, was von Frauen erwartet wurde und was sie aufgeben mussten, um dem gerecht zu werden.“ Aber für die Gesamtlänge kommt mir das zu selten vor und der Roman verbleibt zu sehr in der Beliebigkeit. Fazit: „Die Altruisten“ hat für mich viele schöne Ansätze, und ich fühlte mich stellenweise auch wirklich gut unterhalten. Aber man muss das Buch nicht lesen, finde ich. Drei von 5 Sternen.

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