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Das Mädchen aus Prag

1997: Nach ihrem Studium geht Marina als Deutschlehrerin nach Prag. Das ehemalige Ostblockland ist für sie eine völlig neue Welt, in der sozialistische Tristesse und optimistische Aufbruchsstimmung aufeinandertreffen. In einem Club trifft sie auf Zach Cohen und verliebt sich in ihn. Er ist der erste Jude, den sie je näher kennengelernt hat und die Gespräche mit ihm bringen sie dazu, sich näher mit der Geschichte ihrer eigenen Familie auseinanderzusetzen.

1939: Julia reist nach Prag, um ihren Bekannten Arthur um Hilfe zu bitten, da ihr Bruder aufgrund seiner kommunistischen Überzeugung verhaftet wurde. Arthurs Familie hat gute Beziehungen zu wichtigen Mitgliedern der Nazi-Regierung und Julia hofft, sie können ihrem Bruder helfen. Als Gegenleistung für ihre Hilfe, nimmt sie Arthurs Heiratsantrag an. Doch kurz darauf begegnet sie einem Mann, der sie magisch anzieht, aber dem tschechischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung angehört ...
Portrait
Ich bin gebürtige Tschechin, in München aufgewachsen und seit 2007 veröffentlichte Autorin. Den Traum vom Schreiben hatte ich schon mit 14, doch musste sehr viel Zeit vergehen, bis er wahr wurde.
Vorher ging ich brav zur Schule, studierte Sprachen, lebte einige Zeit im Ausland und schlug mich mehr oder weniger begeistert mit den verschiedensten Jobs durchs Leben. Doch der Drang zu schreiben ließ mich nicht los, so dass ich mich schließlich doch ernsthaft ans Werk machte - und dann viel schneller einen Verlag fand als angenommen.
Mein besonderes Interesse beim Schreiben gilt historischen Ereignissen, ungewöhnlichen Frauengestalten und der Begegnung von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 520
Erscheinungsdatum 03.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7481-7879-8
Verlag Books on Demand
Maße (L/B/H) 21,7/13,9/3,2 cm
Gewicht 952 g
Auflage 1
Verkaufsrang 124455
Buch (Taschenbuch)
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13,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Ein Familiengeheimnis kommt ans Licht
von einer Kundin/einem Kunden aus Memmingen am 12.04.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Nach einem nutzlos erscheinenden Sprachenstudium und Flucht vor ihrer unglücklichen Beziehung zu Klaus zieht es Marina Ende der 90er Jahre nach Prag. In einer kleinen Sprachenschule gibt sie von nun an Deutschunterricht und kann sich vom kleinen Gehalt nur ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft leisten. Sie ist fasziniert vom ehem... Nach einem nutzlos erscheinenden Sprachenstudium und Flucht vor ihrer unglücklichen Beziehung zu Klaus zieht es Marina Ende der 90er Jahre nach Prag. In einer kleinen Sprachenschule gibt sie von nun an Deutschunterricht und kann sich vom kleinen Gehalt nur ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft leisten. Sie ist fasziniert vom ehemals kommunistisch geprägten Leben in Prag mit all seinen Veränderungen und der Lebenslust der jungen Tschechen. In der fröhlichen und etwas verrückten Tschechin Jana findet sie schnell eine Freundin und verliebt sich Hals über Kopf in den jüdischen Amerikaner Zach Cohen. Im Jahre 1932 träumt die 17jährige Julia nur davon, Geige zu spielen. Vor allem die Anforderungen ihres Vaters kann und will sie nicht erfüllen. Wie zu jener Zeit üblich, soll sie einen guten Ehemann finden und sich dem Haushalt und der Kindererziehung widmen. Nur ihr Bruder Walther, der sich politisch gegen die aufkommende Macht der Nazis engagiert, springt ihr immer wieder bei. Um sich ihren Lebenstraum von einem Musikstudium zu erfüllen, lässt sich Julia auf den undurchsichtigen und berechnenden Arthur ein und findet sich schließlich in der Goldenen Stadt wieder. Ein bewegender und aufwühlender Roman mit zwei Handlungssträngen, die gekonnt die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden - Zwei Frauen, die auf ganz eigene Weise aus ihrem Leben auszubrechen versuchen und nur auf den ersten Blick total unterschiedlich sind Tereza Vanek arbeitet die sehr unterschiedlichen Lebensentwürfe der beiden Protagonistinnen Marina und Julia geschickt heraus, gibt den beiden ein Gesicht und haucht ihnen Leben ein. Die beiden Frauen sind sehr verschieden, in einer ganz anderen Zeit aufgewachsen und dies wird gerade auch in deren Beziehung zu ihren Vätern sichtbar. Während die autistisch veranlagte Julia sich im aufkommenden Nationalsozialismus gegen die typischen Erwartungen an eine Frau (Mann, Kinder, Haushalt) zur Wehr setzt und bisweilen weltfremd nur an ihr Geigenspiel und –studium denkt, macht sich Marina auf die Suche nach einem Neuanfang, löst sich aus ihrer langweiligen Beziehung und stürzt sich in ein genügsames, aber buntes Leben in Prag. Marina wird von ihrem Vater unterstützt und in die „Welt“ entlassen, im Gegensatz dazu bringt sich Julia in eine Abhängigkeit zu einem Mann, den sie nicht liebt. Die Gemeinsamkeiten der beiden Frauen werden mit der Zeit immer deutlicher, denn beide wollen ihren ganz eigenen Weg gehen und versuchen, das Beste aus ihrer jeweiligen Situation zu machen. Die Autorin hat viel Herzblut in die Beschreibung und Entwicklung der Charaktere gesteckt und leuchtet auch die anderen Personen, wie Walther, Arthur, David Grün usw. gründlich und authentisch aus, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Ihr Schreibstil ist der jeweiligen Zeit (30er Jahre bis hin zu den 90er Jahren) angepasst und ich habe mich gut mitgenommen gefühlt. Ein Zitat von David Grün zeigt ganz eindrücklich, wie Eltern ihre Kinder in den 30er Jahren bevormundet haben: „Die Welt ist irgendwie verrückt, Fräulein Kronach. Kaum jemand kann tun, wozu er sich geschaffen fühlt, weil andere ihm ihre Vorstellungen aufzwingen wollen.“ Das trifft auch in Hinblick auf die Ausbreitung des Nationalsozialismus zu. Ein weiteres Zitat, dieses Mal von Arthur, ließ mir Schauer über den Rücken laufen, weil es nicht nur seine Selbstgefälligkeit und Kälte ausdrückt, sondern das Denken der Anhänger des Nationalsozialismus ganz prägnant widergibt. „Die Dinge in unserem Land sind im Begriff, sich zu verändern, seitdem wir endlich einen fähigen, entschlossenen Mann als Reichskanzler haben, der uns Deutschen wieder Selbstvertrauen geben kann. Er wird störende Elemente entfernen.“ Die Sprünge zwischen den Zeiten und den beiden Frauen Marina und Julia machten mir keine Schwierigkeiten. Ich finde, dass die gesellschaftlichen und politischen Unterschiede zwischen den Zeiten vor dem 2. Weltkrieg und nach dem Mauerfall gut herausgearbeitet sind. Vor allem auf die Stadt Prag war ich sehr gespannt, denn ich war schon des öfteren dort und ich liebe diese Metropole mit ihrer Geschichte, den vielen alten Gebäuden und den lebensfrohen Menschen. Mit Marina und Julia fühlte ich mich dorthin versetzt und konnte mit ihnen durch die Goldene Stadt an der Moldau spazieren und hatte eine genaue Vorstellung von den Plätzen. Meine Neugierde auf die Geschehnisse in den 30er und 40er Jahre wurde geweckt und so haben ich etliche Male in Internet dazu recherchiert und neue Ziele für meinen nächsten Besuch gesteckt. Der besondere Charme des Buches liegt neben der tollen Kulisse Prag und den liebevoll beschriebenen Charakteren vor allem auch in der Spurensuche und der Zusammenführung beider Geschichten. Die Entwicklung der Hauptcharaktere Marina und Julia sind nicht nur nachvollziehbar, sondern auch spür- und fühlbar.

Auf den Spuren eines Familiengeheimnisses
von Gertie G. aus Wien am 07.02.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Tereza Vanek ist mit diesem Roman eine besondere Geschichte gelungen. Die Autorin entführt uns einerseits in die Nazi-Zeit und andererseits in jene von 1997. In beiden Zeitsträngen ist der Schauplatz die Goldene Stadt an der Moldau – Prag. Im ersten Handlungsstrang begegnen wir Marina, einer Germanistin die Ende der 1990er Ja... Tereza Vanek ist mit diesem Roman eine besondere Geschichte gelungen. Die Autorin entführt uns einerseits in die Nazi-Zeit und andererseits in jene von 1997. In beiden Zeitsträngen ist der Schauplatz die Goldene Stadt an der Moldau – Prag. Im ersten Handlungsstrang begegnen wir Marina, einer Germanistin die Ende der 1990er Jahre Mühe hat, in Deutschland einen Job zu finden, der ihr Spaß macht. Außerdem ist sie in einer etwas langweiligen Beziehung mit Klaus gefangen. Als sich die Gelegenheit bietet in Prag eine Stelle als Lehrkraft in einer Sprachschule anzutreten, nimmt sie, die sonst Zögerliche, die Herausforderung an. Der zweite Handlungsstrang führt uns in die Nazi-Zeit zurück. Die Eltern der begabten Geigerin Julia betreiben eine Pension, die nicht allzu viel abwirft. Als sie Arthur Spengler, einen reichen Fabrikantensohn, kennenlernt, scheinen die Zeiten auf Aufstieg zu stehen. Allerdings weiß die, völlig in ihrer Musik aufgehende junge Frau noch nicht, welche Folgen das Mäzenatentum der Spenglers für sie haben wird. Meine Meinung: Wir haben es hier mit zwei gänzlich unterschiedlichen Frauen zu tun. Zum einen mit der zögerlich und unreif wirkenden Marina, deren Mutter früh verstorben ist und die sehr an ihrer Großmutter Inge hängt. Zum anderen mit der fast unnahbaren Julia, die nur eines will: Violine spielen. Sie will keinen Ehemann und Familie. Im Deutschland der Nazi-Zeit ein no-go. Frauen sind dazu da, um an der Seite ihrer Ehemänner zu repräsentieren und eine große Schar Kinder zu bekommen. Eigenständiges Denken ist verpönt und gefährlich, alleine leben sowieso. Was haben die beiden so verschiedenen Protagonistinnen gemeinsam? Beide Frauen verschlägt es aus unterschiedlichen Gründen nach Prag. Beide machen im Laufe der Geschichte eine merkbare Wandlung durch, die ihr weiteres Leben nachhaltig beeinflussen wird. Die etwas träge wirkende Marina stürzt sich in Prag nicht nur in das feucht-fröhliche Partyleben, sondern entdeckt ein streng gehütetes Familiengeheimnis. Julia hingegen heiratet doch noch Arthur Spengler und erkennt inmitten des Nazi-Terrors ihre Bestimmung. Tereza Vanek ist es gut gelungen die Stimmung in beiden Zeitebenen plastisch darzustellen: Die anfangs subtilen Repressalien der NS-Zeit, die wenig später in offenen Terror umschlagen, die unbedarfte Art von Julia, die nichts von Politik wissen möchte, aber dann ihre Augen nicht mehr verschließen kann, als sie persönlich betroffen ist. Im Prag der 1990er Jahre erlebt Marina die Zeit des Umbruchs live mit. Die ehemalige CSSR hat sich in Tschechien und die Slowakei friedlich getrennt. Die Menschen wirken entspannt, feiern was das Zeug hält und geben sich weltoffen. Prag ist eine bunte multikulturelle Stadt. Man lernt wieder Deutsch, was lange verpönt war. Elegant verknüpft die Autorin historische Ereignisse mit ihren fiktiven Figuren. Mit Marina bin ich nicht recht warm geworden. Sie ist mir lange Zeit zu zögerlich, zu lasch. Beim Aufdecken des Familiengeheimnisses hätte ich mir mehr Enthusiasmus gewünscht. Wenn sie Bedenken hat, die Beziehung zu ihrer Großmutter zu gefährden, fehlen mir die Zweifel an der Richtigkeit ihres Handelns. So wirkt ihre Suche nach den Wurzeln ein bisschen halbherzig auf mich. Einige Freunde zeigen bei den Recherchen mehr Engagement als Marina, die deren Ergebnisse fast teilnahmslos zur Kenntnis nimmt. Fazit: Ein bewegender Roman, der mir gut gefallen hat. Gerne gebe ich 4 Sterne.

Auf Spurensuche in der Vergangenheit
von katikatharinenhof am 05.02.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Marinas beruflichen Perspektive im Deutschland Ende der 1990 Jahre ist eher mau, also beschließt sie, ihr Glück in Tschechien zu versuchen. Dort trifft sie auf Zach, der sie nicht nur als Mann, sondern auch von seiner Religion her fasziniert. Nach mehreren Gesprächen entdeckt Marina, dass dieser Mann ihr dabei helfen kann, die S... Marinas beruflichen Perspektive im Deutschland Ende der 1990 Jahre ist eher mau, also beschließt sie, ihr Glück in Tschechien zu versuchen. Dort trifft sie auf Zach, der sie nicht nur als Mann, sondern auch von seiner Religion her fasziniert. Nach mehreren Gesprächen entdeckt Marina, dass dieser Mann ihr dabei helfen kann, die Spuren der Vergangenheit aufzunehmen, die Oma bisher wie ein n Schatz gehütet hat. Und diese Spuren legen ein Geheimnis frei... "Das Mädchen aus Prag" entführt mich in die Goldene Stadt an der Moldau und fasziniert mit den Sehenswürdigkeiten, die ich im Verlauf des Buches kennenlernen und besuchen darf. Sie bilden einen wunderschönen Hintergrund für eine Geschichte, die aufwühlt und doch an machen Stellen extrem langatmig und fad ist. Das liegt daran, dass der Roman in zwei Zeitsträngen erzählt ist und der erste aus der bewegten Vergangenheit zur Zeit des Naziregimes um ein Vielfaches interessanter gestaltet, aufwühlender erzählt und mit Akteuren ausstaffiert ist, die mit ganz viel Herzblut zum Leben erweckt worden sind. Diese Geschichte brilliert mit kraftvollen Sätzen, spielt hervorragend mit der Angst und dem Schrecken der damaligen Zeit und zieht mich immer tiefer ins Geschehen mit hinein. Atemlos blättere ich Seite um Seite um, verliere mich in Zeit und Raum. Dann kommt der abrupte Wechsel in das Jahr 1997 und ich schaue fast regungslos zu, wie sich Marina schemenhaft und wenig begeistert durch ihre Familiengeschichte bewegt. Diese Figur kann mich nicht begeistern, ich finde keinen Zugang zu ihr und so wirkt ihre Erzählung blass und fast nebulös. Irgendwie bewegt sich diese Frau tastend und wenig selbstsicher durchs Leben und ich kaufe ihr den Schneid, den sie versucht an den Tag zu legen nicht ab. Außerdem ist Bruder Alkohol ein ständiger Begleiter und das empfinde ich als störend. Die Nebendarsteller in dieser Zeitebene wirken glaubhafter und agiler als die Schlüsselfigur und das finde ich schade. Das Zusammenführen beider Geschichten gelingt jedoch der Autorin wieder sehr gut, was mich mit dem ganzen Buch wieder versöhnt und ich behalte die Spurensuche in der Vergangenheit als spannende , aufwühlende Lektüre in Erinnerung. 3,5 von 5 Sternchen