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Alligatoren

Roman

Deb Spera

(84)
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Beschreibung

Seit Stunden belauern sie sich gegenseitig: das Alligatorenweibchen, das seine Jungen beschützen muss, und Gertrude, deren vier Töchter seit Tagen nichts gegessen haben. Ein Schuss fällt, doch er trifft nicht das Reptil - es gibt Schlimmeres als den Hunger.
Auch Annie, die Plantagenbesitzerin, hat einen größeren Feind, als sie wahrhaben möchte. Ihren jüngsten Sohn kostete das bereits das Leben.
Doch als Oretta, Annies schwarze Haushälterin und in erster Generation von der Sklaverei befreit, Gertrudes kranke neunjährige Tochter bei sich aufnimmt, finden diese drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, zusammen. Denn sie alle haben eins gemeinsam: die unstillbare Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung.

Deb Spera wuchs in Louisville, Kentucky, auf, als Tochter von selbst noch sehr jungen Eltern. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei ihrer drei Kinder in Los Angeles. Ihr gehört das TV-Produktionsunternehmen One-Two Punch Productions, das u.a. Serien wie Criminal Minds, Army Wives, Reaper - Ein teuflischer Job, Finding Carter und Aim High - Hohe Ziele stecken produziert. Deb Spera war Finalistin des Montana Literaturpreises und zweimalige Finalistin des Kirkwood Literaturpreises. Ihre Arbeiten wurden in der Online-Zeitschrift Sixfold für Kurzgeschichten und Lyrik, in Garden & Gun, in der Wascana Review und im L.A.Yoga Journal veröffentlicht. Sie ist Co-Autorin des Theaterstücks "On the Road to Kitty Hawk", das vom Actors Theater Of Louisville aufgeführt wurde. Alligatoren ist ihr erster Roman.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 17.12.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95967-359-4
Verlag HarperCollins
Maße (L/B/H) 18,5/12,3/3,8 cm
Gewicht 366 g
Originaltitel Alligator
Übersetzer Ulrike Wasel, Klaus Timmermann

Buchhändler-Empfehlungen

Ein emotionaler Marathon

Abigail Ferreira da Silva, Thalia-Buchhandlung Essen

WoW. Ein historischer emotionaler und spannender Roman mit Frauen, die zusammen halten, Christen die über ihren Schatten springen und Familien die mehr miteinander kommunizieren sollten... Ich hab mich sehr an diesem Buch erfreut, obwohl es Themen anspricht die mich persönlich eher in Rage bringen als beruhigend fesseln. Starke Frauen und schwache Frauen unterstützen sich auf der Suche nach Erfüllung, Sicherheit und Gerechtigkeit. Die wunderbare Beziehung zwischen Oretta und Odell war sehr erfrischend. Das Ende habe ich so erwartet und wurde nicht enttäuscht. Eine spannende Reise in die Vergangenheit.

Drei eindrucksvolle Frauen auf der Suche nach Freiheit und Selbstbestimmung

Bianca Sieling, Thalia-Buchhandlung Delmenhorst

„Alligatoren“ ist die höchst beeindruckende Geschichte dreier Frauen im Süden von South Carolina in den 1920er Jahren. Die Sklaverei ist seit 30 Jahren abgeschafft, deshalb ist Oretta nun eine farbige Hausangestellte, die zwar entlohnt, aber von den meisten nicht respektiert wird, obwohl sie für ihren kranken Mann mitarbeitet. Immerhin hat sie in Annie eine aufgeschlossene Hausherrin, die sogar so modern ist, dass sie gerade eine eigene erfolgreiche Firma aufbaut. Ihr Ehemann, der charmante Plantagenbesitzer Edwin belächelt das zunächst, als aber eine Baumwollkäferplage über das Land hereinbricht und er umdisponieren muss, ist er dankbar für jeden Cent. Doch Annie hat andere Sorgen, ihre Töchter haben den Kontakt zu ihr abgebrochen und ihr jüngster Sohn beging mit 12 Jahren Selbstmord, das nagt an ihr. Gertrude ist eine völlig mittellose Frau, die ihre 4 Töchter allein durchbringt, denn ihr Mann treibt sich entweder herum, ist sturzbetrunken oder gewalttätig. Jetzt steht sie gerade Auge in Auge mit einer Alligatorenmutter, die ihr Nest bewacht. Auch Gertrude bewacht ihre Kinder, doch nur eine Familie wird überleben - um durch die andere genug Nahrung zu haben... Das Schicksal dieser drei willensstarken Frauen wird durch Krankheit, Tod, Naturgewalten und die Lüftung eines furchtbaren Geheimnisses miteinander verknüpft und zusammen steuern sie einem dramatischen Finale entgegen. Obwohl jede Frau einer völlig anderen Gesellschaftsschicht angehört, stehen sie eindrucksvoll füreinander ein und versuchen, jede auf ihre eigene Art, Freiheit und Selbstbestimmung fInden. Ein authentischer historischer Roman ohne Schnickschnack und Romantik und genau deshalb umso beieindruckender,

Kundenbewertungen

Durchschnitt
84 Bewertungen
Übersicht
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25
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1
0

Die Hoffnung stirbt zuletzt
von Tina Bauer aus Essingen am 29.03.2021
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

Gertrude, Annie und Retta – Mutige Frauen! Mit dunklen Geheimnissen, Rassenhass und Sumpffieber fordert Deb Spera mit ihrer Südstaatengeschichte „Alligatoren“ dem Leser so einiges ab. Mit der verarmten und von Ihrem Mann übel zugerichteten Gertrude, Mutter von vier Kindern, beginnen wir mitten im alligatorenverseuchten Sumpf... Gertrude, Annie und Retta – Mutige Frauen! Mit dunklen Geheimnissen, Rassenhass und Sumpffieber fordert Deb Spera mit ihrer Südstaatengeschichte „Alligatoren“ dem Leser so einiges ab. Mit der verarmten und von Ihrem Mann übel zugerichteten Gertrude, Mutter von vier Kindern, beginnen wir mitten im alligatorenverseuchten Sumpf. Ein gezielter Schuss und aus Vergangenheit wird die Zukunft. Aber die Jahre um 1920 sind besonders hart, die Baumwollernten verloren. Gertrude bekommt dank Retta, der schwarzen Haushältern der Coles, eine zweite Chance. Ihr Talent als Näherin ist in Annie Coles Näherei, die einzige Einnahmequelle der Plantage, gefragt. Retta, geplagt vom Alter, schwerer körperlicher Arbeit und der unglaublichen Liebe zu ihrem Mann hat stets auch ein Auge auf die Toten, die ihren Alltag säumen, ahnt die unheilvollen Zeichen der Zeit. Erst fegt ein Hurrikan über die Gemeinde, dann bricht das Sumpffieber aus. Tod und Krankheit sind allgegenwärtig, bis Annie beschließt, die Vorbereitungen für das alljährliche Fest selbst in die Hand zu nehmen und ein dunkles Familiengeheimnis aufdeckt. Mit „Die Wahrheit ist ans Licht gekommen, das Geheimnis ist tot“, beschwört Spera eine Lawine an Rache, Hass und Gier herauf, die nur von Retta, Gertrude und Annie aufgehalten werden kann. Fazit Gewalt und Diskriminierung beherrschen diesen Roman von Deb Spera. Dennoch finden die drei großartigen Frauen Annie, Retta und Gertrude noch genügend Liebe für ihre Kinder und ihre Mitmenschen auf und lernen schnell, dass ein Miteinander, auch so unterschiedlich sie alle sein mögen, die Welt für immer verändern kann. Kordula Leisses Stimme verleiht Gertrude die notwendige Willensstärke. Annie erhält die notwendige Hoffnung und Retta die notwendige Härte und das Durchhaltevermögen. Die 445 Minuten vergehen wie im Flug. Die Geschichte macht Hoffnung und Mut zugleich. Speras Bild der damaligen Frau, egal welcher Herkunft und Hautfarbe zeichnet eine gerade Linie. Mut und starker Wille wird belohnt. Vielen Dank an Deb Spera und an Harper Collins – Lübbe Audio für das sehr gut umgesetzte Hörbuch.

Vom Streben nach Freiheit
von NiWa am 24.05.2019
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

South Carolina in den 1920er-Jahren. Gertrude und das Alligatorenweibchen belauern sich. Beide wollen ihre Kinder beschützen. Gertrude schießt. Doch dieser Schuss wird nicht dem Alligator zum Verhängnis. Plantagenbesitzerin Annie kennt den Feind noch nicht, aber sie wird sich ihm stellen müssen. Haushälterin Oretta ist in der er... South Carolina in den 1920er-Jahren. Gertrude und das Alligatorenweibchen belauern sich. Beide wollen ihre Kinder beschützen. Gertrude schießt. Doch dieser Schuss wird nicht dem Alligator zum Verhängnis. Plantagenbesitzerin Annie kennt den Feind noch nicht, aber sie wird sich ihm stellen müssen. Haushälterin Oretta ist in der ersten Generation von der Sklaverei befreit, und strebt wie die anderen Frauen ein selbstbestimmtes Leben an. "Alligatoren" ist ein großartiger Südstaaten-Roman, der Frauen, Selbstbestimmung und das Streben nach Freiheit in sich vereint. Gertrude ist mit einem brutalen Trinker verheiratet, der ihre vier Mädchen hungern lässt. Anstatt sich mit dem Lohn um die Bedürfnisse seiner Familie zu kümmern, ertränkt er seine Verantwortung im Alkohol. Gertrude treibt es zum Äußersten und sie beginnt als Näherin. Annie lebt an der Seite eines betuchten Plantagenbesitzers, der sein gutes Auskommen eher ihrer Näherei verdankt. Dank des Sohnes haben sie nun auch Herrenhemden im Sortiment, was der Gatte eher desinteressiert, die Näherinnen euphorisch zur Kenntnis nehmen. Doch während Annie mit ihrer Näherei in höhere Gefilde - zu Gunsten ihres Sohnes - strebt, holt sie die Vergangenheit und die Wahrheit darin ein. Oretta ist Annies Haushälterin und vermittelt die bedürftige Gertrude als Näherin. Oretta selbst fühlt sich in der Liebe zu ihrem Mann am Ziel. Auch wenn ihnen das Schicksal nicht immer wohlgesinnt war, haben sie ihren Weg gemacht. Diese drei Frauen verbindet neben den beruflichen Berührungspunkten ihr Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit. Gertrude müht sich, ihren Mädchen eine gute Mutter zu sein. Sie strampelt sich ab, damit sie nicht hungern müssen. Mit dem Schuss auf das Alligatorenweibchen hat sie eine Entscheidung gefällt, und nun strebt sie ein besseres Leben an. Annie war schon immer selbstständig. Dennoch hat sich ihr Mann zwischen sie und ihre Kinder gedrängt. Vom Leben und ihrer Ehe enttäuscht, gesteht sie sich ihr Scheitern ein. Nur um zu beweisen, dass sie selbst den Weg bestimmt. Oretta ist schon fast ein Klischee. Die grobe, warmherzige schwarze Dame, ist eine Seele von Haushälterin. Sie sorgt sich um ihre Annie, geht Gertrude zur Hand, und greift schon mal bei der Erziehung anderer Leute Kinder ein, weil sie meint, nur etwas zu bekommen, wenn sie gegeben hat. Diese unterschiedlichen Frauen haben mich von Anfang an gebannt. Gertrude, wie sie sich von ihrem alkoholabhängigen brutalen Mann befreit, Annie, wie sie ihren Sohn ermutigt, und um ihre Töchter kämpft, und Oretta, die als Bindeglied fungiert - und damit sämtliche Fäden zusammenbringt. Deb Spera zeichnet damit das Porträt dreier Figuren, die der damaligen Zeit entsprechen. Sie zeigt, womit das weibliche Geschlecht zu kämpfen hatte, wie im Drang der Zeit Stärke beweisen, und sich nicht kleinkriegen lassen. Dabei geht die Autorin auf hauptsächlich weibliche Themen ein, denen allerdings absolut kein Kitsch anhängt. Geburten, Wahlrecht, Mitsprache im Eheleben, Kindererziehung oder Kinderlosigkeit - sie zeigt, welche Facetten das Leben von Frauen zu dieser Zeit hat, egal, welcher gesellschaftlichen Schicht sie entstammen. Die Atmosphäre ist drückend, wie ich mir die Luft in South Carolina vor einem Gewitter vorstelle. Die Stimmung ist angespannt, es liegt Unheil in der Luft, und man fühlt, dass die Geschichte vielleicht nicht gut ausgehen wird. "Alligatoren" ist ein großartiger Südstaaten-Roman, der von starken Frauen durch die gespannte Stimmung getragen wird - und exzellent gut zu hören und wahrscheinlich ebenso hervorragend zu lesen ist.

Gertrude + Annie + Oretta
von Kaffeeelse am 30.01.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Deb Spera entführt uns mit "Alligatoren" in die Südstaaten der USA, genauer gesagt nach Branchville in South Carolina. Wir sind in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Gleich mehrere Themen werden in diesem Buch beschrieben. Einmal geht es um die Veränderung der Lebensumstände der Einwohner der Südstaaten, die Baumwoll... Deb Spera entführt uns mit "Alligatoren" in die Südstaaten der USA, genauer gesagt nach Branchville in South Carolina. Wir sind in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Gleich mehrere Themen werden in diesem Buch beschrieben. Einmal geht es um die Veränderung der Lebensumstände der Einwohner der Südstaaten, die Baumwollkapselkäferplage hat die Lebensgrundlage vieler Südstaatler zerstört und eine große Armut macht sich breit. Gleichzeitig sind auch nach wie vor Rassen- und Klassenunterschiede von zentraler Bedeutung. Ebenso ist gerade die Zeit der Emanzipation der Frau, die Vormachtstellung des Mannes am Zerbröseln, den Frauen ist endlich das Wählen möglich und sie nehmen immer differenzierter am Berufsleben teil, z. B. auch in der Politik. Eine Zeit recht großer Veränderungen! Die Hauptakteure dieses Romans sind: Gertrude Pardee, Mutter von vier Töchtern, Angehörige der White Trash, Frau eines brutalen Alkoholikers, der die Familie tyrannisiert; Annie Coles, Mutter von zwei Töchtern und zwei Söhnen, verheiratet mit dem reichen Plantagenbesitzer Edwin, lebt mit dem Trauma, dass sich ihr dritter Sohn in jungen Jahren das Leben genommen hat und ihre beiden Töchter den Kontakt zur Familie abgebrochen haben; und Oretta Bootles, schwarze Haushälterin der Familie Coles, einst selbst noch Sklavin gewesen, hellsichtig und tief religiös, der Familie Cole sehr verbunden, lebt mit dem Trauma, ihre Tochter sehr früh an eine Krankheit verloren zu haben. Alle drei haben etwas gemeinsam, sie sind starke Charaktere und besitzen eine kämpferische Natur. Es wird in diesem Roman eine sehr interessante Geschichte gezeichnet, eine Geschichte der Emanzipation und ebenso eine Geschichte darüber, was Mutterschaft eigentlich bedeutet. Dieses Buch ist in einer gut lesbaren und auch sehr klangvollen Sprache geschrieben und besitzt ebenso einen sehr großen Sog und ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen.


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