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Der englische Patient

Roman. Ausgezeichnet mit dem Booker Prize 1992

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Taschenbuch

»Geschichten von Menschen, die vom Krieg und von der Liebe heimgesucht werden. Ein großartiges Werk von unwiderstehlicher Faszination.« Don DeLillo

>Der englische Patient< erhielt 1992 den Booker Prize und wurde 1996 durch die kongeniale Verfilmung Anthony Minghellas weltberühmt: In einer zerbombten Villa in der Nähe von Florenz treffen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges vier Menschen aufeinander: Caravaggio, einst ein Dieb, der für die Alliierten spioniert hat, Kip, ein junger Sikh, Spezialist für das Entschärfen von Bomben, Hana, eine kanadische Krankenschwester - und der englische Patient Almásy, ein Flieger, der über der nordafrikanischen Wüste abgeschossen wurde.

Schwerverwundet wird er zum Mittelpunkt eines komplizierten Beziehungsgeflechts, in dem sich Gegenwart und Vergangenheit, geheime Innenwelten und äußerer Ausnahmezustand miteinander verschränken.

Die Zeit scheint in Michael Ondaatjes Roman aufgehoben, und doch erzählt er vom Ende der alten und dem Entstehen einer neuen Welt.

Rezension
"Michael Ondaatjes Bestseller scheint die Zeit aufzuheben, und doch erzählt er vom Ende der alten und dem Entstehen einer neuen Welt."
Bücher August 07
Portrait
Ondaatje, Michael
Michael Ondaatje, von holländisch-tamilisch-singhalesischer Abstammung, wurde am 10. September 1943 in Sri Lanka geboren. Nach seiner Schulausbildung in England übersiedelte er 1962 nach Kanada, wo er heute noch lebt. Internationalen Ruhm erlangte Ondaatje mit seinem Roman 'Der englische Patient', für den er 1992 den Booker Prize sowie 2018 den Golden Man Booker Prize erhielt.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 01.07.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-19112-8
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,1/2,5 cm
Gewicht 365 g
Originaltitel The English Patient
Auflage 5. Auflage
Übersetzer Adelheid Dormagen
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Sehr vielschichtig und teilweise episodenhaft. Man merkt dem Werk an, dass Ondaatje ein Jazzfan ist.

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Ein grandios erzählter Roman. Tragisch und voller berauschend schöner Bilder.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Augsburg am 13.06.2016
Bewertet: anderes Format

Eine fantastische Geschichte über vier Fremde, deren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Mein Eindruck
von HSL am 15.10.2015

Ondaaties "Der Englische Patient", ist mit einer Perlenkette vergleichbar. Fädelt man nicht jede einzelne Perle auf und reiht diese aufeinander, wirkt es nicht anschaulich. Für viele Leser mag es an Geduld fehlen, die Vernetzung der bruchstückartigen Erzählungen zusammen zu fügen, doch gerade das macht dieses Buch so einzigart... Ondaaties "Der Englische Patient", ist mit einer Perlenkette vergleichbar. Fädelt man nicht jede einzelne Perle auf und reiht diese aufeinander, wirkt es nicht anschaulich. Für viele Leser mag es an Geduld fehlen, die Vernetzung der bruchstückartigen Erzählungen zusammen zu fügen, doch gerade das macht dieses Buch so einzigartig. Es ist ein fragmentarisch, bildintensiv, intellektuell und emotional ansprechend geschriebener Roman.

Unter Fresken
von Polar aus Aachen am 23.08.2007
Bewertet: gebundene Ausgabe

Schriftsteller werden oft davor gewarnt, in Rückblenden zu erzählen. Ein Leser brauche eine lineare Erzählung, an der sich die Ereignisse wie Perlen aneinanderreihen. Ondaatje beweist in diesem Roman, daß vom Leben der Gestrandeten, der in einem Krieg Ausgespuckten nur noch eines Bestand hat: der Erinnerungsfetzen, das Puzzle, w... Schriftsteller werden oft davor gewarnt, in Rückblenden zu erzählen. Ein Leser brauche eine lineare Erzählung, an der sich die Ereignisse wie Perlen aneinanderreihen. Ondaatje beweist in diesem Roman, daß vom Leben der Gestrandeten, der in einem Krieg Ausgespuckten nur noch eines Bestand hat: der Erinnerungsfetzen, das Puzzle, was einem geblieben ist, das Aussparen wollen von Bitterem, vom Schrecken, wie von Liebgewonnenem, daß man in seiner Abwesenheit nicht mehr erträgt. Was in Italien wie ein Kammerspiel mit vier Personen daherkommt, öffnet sich in den Rückblenden zu einem breiten Kosmos der Welt vor und zu Zeiten eines Kriegs, entführt uns in die Wüste zu den Nomaden und in die ausgelagerte englische Gesellschaft im Ausland mit ihren halbseidenen Intrigen. Das Leben in der Nachkriegszeit ist nur unter Morphium für den Patienten zu ertragen. Er stirbt und sieht darin eine gerechte Strafe für eine zurückgelassene Liebe. Während der Dieb seinen Folterer sucht, sich zwischen Bombenentschärfer und Krankenschwester verstohlene Liebe ohne Zukunft regt. Sie alle werden weiterziehen, entwurzelt leben. Sie klammern sich nur für einen Moment aneinander, um wieder zu Kräften zu kommen. Kräfte, die ihnen entzogen wurden und von denen sich nicht wissen, ob sie in alter Stärke zu ihnen zurückkehren. Wo wollen sie hin? In die Heimat zurück? Wo liegt die? Ondaatje hat die Zerrissenheit der Menschen, die einen Krieg erlebt haben, ein literarisches Denkmal gesetzt. Es läßt niemanden unberührt zurück.