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Heimatland

... und andere Geschichten aus Norwegen - Mit Texten von Siri Hustvedt, Karl Ove Knausgård, Dag Solstad u.v.a -

Zwölf literarische Stimmen aus Norwegen. Darunter so prominente Namen wie Karl Ove Knausgård, Siri Hustvedt, Dag Solstad and Tomas Espedal. Herausgeber von "Heimatland" sind IKH Kronprinzessin Mette-Marit und der Schriftsteller Geir Gulliksen - die in ihrem Vorwort die norwegische Mentalität, Gesellschaft und Literatur beleuchten.

Portrait
IKH Kronprinzessin Mette-Marit ist seit Jahren eine der wichtigsten Botschafterinnen der norwegischen Literatur und Kultur im In- und Ausland.

Geir Gulliksen ist einer der herausragenden Persönlichkeiten des Literaturlebens in Norwegen, ein legendärer Lektor, Autor und Lyriker.

Geir Gulliksen (geb. 1963) ist einer der herausragenden Persönlichkeiten des Literaturlebens in Norwegen. Als Verleger und Lektor war er u. a. verantwortlich für die Entdeckung so wichtiger skandinavischer Autoren wie Karl Ove Knausgård oder Linn Ullmann. Bekannt wurde er zunächst als Lyriker und Essayist; Romane, Theaterstücke und Kinderbücher folgten. 2014 erhielt er den Aschehoug-Preis für sein Gesamtwerk. »Geschichte einer Ehe« stand auf der Shortlist des Nordischen Literaturpreises.

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

Ulrich Sonnenberg, geboren 1955 in Hannover, arbeitet als freier Übersetzer und Herausgeber in Frankfurt/Main. 2013 erhielt er den Übersetzerpreis des Staatlichen Dänischen Kunstrats. Er übersetzte u.a. Bücher von Hans Christian Andersen, Carsten Jensen, Karl Ove Knausgaard und Jens Andersens Astrid Lindgren-Biografie.

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber I.K.H. Kronprinzessin Mette-Marit, Geir Gulliksen
Seitenzahl 328
Erscheinungsdatum 30.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87608-5
Verlag Luchterhand
Maße (L/B/H) 22,1/14,3/3,5 cm
Gewicht 550 g
Originaltitel Hjemlandet
Abbildungen 12 schwarzweisse Abbildungen
Übersetzer Paul Berf, Ulrich Sonnenberg, Ina Kronenberger, Uli Aumüller, Gabriele Haefs
Buch (gebundene Ausgabe)
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Gelungene Mixtur norwegischer Geschichte und Geschichten
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 18.10.2019

Bei der Frankfurter Buchmesse war ich bisher zwar noch nicht, aber ich verfolge dennoch alljährlich interessiert das Drumherum. In diesem Jahr ist Norwegen das Ehrengastland und deshalb wurde ich auch gleich hellhörig, als ich erfuhr dass die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit, auf deren Liebe zu Büchern und ihren Einsatz im... Bei der Frankfurter Buchmesse war ich bisher zwar noch nicht, aber ich verfolge dennoch alljährlich interessiert das Drumherum. In diesem Jahr ist Norwegen das Ehrengastland und deshalb wurde ich auch gleich hellhörig, als ich erfuhr dass die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit, auf deren Liebe zu Büchern und ihren Einsatz im Literaturzug ich erst im vergangenen Jahr aufmerksam wurde, gemeinsam mit Geir Gulliksen das Buch „Heimatland“ herausgegeben hat. Von der Landschaft Norwegens bin ich begeistert, weiß von diesem Land aber genaugenommen sehr wenig. Durch dieses Buch erhoffte ich Interessantes zu erfahren und dabei gleichzeitig einen kleinen Eindruck von norwegischer Literatur zu bekommen – und einen weiteren weißen Fleck im Rahmen meiner BUCHweltreise mit Inhalten zu füllen. Als Vorwort beginnt „Heimatland“ mit dem Gespräch zwischen I.K.H. Kronprinzessin Mette-Marit und Geir Gulliksen. Darin unterhalten sie sich über Literatur und darüber, wie norwegisch sie eigentlich sind. Zur Verwirklichung dieses Buchprojekts waren sich die beiden Herausgeber gleich einig, dass sie Autoren und Autorinnen dazu einladen wollten, über das Norwegische zu schreiben und darüber, was das Norwegische für sie heißt. Auch um den Zusammenhang von Sprache, Literatur und das Leben sollte es gehen. In „Heimatland“ kommen deshalb zwölf literarische Stimmen aus Norwegen zu Wort: Tomas Espedal, Vigdis Hjorth, Ole Robert Sunde, Marit Eikemo, Siri Hustvedt, Wencke Mühleisen, Demian Vitanza, Karl Ove Knausgård, Helga Flatland, Agnes Ravatn, Maria Navarro Skaranger und Dag Solstad. Jedem Text vorangestellt ist ein schwarzweiß Portrait des jeweiligen Autors. Die Buchgestaltung ist luftig und lässt den Texten, die so unterschiedlich sind wie das, worüber sie berichten, genug Freiraum. Mal geht es um Geschichtliches und Spätfolgen der Kolonialzeit, um das Leben norwegischer Auswanderer in Amerika, man erfährt einiges über Leben und Wirken des Schriftstellers Knut Hamsun, erlebt Tradition und Moderne, die Veränderlichkeit der Sprache, schwierige Witterungsverhältnisse und traumhaft schöne Landschaft. Aber hier wird nicht nur die Heimat der Schriftsteller geliebt und beleuchtet, sondern auch kritisch betrachtet. So entsteht eine Mixtur unterschiedlicher Themen, Geschichten und Momentaufnahmen, fern von der Glorifizierung des Begriffs Heimat, dafür aber authentisch und lebensnah wirkend. Neben sachlichen Texten sind im Buch einige Geschichten enthalten, die mit ihren ganz eigenen besonderen Stimmen erzählt werden. Das Gelesene berührt und hallt nach, selbst wenn das Norwegische nur leise im Hintergrund durchklingt. Hier beeindruckt die Fähigkeit der Schriftsteller über die nahen Beziehungen der Menschen zu schreiben und macht Lust darauf, mehr von dem jeweiligen Autor oder der Autorin zu entdecken. Für mich war das Lesen dieses Buches ein echter Gewinn, da es mir Seiten von Norwegen zeigen konnte, die mir unbekannt waren. Auch der unmittelbare Bezug zur Literatur und den bekannten norwegischen Literaten hat mir gut gefallen und mich auf den Geschmack gebracht. Lediglich das Vorwort hätte mir als Nachwort besser gefallen, da die Herausgeber darin teilweise auf die Inhalte der Texte eingehen und ich das nicht lesen mag, ohne selbst die Texte zu kennen. Allerdings nehmen sie dabei auch nichts vorweg, aber mir fehlte als Leserin halt der Bezug. Dafür konnte ich mit dem Vorwort umso mehr anfangen, als ich es nach Beendigung des Buches einfach nochmal las. So schloss sich für mich der Kreis und das Buch fand für mich zu einem gelungenen vielfältigen Ganzen, das mir auf sympathische Weise einige Facetten Norwegens zeigen konnte – einem Land, von dem ich gerne mehr erfahren und es selbst einmal besuchen möchte.