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Dieser weite Weg

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Isabel Allende

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Beschreibung


Isabel Allendes neuer Roman über ein Leben zwischen Bürgerkrieg, Flucht und Putsch in Chile

Fast ein ganzes Leben – das erzählt dieser Roman, den weiten Weg des Arztes Víctor Dalmau, und zwar vor einer üppigen zeitgeschichtlichen Kulisse, ausgehend vom Spanien der Bürgerkriegsjahre, Flucht über Frankreich und mit Pablo Nerudas Winnipeg nach Chile, die Pinochet-Jahre und die Zeit danach.

Es geht um Geschichte als Menschheitsschicksal und als persönliche Tragödie, es geht um Vertreibung, Flucht, Exil und die Unmöglichkeit, an einem Ort dauerhaft anzukommen. Und es geht um eine Beziehung, die zwischen Víctor Dalmau und seiner Schwägerin – sie hat ein kleines Kind, und ihr Mann, Víctors Bruder, fällt im Krieg –, die zunächst praktischen Erwägungen folgt und die sich im Lauf der Jahre zu etwas auswächst, das größer und inniger ist als Lieben. Zusammen trotzen die beiden den Widrigkeiten, die ihnen begegnen, gegen die Unbilden der Zeiten bieten sie all ihre Menschlichkeit auf. Aber es reicht nicht…

Gelesen von Wiebke Puls.

(8 CDs, Laufzeit: 9h 37)

»Rund zehn Stunden Hörerlebnis der besonders unterhaltsamen Art.«

Produktdetails

Verkaufsrang 9848
Medium CD
Sprecher Wiebke Puls
Spieldauer 577 Minuten
Erscheinungsdatum 29.07.2019
Verlag Der Hörverlag
Fassung gekürzt
Hörtyp Lesung
Originaltitel Largo pétalo de mar (Vintage Espanol)
Übersetzer Svenja Becker
Sprache Deutsch
EAN 9783844535921

Buchhändler-Empfehlungen

Immer wieder Hass

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Vor vielen Jahre habe ich mir im Kino den Film „Das Geisterhaus“ mit der wunderbaren Meryl Streep angeschaut. Noch ein paar Jahre weiter habe ich mich endlich an das Buch „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende herangewagt. Der Film war schon toll, aber das Buch noch viel besser. Allerdings empfand ich das Buch als ein typisch lateinamerikanisches Buch – teilweise ein wenig unheimlich und übernatürlich, eine wunderbare Sprache und der Hang, viele kleine Nebenhandlungen einzubauen, die das Lesen deutlich verlangsamen. Danach hat mich irgendwie nie wieder ein Buch von Isabel Allende verlockt, so dass das ganz aktuelle Buch erst mein zweites Buch dieser Autorin ist. Und ich empfand es komplett anders. Ich würde diesen Roman in fünf Abschnitte einteilen: 1. Der Bürgerkrieg in Spanien 2. Die Flucht 3. Exil 4. Erneuter Bürgerkrieg und Flucht 5. Heimkehr Isabel Allende verknüpft in ihrem Roman zwei Familien. Da ist zum einen die Familie Dalmau aus Katalonien. Der Vater Marcel Luis Dalmau war für 50 Jahre Professor für Musik in Barcelona. Seine Frau Carme unterrichtet arme, junge Menschen, damit sie lesen und schreiben lernen. Sie gehören keiner Partei an, standen aber dem Anarchismus nah. Sie bekamen zwei Söhne. Der ältere, Victor, möchte Arzt werden, Guillem, der jüngere, ist nicht so still und zielstrebig wie sein Bruder. Er zieht Mädchen an und steckt irgendwie voller Wut. Als in Spanien der Bürgerkrieg ausbricht, gesellt sich Guillem sofort zu den Kämpfern der Republikaner. Victor hat sein Studium noch nicht abgeschlossen, wird aber ebenfalls von den Republikanern als Sanitäter gebraucht. Der Vater hat vor einigen Jahren noch die das mittellose Bauerntochter Roser aufgenommen, die ein unglaubliches Talent für das Klavierspiel hat, obwohl sie keine Noten lesen kann. Er gibt ihr Klavierunterricht. Als die Republik am Boden liegt, der Sieg Francos unausweichlich ist, Guillem inzwischen von Francos Gefolgsleuten ermordet wurde und Roser von Guillem schwanger ist, beauftragt Victor einen Freund, Roser und seine Mutter über die Grenze nach Frankreich zu bringen. Dort will er sich später zu ihnen gesellen. Wie an der Inhaltsangabe bereits erkennbar, klappt dies. Roser und Victor heiraten und gehen gemeinsam nach Chile, wo sie eine neue Existenz aufbauen. Victor wird endlich Arzt und Roser eine erfolgreiche Pianistin. Doch auch dort holt sie die Politik wieder ein. Die zweite Familie ist die reiche, chilenische Familie del Solar. Isidro ist ein skrupelloser Geschäftsmann. Seine Frau Laura, eine gläubige Frau, die ihr Heil im Gebet sucht. Ihre jüngste Tochter ist Ofelia. Die drei reisen kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs noch einmal nach Europa. Ofelia wird wie ihr unverheirateter Bruder Felipe in der Geschichte noch eine wesentliche Rolle spielen. Isabel Allende hat diese Geschichte ganz anders erzählt, als ihre Geschichte in „Das Geisterhaus“. Sie berichtet viel und sehr kenntnisreich von dem spanischen Bürgerkrieg, der Flucht nach Frankreich, den unsäglichen Zuständen in den Flüchtlingslagern dort und von der Rettung durch den großen chilenischen Dichter und Idealisten Pablo Neruda. Mir kommt diese Geschichte aber sehr sachlich vor – wie ein Bericht. Irgendwie fehlt mir dieses Mal das Herz und das magische, was „Das Geisterhaus“ für mich ausgemacht hat. Auch später in Chile erfährt man viel von den sozialen Umständen in dem Land, von dem unglaublichen Aufstieg und Fall des Salvador Allendes und dem Regime Pinochets. Aber auch dort bin ich zwar ausgesprochen fasziniert dem Geschehen gefolgt. Aber ich habe mich keiner dieser Personen wirklich nah gefühlt. Da ich nun nur diese zwei Bücher von Isabel Allende kenne, kann ich Ihnen nicht wirklich sagen, welches eine typischere Isabel Allende ist. Mich hat dieses Buch sehr fasziniert und durch die grausame Geschichte, die sich wiederholt, sehr traurig gestimmt. Ich fand es spannend und ausgesprochen informativ. Aber sie hat mich nicht wirklich abgeholt. Trotzdem lohnt es sich natürlich, dieses Buch zu lesen. Wenn ich mehr Herz, mehr Magie gefunden hätte, hätte es den fehlenden 5. Stern bekommen.

Barbara Muwanya, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Eine bewegende Lebens- und Liebesgeschichte, eingebettet in Spaniens und Chiles Geschichte des 20. Jdh. Besonders spannend, dass der Roman auf dem Leben eines Mannes beruht, den Isabel Allende im Exil in Venezuela kennengelernt hat. Gefühlvoll, intensiv und dabei sehr informativ!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
29 Bewertungen
Übersicht
17
9
2
1
0

...nehm sie mit nach Lateinamerika
von einer Kundin/einem Kunden am 04.09.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Hier trifft die einzigartige Erzählkunst Allendes auf atemberaubende Realität des Bürgerkrieges. Victor - ärztlicher Praktikant- verliert seinen geliebten Bruder an der Front. Die Familie verlässt das Land. Mit auf der Flucht nach Frankreich die hochschwangere, unwissende Schwägerin Roser. Noch einmal steht eine lebensrettende Ü... Hier trifft die einzigartige Erzählkunst Allendes auf atemberaubende Realität des Bürgerkrieges. Victor - ärztlicher Praktikant- verliert seinen geliebten Bruder an der Front. Die Familie verlässt das Land. Mit auf der Flucht nach Frankreich die hochschwangere, unwissende Schwägerin Roser. Noch einmal steht eine lebensrettende Überfahrt nach Südamerika an. Angekommen und in Sicherheit im chilenischen Exil ist Rosen als Pianistin erfolgreich. Victor und sie...vielleicht eine unmögliche Liebe.

Mit historischem Hintergrund verwobene Familiengeschichten
von Kaffeeelse am 29.07.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eine Isabel Allende kann natürlich erzählen. Wenn es dann noch um zwei wirklich faszinierende historische Ereignisse geht, die mich auch beide sehr interessieren, da kann eigentlich nichts schief gehen. Und es ging auch nichts schief. Der spanische Bürgerkrieg wurde schon in einigen anderen von mir gelesenen Büchern thematisiert... Eine Isabel Allende kann natürlich erzählen. Wenn es dann noch um zwei wirklich faszinierende historische Ereignisse geht, die mich auch beide sehr interessieren, da kann eigentlich nichts schief gehen. Und es ging auch nichts schief. Der spanische Bürgerkrieg wurde schon in einigen anderen von mir gelesenen Büchern thematisiert, ein definitiv erschreckendes Ereignis, an dem Spanien in einer nachvollziehbaren Weise immer noch krankt. Eine Familiengeschichte vor diesem Hintergrund anzusiedeln ist ein geschickter Griff von Frau Isabel Allende. Und nicht nur die weiteren Informationen zu den Geschehnissen in Spanien sind interessant, auch dazulernen konnte ich noch mit diesem Buch. Dass ein Pablo Neruda mitgeholfen hat, aus der SS Winnipeg ein Flüchtlingsschiff mit 2200 Flüchtlingen aus Spanien zu machen war mir neu, also beide Fakten, Pablo Nerudas Einsatz und die Existenz der SS Winnipeg. Diese Flüchtlinge, hier besonders der katalanische Arzt Victor Dalmau und seine Schwägerin Roser, zu thematisieren und ihre Geschichte dann mit der chilenischen Geschichte zu verweben, ist absolut geschickt und wirklich interessant. Die SS Winnipeg bringt Victor und Roser 1939 nach Chile. Beide müssen sich in ihrer neuen Heimat erst einmal orientieren, dies tun sie und Rosers Sohn Marcel und alle strudeln auf die Ereignisse unter Allende in den 1970ern und den anschließenden Sturz Allendes durch einflussreiche Seilschaften zu. Deswegen kann man schlussendlich dieses Buch als Familiengeschichten vor einem äußerst interessanten historischen Hintergrund bewerten. Und Familiengeschichten kann die Allende perfekt schreiben. Und genauso ist diese Aufnahme der republikanischen spanischen Flüchtlinge äußerst interessant, wenn man diesen Fakt in Bezug zu Allende und dessen Wahlsieg setzt.

Dieser weite Weg
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 09.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Weiteres interessantes Buch der gern gelesenen Autorin, das ich für meine Tochter bestellt habe, die sich in Lateinamerika gut auskennt

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