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Tolstois Bart und Tschechows Schuhe

Streifzüge durch die russische Literatur



Eine vergnügliche Entdeckungsreise durch die russische Literatur


Dieses humorvolle Buch macht neugierig auf Tolstoi & Co.

Wladimir Kaminer beweist, wie lebendig, spannend und unterhaltsam ein Streifzug durch die Literatur sein kann. Sein Blick hinter die Kulissen zeigt berühmte Schriftsteller als faszinierende Menschen und verrät uns gleichzeitig viel über das Leben selbst. Verrückte Ideen, große Triumphe, Tragik, Liebesglück und die großen Ereignisse der Weltgeschichte – all das und noch vieles mehr findet sich in diesen Geschichten über sieben Autoren aus Wladimir Kaminers russischer Heimat: Fjodor Dostojewski, Leo Tolstoi, Anton Tschechow, Michail Bulgakow, Wladimir Majakowski, Vladimir Nabokov und Daniil Charms.

Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen.

Weitere berührende Wunderraum-Geschichten finden Sie in unserem kostenlosen aktuellen Leseproben-E-Book »Einkuscheln und loslesen – Bücher für kurze Tage und lange Nächte«

Portrait
Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und inzwischen erwachsenen Kindern in Berlin. Mit seiner Erzählsammlung »Russendisko« sowie zahlreichen weiteren Bestsellern avancierte er zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 11.11.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-336-54813-2
Verlag Wunderraum
Maße (L/B/H) 21,8/13,6/3,2 cm
Gewicht 523 g
Verkaufsrang 39415
Buch (gebundene Ausgabe)
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Amüsante Reise durch die russische Literatur
von Zauberberggast aus München am 24.11.2019

Literarische Kanons sind momentan im Trend. In unserer schnelllebigen Zeit möchte man belesen sein und wirken, aber gleichzeitig genau wissen, was es der Mühe wert ist gelesen zu werden und was eher nicht. Vor allem wenn die Klassiker Hunderte oder sogar Tausende von Seiten umfassen, wie in der russischen Literaturgeschichte ni... Literarische Kanons sind momentan im Trend. In unserer schnelllebigen Zeit möchte man belesen sein und wirken, aber gleichzeitig genau wissen, was es der Mühe wert ist gelesen zu werden und was eher nicht. Vor allem wenn die Klassiker Hunderte oder sogar Tausende von Seiten umfassen, wie in der russischen Literaturgeschichte nicht selten der Fall, möchte man wissen ob sich der Griff zum "Schinken" lohnt oder ob es reicht, ihn als literarisches Statussymbol im Schrank verstauben zu lassen. Wladimir Kaminer, deutsch-russischer Schriftsteller und selbst in Moskau geboren, hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, die vielen so fremde russische Literatur oder vielmehr die Verfasser dieser Literatur dem deutschen Lesepublikum näherzubringen. "Tolstois Barts und Tschechows Schuhe" ist eine Art "Autoren-Kanon" des Schriftstellers Kaminer. Aber nicht nur die Autoren der "dicken Schinken" kommen vor, sondern auch die der literarischen Kleinformen. Kaminer beleuchtet in 7 Kapiteln das Leben und Werk der Schriftsteller Dostojewski, Tolstoi, Tschechow, Bulgakow, Majakowski, Nabokov und Charms. Ich persönlich hätte mir noch ein Kapitel über einen russischen Romantiker (Puschkin, Lermontov) gewünscht. Auch AutorInnen wären sicher interessant gewesen. So bleibt es ein rein männliches Buch, in dem Frauen nur als tragische Protagonistinnen (Anna Karenina), Sekretärinnen und Nachlassverwalterinnen (Dostojewski), schwierige Ehefrauen (Sofja Tolstaja) und Mütter eine Nebenrolle spielen. Kaminer verwebt seine eigene Biografie mit den Anekdoten über die Schriftsteller. Die Berührungspunkte sind manchmal Parallelen zu seinem eigenen Leben (wenn seine Träume z.B. von der Nabokov-Lektüre inspiriert waren), seiner eigenen Familiengeschichte (Tschechows Schuhe, Majakowskis Staubphobie) oder einfach die unterschiedlichen Erfahrungen der Rezeption der großen Klassiker, die er schon in der Schulzeit machte oder später als Tontechniker einer Theaterbühne. Auch gegen das Heimweh halfen die Schriftsteller seiner Heimat dem frisch in Berlin angekommenen Kaminer. Ähnlich wie Majakowski machte Kaminer mit einem Freund literarische Performances, eine Art "Poetry Slam", in seiner Anfangszeit in Deutschland. Und bis heute beschäftigt er sich mit dem geistigen Erbe Russlands, wie man am vorliegenden Buch erkennen kann, das teilweise bereits früher veröffentlichte und überarbeitete Essays enthält. Die anekdotischen Schilderungen sind biografische Abrisse aus der subjektiven Sicht Kaminers. Er erzählt, was ihm erzählenswert scheint aus dem Leben der berühmten Autoren. Auch eine literaturgeschichtliche Einordnung nimmt Kaminer vor. Gelegentlich rückt er sogar Falschannahmen bisheriger Biografen mit neuen Fakten zurecht (z.B. Tschechows Bruder). Es war einfach sehr interessant, etwas über die skurrile - gleichzeitige - Entstehungsgeschichte von Dostojewskis Der Spieler und Der Idiot zu erfahren oder über Tolstojs asketisches und oft chaotisches Leben. Am besten hat mir das Kapitel über Anton Tschechow gefallen, weil ich sein Werk von allen vorgestellten Autoren am besten kenne. Seine "Literatur des Zweifels" (S. 106), die unserer modernen Zeit am nächsten ist. Mit dem sehr politischen Kapitel über Bulgakow konnte ich leider nicht so viel anfangen. Eine Überraschung war für mich der futuristische Dichter Majakowski, der mir bis zur Lektüre gar nichts sagte. Sehr gut hat mir auch das Kapitel über Nabokov und seine Schmetterlinge gefallen. Man merkt Kaminer mit jedem Wort die Leidenschaft und Begeisterung an, mit der er über sein Thema schreibt. Sehr unterhaltsam und informativ sind diese Essays. Allerdings sollte man schon selbst etwas Interesse an russischer Literatur und Geschichte mitbringen, sonst wird einen das Buch eher nicht mitnehmen. Wer allerdings offen ist für das Thema russische Literatur, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.