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Armutssafari

Von der Wut der abgehängten Unterschicht

Darren McGarvey

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Beschreibung

Wissen wir wirklich, was Armut bedeutet? Darren McGarvey, aufgewachsen in einem Glasgower Problemviertel, weiß es. Lange Zeit stand er selbst auf der anderen Seite eines Grabens, der unsere Gesellschaft immer tiefer spaltet. Er kennt die alltägliche Gewalt, die ständige Furcht und das Gefühl, nicht gehört zu werden. Die Apathie, die aus der Perspektivlosigkeit entsteht. McGarvey nimmt uns mit auf eine sehr persönliche Reise in diese Welt. Nicht um sie aus sicherer Distanz zu betrachten, sondern um sie von innen heraus zu verstehen. Und um endlich die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

»Darren McGarvey hat ein Buch geschrieben, das von innen nach außen schaut - aus der Unterschicht dorthin, wo über die Unterschicht geredet und entschieden wird.«

Darren McGarvey, auch bekannt unter seinem Künstlernamen »Loki«, ist Autor, Kolumnist und Rapper. Er wuchs in Pollock am südlichen Rand Glasgows auf. 2015 wurde er »Rapper-in-Residence« in einem Programm der schottischen Polizei zur Gewaltprävention. »Armut« ist sein erstes Buch, war auf Anhieb Sunday Times Top Ten Bestseller und wurde mit dem Orwell Prize 2018 ausgezeichnet..
Klaus Berr, geb. 1957 in Schongau, Studium der Germanistik und Anglistik in München, einjähriger Aufenthalt in Wales als "Assistant Teacher", ist der Übersetzer von u.a. Lawrence Ferlinghetti, Tony Parsons, William Owen Roberts, Will Self.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 12.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87612-2
Verlag Luchterhand
Maße (L/B/H) 20,5/13,5/3,5 cm
Gewicht 416 g
Originaltitel Poverty Safari: Understanding the Anger of Britian's Underclass
Übersetzer Klaus Berr
Verkaufsrang 177600

Kundenbewertungen

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kein leichter Tobak
von Gudrun W aus Lindenberg am 07.12.2020

diese Erkenntnisse von Darren McGarvey: Schreiben, um Selbstachtung endlich mal zu fühlen. So habe ich das bislang noch nicht gesehen. Doch die Erinnerung zeigt, daß die Entwicklung von freiem Sprechen und Schreiben tatsächlich ein Prozeß der Selbstermächtigung war. „Das Archivbild des Kindes auf einer Treppe mit dem Kopf in de... diese Erkenntnisse von Darren McGarvey: Schreiben, um Selbstachtung endlich mal zu fühlen. So habe ich das bislang noch nicht gesehen. Doch die Erinnerung zeigt, daß die Entwicklung von freiem Sprechen und Schreiben tatsächlich ein Prozeß der Selbstermächtigung war. „Das Archivbild des Kindes auf einer Treppe mit dem Kopf in den Händen drückt diese Komplexität (des Missbrauchs) nicht angemessen aus; es untergräbt sie auf gefährliche Weise.“ „Eine Systemanalyse, die sich auf externe Faktoren konzentriert, vergisst unklugerweise die Rolle zu erforschen, die wir als Individuen, Familien und Gemeinschaften bei der Gestaltung der Umstände spielen könnten, die unser Leben definiert.“ Viele kluge Gedanken, kein leichter Standpunkt. Denn McGarvey eckt so bei vielen an. Aber weiter so wie bisher - wird an der Armut nichts ändern und nichts an der Selbstzerstörung der Menschheit.

Ein Statement, das einen durch seine Authentizität und Intensität sofort in den Bann schlägt
von hallobuch, Silke Schröder aus Hannover am 17.09.2019

Darren McGarvey schreibt sich in “Armutssafari. Von der Wut der abgehängten Unterschicht” ein Statement von der Seele, das einen durch seine Authentizität und Intensität sofort in den Bann schlägt. Denn McGarvey, der selbst in schwierigen und, wie es so schön heißt, sozial schwachen Kreisen in einer Brennpunktsiedlung vor den T... Darren McGarvey schreibt sich in “Armutssafari. Von der Wut der abgehängten Unterschicht” ein Statement von der Seele, das einen durch seine Authentizität und Intensität sofort in den Bann schlägt. Denn McGarvey, der selbst in schwierigen und, wie es so schön heißt, sozial schwachen Kreisen in einer Brennpunktsiedlung vor den Türen Glasgows aufgewachsen ist, weiß, wovon er spricht, wenn er von der “Unterschicht” oder den “Abgehängten” erzählt. In jedem seiner Kapitel beschäftigt er sich mit einem anderem Thema, wie wirklichkeitsfremdem Schulunterricht, alkoholisierten Eltern, jugendlicher Gewaltbereitschaft oder dem allgegenwärtigen Zwang zur Coolness. Und er erzählt es aus den eigenen Erfahrungen von Frust und Langeweile. Doch McGarvey war ein wenig anders als die anderen Jungs – er zog irgendwann Schlussfolgerungen aus dem eigenen Erleben und überlegte sich Perspektiven und Lösungsansätze. Obwohl er selbst kurz vor der Obdachlosigkeit stand und auf eine langjährige Drogenkarriere zurückblicken kann, schaffte er den Sprung zum Rapper, DJ und Radiomoderator. Dennoch ist sein Buch alles andere als eine autobiografische Erfolgsstory, sondern vielmehr eine sehr persönliche, kritische und auch politische Auseinandersetzung mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Englands seit dem Beginn der neoliberalen Ära in den 1980er Jahren. Dabei setzt er sich, ähnlich wie Edouard Louis oder Didier Eribon in Frankreich, auch mit der politischen Linken auseinander, die sich nach seiner Einschätzung immer weiter von ihrer eigenen Klientel entfernt und wichtige Entwicklungen völlig verschlafen hat. “Armutssafari. Von der Wut der abgehängten Unterschicht” stand in Großbritannien lange Zeit in den Bestsellerlisten und wurde mit dem Orwell Prize 2018 ausgezeichnet.


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