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Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

Roman

(7)
Der Dorfpunk ist ein Stadtbewohner geworden. Kein glücklicher allerdings. Ein Kunststudent, der die Kunst hasst: arm, arbeitslos, überflüssig. Nachts zieht er auf dem Hamburger Kiez durch die Kneipen, tagsüber schlägt er verkatert die Zeit tot, schreibt Gedichte oder geht zum Psychologen – das Leben ist für ihn eine Beleidigung!

Seine einzige Hoffnung ist die Frau von gegenüber, die ihm beängstigend schöne Augen macht. Doch als es schließlich funkt, ergreift er die Flucht und geht mit einer drittklassigen Rockband auf Tournee. Blöd nur: Als Roadie hat er bei den Groupies kaum Chancen.

„Sternstunden der Bedeutungslosigkeit" erzählt vom Alltag in der Warteschleife des Lebens. Der Held der Geschichte ist ein Loser, wie ihn nur Rocko Schamoni erfinden kann. Das Leben hat er zu seinem persönlichen Feind erklärt und liefert sich mit ihm ein irrwitziges Duell. Zwischen liebenswert kaputten Gestalten treibt Rocko Schamoni seinen unkaputtbaren Helden immer aufs Neue in Situationen, in denen nichts mehr hilft als sein verzweifelt trockener Witz.
Rezension
Mehr Schopen- als Gassenhauer“
FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG

„Ein Roman, der zum Äußersten geht. […] Der unterzeichnende Rezensent kann die Sternstunden der Bedeutungslosigkeit nur loben und unterstreichen".“
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

„Exakt das, was die kokett betitelten 250 Seiten ‚Sternstunden der Bedeutungslosigkeit’ verheißen - große Unterhaltung mit kleinen Seitenhieben auf bürgerliche Angepasstheit.“
DIE WELT

"Das Multitalent ist sowohl der Bohlen des Underground als auch der Adorno des Punk (...) in der Tradition des Entwicklungsromans gelingen dem genialen Dilettanten Erkenntnissplitter von zeitloser Tiefe."
FOCUS

„Sympathisch und trostreich heiter.“
DER TAGESSPIEGEL

„In seinem dritten Roman bricht sich zwischen Rülpsern der Verzweiflung die Poesie illustrer Sexszenen Bahn. Tröstlich trocken und bodenlos schön.“
GQ

„Ein sanfter melancholischer Dampfhammer“
KÖLNER STADTANZEIGER

„Gelungener Balance-Akt zwischen hartem Witz und Loser-Wehmut“
TV MOVIE
Portrait
Rocko Schamoni, 1966 in Deutschland geboren, veröffentlichte zahlreiche CDs, arbeitet für Theater, Film und Fernsehen, tourt regelmäßig solo oder mit Band durch die Republik und hat inzwischen eine eingeschworene Fangemeinde. Er veröffentlichte die Romane „Risiko des Ruhms" (2000), „Dorfpunks" (2004) und „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit" (DuMont 2007).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 03.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-8011-9
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 21/13,9/2,1 cm
Gewicht 347 g
Auflage 5. Auflage
Verkaufsrang 94.099
Buch (Paperback)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Auf der Reeperbahn nachts um halb eins...“

Markus Kowal, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Rocko Schamoni ist ein Meister der bedeutungsvollen Bedeutungslosigkeit! Sein Held schleppt sich durch das Hamburger Leben mit einer gekonnten Art des trockenen Humors!
Bei diesem Roman hatte ich viel Spaß beim lesen, da man in eine Welt eintaucht, die keinen Stress zu lässt. Schließlich ist der Protagonist der absolute Gegenpol zum Workaholic! Einfach ein sympathischer Kerl, der den Sinn des Lebens dabei noch hinterfragt.
Rocko Schamoni ist ein Meister der bedeutungsvollen Bedeutungslosigkeit! Sein Held schleppt sich durch das Hamburger Leben mit einer gekonnten Art des trockenen Humors!
Bei diesem Roman hatte ich viel Spaß beim lesen, da man in eine Welt eintaucht, die keinen Stress zu lässt. Schließlich ist der Protagonist der absolute Gegenpol zum Workaholic! Einfach ein sympathischer Kerl, der den Sinn des Lebens dabei noch hinterfragt.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Eisenach

Ein Einblick in das Innere eines Menschen, der unstrukturiert in den Tag hinein lebt und dessen Kopf Randale macht. Für Liebhaber abstrakter Alltagsphilosophie. Ein Einblick in das Innere eines Menschen, der unstrukturiert in den Tag hinein lebt und dessen Kopf Randale macht. Für Liebhaber abstrakter Alltagsphilosophie.

Kundenbewertungen

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In der großen Stadt
von Thomas Schüller aus Mannheim am 12.02.2010
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der „Dorfpunk“ versucht erwachsen zu werden. Er heißt jetzt Sonntag und studiert Kunst – zumindest auf dem Papier. Er kellnert und schlägt sich mit Aushilfsjobs durch. Er verliebt und entliebt sich. Er sinniert über das Spießertum und will vor allem selbiges nicht sein. Hauptsache anders. Und das Beste ist... Der „Dorfpunk“ versucht erwachsen zu werden. Er heißt jetzt Sonntag und studiert Kunst – zumindest auf dem Papier. Er kellnert und schlägt sich mit Aushilfsjobs durch. Er verliebt und entliebt sich. Er sinniert über das Spießertum und will vor allem selbiges nicht sein. Hauptsache anders. Und das Beste ist sowieso die Tasse Kaffee, die in seiner Wohnung auf ihn wartet. Wir begleiten Sonntag auf seinen Streifzügen und Kneipentouren durch den Hamburger Kiez. Wir lernen ihn lieben, wir lachen und weinen mit ihm. Und irgendwie erscheint er uns wie ein armer Held aus unserer Mitte. Der unverwechselbare Humor Rocko Schamoni zieht sich durch das ganze Buch. Amüsanter sind lediglich seine Lesungen... Wenn er also mal in der Nähe ist, unbedingt hingehen und sich vom Sarkasmus und der Selbstironie des Autors vom rauen Alltag (Sonntag?) ablenken lassen!

von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Schamoni rockt!

Die Warmhalteplatte einer Jugendliebe
von Christian Hennig aus Hermsdorf am 11.09.2011
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als Rocko Schamoni mit seinem Roman „Dorfpunks“ die Bestsellerlisten eroberte, galt der Post-Punk-Entertainer in Hamburger Subkulturzirkeln längst als der ungekrönte König der Popkulturszene. Mit skurrilen Schlagerprojekten, Poptrash, als Moderator bei 3sat und VIVA 2 oder als Mitbegründer des „Golden-Pudel-Club“ in Hamburg St. Pauli schuf das Multitalent Trends denen er... Als Rocko Schamoni mit seinem Roman „Dorfpunks“ die Bestsellerlisten eroberte, galt der Post-Punk-Entertainer in Hamburger Subkulturzirkeln längst als der ungekrönte König der Popkulturszene. Mit skurrilen Schlagerprojekten, Poptrash, als Moderator bei 3sat und VIVA 2 oder als Mitbegründer des „Golden-Pudel-Club“ in Hamburg St. Pauli schuf das Multitalent Trends denen er sich dann sofort wieder verweigerte. „Risiko des Ruhms“ hieß sein im Jahr 2000 wenig beachtetes Debüt als Autor. Vier Jahre später etablierte sich „Der King“ mit „Dorfpunks“ über Nacht in der deutschen Literaturszene. Sonntag heißt der Held seines Buchs „Sternstunden der Bedeutungslosig-keit“. Arm, arbeitslos und überflüssig sitzt Sonntag in seiner verdreckten WG-Wohnung im Hamburger Schanzenviertel. Tagsüber schlägt er verkatert die Zeit tot, schreibt traurige Gedichte und mit einer Warmhalteplatte hält er den Kaffee warm, den seine Jugendliebe auf dem Küchentisch zurück gelassen hatte, an dem Morgen als sie ihn verlies. Sonntag ergreift die Flucht und geht mit einer drittklassigen Rockband auf Tournee. „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“ ist ein Roman voller liebenswerter kaputter Gestalten. Gerade durch seinen melancholischen Grundton entfaltet er einen Humor der direkt auf die Lachmuskeln des Lesers einwirkt. Rocko Schamonis Schaffen ist ein Feuerwerk von Gags und Schabernack. Doch hinter der, auf den ersten Blick, immerlustigen Fassade steckt ein Künstler der zugibt immer einen „Grundzweifel an der Welt“ zu haben. „Leben heißt sterben lernen / Leben heißt sich entfernen / Leben heißt aufzugeben / das Leben“ singt er auf seinem Album „Rocko Schamoni & Little Machine“. Wie seine Freunde und Kollegen Heinz Strunk (Fleisch ist mein Gemüse) und Jaques Palminger, mit denen er das Trio „Studio Braun“ bildet, leidet Rocko Schamoni an Depressionen, die er auch als seine „kleine Traurigkeit“ bezeichnet. Doch „wahrer Humor kann nur aus tiefer Trauer entstehen“, sagt Heinz Strunk. Deshalb hat Schamoni beschlossen seiner Depression mit Humor ins Genick zu springen um am Abend gegen sie gewonnen zu haben, zumindest für einen kurzen Moment.