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Thriller

Zwei Fälle, zwei Ermittler, ein Schauplatz: Japan, Polizeipräsidium Präfektur D.
Fall 1: Inspektor Futawatari wird mit der personellen Umstrukturierung der Präfektur beauftragt, doch Kriminalpolizei-Legende Michio Osakabe weigert sich überraschend, in Ruhestand zu gehen. Osakabe wird zu einem Sandkorn im Getriebe der Polizeibürokratie – bis Futawatari darauf stößt, dass Osakabe nicht aufgehört hat, in einem grausamen Fall zu ermitteln, der nie gelöst wurde …
Fall 2: Abteilungsleiterin Tomoko Nanao wird benachrichtigt, als eine junge Polizistin plötzlich nicht mehr zur Arbeit erscheint. Nanao ist für alle weiblichen Polizeikräfte der Präfektur verantwortlich und hat einen dunklen Verdacht. Als Nanao im Polizistinnen-Wohnheim erfährt, dass die vermisste Frau von einem mysteriösen jungen Mann umworben wurde, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Portrait
Hideo Yokoyama, geboren 1957 in Tokio, arbeitete als investigativer Journalist und gilt als der japanische Stieg Larsson. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und schrieb zehn Jahre an 64, wobei er einen Schlaganfall erlitt. 64 eroberte Platz 1 der japanischen Bestsellerliste und wurde als bester japanischer Kriminalroman des Jahres 2013 ausgezeichnet. In der Folge wurde 64 weltweit zu einer Sensation.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 23.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85535-065-0
Verlag Atrium Verlag AG
Maße (L/B/H) 22,1/14,1/2 cm
Gewicht 299 g
Übersetzer Sabine Roth
Verkaufsrang 46754
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten

S. Fritze, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Yokoyamas Stärke liegt in den kleinen Details, die einem die komplizierten Vorgänge hinter der Fassade der Tokyoter Polizeibehörde auf anschauliche Art und Weise näher bringen. Nach "64" habe ich sehnsüchtig auf sein neuestes Werk gewartet und habe mich riesig gefreut, als "2" dann endlich da war. Bei diesen beiden Kurzkrimis hätte ich mir aber mehr gewünscht. Ich war gerade richtig in der Geschichte angekommen, da war sie auch schon wieder vorbei. Nach wie vor bin ich ein großer Yokoyama-Fan und freue mich auf jedes weitere Buch, welches dieser wunderbare Autor veröffentlicht.

Tolle Erzählkunst

Rafael Ulbrich, Thalia-Buchhandlung Augsburg

In der ersten Erzählung "Zeit der Schatten" geht es um interne Zwänge, Hierarchie und Ermittlungsarbeit, abseits der Legalität. Auf 80 Seiten gelingt es H. Yokoyama ein spannendes Panorama der japanischen Polizei zu entwickeln. Auch in der zweiten Geschichte "Schwarze Linien" geht es um interne Zustände im Polizeipräsidium Präfektur D., das man ja schon aus „64“ kennt. Eine Beamtin erscheint unentschuldigt nicht zum Dienst, eigentlich unmöglich… Liegt hier ein Verbrechen vor? Mit viel Raffinesse und Feingefühl erfreut uns der Autor mit Figuren aus „64“.

Kundenbewertungen

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Polizeipräfektur D kehrt zurück
von einer Kundin/einem Kunden am 23.09.2019

Im Frühjahr 2018 erschien Hideo Yokoyamas Ausnahmeroman „64“, mit dem er auch gleich den Deutschen Krimi-Preis International gewann. Sein neues Buch „2“ erzählt weitere, in sich abgeschlossene Geschichten aus der selben Polizeipräfektur. In der ersten der beiden Novellen hat es Inspektor Futawatari mit einem hochrangigen Polize... Im Frühjahr 2018 erschien Hideo Yokoyamas Ausnahmeroman „64“, mit dem er auch gleich den Deutschen Krimi-Preis International gewann. Sein neues Buch „2“ erzählt weitere, in sich abgeschlossene Geschichten aus der selben Polizeipräfektur. In der ersten der beiden Novellen hat es Inspektor Futawatari mit einem hochrangigen Polizeibeamten zu tun, der aus unerklärlichen Gründen nicht wie vereinbart sich aus seiner Position in den Ruhestand begeben will. Im Hintergrund scheint es dabei um einen alten, ungeklärten Fall gehen, der immer persönlichere Züge annimmt. Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht Abteilungsleiterin Tomoko Nanao, die es anfänglich nur mit einer jungen Polizistin zu tun hat, die eines Tages nicht zum Dienst erscheint. Daraus entspinnt sich ein Geflecht aus Vermutungen und Beschuldigungen, falschem Stolz und den Geschlechterkonflikten innerhalb der Präfektur. Die Stärke von „2“ liegt wie auch im ersten Roman des Autors in der sprachlichen und psychologischen Qualität: In Yokoyamas Texten geht es nicht um spektakulär-atemberaubende Mordserien und verstörende Serienkiller. Stattdessen schildert er anhand des Mikrokosmos eines Polizeiapparates das Miteinander innerhalb der japanischen Gesellschaft. Konzepte wie Ehre, Disziplin und Zugehörigkeit besitzen einen außerordentlichen Stellenwert und so ist das Verhältnis der verschiedenen Figuren zueinander innerhalb der Hierarchien und Geschlechterverhältnisse ständig angespannt und bestimmt von Konflikten, die sich stets nur unterhalb der Oberfläche abspielen dürfen, damit niemand Gefahr läuft, sein Gesicht zu verlieren. Und obwohl die die Vorkommnisse innerhalb des Verwaltungsapparats einer Polizeipräfektur auf den ersten Blick denkbar unaufregend wirken können, besitzt Yokoyama die Fähigkeit, faszinierende wie facettenreiche Geschichten zu erzählen, die an Spannung die allermeisten Schocker Thriller in den Schatten stellen.