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Heut ist der Tag

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Rezension
Mal schauen, ob er diesmal den Weißwurstäquator knackt. In Norddeutschland ist Stefan Gwildis schon lange der große Abräumer. Mit seinem zweiten Studioalbum könnte er bald auch südlich des Mains für volle Häuser gut sein. Vielleicht trägt ja sein Gastauftritt beim "Tatort"-Krimi am 21. Januar dazu bei, dass der Soulsänger von der Waterkant auch in Bayern und Baden-Württemberg sich vom Status des Geheimtipps emanzipiert. Rechtzeitig vorher, am Freitag, dem 19. Januar, erscheint mit "Heut ist der Tag" sein zweites Studioalbum. Es enthält wieder gelungene deutsche Coverversionen von bewährten Soul-Klassikern, hat aber auch Eigenkompositionen zu bieten. "Wie ein richtiger Mensch" ist die deutsche Fassung von "Natural Man" von Lou Rawls "Ich bin da" ist die deutsche Version von "Lean On Me" von Bill Withers und wartet mit großem Backgroundchor und Gospelfeeling auf - und mit Laith Al-Deen als Duettpartner. "Großer Mond" stammt im Original von den Neville Brothers ("Yellow Moon") und deutet die Eifersuchtsgeschichte des Originals zum sozialen Statement um: "Bei uns geht es um Menschen, egal ob sie im Osten oder im Westen leben, die in einer Situation oder Umgebung stecken, die trostlos ist", sagt Gwildis. "Diese Menschen wissen nicht, wie es weitergehen soll." Dabei hatte er den Ort im Sinn, in dem seine Schwester wohnt, meint Gwildis - Küritz an der Knatter. "Ja, das gibt es wirklich. Der Name ist da schon Programm. Es ist eine Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit. Um 20 Uhr werden die Lichter ausgeschaltet, weil man Strom sparen will. Der Begriff Dunkel-Deutschland ist da auf den Punkt getroffen." Mit "Tanzen übern Kiez" funktioniert Gwildis den Motown-Oldie "Dancing In The Streets" von Martha And The Vandellas zur Hamburg-Hymne um. Auch der graumelierte Sänger, der in den Neunzigern mit seiner Gruppe Strombolis bei MCA unter Vertrag stand, zeigt zusammen mit seinem Label 105 Music, dass schlanke Indiestrukturen in schwierigen Zeiten mitunter für die Karriere besser sind als schwerfällige Majorapparate. Bei den Texten arbeitete Gwildis übrigens wieder mit dem Gitarristen Michy Reincke zusammen, der mit seinem eigenen Label Rintintin Music nicht untätig bleibt (siehe nebenstehende Seite). Während die deutschen Fernsehzuschauer Gwildis am 21. Januar im "Tatort" erleben können, steht er am selben Abend im Liebermann-Studio des NDR, um sein neues Repertoire mit großer Besetzung live einzuspielen die Ausstrahlung im NDR folgt am 28. Januar. Ab dem 16. März steht dann die große Deutschlandtournee auf dem Programm, die mit 30 Konzerten bis zum 8. Juni laufen soll. (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 19.01.2007
Sprache Deutsch
EAN 0886970556323
Genre Deutschpop
Hersteller Sony Music Entertainment
Komponist Stefan Gwildis
Verkaufsrang 6.114
Musik (CD)
7,99
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Lieferbar in 2 - 3 Tage
Buch dabei - versandkostenfrei
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eigenwillig - warum eigentlich nicht?
von Apicula aus Apiculis am 13.02.2007

das mit diesem neuen album hat er geschickt eingefädelt, dieser stefan gwildis! ich hab im radio „ich bin da“ (duett mit laith al -deen) gehört und war sofocht hin und weg, denn gwildis' deutscher text liegt auf der selben wellenlänge wie das original von bill withers („Lean On Me“).... das mit diesem neuen album hat er geschickt eingefädelt, dieser stefan gwildis! ich hab im radio „ich bin da“ (duett mit laith al -deen) gehört und war sofocht hin und weg, denn gwildis' deutscher text liegt auf der selben wellenlänge wie das original von bill withers („Lean On Me“). ich also nix wie los und neue gwildis CD gekauft ...! die beiden vorgängeralben hatten mich schon lange vorher überzeugt, und nun macht der sympathische mensch aus hamburg solche fiesematenten mit mir ollem gewohnheitstier! jubelt der mir doch glatt seine eigenen songs unter. tsss ! - und nicht mal so schlechte! auf „heut ist der tag“ findet man nämlich nur noch eine handvoll eingedeutschte lieder. Aus „Dancing in The Street“ wird „tanzen übern kiez“, aus „Natural Man“ wird „wie ein richtiger mensch“. „Yellow Moon“ wird zu „großer mond“, „Lean On Me“ zu “ich bin da” und am guten ende wird dann “I Can’t Make You Love Me” zu “warum liebst du mich nicht”. seine eigenen stücke, sind auch ganz nett, aber besonders erwähnenswert ist „anker werfen – segel setzen“! das stück erinnert musikalisch an eine großartige soul /gospel-ballade von joshua kaddison und wird gesanglich so liebevoll von den wohltuenden gospeligen klängen der hintergrundsängerinnen verfeinert, dass das für mich ein endlosschleifen kandidat ist. der text leider etwas gewöhnungsbedürftig mit anleihen an grönemeyers lyrik – frivole kombination! die melodie, die musikalisch zärtliche untermalung und vor allen dingen background-vocals sind ein mega-fettes lob wert! „anker werfen – segel setzen“ da hab’ ich doch glatt wieder einmal ein neues lieblingsstück gefunden! wer gwildis noch nicht kennt und auf sanfte ruhige klänge aus der rubrik soul und gospel sucht, wir hier vielleicht fündig. das eigenwillige an gwildis: er singt in seiner muttersprache und verbannt sämtliche anglizismen aus seinen texten. und das alles ohne irgendwelche fanatischen oder ideologische absichten. (kleinschreibung des textes erfolgte mit absciht. auch das booklet zur cd ist so verfasst und liest sich entsprechend eigenwillig. ) ps. im booklet gibt's einen hinweis auf einen "hidden trck" (nennt sich wohl "hinter den gardinen") vorhanden. mit etwas geduld kommt man der sache auf dem PC (media player) auf die schliche. was der kokolores soll, ist mir aber ein rätsel, denn der "gewöhnliche" CD-spieler erkennt solche sperenzchen nicht. - schade. :-(