Das Sterben der anderen

Wie wir die biologische Vielfalt noch retten können

Tanja Busse

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Beschreibung

Naturschützer schlagen Alarm: Sie haben beobachtet, dass die Zahl der Insekten in den letzten 27 Jahren um mehr als 75 Prozent abgenommen hat. Nicht nur die Bienen sind in Gefahr, sondern viele andere Insekten, die vor wenigen Jahren noch als weit verbreitet galten. Und mit den Insekten sterben die Vögel.

In den letzten Jahrzehnten sind vor allem die Spezialisten verschwunden, also Arten, die besondere Lebensräume brauchen, Störche etwa oder Kiebitze. Inzwischen aber passiert etwas Neues, etwas sehr Unheimliches: Allerweltsarten wie Feldlerchen, Schwalben und Spatzen verschwinden und ebenso Insekten, die es früher massenhaft gab. Feldgrashüpfer zum Beispiel oder Laufkäfer.

Tanja Busse, viel gefragte Landwirtschafts- und Ökoexpertin analysiert schonungslos die Situation und schlägt wirkungsvolle Gegenmaßnahmen vor.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 416 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.08.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783641202415
Verlag Random House ebook
Dateigröße 4463 KB
Verkaufsrang 64590

Buchhändler-Empfehlungen

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Man muss es auch hier wieder anführen: Viele Menschen haben noch nicht begriffen, dass ihr Handeln auf sie zurückfällt, denn die Natur braucht den Menschen nicht, aber der Mensch die Natur. Eine kluge, auch praxisorientierte Analyse über das Artensterben.

Kundenbewertungen

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Das Sterben der anderen
von einer Kundin/einem Kunden am 14.04.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

«Das Sterben der Anderen – Wie wir die biologische Vielfalt noch retten können» ist ein sozialwissenschaftliches Buch von Tanja Busse und ist 2019 im Blessing Verlag erschienen. In ihrem Buch schreibt die Autorin über die Unterbrechung ökologischer Nahrungsketten, das bedrohlich fortschreitende Ende der Artenvielfalt und den ala... «Das Sterben der Anderen – Wie wir die biologische Vielfalt noch retten können» ist ein sozialwissenschaftliches Buch von Tanja Busse und ist 2019 im Blessing Verlag erschienen. In ihrem Buch schreibt die Autorin über die Unterbrechung ökologischer Nahrungsketten, das bedrohlich fortschreitende Ende der Artenvielfalt und den alarmierenden Zustand der biologischen Diversität. Zur Veranschaulichung dieser Prozesse wird das rasant fortschreitende Massensterben, das sechste grosse Massensterben der Weltgeschichte, beschrieben. In ihrem Buch erläutert die Autorin, dass dieses durch die ökonomische Gier und das System der Massenvernichtung getrieben werde. Einen besonderen Stellenwert legt die Autorin auf die grösste Klasse der Tiere, die Insekten. Ihre Zahl hat in den letzten 30 Jahren um über 75 Prozent abgenommen, wobei viele davon vor wenigen Jahren noch zahlreich vorgekommen seien. Ihr Verschwinden hingegen habe weitreichende Folgen auf das Vorkommen anderer Tiere wie beispielsweise die Vögel. Die Autorin betont, dass sich in den letzten Jahren etwas Grundlegendes und zugleich Unheimliches verändert habe. Während lange Zeit nur die Spezialisten wie der Storch oder der Kiebitz betroffen schienen, treffe es heute auch Allerweltsarten wie die Turteltaube, die Feldlerche, den Sperling und die Schwalbe. Gleiches gelte auch für Insekten wie den Feldgrashüpfer oder den Laufkäfer und für Säugetiere wie den Hasen. Im Kontext mit diesem Verschwinden führt die Autorin deshalb den Begriff der shifting baselines ein. In ihrem Buch nimmt die Autorin den Leser mit zu den Heiden, Mooren, Magerwiesen und Feuchtgebieten, welche die grössten Schauplätze des Massensterbens darstellen. Dabei zeigt die Autorin die Realität des Artensterbens in knallhart auf. Während sie den Leser zu den Schauplätzen mitnimmt, findet sich dieser auch auf den Monokulturen der industriellen Landwirtschaft wieder. Dort, wo die Strategie des Wachsens das Ende der «Anderen» kontinuierlich vorantreibt. In ihrem Werk zeigt die Autorin den Leser*innen allerdings auch nachhaltige Wege auf. Diese werden von einzelnen Bauern und Bäuerinnen eingeschlagen, indem sie mit der Natur statt gegen sie arbeiten und dadurch die Diversität als Stabilitätsfaktor nutzen. So beispielsweise als natürlicher Schutz vor Schädlingen, welche in einem funktionierenden Ökosystem nie die Überhand gewinnen. In ihrem Buch «Das Sterben der Anderen» beschreibt die Autorin persönliche Erlebnisse und alltägliche Geschichten in einer packenden Art und Weise, so dass sich die Leserschaft beinahe selbst vor Ort fühlt. Die Autorin argumentiert dabei mit schlagkräftigen, überzeugenden und sachkundigen Argumenten, wobei sie der drohenden ökologischen Krise ins offene Auge blickt und diese verständlich erläutert. Auf Grund ihrer präzisen Beschreibung und dem sorgfältig recherchierten Inhalt, stellt das Buch einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Debatte bezüglich Klima- und Artenschutz dar. Insbesondere deshalb, weil das Buch die absolute Dringlichkeit des Handles aufzeigt und deutlich macht, dass sofortiges Handeln höchste Priorität erhalten muss.

Hier wird der drohenden Ökokrise offen ins Auge geblickt
von sommerlese am 01.01.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Tanja Busses Buch "Das Sterben der anderen" trägt den Untertitel: Wie wir die biologische Vielfalt noch retten können und erscheint im Blessing Verlag. Langsam kommt niemand mehr an den Meldungen vom Artensterben vorbei. Jeder Tierfreund hat es bemerkt, die Naturschützer schlagen Alarm. Es steht fest, dass die Zahl der Ins... Tanja Busses Buch "Das Sterben der anderen" trägt den Untertitel: Wie wir die biologische Vielfalt noch retten können und erscheint im Blessing Verlag. Langsam kommt niemand mehr an den Meldungen vom Artensterben vorbei. Jeder Tierfreund hat es bemerkt, die Naturschützer schlagen Alarm. Es steht fest, dass die Zahl der Insekten in den letzten 27 Jahren um mehr als 75 Prozent abgenommen hat. Lange Zeit hatte man nur die Bienen im Visier, doch auch bislang weit verbreitete andere Insekten sind in Gefahr. Es ist ein Teufelskreis, denn mit ihnen sterben auch ihre Fressfeinde, die Igel, Maulwürfe, Fledermäuse, Amphibien und Vögel. Wenn sich bestimmte Arten zu sehr auf spezielle Lebensräume anpassen, kann das zum Teil ihr Überleben sichern, es kann ihnen aber auch zum Verhängnis werden, wenn die Lebensräume verschwinden. "Zwei Drittel der gesamten Welternte stammen von neuen Pflanzen: Zuckerrohr, Mais, Reis, Weizen, Kartoffeln, Sojabohnen, Ölpalmen, Zuckerrüben und Maniok. Dabei gibt es rund 382000 verschiedene Pflanzen auf der Welt... Doch nur neun davon füllen unsere Teller." Zitat Seite 314 Tanja Busse, Landwirtschafts- und Ökoexpertin analysiert und erklärt in verständlichen Worten auch Fachfremden die gegenwärtige Situation im Arten- und Naturschutz und zeigt mögliche Gegenmaßnahmen auf. Mit eigenen Erlebnissen, Überlegungen und Anekdoten von Forstwirten, Landwirten und Wissenschaftlern bringt Tanja Busse auf den Punkt, welche Gesetze und Ziele für den Erhalt von Arten angepeilt werden und wie schwerfällig, unsinnig und teilweise zu bürokratisch Gesetze der EU umgesetzt werden oder nicht dort ansetzen, wo Regelungen etwas sinnvolles bewegen würden. Die Probleme und Umweltfolgen benennt sie offen und zeigt entsprechende Lösungsansätze auf. Sie geht mehrfach auf landwirtschaftliche Belange ein, denn hier geht es um Fördergelder zugunsten ökologisch geführter Betriebe. Doch die vielen EU-Gesetze setzen nicht immer am richtigen Punkt an, vielfach erschweren sie z. B. bereitwillig auf Pflanzenschutzmittel verzichtenden Landwirten die Arbeit. Die EU-Regelungen sind für alle Länder einheitlich geregelt, was aber für den speziellen ökologischen Zustand nicht überall maßgeblich ist. Nicht immer erscheinen die Gesetze sinnvoll und logisch, häufig werden eher die finanziellen Belange der Länder in den Fokus genommen. Und man mag es kaum glauben, denn wer etwas für den Artenschutz machen möchte, bekommt nicht selten Auflagen, die kaum zu schaffen sind. Schade, denn auch kleine Schritte können im Grunde schon etwas zum positiven bewirken. "Wir müssen die biologische Vielfalt als unsere Lebensversicherung verstehen." Zitat Seite 114 In 14 Kapiteln beschreibt Tanja Busse interessante Inhalte über Kulturpflanzen oder Gentechnik, zum Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln oder von Schutzzonen, die keinen Schutz bringen. Sie macht deutlich was Momokulturen und Flußbegradigungen auslösen, was der Verlust von Allmendeflächen bedeutet. Die Lektüre öffnet jedem Leser die Augen, denn hier läuft einiges schief. Die Schwerfälligkeit von Gesetzen und ihre bürokratische Umsetzung machen es nicht besser. Im Gegenteil, willige Landwirte verlieren aufgrund vielfältiger Leitlinien und umständlicher Beweislast nicht nur Zeit für ihre Arbeit, sondern auch die Lust, sich hier weiter für die Natur einzusetzen. Das Buch mutet übrigens wie eine Dokorarbeit an, denn ein umfangreiches Literaturverzeichnis und 26 Seiten mit Anmerkungen bringen weitere Infos über die Quellen. Dieses Buch erklärt die fachlichen Zusammenhänge des Artensterbens verständlich und zeigt offen die Probleme auf, gibt aber auch Lösungsansätze, die helfen können. Es ist ein Wandel nötig, das muss jedem von uns klar werden. Die Natur ist unsere Zukunft, sterben die Tiere, stirbt irgendwann auch der Mensch.

Das Sterben der anderen
von Ashelia am 22.09.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Tanja Busse fasst in "Das Sterben der anderen" in kurzen Kapiteln die wesentlichen Problemfelder unserer aktuellen Zeit bezüglich des Artensterbens zusammen und erklärt mit einfachen, auch für Laien verständlichen Worten, was genau falsch läuft und wie man die Artenvielfalt noch besser schützen könnte. Ich bin zwar vom Fach, ... Tanja Busse fasst in "Das Sterben der anderen" in kurzen Kapiteln die wesentlichen Problemfelder unserer aktuellen Zeit bezüglich des Artensterbens zusammen und erklärt mit einfachen, auch für Laien verständlichen Worten, was genau falsch läuft und wie man die Artenvielfalt noch besser schützen könnte. Ich bin zwar vom Fach, empfand Tanja Busses Ausführungen aber dennoch als interessant zu lesen, da sie viele Anekdoten aus ihrem eigenen Leben einbringt und damit den Lesefluss immer wieder auflockert und anhand ganz realer Beispiele aufzeigt, wie kompliziert das Netz aus Bürokratie, Politik und der tatsächlichen Umsetzung von Natur- und Artenschutz in Deutschland - und EU-weit - geregelt ist. Es wird schnell klar, dass die gesetzlichen Grundlagen nicht unbedingt logisch - und teilweise sogar kontraproduktiv sind. Und wie schwer es als einzelne Person ist, die Komplexität des Artensterbens - und allem was damit zusammenhängt (Umwelt-, Natur- und Klimaschutz) - zu verstehen. Zudem bringt sie viele Zitate bekannter Wissenschaftler*innen ein und weist auch am Buchende eine interessante Liste an Quellen auf. Ein Großteil der Ausführungen bezieht sich dabei auf die Landwirtschaft, die ohne Zweifel in ihrer aktuellen, hauptsächlich praktizierten Arbeitsweise ein großes Problem darstellt. Anhand dieses Feldes erklärt Tanja Busse anschaulich, wie wirtschaftliche Interessen über das Allgemeinwohl (= biologische Vielfalt und dessen Nutzen für den Menschen) gestellt werden. Obwohl ich aufgrund meines beruflichen Hintergrunds nur wenig neues aus "Das Sterben der anderen" mitnehmen konnte, empfehle ich es definitiv jedem weiter, der das Gefühl hat, von den aktuellen Diskussionen rund um "fridays for future", Klimawandel und Artensterben überfordert zu sein. Nach dieser Lektüre sollte jeder das Ausmaß des menschlichen Versagens verstehen - und dennoch die Hoffnung nicht verloren haben. Denn ja, es gibt Hoffnung und Tanja Busse zeigt neben den Problemfeldern viele positive Beispiele auf, bei denen Naturschutz klappt.


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