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Das außergewöhnliche Leben eines Dienstmädchens namens PETITE, besser bekannt als Madame Tussaud

Roman

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gebundene Ausgabe
"Verpassen Sie nicht dieses charmant-exzentrische Buch von Edward Carey, von der berühmten Madame Tussaud selbst erzählt, über ihr merkwürdiges Leben und ihre Zeit, einschließlich der auch für sie beinahe tödlichen Französischen Revolution, der Hauptsaison für Köpfe!"

Margaret Atwood

1761 wird ein winziges Mädchen namens Marie Grosholtz im Elsass geboren. Nach dem Tod ihrer Eltern wird sie Gehilfin des exzentrischen Wachsbildners Doktor Curtius in Bern, der sie mit nach Paris nimmt, wo sie mit der dominanten Witwe Picot und ihrem stillen Sohn Edmond in einem leerstehenden Affenhaus Quartier beziehen. Sobald sie das Gebäude in einen Ausstellungsraum für Wachsfiguren und Wachsköpfe verwandelt haben, wird ihr Handwerk zur Sensation und führt Marie bis an den Königshof in Versailles. Das Geschäft mit den Wachsköpfen berühmter und berüchtigter Zeitgenossen, großer Philosophen und notorischer Verbrecher blüht. Doch in Paris werden die Paläste gestürmt und das Volk verlangt nach Köpfen – genau das, was die Wachsbildner liefern!

Der zauberhafte, mit vielen Zeichnungen Careys versehene, feinsinnige und lebenspralle Roman erzählt die abenteuerliche Geschichte der Frau, die als Madame Tussaud zu Weltruhm gelangte: Eine unschuldig-weise kleine Madame Courage zwischen Philosophen und Häftlingen, Helden und Schurken, die sie allesamt in Wachs zu fassen vermochte.
Portrait

Edward Carey, geboren 1970 in Norfolk, England, ist bildender Künstler, Romancier und Theaterautor, der Verfasser mehrerer Romane für Erwachsene und Kinder und lehrt an der Universität von Texas in Austin, wo er mit seiner Frau, der Autorin Elizabeth McCracken, und ihren Kindern lebt. "Little", so der Originaltitel, wurde in viele Sprachen übersetzt.

Conelius Hartz ist promovierter Philologe, Übersetzer und Autor. Neben Werken von Joby Warrick, Barry Strauss und Eric H. Cline hat er zahlreiche Biografien historischer Persönlichkeiten übersetzt und die Gedichte des römischen Dichters Catull neu ins Deutsche übertragen. Daneben betreut er das Literatur Labor Wolfenbüttel, das junge Schreibtalente fördert.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 492
Erscheinungsdatum 28.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-73948-4
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 22,3/15,2/4,5 cm
Gewicht 765 g
Originaltitel Little
Abbildungen mit zahlreichen Illustrationen
Auflage 1
Illustrator Edward Carey
Übersetzer Cornelius Hartz
Verkaufsrang 45061
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Das abenteuerliche Leben der Marie Grosholtz, deren Lebenswerk zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Welt gehört, bietet kurzweilige Unterhaltung der besonderen Art. Marie Grosholtz?? Ach ja : bekannt als Mme Tussaud!!

Heike Fischer, Thalia-Buchhandlung Hürth

Dieses Buch ist etwas Besonderes. Der Schreibstil ist wunderschön. Die Geschichte von Petite (Madame Tussaud) verlangt der Leserschaft alles ab. Welch ein Leben. Nach dem Lesen dieses Buches, wird man die Wachsfiguren aus einer anderen Perspektive sehen. Ein Bücherschatz

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Alle wollen Köpfe
von Sikal am 29.09.2019

Marie Groholtz wird 1761 im Elsass geboren. Ihre Mutter zieht mit der kleinen Marie bald nach Bern und kommt dort als Haushälterin zu Doktor Curtius. Als Maries Mutter stirbt, kümmert sich Curtius um das kleine Mädchen. Dort kommt Marie auch mit der Kunst in Berührung, verschiedenste Körperteile (hauptsächlich Organe) aus Wach... Marie Groholtz wird 1761 im Elsass geboren. Ihre Mutter zieht mit der kleinen Marie bald nach Bern und kommt dort als Haushälterin zu Doktor Curtius. Als Maries Mutter stirbt, kümmert sich Curtius um das kleine Mädchen. Dort kommt Marie auch mit der Kunst in Berührung, verschiedenste Körperteile (hauptsächlich Organe) aus Wachs herzustellen. Diese fertigt Curtius für das Berner Krankenhaus. Doch als Curtius plötzlich fasziniert von Köpfen ist, kommt es zum Bruch mit dem Krankenhaus und Curtius muss mit Marie verschwinden. Die beiden kommen nach Paris und haben große Hoffnung in das dortige Leben. Doch bald müssen sie erkennen, dass diese Stadt erkämpft werden muss. Der Weg führt Marie von der herrischen Witwe Picot über Versailles zurück zur französischen Revolution bis nach London, wo sie dann das Wachsfigurenkabinett eröffnet. Doch bis dahin ist es ein sperriger Weg, auf dem Marie nicht nur fasziniert von Wachsköpfen ist, sondern auch in einem Schrank leben muss, die Liebe erst spät erleben darf und viele viele Male über sich hinauswächst. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt und nimmt den Leser mit auf diesen Weg. Gerne bin ich Marie gefolgt und habe mit ihr gelitten, geweint, gehofft und ihre Hingabe beobachtet. Dass sie ein solch aufregendes Leben hatte, war mir nicht bewusst. Ihre Faszination für Menschen aus Wachs kommt in dem Roman gut hervor. Der Autor Edward Carey ist selbst bildender Künstler und konnte sich vermutlich sehr gut in den Charakter der Marie hineinversetzen. Ebenfalls ausdrucksstark wurde die Witwe Picot gezeichnet, die mit ihrer herrischen, dominanten Art Marie das Leben zur Hölle machte. Curtius wird hier als weichherzig und abhängig dargestellt. Er erkennt Zeit seines Lebens nie das große Potential, welches in ihm steckte. Zum Glück hat Marie irgendwann den Schritt gesetzt, sich zu emanzipieren und gegen die Unterdrückung aufzustehen. Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich, man muss sich an die Schreibweise gewöhnen bevor man in der Geschichte versinken kann. Ich habe zwar das Wachsfigurenkabinett in London noch nie gesehen, doch nun kenne ich zumindest ein wenig die Geschichte Madame Tussauds. Gerne vergebe ich für diesen Roman 4 Sterne.

ungewöhnliche Geschichte, liebevoll illustriert
von Anne Kaffeekanne am 16.09.2019

Carey erzählt die Lebensgeschichte der Madame Tussaud aus ihrer Sicht,versehen mit vielen kleinen Zeichnungen. Zunächst muss man sich an die Erzählweise gewöhnen. Alles ist sperrig und etwas merkwürdig. Die Schreibweise, die Personen, die Umstände. Marie Grosholtz wird 1761 im Elsass geboren und nach dem Tod ihrer Eltern von ... Carey erzählt die Lebensgeschichte der Madame Tussaud aus ihrer Sicht,versehen mit vielen kleinen Zeichnungen. Zunächst muss man sich an die Erzählweise gewöhnen. Alles ist sperrig und etwas merkwürdig. Die Schreibweise, die Personen, die Umstände. Marie Grosholtz wird 1761 im Elsass geboren und nach dem Tod ihrer Eltern von dem exzentrischen Curtius als Dienstmädchen aufgenommen. Curtius fertigt Wachsabgüsse menschlicher Körperteile und ist ein von der Gesellschaft isolierter Sonderling. Marie bringt ihn auf die Idee, Köpfe anzufertigen. Doch bis sie ihrer untergeordneten Stellung entkommt und ihr berühmtes Wachsfigurenkabinett in London eröffnet, soll noch einiges geschehen. Ihr Weg führt sie von Bern nach Paris; in eine Schneiderei mit verstorbenem Schneider, ein verlassenes Affenhaus, an den Königshof von Versailles und zu den Köpfen der französischen Revolution. Ich hatte keine Ahnung, dass Madame Tussauds ein derart bewegtes Leben hatte. Ehrlich gesagt habe ich mich nie für sie oder ihr Wachsfigurenkabinett interessiert und bin nur an dem Buch hängengeblieben, weil es so schön aufgemacht ist und mir die Schreibweise gefiel. Tatsächlich muss man sich erst daran gewöhnen, dass ständig merkwürdige, morbide und schwer erklärbare Dinge geschehen. Der Fokus liegt auf Maries Erlebnissen in Frankreich und vor allem der französischen Revolution. Es ist keine Biographie, sondern ein am Leben der Marie Grosholtz angelegter Roman, der sich erstaunlich oft an der Grenze zum Phantastischen bewegt. Ein interessantes Leseerlebnis auf jeden Fall, aber es bleibt doch immer etwas sperrig und manchmal auf langatmig. Insgesamt kann ich das Buch empfehlen, würde aber dazu raten, die ersten Seiten probezulesen, um herauszufinden, ob man sich mit dem Stil anfreunden kann.

Von Köpfen, Wachs und einer kleinen Frau mit starkem Willen
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 15.09.2019

1761 wird in einem kleinen Dorf im Elsass Marie Grosholtz geboren, die später eine als Madame Tussaud berühmt werden soll. Bald zieht sie gemeinsam mit ihrer Mutter nach Bern und ins Haus von Doktor Curtius. Während ihre Mutter dort als Haushälterin arbeitet, ist Marie fasziniert von den wächsernen Abbildungen verschiedenster Or... 1761 wird in einem kleinen Dorf im Elsass Marie Grosholtz geboren, die später eine als Madame Tussaud berühmt werden soll. Bald zieht sie gemeinsam mit ihrer Mutter nach Bern und ins Haus von Doktor Curtius. Während ihre Mutter dort als Haushälterin arbeitet, ist Marie fasziniert von den wächsernen Abbildungen verschiedenster Organe, die Curtius für das Berner Spital anfertigt. Als er auf die Idee kommt, von interessierten Kunden Wachsköpfe anzufertigen, wird das vom Spital nicht gern gesehen. So gelangt er mit Marie, die mit der Zeit zu seiner Assistentin geworden ist, nach Paris. Die Stadt hält ganz neue Herausforderungen und Abenteuer für sie bereit. Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Marie erzählt, die als alte Frau auf ihr Leben zurückblickt und ihre Geschichte mit dem Leser teilt. Sie beginnt bei ihrer Geburt in ärmlichen Verhältnissen und dem anschließenden Umzug mit ihrer Mutter nach Bern. Dort begegnet sie Doktor Curtius, von dem sie lernt, Köpfe aus Wachs herzustellen. Ich konnte mich schnell in Marie hineinfühlen, die mit klarer Stimme von ihren Erlebnissen berichtet und mich an ihren Emotionen teilhaben ließ. Der Verlust ihrer Eltern und der Umzug nach Paris sind einschneidende Erlebnisse für sie. Sie kann bei Curtius bleiben, wird aber von einer neuen Frau in seinem Leben zum Dienstmädchen degradiert. Doch Marie hat einen starken Willen und will sich mit dieser Position nicht zufrieden geben. Sie ist aufmerksam und lernt schnell. Maries Jahre in Frankreich nehmen in diesem Roman den größten Platz ein. Als Dienstmädchen in Curtius’ Haushalt erlebt sie mit, wie die Nachfrage nach Wachsköpfen immer mehr steigt. Durch eine zufällige Begegnung wird sie schließlich nach Versailles beordert wird, wo sie einige Jahre an der Seite von Princesse Èlisabeth verbringen soll und eine Menge über gesellschaftliche Strukturen lernt. Die Französische Revolution mischt schließlich alle Karten neu und lässt Marie Schreckliches sehen und erleben. Der Autor hat seiner Fantasie in dieser fiktiven Biographie von Madame Tussauds freien Lauf gelassen. Er hält sich an die wichtigsten historischen Fakten, hat aus dramaturgischen Gründen aber auch so manches verändert und die Lücken mit Fabulierkunst gefüllt. Daraus entstanden ist ein abenteuerlicher Bericht über das Leben von Marie Grosholtz bis hin zu ihrer Übersiedlung von Frankreich nach London, wo sie Jahre später ihr berühmtes Museum eröffnen soll. Es gibt zahlreiche amüsante und skurrile Szenen, aber auch viele nachdenklich stimmende. Lange führt Marie ein fremdbestimmtes Leben, sie muss für andere arbeiten und erhält dafür nicht einmal einen Lohn. Doch ihr fehlt die Perspektive für ein anderes Leben. Das Buch enthält zahlreiche gelungene Zeichnungen, die das Erzählte, vor allem die Faszination für Organe, Köpfe und ganze Körper aus Wachs, noch greifbarer machen. In der zweiten Hälfte des Buches, in dem die Französische Revolution eine große Rolle spielt, verlor das Buch für mich zunehmend an Schwung. Ich hätte mir an dieser Stelle eine straffere Erzählung und dafür ein paar Worte mehr über das anschließende Leben in England gewünscht, das am Ende auf nur fünf Seiten zusammengefasst wird. "Das außergewöhnliche Leben eines Dienstmädchens namens PETITE besser bekannt als Madame Tussaud“ ist ein Titel, der meine Neugier wecken konnte und auch in der Umsetzung überzeugen kann. Abwechslungsreich wird hier das (fiktive) Leben der Marie Grosholtz aus der Ich-Perspektive erzählt. Ich habe ihr gern gelauscht und konnte ihre Faszination für Wachs zunehmen nachvollziehen. Ein unterhaltsamer Roman mit schaurig-schönen Zeichnungen, den ich gerne weiterempfehle!