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Der vergessene Sieg

Der Polnisch-Sowjetische Krieg 1919/20 und die Entstehung des modernen Osteuropa

Der Polnisch-Sowjetische Krieg ist die Urkatastrophe des osteuropäischen 20. Jahrhunderts. An seinem Ende stand eine labile Friedensordnung, deren Spannungen selbst durch den Zweiten Weltkrieg nicht aufgelöst werden konnten. Bis heute streiten die osteuropäischen Staaten um nationale Minderheiten und historische Grenzen - und der gegenwärtige Konflikt in der Ukraine wirkt geradezu wie eine Neuauflage der Kämpfe von vor einhundert Jahren.

Nachdem polnische Truppen 1919 Kiew, Minsk, Wilna und große Teile des europäischen Russlands besetzt hatten, konnte die vom heimischen Bürgerkrieg geschwächte Rote Armee zurückschlagen, die Ukraine erobern und erst vor Warschau mit knapper Not aufgehalten werden. Es war Józef Pi?sudskis «Wunder an der Weichsel», das heute so gerne als Rettung Europas vor dem Bolschewismus interpretiert wird. Doch damals ging es nicht um einen Konflikt zwischen Zivilisation und Barbarei, sondern um handfeste imperiale Ambitionen weit über Polen und Russland hinaus: Hunderttausende toter Soldaten und Zivilisten waren in ganz Osteuropa zu beklagen, riesige Landstriche wurden verwüstet, und wieder einmal sah man in den Juden die Ursache allen Übels. Stephan Lehnstaedt liefert die erste deutsche Untersuchung dieses Krieges und seiner bis in die Gegenwart reichenden Folgen. Er erzählt keine russische Geschichte, sondern die Auseinandersetzung Polens und der Ukraine mit ihrem übermächtigen Nachbarn, die für das Verständnis des heutigen Osteuropas so wesentlich ist.
Portrait
Stephan Lehnstadt ist Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien am Touro College Berlin.
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  • Inhalt

    Prolog

    1. Osteuropa am Ende des Ersten Weltkriegs

    2. Das lange Jahr 1919

    3. «Mi?dzymorze» – Zukunftsvorstellungen für ein Polen «zwischen den Meeren»

    4. Die Ukraine: Aufgerieben zwischen Polen und Russland

    5. Expedition nach Kiew

    6. Die Rote Armee marschiert nach Warschau

    7. Zwischen allen Fronten: Juden und andere Zivilisten

    8. Die Schlacht um Warschau

    9. Helden und Versager: Der Pi?sudski-Mythos und die Schuldzuweisungen in der Sowjetunion

    10. Die Flucht der Roten Armee und die letzten Kämpfe um ein polnisches Imperium

    11. Der Friedensvertrag von Riga

    12. Bewunderer und Revisionisten – Das Erbe des Krieges

    13. Der Polnisch-Sowjetische Krieg heute

    Dank – Anmerkungen - Archivalien – Literaturverzeichnis – Bildnachweis – Register – Karten

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 221
Erscheinungsdatum 14.11.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-74022-0
Reihe Beck Reihe
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 19,3/12,3/2 cm
Gewicht 230 g
Abbildungen mit 11 Abbildungen und 2 Karten
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 11622
Buch (Taschenbuch)
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Der Krieg geht weiter
von einer Kundin/einem Kunden am 20.09.2019

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges waren die Konflikte in Ostmitteleuropa nicht beendet. Im Gegenteil, es kam zu neuen nationalistischen, ethnischen und/oder ideologischen Auseinandersetzungen auf dem Gebiet der zerfallenen Großreiche. Diese Auseinandersetzungen wirken bis heute nach, allen europäischen Integrationsbemühungen... Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges waren die Konflikte in Ostmitteleuropa nicht beendet. Im Gegenteil, es kam zu neuen nationalistischen, ethnischen und/oder ideologischen Auseinandersetzungen auf dem Gebiet der zerfallenen Großreiche. Diese Auseinandersetzungen wirken bis heute nach, allen europäischen Integrationsbemühungen zum Trotz. (Siehe auch: Snyder, Bloodlands)