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Sehnsucht nach St. Kilda

Roman

Heimat am Ende der Welt:
Eine große Liebe und die bewegende Geschichte der Hebriden-Insel St. Kilda

Als die 83-jährige Annie McViccar am Strand einen Sluagh sieht – einen Vogelschwarm, der nach altem Glauben aus den Seelen Verstorbener besteht –, weiß sie, dass es an der Zeit ist, einen Schwur einzulösen. Denn vor beinahe 80 Jahren – am Tag der Evakuierung St. Kildas, als sie ihre Heimat für immer verlassen mussten – hat sie einem Jungen ein Versprechen gegeben …
Wenig später erreicht Annie eine Nachricht ihrer Enkelin Rachel: Nach drei schweren Schicksalsschlägen bittet Rachel darum, mit ihrem Sohn Sam zu Annie ziehen zu dürfen. Sam ist fasziniert von seiner Urgroßmutter und will alles über das Leben auf St. Kilda wissen. Für Rachel dagegen ist die Insel nur ein abweisender Fels im Meer, der nur noch von Vögeln bewohnt wird.
Bis Annie ihr für einige Wochen einen Job bei der Verwaltung St. Kildas besorgt. Zusammen mit einigen Helfern soll Rachel für den National Trust Gebäude instandsetzen. Nach und nach nehmen die schroffe Schönheit der Insel und ihre bewegende Geschichte Rachels Herz gefangen. Und sie ist nicht die Einzige, die in den hellen Nächten keinen Schlaf findet und dem Lied St. Kildas lauscht: Da ist auch noch der weltbekannte Fotograf Ailic, der hinter seiner Maske einen tiefen Schmerz verbirgt …

»Sehnsucht nach St. Kilda« ist nach »Die Rückkehr der Wale« und »Der Herzschlag der Steine« der dritte Hebriden-Roman von Isabel Morland. Mit großen Liebes-Geschichten, überwältigend schönen Schauplätzen und einem Hauch Mystik sorgt die Autorin für wunderschöne Lesestunden.
Portrait
Isabel Morland wurde 1963 in Bamberg geboren und wuchs in einer literaturbegeisterten Familie auf. Nach verschiedenen selbstständigen Tätigkeiten und Auslandsaufenthalten studierte sie Kommunikationswissenschaften. Sie arbeitet freiberuflich als Trainerin und Coach. Sie brachte zunächst ihre vier leiblichen Kinder zur Welt, bevor sie sich ihren geistigen Kindern widmete und, angeregt durch die vielen Reisen, zu ihrer ursprünglichen Leidenschaft, dem Schreiben, zurückkehrte.

Diverse ausgedehnte Aufenthalte auf entlegene und verlassene schottische Inseln inspirierten sie zu einem Romanzyklus über die faszinierende Landschaft und Lebensweise der Menschen auf den Hebriden. Seelisch in Schottland verwurzelt, lebt sie mit ihrer Familie in ihrer fränkischen Heimat. Neben ihrer Liebe zum Schreiben hält sie als Hobbyfotografin die Stimmungen der Landschaften ihrer Romane fest.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 04.11.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-52422-0
Verlag Knaur Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,4/2,7 cm
Gewicht 300 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 120371
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Große Gefühle vor toller Kulisse
von katikatharinenhof am 07.12.2019

Rachel hat schon viel Kummer und Leid in ihrem Leben ertragen müssen. Im Job läuft es auch nicht gut und so packt sie kurzentschlossen ihre Sachen, nimmt ihren Sohn Sam an die Hand und kümmert sich um ihre Großmutter Annie. Bei Tee und Scones erzählt ihr Annie von ihrer Kindheit auf St. Kilda, von großen Träumen und einer unerfü... Rachel hat schon viel Kummer und Leid in ihrem Leben ertragen müssen. Im Job läuft es auch nicht gut und so packt sie kurzentschlossen ihre Sachen, nimmt ihren Sohn Sam an die Hand und kümmert sich um ihre Großmutter Annie. Bei Tee und Scones erzählt ihr Annie von ihrer Kindheit auf St. Kilda, von großen Träumen und einer unerfüllten Liebe. Das Angebot, auf St. Kilda ein altes Gebäude Instand zu setzen, weckt Rachels Neugier und sie reist auf die Insel, nicht ahnend, dass der Zauber der Insel ihr Leben für immer verändern wird… „Sehnsucht nach St Kilda“ verzaubert schon allein mit dem wundervoll gestalteten Cover und entführt an die rauen Klippen der Hibrideninsel. Isabel Morland versteht es vortrefflich, die beiden Zeitstränge miteinander zu verknüpfen und so die Zeit um 1930, als Annie noch ein Kind war, dem Leser nahe zu bringen und auch die Gegenwart mit den Ereignissen bei Rachel so anschaulich zu erzählen, dass die Geschichte mich von der ersten Seite an gefangen nimmt. Das Leben um 1930 auf St Kilda ist hart und entbehrungsreich, doch die Bewohner haben ein großes Gottvertrauen, einen starken Zusammenhalt und alles, was sie sonst noch für ein glückliches Leben brauchen. Zwar sind die Winter kalt und mit Hunger verbunden, doch mit dem ersten Sonnenstrahl erwacht auch die Insel wieder zum Leben und die Herzen tauen auf. Die Autorin bringt in landschaftlich reizvollen Bildern dem Leser die Insel nah und so peitscht mir der Atlantik die Gischt ins Gesicht, zerrt der Wind an meinen Haaren und ich höre die Basstölpel, wenn sie mit ihren Schwingen über mich fliegen. Annie und Finlay geben sich damals das Versprechen, sich niemals aus den Augen zu lassen und irgendwann einmal ein Par zu werden Doch mit der Evakuierung der ‚Insel verlieren sie sich aus den Augen, aber niemals aus dem Herzen. Die Sehnsucht nach dem anderen bleibt… Als Rachel auf der Insel ist, fühlt und erlebt sie die Geschichte von St Kilda, kommt Annies großer Liebe nahe und findet den Schatz, den Finlay damals versteckt hat. Auch ihr Leben ist von Entbehrungen und großen Verlusten geprägt. Der Tod ihres Mannes hat eine schmerzhafte Wunde im Herzen zurückgelassen, die noch längst nicht verheilt ist. Dennoch öffnet sie sich nach und nach und merkt, dass sie dabei ist, dem Fotografen Ailic ihre Liebe zu schenken. Großartige, detailreiche Szenen, liebevoll skizzierte Figuren, kleine Geheimnisse und ganz viel Gefühl sind die Hauptzutaten für eine wundervollen Roman, der eine berührende, zu Herzen gehende Geschichte für den Leser bereit hält. Man begleitet Rachel auf ihrem steinigen Weg zurück zu sich selbst, erfährt viel über die Geschichte der Evakuierung von St Kilda und darf dabei sein, wenn sie der letzte Traum von Annie erfüllt. Bitte unbedingt Taschentücher bereit halten, denn Isabel Morland bringt Saiten zum Klingen, die dem Leser viele ergreifende Momente bescheren. Nun aber bleiben Glaube, Liebe Hoffnung, Liebe – diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1.Korinther 13,13)

Berührende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Glauchau am 05.12.2019

„...Die Landschaft war nicht lieblich, aber in ihrer Einzigartigkeit so großartig und majestätisch, dass Rachel davon schwindelte. Sie konnte sich nicht erinnern, je ähnlich Friedvolles gesehen zu haben...“ Annie McVicca ist 8 Jahre alt, als die Bewohner der Insel St. Kilda 1930 aufs Festland evakuiert werden. Damals ahnt Ann... „...Die Landschaft war nicht lieblich, aber in ihrer Einzigartigkeit so großartig und majestätisch, dass Rachel davon schwindelte. Sie konnte sich nicht erinnern, je ähnlich Friedvolles gesehen zu haben...“ Annie McVicca ist 8 Jahre alt, als die Bewohner der Insel St. Kilda 1930 aufs Festland evakuiert werden. Damals ahnt Annie nicht, dass sie die Insel nie wieder betreten wird. Mit ihr auf dem Schiff ist Finlay, ihr zwei Jahre älterer Freund. Rachel Morrisson ist seit vier Jahren Witwe. Mit ihrem kleinen Sohn Sam lebt sie in London. Doch ihr Gehalt ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. „...Sams Unfall hatte ihr eine kurzen Ausstieg aus dem Hamsterrad verschafft. […] Ihr Leben wurde von dürftig verwobenen Fäden zusammengehalten. Riss einer davon, riffelten alle Maschen auf...“ Deshalb entschließt sie sich zu einer Veränderung. Sie zieht nach Schottland zu ihrer Oma Annie. Die betreibt eine Teestube. Dort bekommt Rachel einen Job als Köchin für einen Sommer auf St. Kilda angeboten. Die Autorin hat eine berührende Geschichte geschrieben. Das Buch enthält zwei Handlungsstränge. Zum einen darf ich Rachel auf ihren neuen Weg begleiten, zum anderen erfahre, wie die letzten Einwohner auf St. Kilda gelebt haben. Es sind gleichzeitig Annies Erinnerungen, die Rachel in Worte fasst. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Er ist abwechslungsreich. Schon das Eingangszitat zeigt, wie es der Autorin gelingt, Naturbeobachtungen und persönliche Befindlichkeiten miteinander zu verknüpfen. Annies Erinnerungen beginnen 1929. Sie beschreiben eine harte und entbehrungsreiche Kindheit. Doch die Bewohner der Insel waren frei. Trotzdem mussten sie eine Entscheidung treffen. Sie wussten, dass sie den nächsten strengen Winter nicht überstehen würden. Medizinische Versorgung war nur von schottischen Festland aus möglich. Wenn die Ernte des Sommers gering war, war Hunger vorprogrammiert. Doch man stand füreinander ein. Keiner wurde allein gelassen. Hochzeit, Freude, Trauer – jeder nahm Anteil. Alte Legende sind in die Erinnerungen eingewoben. „...Nach dem Hochzeitsfest, das einige Tage nach der Verlobung stattfand, folgte ein Gottesdienst in der Kirche. Annie fand es merkwürdig, dass es auf dem Festland angeblich andersherum gehandhabt wurde: erst die Trauung, dann das Fest...“ In der Gegenwart fühlt sich Rachel im Team auf der Insel wohl. Allerdings vermisst sie ihren kleinen Sohn, der bei der Großmutter geblieben ist. Ab und an durchzieht ein feiner Humor die Geschichte. „...Und warum plage ich mich dann jeden Tag damit, mein Arbeitsgerät zu säubern, während Chloé immer einen der Jungs dazu bringt, das für sie zu erledigen?...“ Deutlich wird, dass auch heute das Leben auf der Insel mit Gefahren verbunden ist. Plötzlich einsetzende Wetteränderungen haben Rachel auf einen ihrer Spaziergänge in eine kritische Situation gebracht. Die Arbeit auf St. Kilda hinterlässt bei Rachel Spuren. Sie muss sich entscheiden, wie sie ihr weiteres Leben gestalten will. Gekonnt werden weitere Lebenswege in die Handlung integriert. Schön ausgearbeitete Gespräche ermöglichen mir einen Blick in die Gedankenwelt der Protagonisten. Dabei geht es durchaus um ernste Themen. Annie ermahnt Rachel: „...Du kannst den Jungen nicht in einen Glaskasten stecken. […] Leben ist zerbrechlich. Trotzdem muss es mit beiden Händen gelebt werden. Sonst ist jeder Tag vergeudet...“ Es geht auch um Schuld und Vergebung, um den Umgang mit der Vergangenheit und die Erinnerung an die, die schon gegangen sind. Eine Karte der Insel ergänzt das Buch. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist ein bewegender Roman, der durch seine vielen unterschiedlichen Facetten besticht und den letzten Einwohnern von St. Kilda ein literarisches Denkmal setzt.

Annies zerbrochene Welt
von einer Kundin/einem Kunden aus Igensdorf am 01.12.2019

Die Geschichte wird auf zwei Zeitschienen erzählt. Da ist zum einen Rachel, die viele Jahrzehnte nach Annies Evakuierung das erste Mal die Insel betritt. Rachel (Annies Enkelin) muß aufgrund der Lebensumstände einen neuen Schritt wagen, der vielleicht ein bißchen zu ausführlich beschrieben wird. Wunderbar und nahegehend wird Ann... Die Geschichte wird auf zwei Zeitschienen erzählt. Da ist zum einen Rachel, die viele Jahrzehnte nach Annies Evakuierung das erste Mal die Insel betritt. Rachel (Annies Enkelin) muß aufgrund der Lebensumstände einen neuen Schritt wagen, der vielleicht ein bißchen zu ausführlich beschrieben wird. Wunderbar und nahegehend wird Annies Geschichte als Kind erzählt. Hier versteht es Isabel Morland den Leser regelrecht in einen Sog hineinzuversetzen. Das Leben auf St. Kilda wird so anschaulich und greifbar beschrieben, daß das Gefühl von Dabeisein entsteht. Dieser Roman steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Man erfährt viel über diese Insel und deren einstige Bewohner am Rande der Welt. Die faszinierend beschriebenen Landschaften lassen diesen Roman zu einem besonderen Leseerlebnis werden. Interessant im Nachwort, daß eine Teil des Erlöses aus diesem Werk an den National Trust for Scotland geht. Fazit: Das Schicksal der letzten Bewohner von St. Kilda ist unbedingt lesenswert und klingt noch lange nach.