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Al-Andalus

Geschichte des islamischen Spanien

Brian A. Catlos

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Beschreibung

"Schwungvoll, sachkundig und originell: Dies ist die Schlüsselgeschichte des Maurischen Spanien."

Elizabeth Drayson, University of Cambridge



Muslime, Christen und Juden schufen im Süden Spaniens über acht Jahrhunderte hinweg eine höchste bemerkenswerte Zivilisation, deren große Zeugnisse - wie die Alhambra - uns mit ihrer überwältigenden Schönheit bis heute in den Bann schlagen. Brian C. Catlos, einer der weltweit besten Kenner, legt eine neue große Darstellung vor, die zeigt, dass al-Andalus weder ein Paradies aufgeklärter Toleranz noch ein Schlachtfeld der Kulturen war. Sein schwungvoll geschriebenes Buch räumt mit Geschichtsmythen auf und belegt eindrucksvoll, wie vielschichtig die Koexistenz der Ethnien und Religionen in diesem einzigartigen Kulturraum war.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 491
Erscheinungsdatum 20.11.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-74233-0
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 22,3/14,5/4 cm
Gewicht 772 g
Originaltitel Kingdoms of Faith. A New History of Islamic Spain
Abbildungen mit 21 Abbildungen und 7 Karten
Auflage 2
Übersetzer Rita Seuss
Verkaufsrang 106113

Buchhändler-Empfehlungen

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Faszinierend ist für mich, wie für viele, das muslimische Zeitalter der iberischen Halbinsel, da es auch geprägt war von kultureller Vielfalt, Wohlstand und Entwicklung. Eine detaillierte, aber lesenswerte Abhandlung über den Aufstieg und den Untergang des Kalifats.

Kundenbewertungen

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Entgegen den Geschichtsverklärungen Andalusiens
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2020

Andalusien ist für die Geschichtswissenschaft ein heiß umkämpftes Pflaster. Einerseits versuchen nationalistische Strömungen nicht nur in Spanien die Zurückdrängung islamischer Herrschaftsbereiche am Ende des 15. Jahrhundert als eine christliche Reconquista der iberischen Halbinsel zu verherrlichen, andererseits gibt es die Vers... Andalusien ist für die Geschichtswissenschaft ein heiß umkämpftes Pflaster. Einerseits versuchen nationalistische Strömungen nicht nur in Spanien die Zurückdrängung islamischer Herrschaftsbereiche am Ende des 15. Jahrhundert als eine christliche Reconquista der iberischen Halbinsel zu verherrlichen, andererseits gibt es die Versuche die islamische Herrschaft in Andalusien als eine kulturelle Hochblüte zu Zeiten friedlicher Koexistenz von Muslimen, Christen wie Juden sowie deren religiöser Toleranz zu idealisieren. Diese Verklärungen fanden nicht nur in die politische Rhetorik Eingang, sondern auch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Der Religionswissenschaftler Brian A. Catlos (University of Colorado at Boulder) möchte mit diesen Idealisierungen und Verherrlichungen aufräumen und sie verwerfen. In seiner chronologischen Beschreibung von der Islamisierung des südlichen Teils der iberischen Halbinsel am Anfang des 8. Jahrhunderts bis hin zur Vertreibung der muslimischen Herrschaft geht Catlos detailliert, materialreich wie behutsam vor. Dabei betont er, dass es weder auf muslimischer noch auf christlicher Seite konfessionelle Gründe zur Bündnispolitik oder zur politischen Expansion gab. Ausschlaggebend waren vielmehr profane Machtansprüche, die über die Glaubensvorstellungen hinweg ihre Bündnispartner suchten. Resümierend schreibt Catlos am Ende des Buches: "Die Geschichte von al-Andalus ist nicht die Geschichte einer Inbesitznahme von außen. Sie keine Anomalie und kein Sonderfall, sondern Teil eines historischen Prozesses, in dessen Verlauf nicht nur das heutige Spanien und Portugal, sondern auch das moderne Europa entstanden ist. Die Geschichte von al-Andalus ist europäische, aber auch islamische und jüdische Geschichte. Islam, Christentum und Judentum sind keine voneinander unabhängige Kulturen. Sie sind unauflöslich miteinander verbundene Dimensionen eines größeren Ganzen, das wir 'den Westen' nennen - das Ergebnis altnahöstlicher, jüdischer, griechischer, persischer und römischer Einflüsse, die im Laufe der vergangenen Jahrtausende im Mittelmeerraum miteinander verschmolzen und Menschen und Kulturen aus Afrika, Europa, Westasien und darüber hinaus in ihren Bann zogen."

Muslime, Christen und Juden auf der Iberischen Halbinsel
von einer Kundin/einem Kunden am 30.11.2019

Im Zuge der islamischen Expansion erreichten Muslime zu Beginn des 8. Jahrhunderts Spanien. Was folgte, waren Jahrhunderte des Zusammenlebens der unterschiedlichen Völker, Kulturen und Religionen, dies ging natürlich nicht immer reibungslos und friedlich vor sich. Sehr oft verliefen die Konflikte aber nicht entlang der religiöse... Im Zuge der islamischen Expansion erreichten Muslime zu Beginn des 8. Jahrhunderts Spanien. Was folgte, waren Jahrhunderte des Zusammenlebens der unterschiedlichen Völker, Kulturen und Religionen, dies ging natürlich nicht immer reibungslos und friedlich vor sich. Sehr oft verliefen die Konflikte aber nicht entlang der religiösen Grenzen, sondern hatten handfeste politische Ursachen. Nicht vergessen darf man die kulturelle und wissenschaftliche Blüte, die im islamisch dominierten al-Andalus erreicht wurde – Grundlage der Renaissance und der Moderne. Mit der Vertreibung der Moriscos endete zu Beginn des 17. Jahrhunderts, also nach etwa 900 Jahren, die Geschichte des muslimischen Spanien - diese Geschichte hat Brian A. Catlos in seinem ausgezeichneten Buch spannend geschrieben (Siehe auch: al-Khalili, Im Haus der Weisheit)


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