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Deutschland misshandelt seine Kinder

"Eine erschütternde Anklageschrift" hat der Stern das Sachbuch über Kindesmisshandlung von Michael Tsokos und Saskia Guddat genannt. Mit gutem Recht - denn die beiden Berliner Rechtsmediziner legen den Finger in eine schmerzende Wunde: Polizei-Statistiken verzeichnen etwa 4000 schwere Kindesmisshandlungen pro Jahr in Deutschland. Die Dunkelziffer ist jedoch enorm. Experten gehen von mehr als 200 000 Fällen aus – mit steigender Tendenz.
Die Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat schildern das schockierende Ausmaß der Gewalt. Und sie decken gravierende Missstände auf: Der Kinder- und Jugendschutz versagt auf ganzer Linie; Sozialarbeiter schreiten oft nicht ein und gefährden das Leben der Kinder. Ärzte deuten aus Unkenntnis Misshandlungsspuren falsch, und Richter sprechen in Zweifelsfällen vorschnell die angeklagten Eltern frei.
Anhand vieler Beispiele aus der rechtsmedizinischen Praxis zeigen die Autoren, wie wir Gesundheit und Rechte der Kinder auch in Deutschland besser schützen können. Vor allem aber fordern sie ein beherztes Einschreiten gegen Kindesmisshandler – und gegen all jene, die die alltägliche Misshandlung von Kindern durch Wegschauen, Verharmlosen und Tabuisieren begünstigen.
Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.
Saskia Guddat, 1980 geboren, ist stellvertretende Leiterin der Gewaltschutzambulanz an der Charité. Sie ist Mitglied mehrerer Berliner Kinderschutzgruppen und berät die Berliner Kinderkliniken, den Berliner Kinder- und Jugendgesundheitsdienst sowie die Ermittlungsbehörden, Gerichte und Jugendämter.
Portrait
Saskia Guddat, 1980 geboren, ist Fachärztin am Institut für Rechtsmedizin der Charité. Sie ist Mitglied mehrerer Berliner Kinderschutzgruppen und berät die Berliner Kinderkliniken, den Berliner Kinder- und Jugendgesundheitsdienst sowie die Ermittlungsbehörden, Gerichte und Jugendämter.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 01.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30234-7
Verlag Droemer Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,3/2,7 cm
Gewicht 282 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 7030
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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wichtig zu wissen - noch wichtiger: hinschauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Lensahn am 14.08.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Es wird schwer, beim Lesen der Berichte und der allzu berechtigt erscheinenden Vorwürfe zur Verhinderung der Aufklärung und Behandlung der Fälle durch Nachbarn, Familienmitglieder, Sozialbehörden, Gerichte und private Hilfsorganisationen nicht die Fassung zu verlieren. Was die beiden Autoren, Michael Tsokos und Saskia Guddat, ... Es wird schwer, beim Lesen der Berichte und der allzu berechtigt erscheinenden Vorwürfe zur Verhinderung der Aufklärung und Behandlung der Fälle durch Nachbarn, Familienmitglieder, Sozialbehörden, Gerichte und private Hilfsorganisationen nicht die Fassung zu verlieren. Was die beiden Autoren, Michael Tsokos und Saskia Guddat, beides Fachärzte und Rechtsmediziner, aus der unmittelbaren Erfahrung ihrer Arbeit hier schildern, erzeugt beim Leser abwechselnd Abscheu über die Taten, Wut über die Unfähigkeit der Verantwortlichen und tiefe Bestürzung über die eigene Unwissenheit und Ohnmacht. Es sollen hier keine Zahlen wiederholt werden, die keinem der traurigen Kinderschicksale helfen. Es reichen auch die Schicksale aus, die in der Spitze des Eisbergs überhaupt an die Öffentlichkeit und die Möglichkeit einer „Bearbeitung“ gelangen, den Forderungen an Mitteln unhd Maßnahmen, an Hilfsmöglichkeiten und Verbesserungen, welche die beiden Autoren nennen, oberste Dringlichkeit einzuräumen. Wohlgemerkt es geht in dieser Studie nicht in erster Linie um: seelische Misshandlungen, sexuellen Missbrauch, unwürdige, allgemein ungesunde und unhygienische Wohnverhältnisse (Rauchen, Schlafentzug, Lärm etc.), schlechte oder mangelhafte Ernährung, unangemessenen Umgang (übertriebener oder unpassender Mediengebrauch, keine Abgrenzung zur Erwachsenenwelt, Vorleben einer zweifelhaften Moral, mangelhafte Betreuung und Versorgung), „normale“ körperliche Bestrafung, Verleitung zu Straftaten (oft als Ausnutzung der Strafunmündigkeit), Mobbing in Krippen, Kindergarten und Schulen etc. Das können Begleiterscheinungen sein, sind es oftmals auch. Es geht nicht um Unfälle aus Fahrlässigkeit. Es geht hier einzig und allein um bewußt zugefügte schwere körperliche Misshandlungen, Schäden, die zu Behinderungen und mindestens drei Mal jede Woche bei einem Kind in Deutschland zum Tod führen. Zugefügt nicht beim Sturz aus dem Kinderbett, nicht vom „unbekannten schwarzen Mann“, sondern fast immer von den Eltern, seltener von einem nahen Verwandten. Mitten unter uns!

sehr gut
von einer Kundin/einem Kunden aus Auerbach am 14.01.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich finde es erschreckend, dass dieses Buch doch relativ wenig Änderungen in der Vorgehensweise bei Fällen der Kindesmisshandlung bewirkt hat. Geschrieben ist es ausgezeichnet und manchmal wirklich nur sehr schwer zu verdauen. Es ist wirklich zum Teil absolut unvorstellbar, was da im Umgang mit Kindern passiert. Aber die Arb... Ich finde es erschreckend, dass dieses Buch doch relativ wenig Änderungen in der Vorgehensweise bei Fällen der Kindesmisshandlung bewirkt hat. Geschrieben ist es ausgezeichnet und manchmal wirklich nur sehr schwer zu verdauen. Es ist wirklich zum Teil absolut unvorstellbar, was da im Umgang mit Kindern passiert. Aber die Arbeit der Rechtsmediziner belegt es leider. Hoffentlich lesen viele Menschen, die im Bereich Jugendamt/ Soziale Träger arbeiten, dieses Buch.

Deutschland misshandelt seine Kinder
von einer Kundin/einem Kunden aus Alsheim am 07.06.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Michael Tsokos und Saskia Guddat: Deutschland misshandelt seine Kinder Vorwort: Der Autor Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle a... Michael Tsokos und Saskia Guddat: Deutschland misshandelt seine Kinder Vorwort: Der Autor Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller. Die Autorin Saskia Guddat, 1980 geboren, ist Fachärztin am Institut für Rechtsmedizin der Charité. Sie ist Mitglied mehrerer Berliner Kinderschutzgruppen und berät die Berliner Kinderkliniken, den Berliner Kinder- und Jugendgesundheitsdienst sowie die Ermittlungsbehörden, Gerichte und Jugendämter. Kurze Inhaltsangabe/ Urteil: Dank der beiden Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat werden nicht nur ausgewählte Kinderärzte usw wirklich erkennen können, was sich so schreckliches in deutschland ereignet. Anhand selbst erlebter Fälle von Kindesmisshandlung, zeigen sie wie es wirklich in manchen Deutschen Familien zugeht. Es ist wirklich traurig was in Deutschland, Tag für Tag geschieht. Doch viele Mitmenschen haben eine rießen große Klappe und nichts dahinter. Immer wieder zeigt sich das die Nachbarn zeugen von gewalt gegen Kinder werden, jedoch immer nur wegsehen! Eine Gegebenheit, die einfach nicht sein DARF!!!! Und genau hier sind die Autoren in die Bresche gesprungen! Diese beiden ausnahme "Helden" zeigen was alles passiert, und wie und Das man helfen sollte und MUSS!!! Unsere Kinder sind unser Wichtigste im Leben! Und wir müssen fest zusammen stehen um sie vor solch Grausamkeiten zu bewahren! Ein absolut zu Empfehlendes Buch, das weder bei Psychologen, Kinderärzten, als auch ähnlichen Praxen, sowie in Privaten Haushalten vorhanden sein sollte....Erschreckend...dieses Buch lässt gewiss gerade Eltern das Blut in den Adern gefrieren und doch ist das schlimmste: ALLES ist wahr und kein Fall ein Einzelfall:(