Meine Filiale

Radio Activity

Roman

Karin Kalisa

(11)
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
22,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

10,99 €

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

22,00 €

Accordion öffnen
  • Radio Activity

    C.H.Beck

    Sofort lieferbar

    22,00 €

    C.H.Beck

eBook (ePUB)

16,99 €

Accordion öffnen

Hörbuch (MP3-CD)

25,99 €

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

24,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Nora Tewes hat die perfekte Radiostimme - und einen Plan. Im Rundfunk will sie einen Täter stellen, dem ihre Mutter als Kind ausgeliefert war. Er wurde nie belangt, inzwischen ist das Verbrechen verjährt. Aber nicht vergeben. Am Mikrofon beginnt sie ein gefährliches Spiel. Doch mithilfe von Simon, einem Rechtsreferendar, eröffnet sich ein anderer, ein besserer Weg. Nicht unbedingt legal, aber hochwirksam. In ihrem politisch brisanten Roman erzählt Karin Kalisa, behutsam und doch voller Energie, von der Suche nach Gerechtigkeit, von Freundschaft, Mut und dem unbeirrbaren Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit.

Wenn sie zu hören ist, werden die Radios lauter gedreht und stocken die Gespräche: Nora Tewes hat die perfekte Radiostimme - und einen Plan: Auf 100.7, einem Sender, den sie mit zwei Freunden gegründet hat, will sie einen lange davongekommenen Täter in die Enge treiben.

Überstürzt ist Nora in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, um ihrer Mutter, die im Sterben liegt, nahe zu sein. Unter der Last des viel zu frühen Abschiednehmens bricht eine nur oberflächlich verheilte Wunde auf, und ein Verbrechen, dessen Opfer ihre Mutter als Kind geworden ist, wird offenbar. Nora erstattet Anzeige und erhält eine niederschmetternde Antwort: Verjährt.

Am Mikrofon beginnt sie ein gefährliches Spiel, um die Hörerschaft gegen den Täter zu mobilisieren. Als es schon fast zu spät ist, findet sie gemeinsam mit Simon, einem Rechtsreferendar, einen anderen Weg. Da ss dabei die Grenzen der Legalität strapaziert werden, ist eine Sache. Eine andere die Frage, was Nora und Simon einander sein können außer "companions against crime".

Temporeich, unverwechselbar im Ton, mit eigenwilligen Charakteren, die man nicht mehr vergisst, erzählt Karin Kalisa in ihrem neuen, schmerzlich-schönen und politisch brisanten Roman davon, wie beherztes Handeln die Suche nach Gerechtigkeit vorantreibt.

Karin Kalisa, ausgebildet in Japanologie und Sprachphilosophie, lebt in Berlin. Ihr Debütroman "Sungs Laden" (2015) stand 36 Wochen lang auf der Bestsellerliste und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 351
Erscheinungsdatum 28.11.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-74093-0
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 21,1/12,8/3,5 cm
Gewicht 496 g
Auflage 2. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Bringt Selbstjustiz Gerechtigkeit über den Tod hinaus?

Tobias Groß, Thalia-Buchhandlung Gotha

Kann ein Verbrechen gesühnt werden, obwohl es schon Jahrzehnte zurückliegt? Bringt dies dem Opfer Gerechtigkeit, auch wenn jenes schon tot ist? Und ist Selbstjustiz angebracht, wenn die abscheuliche Tat mittlerweile verjährt ist? All diesen Fragen widmet sich Karina Kalisa in ihrem Roman ‘Radioactivity‘. In diesem Buch versucht eine talentierte Radiomoderatorin auf höchst ungewöhnliche Art & Weise den Vergewaltiger ihrer mittlerweile verstorbenen Mutter ausfindig zu machen. Und zu stellen. Zusammen mit einem Rechtsreferendar, betreibt sie ein gefährliches Spiel. Eine von ihr initiierte Treibjagd über das Radio soll den Peiniger zur Strecke bringen und ihm seine gerechte Strafe zuführen. Trotz Verjährung der Tat. Ein Akt der Selbstjustiz, denn Nora und Simon bewegen sich am Rande der Legalität und kommen beinah selbst zu Fall. Karin Kalisa ist mit ‘Radioactivity' ein politisch brisantes und packendes Werk gelungen. Eine hochaktuelle Geschichte, in der sich alles um die großen Themen Schuld und Sühne, Bestrafung und Aufklärung, Gerechtigkeit und Genugtuung dreht. Da dieser Roman weder Krimi, noch Thriller ist, ist die Handlung manchmal etwas verwirrend und diffus. Dennoch ist es ein lesenswertes und sprachlich starkes Buch. Nicht nur für Radioliebhaber*innen.

Rita Berhausen, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Das Trauma, das die Mutter erleben musste, hat Auswirkungen auf Noras Leben. Als Radiomoderatorin bei "Tee und Teer" versucht sie nach dem Tod der Mutter Vergeltung zu üben. Ein Großstadtroman, der Salzwasser atmet, authentische Charaktere, wundervolle Sprache! Ein Highlight 201

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
8
3
0
0
0

"Auf dem Weg in Teufels Küche..."
von einer Kundin/einem Kunden aus Potsdam am 22.10.2019

Ich hab mich sehr gefreut zu hören, dass dieser Roman zu den Nominierten des Lieblingsbuches des Unabhängigen Buchhandels gehört. Der Klappentext umreisst den gesamten Inhalt, so dass mir hier nichts zuzufügen bleibt. Warum bin ich nun von diesem Roman so begeistert: Er zeigt die Unsinnigkeit und Ungerechtigkeit, dass es g... Ich hab mich sehr gefreut zu hören, dass dieser Roman zu den Nominierten des Lieblingsbuches des Unabhängigen Buchhandels gehört. Der Klappentext umreisst den gesamten Inhalt, so dass mir hier nichts zuzufügen bleibt. Warum bin ich nun von diesem Roman so begeistert: Er zeigt die Unsinnigkeit und Ungerechtigkeit, dass es gesetzliche Verjährungsfristen in Bezug auf sexuellen Missbrauch gibt. Diese Thematik wird aus den verschiedensten Perspektiven erörtert und zeigt deutlich die Langzeitfolgen, auch generationsübergreifend auf. Die Atmosphäre einer Hafenstadt an der Nordsee wird wunderbar eingefangen. Die Liebe und Begeisterung für das Radio (-machen) schwappt über und das Lied "Biscaya" liebe ich nun auch...:) Die Figuren sind sehr sympathisch, lebensnah und gut vorstellbar gezeichnet. Hier vor allem natürlich Nora, diese starke, aber auch etwas verschlossene, sehr interessante Frau. Der Roman ist besonders konzipiert. So besteht er aus drei Teilen, wobei jeder Teil ein eigenes Thema betont und eine eigene Stimmung produziert. Die Sprache ist frisch und interessant, sie hat mir sehr gut gefallen und manche Worte haben es mir sehr angetan. Es liest sich sehr unterhaltsam, amüsant und auch philosophisch. Man kann diesem Roman eventuell vorwerfen, hier und da etwas zu konstruiert, zu kitschig, zu sentimental oder auch zu sperrig zu sein, mich störte das nicht, da die ganzen positiven Dinge das bei weitem aufwiegen. Der Roman ist sehr bereichernd und weitaus vielschichtiger, als ich es hier darstelle. Er lebt auch von den Dialogen und Gedanken dieser wirklich einprägsamen Protagonisten. Dieses Werk regt an, regt auf, berührt, macht nachdenklich und lenkt den Blick auf eine Schieflage der deutschen Gesetzgebung, die dringlichst behoben werden muss. Für mich definitiv ein Lesehighlight des Jahres.

Ein neues Herzensbuch
von einer Kundin/einem Kunden am 05.08.2019

Endlich hat die Autorin von "Sungs Laden" ein neues Buch geschrieben - und was für eins. Ich habe geweint, gelacht, war gerührt, erschüttert...sämtliche Emotionen werden beim Lesen durchlebt. Aber vor allem habe ich mit an der wunderbaren Sprache von Karin Kalisa berauscht. Ihr Stil sucht wirklich seinesgleichen. Obwohl das Them... Endlich hat die Autorin von "Sungs Laden" ein neues Buch geschrieben - und was für eins. Ich habe geweint, gelacht, war gerührt, erschüttert...sämtliche Emotionen werden beim Lesen durchlebt. Aber vor allem habe ich mit an der wunderbaren Sprache von Karin Kalisa berauscht. Ihr Stil sucht wirklich seinesgleichen. Obwohl das Thema so erschütternd ist, sollten Sie das Buch unbedingt lesen. Für mich gehört es schon jetzt zu einem der besten, welches der Bücherherbst zu bieten hat.

„Alle sollen es hören“
von Sikal am 31.07.2019

Nora Tewes hat eine besondere Radiostimme – eine, bei der jeder Zuhörer innehält, um den Klang und die Farbe in sich aufzunehmen. Mit ihren Freunden Tom und Grischa bewirbt sie sich um eine Sendefrequenz, um einen besonderen Radiosender zu gründen: Einer fürs Herz, für jeden soll etwas dabei sein. Doch das ist nicht alles … ... Nora Tewes hat eine besondere Radiostimme – eine, bei der jeder Zuhörer innehält, um den Klang und die Farbe in sich aufzunehmen. Mit ihren Freunden Tom und Grischa bewirbt sie sich um eine Sendefrequenz, um einen besonderen Radiosender zu gründen: Einer fürs Herz, für jeden soll etwas dabei sein. Doch das ist nicht alles … Nora ist nach einem längeren Amerikaaufenthalt spontan in ihre Heimat zurückgekehrt, um ihre Mutter beim Sterben zu begleiten. Ihr Leben lang waren die beiden sich nahe, hatten eine besondere Verbindung zueinander, doch ein düsteres Geheimnis hatte ihre Mutter nie erwähnt. Jetzt erst beginnt sie Nora vom Missbrauch ihres Latein-Nachhilfelehrers zu erzählen und nimmt der Tochter das Versprechen ab, gut auf ihre Kinder aufzupassen und immer hinzuschauen, wenn diese sich verändern. Gerichtlich kann Nora den mittlerweile 90-jährigen Täter nicht mehr zur Verantwortung ziehen, doch sie hat ein anderes Ziel vor Augen. Mithilfe des Senders versucht sie die Zuhörer zu mobilisieren – ein gefährliches Spiel beginnt. Ganz leise tritt Simon, ein Rechtsreferendar in ihr Leben und gemeinsam beginnen die beiden nach anderen (nicht ganz legalen) Mitteln zu suchen, um dieses Verbrechen publik zu machen und den Täter zu überführen. Die Autorin Karin Kalisa schafft es, mich dermaßen in die Geschichte zu katapultieren, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Man fühlt sich als Beobachter, der den Charakteren ganz nah ist, hört die Musik, spürt den Wind und ist gefesselt von den geballten Emotionen. Mit viel Empathie gelingt es der Autorin, nach und nach das Leben von Noras Mutter offenzulegen, wie Wunden nur oberflächlich verheilen und welche Auswirkungen diese auf die Nachfolgegeneration haben können. Wunderbar finde ich auch die Freundschaft zwischen Tom, Grischa und Nora, die sie auffangen und durch diese schwere Zeit tragen. Für mich war es ein Leseerlebnis, das ich sehr genossen habe. Ein wichtiges Buch über ein Thema, das wohl häufiger vorkommt, als es publik wird. Warum? Das versteht man vielleicht ein klein wenig, wenn man diesem Buch folgt. „Dort durfte sie sich auf eine Couch legen und schweigen. Durfte beginnen zu sprechen, indem sie Wörter wie Töne behandelte.“ „Auf dem Rückweg, während sie gegen den Wind in die Pedale trat, sprach sie weiter. Manchmal laut, manchmal leise, ließ sie ihn endlich über die Lippen aus dem Körper kommen, ihren Windjammer.“


  • Artikelbild-0