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Geschichte der Völkerwanderung

Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert n.Chr.

Mischa Meier

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Beschreibung

Byzanz, 29. Juli 626 - vor den Toren der prächtigsten Stadt Europas und Asiens hat der Khagan der Awaren 80.000 Krieger zusammengezogen und verlangt ihre bedingungslose Übergabe. Für die Menschen in der Metropole steht fest, dass das Ende aller Zeiten gekommen ist und die Mächte der Finsternis das apokalyptische Heer von Gog vor ihre Stadt geführt haben.

Wie oft Menschen zwischen dem 3. und 8. Jahrhundert n. Chr. solch tödliche Furcht vor herandrängenden Heeren fremder Völker empfunden haben, zeigt Mischa Meier in seiner magistralen Darstellung der Völkerwanderungszeit. Sie beinhaltet die Geschichte des späten Imperium Romanum sowie die Geschichten der nachrömischen Herrschaftsbild ungen im Westen, jene des frühen Byzantinischen Reiches, aber auch die des frühen islamischen Kalifats bis zum Ende der Umayyadenzeit (750). Reich an Informationen, stets verständlich und spannend zu lesen, führt sie den Leser von der europäischen und nordafrikanischen Atlantikküste bis zu den zentralasiatischen Knotenpunkten der Seidenstraße, nach Nordindien und zum Hindukusch, von Skandinavien und Britannien im Norden bis nach Arabien im Süden. Sie macht vertraut mit den dramatischen Ereignissen dieser Zeit und den damit einhergehenden tiefgreifenden Wandlungsprozessen. Ein wahres Opus magnum, das erstmals eine vollständige Geschichte der Epoche bietet.

Mischa Meier lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er ist ein international renommierter Fachmann für die Übergangszeit der Spätantike zum Frühmittelalter.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 1532
Erscheinungsdatum 20.05.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-73959-0
Reihe Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 24,6/17,5/6,6 cm
Gewicht 2010 g
Abbildungen mit 40 Abbildungen und 38 Karten
Auflage 5
Verkaufsrang 11108

Buchhändler-Empfehlungen

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Wer sich detailliert mit der Völkerwanderung beschäftigen möchte, kommt an diesem umfangreichen Standardwerk von Mischa Meier nicht vorbei. Zahlreiche Karten und Abbildungen und ein flüssiger Schreibstil lockern die Lektüre auf.

Die Völkerwanderung

Thomas Coenen, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

Für alle geschichtsinteressierten Leser ist dieses umfangreiche Werk uneingeschränkt zu empfehlen! Das komplexe Vorwort führt zum Ablauf der Ereignisse, welche heute als Völkerwanderung bezeichnet werden und dem Autor gelingt es, Schritt für Schritt diese fesselnd zu erzählen. Durchaus flüssig geschrieben aber nicht mit Details geizend ist es eine umfassend informierende Darstellung.

Kundenbewertungen

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Umfangreich und detailreich, dabei präzise und spannend
von einer Kundin/einem Kunden am 28.04.2020

Als meine achtzehnte Empfehlung zur Quarantäne möchte ich das neue Buch des Althistorikers Mischa Meier bewerben: Es trägt den Titel „Geschichte der Völkerwanderung. Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert n.Chr.“ und kann vielleicht als sein Opus Magnum bezeichnet werden. Das Buch ist wahrlich umfangreich und det... Als meine achtzehnte Empfehlung zur Quarantäne möchte ich das neue Buch des Althistorikers Mischa Meier bewerben: Es trägt den Titel „Geschichte der Völkerwanderung. Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert n.Chr.“ und kann vielleicht als sein Opus Magnum bezeichnet werden. Das Buch ist wahrlich umfangreich und detailreich, dabei präzise und geradezu spannend. Um vorweg zu betonen, der Begriff der „Völkerwanderung“ tauchte erst Ende des 18. Jahrhunderts bei Michael Ignaz Schmidt auf und wurde dann vor allem durch Friedrich Schiller zum stehenden Begriff. Diese Begriffsbildung Ende des 18. Jahrhunderts und seine Folgen hat natürlich mit der zu dieser Zeit sich herausgebildeten Idee des Nationalstaates zu tun. So gesehen gehört der Begriff der „Völkerwanderung“ in das ästhetische Konzept einer Erziehung zur Nation bzw. in das des Vernunftstaates im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert mit samt den Folgen der Entwicklung des bürgerlichen Nationalstaates. Der Althistoriker Mischa Meier weist auch auf viele andere Fallstricke hin, die um den Begriff liegen. Zum Beispiel suggeriert der Begriff der „Völkerwanderung“ auch einen Niedergang und eine Verfallsgeschichte, die von außen das Römische Reich erfahren haben soll. Mischa Meier betont, dass nur für AlthistorikerInnen der römischen Geschichte die Völkerwanderung so etwas wie ein Niedergang darstellen könnte. MediävistInnen würden das aufkommende Mittelalter nie als einen Verfall betrachten, sondern vielmehr als eine Transformation. (Die Rede vom Verfall des Reiches und der Eintritt ins dunkle Mittelalter gehört mehr in die Geburtsrhetorik des Nationalstaates als in eine geschichtswissenschaftliche Untersuchung, die die historischen Ereignisse „zerzählt“.) Mischa Meier weist außerdem in seiner komplexen und differenzierten Studie nach, dass der Verfall (bzw. die Transformation) der römischen Ordnung vor allem auch ein innerer Prozess war. Des Weiteren trug die innere wie äußere Politik des Römischen Reiches wesentlich dazu bei, dass erst jene „ethnischen Identitäten“ die Bühne der Geschichten betraten bzw. entstanden sind, die den Fortbestand der römischen Ordnung gefährdeten und in andere Ordnungen transformierten. „Man kann wohl so weit gehen zu behaupten, dass die Existenz des „Imperium Romanum“ die grundlegende Voraussetzung für die Entstehung neuer politischer Gebilde auf seinem Boden und an seinen Rändern war. […] Es war also nicht nur ‚die germanische Welt […] vielleicht die großartigste und dauerhafteste Schöpfung des politischen und militärischen Genies der Römer‘, sondern auch die slawische und zumindest partiell sogar die muslimisch-arabische.“

Geschichte der Völkerwanderung
von einer Kundin/einem Kunden aus Baden-Baden am 02.04.2020

inhaltlich sehr gut, toll recherchiert, sprachlich absolut einwandfrei, sehr empfehlenswert, gerade in der heutiges Zeit der ewigen Diskussion um die so schädliche Form der Globalisierung. Die gab es schon immer.

Die Spätantike in allen Details
von S.A.W aus Salzburg am 16.11.2019

Gescchichte der Völkerwanderung: Das Buch ist äußerst ausführlich und doch verständlich geschrieben. Allerdings ist es für Kenner der Antike gedacht, weil es auf der Höhe des universitären Wissens steht. Einsteiger brauchen zuerst zusammenfassende Einführungen, oder sie lesen das Buch in kleinen Portionen. Auch für Kundige bie... Gescchichte der Völkerwanderung: Das Buch ist äußerst ausführlich und doch verständlich geschrieben. Allerdings ist es für Kenner der Antike gedacht, weil es auf der Höhe des universitären Wissens steht. Einsteiger brauchen zuerst zusammenfassende Einführungen, oder sie lesen das Buch in kleinen Portionen. Auch für Kundige bietet es Neuigkeiten: So habe ich noch nie so eine klare Beschreibung der reichen afrikanischen Provinzen gelesen, die bis zum Einbruch der Vandalen das Reich ernährten. Bei den Goteneinbrüchen 378 n. Chr. wird sehr deutlich, wie das Verhältnis zu den Barbaren kippt. Erstmals sind die Legionen nicht mehr in der Lage, die germanischen Heeresteile auf eigenem Boden zu schlagen, die Germanenkämpfe verlagern sich aufs Reichsgebiet und verwüsten dieses. Obwohl Alarich nur den Anschluss an das Reich und den Titel "Magister militum" anstrebt, scheitert er eben daran und so verwüsten die Westgoten als marodierende Soltadeska nach dem Balkan auch Italien, Frankreich und Spanien. Die Bürgerkriege zwischen West- und Ostrom, sowie mit den britannischen Legionen machen alles nur noch schlimmer. Stilicho besiegt die Westgoten mehrmals, verschont Alarich aber immer wieder, weil er ihn gegen Ostrom einsetzen will. So geht es weiter in allen Details. Als Wissenschaftler erörtert der Autor die verschiedenen Hypothesen zu den bekannten Tatsachen und begründet dann seine Thesen. Dies ist für Kenner aufschlussreich und macht das Handwerk der Historiker verstehbar. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Die Legionen des Varus. Wenn die Römer gewonnen hätten"


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  • Inhalt

    Vorwort

    I. ‹Völkerwanderung›: Forschungsobjekt und Darstellungsproblem

    II. Sturm an der Donau – Beginn der ‹Völkerwanderung›

    III. Regni nostri maxima pars: Afrika – Verwundbare Südgrenze

    V. Ringen um die Rheingrenze: Der Westen des Römischen Reiches

    VI. Pax abiit terris: Ein Jahrhundert der Bürgerkriege

    VII. Manifester Kontrollverlust: Das Emergieren poströmischer regna

    VIII. Quasi anima reipublicae – Afrika im 5. Jahrhundert

    IX. Selbstbehauptung in Zeiten der Bedrohung: Der Osten des

    X. Die Partikularisierung des Westens im frühen Mittelalter

    XI. Ringen um Existenz und Einheit im Osten

    XII. Epilog: Die ‹Völkerwanderung›

    Anhang

    Abkürzungen

    Anmerkungen

    Quellen

    Literatur

    Bildnachweis

    Register der Namen, Gruppen, Verbände

    Geographisches Register

    Sachregister