Warenkorb

Der Kinderzug

Roman

Michaela Küppers aufwühlender Roman über ein Frauen-Schicksal im Dritten Reich vor dem Hintergrund der sogenannten Kinderlandverschickung
Das Ruhrgebiet im Sommer 1943. Die junge Lehrerin Barbara soll eine Gruppe Mädchen im Rahmen der sogenannten Kinderlandverschickung begleiten. Angst, aber auch gespannte Unruhe beherrschen die Gedanken der Kinder, denn sie wissen nicht, was sie erwartet. Das Heim, das ihr zeitweiliges Zuhause werden soll, erweist sich zunächst als angenehme Überraschung, doch dann muss dieses geräumt werden.
Es beginnt eine Odyssee, die nicht nur die Kinder, sondern auch Barbara an ihre Grenzen führt, denn mehr und mehr wird sie, die sich bisher aus der Politik herauszuhalten versucht hat, mit den grausamen Methoden und Plänen der Nationalsozialisten konfrontiert - und mit Menschen, die für ihre Ideologie vor nichts zurückschrecken.
Als schließlich ein Mädchen verschwindet und ein polnischer Zwangsarbeiter verdächtigt wird, kommt für die Lehrerin die Stunde der Entscheidung.
Ein Roman über die Frage: Wie konnte man, konnte eine Frau unter dem verbrecherischen System des Nationalsozialismus anständig bleiben?
Portrait
Michaela Küpper wurde im niederrheinischen Alpen geboren und ist in Bonn aufgewachsen. In Marburg studierte sie Soziologie, Psychologie, Politik und Pädagogik. Dann zog es sie zurück ins Rheinland, wo sie nach einem Volontariat viele Jahre lang als Projektmanagerin in einem Verlag tätig war.
Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Illustratorin.

… weiterlesen
  • Artikelbild-0
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.09.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783426454169
Verlag Droemer Knaur Verlag
Dateigröße 798 KB
Verkaufsrang 8413
eBook
eBook
14,99
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i
eBook kaufen
eBook verschenken
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Ihr Feedback ist anonym. Wir nutzen es, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kundenservice wenden.

Buchhändler-Empfehlungen

Cornelia Dygatz, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Ein Thema, was selten besprochen wurde und doch real gewesen ist: Die Kinderlandverschickung. Ein aufwühlender, berührender und authentischer Roman. Was die Kinder damals mitgemacht, ist kaum zu beschreiben, aber die Autorin schafft es, dieses Thema gekonnt umzusetzen.

Kinderlandverschickung

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Sommer 1943: Barbara Salzmann, eine junge Lehrerin soll ihre Mädchenklasse aus Essen an die Ostssee begleiten. Im Rahmen der Kinderlandverschickung sollen die Kinder vor den Bombenangriffen der Alliierten geschützt werden. Auch ihre nationalsozialistische Erziehung soll, fernab vom Elternhaus, verfeinert werden. Aber davon ahnt die muntere Gesellschaft noch nichts und verlebt erstmal eine fröhliche Zeit. Den Jungs aus Berlin ,im Heim gegenüber ,ergeht es nicht so gut: bei ihnen ist schon der militärische Drill im Alltag angekommen... Und dann werden die Schüler vom Krieg überrannt. Jeder muss sich seinem Gewissen stellen ... Dieses Buch gibt einen hochspannenden Einblick in den Kinderalltag während der Kriegsjahre des 3. Reiches. Eine tolle Autorin, die mich mit detaillierter Recherche und einer spannenden Handlung zum zweiten Mal überzeugen konnte.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
28 Bewertungen
Übersicht
22
6
0
0
0

Die Kinderlandverschickung im zweiten Weltkrieg
von World of books and dreams am 09.01.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Deutschland in der Zeit von 1943 bis zum Ende des zweiten Weltkrieges. Die junge Lehrerin Barbara wird gemeinsam mit einer Gruppe Mädchen aus dem Ruhrgebiet an die Ostsee geschickt. Hier sollen die Mädchen in einer Art Internat lernen und sind gleichzeitig an vermeintlich vor Luftangriffen sicheren Orten. Zunächst entpuppt sich ... Deutschland in der Zeit von 1943 bis zum Ende des zweiten Weltkrieges. Die junge Lehrerin Barbara wird gemeinsam mit einer Gruppe Mädchen aus dem Ruhrgebiet an die Ostsee geschickt. Hier sollen die Mädchen in einer Art Internat lernen und sind gleichzeitig an vermeintlich vor Luftangriffen sicheren Orten. Zunächst entpuppt sich das Schulheim auch als sehr angenehme Überraschung, doch plötzlich sind sie auch an der Ostsee nicht mehr sicher und müssen das Gebäude verlassen. Es beginnt eine Odyssee, die alle bis an die eigenen Grenzen führt. Meine Meinung Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass mir der Begriff der Kinderlandverschickung bis dato nicht bekannt war und als ich den Klappentext las, wollte ich einfach mehr darüber erfahren. Die Kinderlandverschickung wurde damals durchgeführt, um Kinder aus Gebieten, wie z. B. Großstädten, die für Bombenangriffe als besonders gefährdet galten, in vermeintlich sichereren Gebieten unterzubringen. Michaela Küppers beschreibt intensiv von der damaligen Zeit, dabei wird auch gerade durch die gewählte Sprache die Zeit lebendig. Man fühlte sich beim Lesen zurückversetzt und man spürt sehr gut, dass die Autorin ihre Worte mit Bedacht wählt. Aus insgesamt vier verschiedenen Perspektiven schildert die Autorin unterschiedliche Ansichten. Gerade das macht es für den Leser noch einmal deutlicher, mit welchen Umständen sowohl Kinder als auch Lehrer klar kommen mussten. Ich hatte hier das Gefühl, dass die Autorin wirklich viel Zeit mit intensiver Recherche verbracht haben muss, da alles so wirkte, als hätten diese Charaktere aus dem Roman, alles wirklich erlebt. Die Geschichte beginnt noch recht ruhig, alles wirkt beinahe harmlos, denn zu Beginn der Schulzeit auf Usedom spürte man nur wenig vom Geschehen in Deutschland. Die Mädchen lernten, hatten Freizeit am Strand, genügend zu Essen und die Bedrohungen schienen beinahe schon unrealistisch. Doch so nach und nach passiert immer mehr, was klar werden lässt, dass es nicht annähernd so rosig ist, wie es zunächst scheint. Der Hauptaugenmerk liegt auf den vier Charakteren, aus deren Sicht wir alles erfahren. Die junge Lehrerin Barbara stösst oft an ihre Grenzen und so manches mal scheint sie überfordert. Doch mit sehr viel Mut und Kraft stellt sie sich ihren Aufgaben und ich habe so manches Mal Respekt vor ihren Taten gehabt. Die beiden Geschwister Gisela und Edith zeigen zwei weitere Perspektiven auf. Die ältere der Mädchen, Gisela, erzählt in einer Tagebuchperspektive vom Geschehen. Während ihre Erzählung zunächst noch wie ein Abenteuer eines Teenagers wirkt, spürt man hier deutlich die Veränderung. Die Sorge um die zurückgelassene Familie, zu der kaum bis keine Kontaktmöglichkeit gegeben war, wurde immer spürbarer. Aber auch die Sorge um die kleine Schwester Edith spricht immer wieder aus ihren Sorgen. Die kleine Edith, mit zehn Jahren hier die jüngste der Protagonisten, hat mich besonders berührt. Das Heimweh, die Angst vor der Trennung, Angst, nicht von den anderen Mädchen akzeptiert zu werden, war auch bei ihr sehr intensiv spürbar und machte mich betroffen. Zu guter Letzt ist da noch Karl, der im Nebenlager der Mädchen, gemeinsam mit vielen weiteren Jungs, auf Usedom untergebracht war. Er gibt noch einmal ein ganz anderes Bild vom Geschehen und ließ mich nachdenklich zurück. Viele weitere Charaktere sorgen dafür, dass man noch intensiver über diese Ereignisse nachdenken musste. Mein Fazit Mit ihrem Roman “Der Kinderzug” bietet die Autorin Michaela Küppers einen ganz anderen Blick auf das Geschehen in Deutschland zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Die Kinderlandverschickung dürfte wohl nicht nur mir eher unbekannt gewesen zu sein. Mit viel Gefühl und mit dem richtigen Gespür für die Darstellung ihrer Charaktere brachte die Autorin mich zum Nachdenken. Der Roman wirkt so authentisch, dass man schon glaubt, wirklichen Charakteren aus der Zeit zu lauschen.

Die Zeit der Kinderlandverschickung
von Buecherseele79 am 30.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Kinderlandverschickung – war mir so nie bekannt. Ich wusste das andere Länder, gerade England und die USA noch ein paar jüdische Kinder aufnahmen damit diese in Sicherheit waren, aber was passierte eigentlich mit den Kindern die „Deutsche“ waren und in den Kriegsjahren dort lebten? Diesen Einblick erhält man in Michaela Küpp... Kinderlandverschickung – war mir so nie bekannt. Ich wusste das andere Länder, gerade England und die USA noch ein paar jüdische Kinder aufnahmen damit diese in Sicherheit waren, aber was passierte eigentlich mit den Kindern die „Deutsche“ waren und in den Kriegsjahren dort lebten? Diesen Einblick erhält man in Michaela Küpper ihrem Buch „Der Kinderzug“ und war, im Großen und Ganzen, sehr interessant und gut recherchiert umgesetzt. Zu Beginn war die Kinderlandverschickung freiwillig, von der NSDAP und dem Reichsleiter Schirach über Adolf Hitler ins Leben gerufen sollten die Kinder „Ferien“ haben, aber natürlich mussten die wahren, nationalsozialistischen Werte in dieser Freizeit unterrichtet werden. Als der Krieg immer schlimmer Ausmaße nahm war die Teilnahme nicht mehr freiwillig sondern wurde erzwungen. Die Nationalsozialisten wussten wie sie die Eltern unter Druck setzen konnten und diese dann, oft unfreiwillig, die Kinder mitgaben. Wohin die Reise geht war oft nicht klar, gerade als der Krieg in den letzten heftigen Zügen lag war es möglich dass man von heute auf morgen die Koffer packen musste um eine neue Unterkunft zu erreichen. Um was geht es? Im Ruhrgebiet 1943 soll die junge Lehrerin Barbara mit einer Gruppe Schülerinnen samt Direktor und Familie in die Kinderlandverschickung geschickt werden. Dies bedeutet in erster Linie die Trennung von Familien – die Kinder gehen, so gesehen, auf Reisen, die Eltern bleiben in den Städten zurück. Wenn dann noch der Aspekt des Krieges auf diese Reise fällt, das Ungewisse für beide Seiten, wann und überhaupt wird man sich wiedersehen, dann bekommt diese Geschichte schon hier ihre Schwere. In diesem Buch kommen 4 Personen zum erzählen – die Lehrerin Barbara. Die Geschwister Gisela und die kleine Edith. Und Karl – der mit der männlichen Seite der Kinderlandverschickung unterwegs war und ebenso seine Ansichten zu verstehen gibt. Mädchen und Jungen waren bei diesen Reisen getrennt, wurden in getrennte Häuser untergebracht, von den Lehrern/innen unterrichtet, vom Personal der Einrichtung versorgt und die HJ war für das meiste Programm am Mittag zuständig. Durch die verschiedenen Protagonisten bekommt man auch unterschiedliche Ansichten zu dem Thema Kinderlandverschickung, auch hat jeder unterschiedliche Ansichten zu diesen Reisen, zum Krieg, zur Partei und ihrer Führungsspitze. Gleichzeitig haben alle Angst um ihre Familien, vieles ist nur noch auf dem Postweg möglich was aber durch den Kriegszustand sichtlich erschwert wird, wochenlang sind die Kinder ohne Kontaktmöglichkeiten zu den Familien, erhalten wenig Nachrichten ob und wie schlimm eine Stadt zerbombt wurde. Obwohl sie in „Sicherheit“ sind schwebt doch immer das unbekannte Unheil über ihnen. Die Unterbringungen sind keinesfalls immer angemessen, von guter Versorgung, Essen und Betreuung ganz zu schweigen, vieles wird den Eltern verschwiegen, vieles müssen Kinder und Lehrer ausbaden und haben kaum Möglichkeiten zu agieren. Für mich waren viele Dinge hier unvorstellbar. Erstmal das Kind wegzugeben, sehr oft nicht freiwillig, natürlich mag ein Kind ausserhalb der Stadt sicherer sein, aber die erschwerten Kontaktmöglichkeiten haben ihr Übriges getan. Dann sind aber Kinder dabei die komplett und mit fester Überzeugung hinter den Ansichten der Partei, ihrer Adolf Hitlers stehen, die den Krieg zwar nicht willkommen heißen aber hoffen dass er die „Richtigen“ auslöscht, die es nicht erwarten können doch noch für ihren Führer in den Krieg ziehen zu dürfen. Die „Hirnwäsche“ hatte bei vielen Jüngeren, trotz Aussichtslosigkeit, noch vollen Erfolg gebracht. Ein kleiner Punkt Abzug gibt es weil ich mir vom Klappentext noch etwas anderes bzw. zusätzliches versprochen hatte, es kam zwar zu Begebenheiten, aber ja, da war für mich Klappentext und was geschrieben wurde nicht gleichzusetzen. Trotz alledem zeigt dieses Buch einen Teil der Kriegsgeschichte auf der mir nicht bekannt war. Die Reise ins Unbekannte mit einem ungewissen Ausgang war beim lesen jederzeit spürbar, die verschiedenen Ansichten, Ängste, Hoffnungen und Wut geballt in dieser Geschichte. Die Protagonisten authentisch und sehr gut, glaubwürdig, umgesetzt. Und ja, es zeigt auf was Kinder in dieser Kinderlandverschickung erlebt haben, Schönes wie auch Schreckliches und man kann sich womöglich nur Ansatzweise heute vorstellen was dies für eine Kinderseele an Auswirkungen hatte.... Für mich ein sehr wichtiges Zeitdokument der Geschichte und von daher auf jeden Fall lesenswert.

emotional und interessant
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 03.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Kinderlandverschickung in den Jahren des Zweiten Weltkrieges waren mir zwar bekannt aber der wirkliche Ablauf und vor allem die Probleme, die zum Ende des Krieges hin auftauchten, waren mir so nicht bewusst. Am Beispiel einer Mädchenklasse und ihrer Lehrer, die aus der Großstadt ins ländliche Usedom verschickt werden, wird e... Die Kinderlandverschickung in den Jahren des Zweiten Weltkrieges waren mir zwar bekannt aber der wirkliche Ablauf und vor allem die Probleme, die zum Ende des Krieges hin auftauchten, waren mir so nicht bewusst. Am Beispiel einer Mädchenklasse und ihrer Lehrer, die aus der Großstadt ins ländliche Usedom verschickt werden, wird eine lange Odyssee erzählt. Der heranrückende Feind und die Luftangriffe auf die Städte und Dörfer, treiben die Kinder von Ort zu Ort. Statt einigen Wochen verbringen sie Monat um Monat fern von Eltern und Familie, müssen immer wieder durch lapidare Briefe erfahren, dass ihre Liebsten bei Fliegerangriffen verletzt oder getötet wurden. Dazu kommt die immer schlechter werdende Versorgung mit Nahrung und Kleidung und die Angst, selbst den Bomben zum Opfer zu fallen. Die Lehrerin Barbara begleitet die Kinder durch all diese Widrigkeiten, bangt selbst um ihren Liebsten an der Front und wird von der wachsenden Verantwortung für ihre Schülerinnen niedergedrückt. Das Buch wirft aber auch einen Blick auf die Jungen und Teenager, die kontinuierlich auf ihre Rolle als fügige Soldaten vorbereitet werden und am Ende des Krieges blutjung und naiv an die Front geschickt und verheizt wurden. Wie die Jugend diese letzten Kriegsmonate erlebte und wie eine junge Lehrerin über sich hinauswächst, um ihre Schützlinge wohlbehalten zurück zu bringen, davon handelt „Der Kinderzug“. Die einfache klare Sprache der Autorin hat mich gefesselt. Die Art, wie sie unspektakulär aber detailverliebt schildert, passt gut zu den Ereignissen. Das Buch ist nicht reißerisch, lässt Raum für die kleinen und größeren Sorgen der Kinder und Jugendlichen. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird diese Zeit und die Geschehnisse betrachtet und auch sondiert, wie der Nazionalsozialismus den Alltag durchdrang und zur Normalität gehörte. Und am Ende wird es dann doch noch sehr spannend und dramatisch.