Was man sät

Roman

Marieke Lucas Rijneveld

(11)
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Beschreibung


Kurz vor Weihnachten bemerkt die zwölfjährige Jas, dass der Vater ihr Kaninchen mästet. Sie ist sich sicher, dass es dem Weihnachtsessen zum Opfer fallen wird. Das darf nicht passieren. Also betet Jas zu Gott, dieser möge ihren älteren Bruder anstelle des Kaninchens nehmen. Am selben Tag bricht ihr Bruder beim Schlittschuhlaufen ins Eis ein und ertrinkt. Die Familie weiß: Das war eine Strafe Gottes, und alle Familienmitglieder glauben, selbst schuld an der Tragödie zu sein. Jas flieht mit ihrem jüngeren Bruder Obbe und ihrer Schwester Hanna in das Niemandsland zwischen Kindheit und Erwachsensein, in eine Welt voll okkulter Spiele und eigener Gesetze, in der die Geschwister immer mehr den eigenen Sehnsüchten und Vorstellungswelten auf die Spur kommen.

Was bedeuten Familie, Glaube, Zusammenhalt? Wie kann man anderen beistehen, wenn man mit den eigenen Dämonen zu kämpfen hat? Marieke Lucas Rijneveld hat einen gewagten, einen kräftigen und lebendigen Roman geschrieben, der unsere innersten Gewissheiten hinterfragt.

Marieke Lucas Rijneveld, 1991 in Nordbrabant geboren, gilt als die wichtigste junge niederländische Stimme. 2015 veröffentlichte Rijneveld den preisgekrönten Lyrikband Kalfsvlies. 2019 erschien der zweite Lyrikband. Für den Debütroman Was man sät erhielt Rijneveld 2020 den International Booker Prize. Rijneveld lebt in Utrecht und arbeitet nebenher auf einem Bauernhof..
Helga van Beuningen, geboren 1945 in Obergünzburg, studierte Englische und Niederländische Sprache in Heidelberg, wo sie anschließend 15 Jahre lang Niederländisch lehrte. Seit 1984 lebt sie als freie Übersetzerin in Bad Segeberg.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 317
Erscheinungsdatum 09.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42897-9
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 21,3/13,1/3,2 cm
Gewicht 412 g
Originaltitel De avond is ongemak
Auflage 2
Übersetzer Helga van Beuningen

Buchhändler-Empfehlungen

Dirk Lengersdorf , Thalia-Buchhandlung Heinsberg

Ein verstörender Roman aus der Perspektive der zwölfjährigen Jas, die nach dem Tod des Bruders die kaputte Welt einer auseinanderbrechenden, frommen, friesischen Familie krass schildert. Trotz der Grausamkeit: Was für eine plastische Bildersprache! Was für ein Humor! Wahnsinn!

Sina Hufnagel, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Ich bewundere Schriftsteller, die uns solche Geschichten, solche Sätze schenken können. Ein hartes Thema und sicherlich nicht für jeden geeignet. Winner of The International Booker Prize 2020. Phänomenal umgesetzt. Jetzt auch als Taschenbuch erhältlich.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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3
1
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0

Familientragödie
von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 26.04.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die zehnjährige Jas betet kurz vor Weihnachten zu Gott, er möge lieber ihren Bruder zu sich holen als ihr Lieblingskaninchen als Weihnachtsessen enden zu lassen. Ihr Bruder bricht noch am selben Tag ins Eis ein und ertrinkt. Marieke Lucas Rijneveld lebt in Utrecht und arbeitet nebenher auf einem Bauernhof. Sie hat zwei Lyrikbän... Die zehnjährige Jas betet kurz vor Weihnachten zu Gott, er möge lieber ihren Bruder zu sich holen als ihr Lieblingskaninchen als Weihnachtsessen enden zu lassen. Ihr Bruder bricht noch am selben Tag ins Eis ein und ertrinkt. Marieke Lucas Rijneveld lebt in Utrecht und arbeitet nebenher auf einem Bauernhof. Sie hat zwei Lyrikbände veröffentlicht, bevor sie diesen Roman schrieb, der 2020 mit dem International Brooker Prize ausgezeichnet wurde. Die Autorin lässt Jas sehr eindringlich beschreiben, wie die Familienmitglieder mit dem Tod des Sohnes und Bruders umgehen. Jeder fühlt sich schuldig an diesem Tod. Die Mutter hört auf zu essen, der Vater arbeitet nur noch und die drei Geschwister bleiben sich selbst überlassen und fliehen vor der Wirklichkeit in okkulte Spiele. Vor allem Jas kommt mit ihren Schuldgefühlen nicht klar und versucht, sich unsichtbar zu machen. Und es gelingt ihr: (fast) niemand sieht sie. Ihre Jacke zieht sie nicht mehr aus, sie hat Albträume und nässt sich ein. Ihr Bruder Obbe spielt seltsame Spiele, die Jas in ihrer Naivität mitmacht. Die jüngere Schwester Hanna scheint mit der Situation am besten klar zu kommen, aber auch sie trauert allein. Der Schreibstil der Autorin ist ganz besonders. Ihr gelingen Sätze, die man am liebsten nicht mehr vergessen möchte. Aber es gibt so viel Brutalität, Blut, Exkremente und Tierquälereien, das es nur sehr schwer auszuhalten ist. Manche Bilder sind absolut stimmig, andere wieder nicht, was auch der Tatsache geschuldet ist, das Jas erzählt. Hier ist auch die Übersetzerin Helga von Beuningen zu nennen, die den Roman ins Deutsche übertragen hat. Fazit: ein sehr empfehlenswerter Roman, für den ein gutes Nervenkostüm notwendig ist.

Eindrücklich
von einer Kundin/einem Kunden aus Zürich am 10.10.2020

Das Buch ist ziemlich harter Stoff. Der Schreibstil einmalig. So vieles steckt zwischen den Zeilen. Bleibt in Erinnerung.

Ein folgenschwerer Unfall...
von Barbara Sitter aus Wien am 11.10.2019

Ihr ältester Bruder stirbt bei einem Unfall und Jas gibt sich die Schuld daran. Hat sie nicht darum gebetet, dass er anstelle ihres Kaninchens stirbt? Jeder für sich zerbrechen die Familienmitglieder an der Tragödie. Jas verkriecht sich – ihrem Namen gemäß – in ihre Jacke, ihr Bruder wird brutal und unzugänglich, ihre Schwester ... Ihr ältester Bruder stirbt bei einem Unfall und Jas gibt sich die Schuld daran. Hat sie nicht darum gebetet, dass er anstelle ihres Kaninchens stirbt? Jeder für sich zerbrechen die Familienmitglieder an der Tragödie. Jas verkriecht sich – ihrem Namen gemäß – in ihre Jacke, ihr Bruder wird brutal und unzugänglich, ihre Schwester verliert sich in Träumen von einer besseren Zukunft. Marieke Lucas Rijnveld hat ein beinah beklemmendes Buch geschrieben, dass sich ohne falsche Einfühlsamkeit einem schweren Thema widmet. Der Roman ist keine leichte Kost, es lohnt sich aber, ihn auszuhalten.


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