Meine Filiale

Eine Frau

Bibliothek Suhrkamp Band 1512

Annie Ernaux

(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00
18,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

10,00 €

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

18,00 €

Accordion öffnen
  • Eine Frau

    Suhrkamp

    Sofort lieferbar

    18,00 €

    Suhrkamp

eBook (ePUB)

15,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Dreizehn Tage nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1986 schreibt Annie Ernaux ein kurzes, schmerzhaftes Requiem. Und lässt die Mutter als Repräsentantin einer Zeit und eines Milieus auferstehen, das auch das ihre war .Das Leben ihrer Mutter: geboren um die Jahrhundertwende in der Normandie, Arbeiterin, dann Ladenbesitzerin, Ehefrau, zweifache Mutter, lebenslustig und offen, Körper und Geist werden später langsam durch Alzheimer zerstört. Das Ende war für die Tochter vorauszusehen, die Wirklichkeit des Todes scheint indessen kaum erträglich. Zeit ihres Lebens kämpfte die Mutter darum, ihren sozialen Status zu erhalten, ihn vielleicht sogar zu überwinden. Erst der Tochter wird dies gelingen, eine Distanz zwischen den beiden entsteht. Auch darauf blickt Annie Ernaux zurück, voller Zärtlichkeit und Abscheu und Schuldgefühl.

Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Bücher sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden..
Sonja Finck, geboren 1978 in Moers, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf. Inzwischen lebt sie als literarische Übersetzerin in Berlin und Gatineau (Kanada).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 88
Erscheinungsdatum 27.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-22512-7
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 22,2/14,1/1,7 cm
Gewicht 243 g
Originaltitel Une femme
Auflage 2
Übersetzer Sonja Finck
Verkaufsrang 7848

Weitere Bände von Bibliothek Suhrkamp

mehr

Buchhändler-Empfehlungen

Das Ende des Zyklus

Verena Flor, Thalia-Buchhandlung Hagen

Es rundet sich hier Ernauxs Zyklus über die existenzielle Frage des Seins ab. Sie schreibt über ihre Mutter, entmystifiziert sie, betrachtet das Leben dieser. Nur um dann die Sicht aus der Tochter hineinzuversetzen. Eigentlich schafft sie ein Bild von Mutter-Tochter-Beziehungen. Sprachlich möchte ich hier die besondere Leistung der Übersetzerin loben, die es geschafft hat, Redensarten exakt und atmosphärisch in den Kontext zu übertragen.

Ein beeindruckendes Psychogramm!

Rafael Ulbrich, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Das Buch beginnt mit dem Tod und der Beerdigung der Mutter. Drei Wochen danach versucht A. Ernaux über diese Frau zu schreiben. Sie ist auf der Suche nach einer Wahrheit über ihre Mutter, die nur durch Worte gefunden werden kann. In einer Mischung aus Biografie , Situationen und Momenten, die ihr in Erinnerung geblieben sind, erzählt sie das Leben der Mutter. Ein Buch über den Lauf der Dinge und was es bedeutet, wenn die Mutter plötzlich alt ist. Eigentlich unspektakulär, aber doch sehr berührend! Und das ist die große Kunst der Annie Ernaux!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
2
3
0
0
0

Ruhiges, gutes Buch. Regt an, die eigene Beziehung zur Mutter zu reflektieren
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 04.05.2020

Wie viel weiß man eigentlich wirklich über seine eigenen Eltern? In welchen Verhältnissen sie aufgewachsen sind, wie sich die auf sie ausgewirkt haben. Oder wie sie als Kinder und Jugendliche so drauf waren. Was war typisch für sie und wovon haben sie geträumt? In „Eine Frau“ versucht Annie Ernaux dem Leben ihrer Mutter auf di... Wie viel weiß man eigentlich wirklich über seine eigenen Eltern? In welchen Verhältnissen sie aufgewachsen sind, wie sich die auf sie ausgewirkt haben. Oder wie sie als Kinder und Jugendliche so drauf waren. Was war typisch für sie und wovon haben sie geträumt? In „Eine Frau“ versucht Annie Ernaux dem Leben ihrer Mutter auf die Spur zu kommen. Dabei blickt sie nicht nur auf die Mutter selbst, als Person, sondern auch auf die Umstände, unter denen sie gelebt hat. Ausgangspunkt ist der Tod von Ernauxs Mutter. Ein gelungenes Portrait einer Frau, bzw. einer Familie, vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Position. Es ist ein spannender Versuch, die eigene Mutter komplett zu reflektieren. Und meiner Meinung nach schafft die Autorin es, ein stimmiges und nachvollziehbares Bild ihrer Mutter darzustellen. Wir lernen sie nicht nur als Mutter kennen, sondern als ganze Person. Die Autorin bringt zum einen gut die ambivalenten Gefühle rüber, die man seiner Mutter gegenüber haben kann. Zum anderen erfährt man in dem Buch nicht nur was über die Mutter der Autorin, sondern auch über das große Ganze, über die Art und Weise wie Menschen ihrer sozialen Position entsprechend handeln und denken. Ernaux wird dabei nie überschwänglich emotional und hält sich oft an Fakten und eine eher objektive Reflexion. Aber gerade die häufig auftauchenden Momentaufnahmen berühren einen doch sehr beim Lesen. Diese Momentaufnahmen spiegeln sich auch im Sprachstil wieder, weil die Autorin oft nicht in ganzen Sätzen, sondern in Eindrücken erzählt. Und immer wieder klingt durch, wie sehr sie ihre Mutter geliebt hat, auch wenn sie sich zeitweise entfremdet haben. Besonders da hat mich das Buch angesprochen, weil ich unweigerlich an meine Beziehung zu meiner Mutter denken musste. Durch diese Parallele konnte ich gut mit der Autorin und ihrem Schmerz über den Verlust mitfühlen. Und ich kann ungefähr nachvollziehen, wieso es ihr so wichtig ist, ihrer Mutter im Schreiben noch nahe zu bleiben.

Ein starkes Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 30.03.2020

Annie Ernaux schreibt in diesem Buch über ihre Mutter, begonnen kurz nach ihrem Tod, wie ein Requiem. Als ihre Mutter an Alzheimer stirbt, beginnt die Autorin eine Suche nach der Frau, die Ihre Mutter neben der Mutterrolle auch war. Sie schreibt über Vergangenem, Erlebtem und über ihrer Beziehung zur Mutter. Ein dünnes Buch mit ... Annie Ernaux schreibt in diesem Buch über ihre Mutter, begonnen kurz nach ihrem Tod, wie ein Requiem. Als ihre Mutter an Alzheimer stirbt, beginnt die Autorin eine Suche nach der Frau, die Ihre Mutter neben der Mutterrolle auch war. Sie schreibt über Vergangenem, Erlebtem und über ihrer Beziehung zur Mutter. Ein dünnes Buch mit sehr viel Gefühl und Kraft. Sehr berührend!


  • Artikelbild-0