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Sophie Passmann über Frank Ocean

KiWi Musikbibliothek Band 4

Sophie Passmann

(4)
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Beschreibung

Sophie Passmann über Frank Ocean.

Frank Oceans Album Blonde ist für Sophie Passmann ein Souvenir aus einer Zeit, in der nichts gut war. Und doch ist es das Album ihres Lebens. Es erschien in dem Sommer, in dem sie in Arztpraxen saß, mal ominöse, mal seriöse Pillen nahm, sich hektisch verliebte und alles in allem brachial lebte. Song für Song seziert sie das Album und damit ihre Gefühle. Sophie Passmann zeigt auf ihre unnachahmliche Weise, wie eng Musik mit dem verknüpft ist, was man so Leben nennt.

»Sie [Sophie Passmann] zeigt auf ihre unnachahmliche Weise, wie eng Musik mit dem verknüpft ist, was man so Leben nennt.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 96
Erscheinungsdatum 10.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05359-3
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 16,4/11,3/1,5 cm
Gewicht 117 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 25882

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Der Titel des Buches ist ein wenig irreführend: Wer sich das Buch als Fan von Frank Ocean kauft, in der Hoffnung, viel über Frank Ocean zu erfahren, der könnte ein wenig enttäuscht werden. Denn in Wahrheit bildet der Musiker bzw. sein 2016 erschienenes Album "Blonde" hier für Sophie Passmann die Grundlage dafür, über eine Zeit in ihrem Leben zu berichten, in der sie oftmals das Gefühl hatte, den Boden unter den Füßen zu verlieren - Diagnose: Manisch depressiv. Dabei gelingt es ihr aber, nicht in die Opferrolle zu verfallen, eher im Gegenteil. Ein sehr persönliches und mutiges Buch, das in klarer Sprache offen und ungeschönt über das Thema psychische Erkrankungen spricht und das Erlebnis Frank Ocean um einen spannenden neuen Blickwinkel erweitert!

Kundenbewertungen

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Wie Stuckrad-Barre, nur ohne manche Schwächen, nur ohne manche Stärken
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Lippspringe am 13.10.2019

Bei Sophie Passmanns Buch "Frank Ocean" handelt es sich um ein Werk, bei dem man im Vorfeld nicht weiß, was man erwarten soll. Passmanns teils zynische Art, Frank Ocean als Rapper, der vor allem in Großbritannien und den USA große Erfolge feiert, eine Feministin und ein Rapper, der sich in einer vermeintlich "harten" Szene zu se... Bei Sophie Passmanns Buch "Frank Ocean" handelt es sich um ein Werk, bei dem man im Vorfeld nicht weiß, was man erwarten soll. Passmanns teils zynische Art, Frank Ocean als Rapper, der vor allem in Großbritannien und den USA große Erfolge feiert, eine Feministin und ein Rapper, der sich in einer vermeintlich "harten" Szene zu seiner Bisexualität bekannt und damit eine Branche aufgemischt hat. Die Voraussetzungen sind also nicht die schlechtesten. Das Werk selbst erinnerte mich dabei stark an Stuckrad-Barres "Panikherz", wobei es dessen Stärken nur teilweise hat, aber auch dessen Schwächen zumindest partiell glattbügelt. Passmann berichtet in diesem Werk über eine Phase ihres Lebens, in der sie manisch depressiv gewesen ist, wobei sie verschiedene Facetten dieser Krankheit an ihrem Umgang mit Oceans zweitem Album "Blonde" deutlich macht. Das Stürzen von einem Extrem ins andere, die Suche nach Liebe, um den Anschein von Normalität zu erwecken, oder der Versuch, mit Drogen und Alkohol die innere Leere zu füllen, sind Momente, die Passmann mit Oceans Musik in Verbindung bringt. Dabei ist es nicht zwingend nötig, Oceans Musik auch wirklich zu kennen, da die relevanten Informationen im Buch ausführlich genug referiert werden. Das Thema ist zweifelsohne bewegend und Passmanns Stil gefällt auch hier mit seiner schonungslosen Direktheit, dem düsteren Zynismus und der tiefgründigen Ernsthaftigkeit, die als Mischung so nur selten bei AutorInnen zu finden ist. Die Bezüge zu Ocean sind zwar nachvollziehbar, aber für mich nicht immer zwingend notwendig. Anders als Stuckrad-Barre, dessen Begeisterung für Udo Lindenberg für sein Leben prägend gewesen ist, geben die Bezüge zu Ocean bei Passmann zwar dahingehend Sinn, dass sein Album sie in der dunklen Zeit in verschiedener Weise begleitet hat, für mich wäre ein tieferer Blick in die Gefühlswelt der Protagonistin aber aufschlussreicher gewesen. Besonders deutlich wird dies daran, dass die Wende zum Positiven sehr knapp abgehandelt wird. Die Tatsache, dass heute vieles besser ist, ist zwar erfreulich, erlaubt aber nur begrenzt Einblick in die vollzogene Entwicklung der Autorin und lässt dann einen wirklichen Bezug zu Ocean vermissen. Wo Stuckrad-Barre sich teilweise in Details verliert und zu ausschweifend wird, bleibt Passmann zu vage, so dass das Werk zwar kurzweilig ist und durchaus zum Nachdenken anregt, aber wie der von ihr beschriebene Therapeut die aufgeworfenen Fragen nur begrenzt beantwortet.


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