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Unhaltbare Zustände

Roman

Alain Claude Sulzer

(15)
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Beschreibung

Vom Wagnis, gesehen zu werden.

Ein Roman über einen, der sich gegen den Wandel der Zeiten auflehnt und dabei ins Wanken gerät.

Zwei Tage sind sie hinter Papier versteckt, dann werden die sieben großen Schaufenster feierlich enthüllt – und lassen die Waren des alteingesessenen Quatre Saisons in neuem Glanz erstrahlen. Für diese Momente lebt und arbeitet Schaufensterdekorateur Stettler, und das schon mehrere Jahrzehnte. Nun, mit knapp sechzig, wird ihm überraschend ein jüngerer Kollege zur Seite gestellt – ein Rivale, ein avisierter Nachfolger, ein Feind!

Stettlers Welt beginnt zu bröckeln. Es ist das Jahr 1968, und es bröckelt auch sonst alles, die jungen Leute tragen Bluejeans und wissen nicht mehr, was sich gehört. Am Münsterturm hängt auf einmal eine Vietcong-Fahne. Stettler ist entsetzt. Immer mehr fühlt er sich bedroht, spioniert dem Rivalen sogar nach, sinnt auf Rache. Es ist auch ein zähes Ringen mit der Zeit und mit dem Alter, bei dem Stettler nur verlieren kann.

Allein mit einer von ihm bewunderten Radiopianistin, Lotte Zerbst, wechselt er Briefe und fühlt sich nicht so verloren. Er hofft sogar auf eine Begegnung …

Sulzers Roman ist gescheit und feinfühlig, präzise in der Sprache und wunderbar erzählt.

Alain Claude Sulzer, 1953 geboren, lebt als freier Schriftsteller in Basel, Berlin und im Elsass. Er hat zahlreiche Romane veröffentlicht, zuletzt die Bestseller Zur falschen Zeit (KiWi 1249) und Aus den Fugen (KiWi 1360). Seine Bücher sind in alle wichtigen Sprachen übersetzt. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, u.a. den Prix Médicis étranger, den Hermann-Hesse-Preis und den Kulturpreis der Stadt Basel. Zuletzt erschien bei Galiani Berlin der Roman Unhaltbare Zustände (2019).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 22.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86971-194-2
Verlag Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 21,1/14,2/2,7 cm
Gewicht 399 g
Auflage 1. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Sebastian Schuy, Thalia-Buchhandlung Mülheim

Das Psychogramm eines Mannes, dessen Verständnis für die modernen Zeiten nicht ausreicht um sich selbst zu verändern. Sulzer beschreibt (wie immer in seinen Büchern) mit nüchternen Worten einen Außenseiter. Eine unaufgeregte und doch aufwühlende Geschichte. Für mich großes Kino!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Dresden

Die "gute alte Zeit" wird heraufbeschworen: Doch mit dem Jahr 1968 beginnen die "Zustände" zu bröckeln. Alain C. Sulzers altmodisch anmutende Sprache ist immerwieder ein Genuss!!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Langstreckig langweilig
von einer Kundin/einem Kunden am 09.11.2019

Das Schicksal eines älteren Arbeitnehmers im Jahre 1968. Ein jüngerer Nachfolger wird kommentarlos eingestellt, der Ältere damit schonungslos auf seine bevorstehende Pensionierung erinnert. Langstreckig langweilig, werden Gemütszustände der charmanten Radiopianistin Lotte, die es auch nicht leicht hatte in ihrem Leben geschilder... Das Schicksal eines älteren Arbeitnehmers im Jahre 1968. Ein jüngerer Nachfolger wird kommentarlos eingestellt, der Ältere damit schonungslos auf seine bevorstehende Pensionierung erinnert. Langstreckig langweilig, werden Gemütszustände der charmanten Radiopianistin Lotte, die es auch nicht leicht hatte in ihrem Leben geschildert. Dazu parallel auch diejenigen des auf die Seite geschobenen Robert Settler Er, der plötzlich zu seinem Unglück auch noch all die seltsamen Dinge, die 1968 die Welt bewegen, nicht mehr versteht. Sulzer, gelegentlich auch spannend zu lesen, sensibel, schafft es hier gar nicht. Auch nicht, wenn er dazu noch wie oft die Musik und hier Schostakowitsch bemüht. Verstaubter Stil, geschrieben wie anno dazumal.

Schönes, leises Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 04.11.2019

"Schostakowitsch sei vielleicht kein glühender Anhänger...........Ihm müsse bewusst sein, dass er mit seinem Schweigen dem heimischen Regime mindestens so diene wie mit flammenden Bekenntnissen. Dieses Schweigen nicht als stilles Einverständnis mit der aggressiven Politik seines Landes auszulegen, käme einer Billigung dieser Pol... "Schostakowitsch sei vielleicht kein glühender Anhänger...........Ihm müsse bewusst sein, dass er mit seinem Schweigen dem heimischen Regime mindestens so diene wie mit flammenden Bekenntnissen. Dieses Schweigen nicht als stilles Einverständnis mit der aggressiven Politik seines Landes auszulegen, käme einer Billigung dieser Politik gleich oder zumindest völligem Desinteresse für dessen Opfer, was im Grunde noch viel schlimmer sei;............ Es ist das Jahr 1968. Die Welt beginnt sich zu verändern. Auch die Welt des angesehenen Schaufensterdekorateurs Stettler. Die Chefetage hat ihm einen jungen Kollegen zur Seite gestellt. Stettler ist irritiert, gekränkt, fassungslos. Eifersüchtig beobachtet er, was in seinem ureigenen Wirkungskreis vor sich geht. Einzig im elegant distanzierten Briefverkehr mit der, von ihm hochvereehrten Pianistin Lotte Zerbst findet er seine Seelenruhe.

Im Wandel
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 30.09.2019

Der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer schreibt in seinem Roman „Unhaltbare Zustände“ von der Einsamkeit und dem Alter. Zwei Personen stehen im Mittelpunkt und es ist 1968. Der 60jährige Schaufensterdekorateur Stettler lebt seit dem tot seiner Mutter allein. Der Wandel der Zeit Sein einziger Lichtblick ist seine K... Der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer schreibt in seinem Roman „Unhaltbare Zustände“ von der Einsamkeit und dem Alter. Zwei Personen stehen im Mittelpunkt und es ist 1968. Der 60jährige Schaufensterdekorateur Stettler lebt seit dem tot seiner Mutter allein. Der Wandel der Zeit Sein einziger Lichtblick ist seine Korrespondenz mit der Radiopianistin Lotte Zerbst. Der Autor zeichnet beide Personen mit eigenen Schrullen. Lotte Zerbst Karriere endet beim Radio. Stettler ist ein alternder Hagestolz, der sich mit der neuen Zeit nicht anfreunden kann. Sulzer schreibt mit schnellen und trockenem Stil. Der Roman ist gute Literatur.


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