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Die Erfindung des Nordens

Kulturgeschichte einer Himmelsrichtung

Bernd Brunner

(5)
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Beschreibung

Der Norden: Mythos und SehnsuchtsortBernd Brunner erkundet die Kulturgeschichte einer Himmelsrichtung.

Für die einen eisgefrorenes Niemandsland voll kampflustiger Wikinger, für die anderen Wiege der Zivilisation: Der Norden war schon immer Projektionsfläche für allerlei Fantasien. Bernd Brunner beleuchtet, wie sich das Bild des Nordens über die Jahrhunderte gewandelt hat.

Lange erschöpfte sich das, was man über den Norden zu wissen glaubte, in Gerüchten und obskuren Reiseberichten – barbarische Wikingerhorden, ewiges Eis und unwirtliche Landschaften prägten viele Jahrhunderte das Bild. Doch die Wahrnehmung änderte sich, spätestens ab dem 18. Jahrhundert, als etwa das Interesse an nordischer Mythologie erwachte und Werke wie die Edda und Ossians Dichtungen als nördliche Gegenstücke zu antiken griechischen Schriften gelesen wurden – sowohl von den von der »reinen Urkraft des Nordens« angetanen Romantikern als auch jenen, die sich mehr zur Klassik hingezogen fühlten. Aus dieser Faszination entstand auch die Theorie, dass die »Urheimat der Germanen« im Norden liege (und Helgoland die Hauptstadt von Atlantis sei) – eine Idee, die in der kultischen Verehrung alles Nordischen durch die Nazis einen irregeleiteten Höhepunkt fand.

Bernd Brunner unternimmt einen faszinierenden Streifzug durch Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Was er dabei zusammenträgt, reicht von den Wikingern bis zu IKEA und von Eiszeitrelikten bis zu schmelzenden Gletschern, wirft einen spannenden Blick auf wagemutige Forschungsexpeditionen wie auf allerlei bizarre Auswüchse – und verändert damit nicht nur den Blick nach Norden, sondern den Blick auf die Welt.

Bernd Brunners mitreißendes Buch ist ein wunderbarer Schmöker für lange Winterabende.

Bernd Brunner, 1964 geboren, schreibt vielbeachtete, höchst unterhaltsame Bücher an der Schnittstelle von Kultur und Wissenschaftsgeschichte. Bei Galiani sind Die Kunst des Liegens (2012), Ornithomania (2015), Als die Winter noch Winter waren (2016) und Die Erfindung des Nordens (2019) erschienen. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 12.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86971-192-8
Verlag Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 21,8/15,2/3,2 cm
Gewicht 559 g
Abbildungen farbige r Bildteil, zahlreiche schwarzweisse Illustrationen
Auflage 2. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Reise in den Norden mit Hindernissen

Nico Haingärtner, Thalia-Buchhandlung Mannheim

"Die Erfindung des Nordens" ist rein inhaltlich ein interessantes Sachbuch, das es aber leider nicht schafft, der Fülle an Informationen einen angemessenen Rahmen zu verleihen - kaum horcht man auf und ist bereit, tiefer in ein Thema einzutauchen, wird auch schon das nächste angerissen ... Auch wenn der fehlende rote Faden mir den Zugang doch sehr erschwert hat, konnte ich die ein oder andere spannende Erkenntnis mitnehmen - für Fans von Wikingern & Co. also trotz allem einen Blick wert.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Gut geschrieben und mit einem Füllhorn an Informationen trifft es dennoch nicht genau das was ich mir erwartet hatte...

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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von einer Kundin/einem Kunden am 13.08.2020
Bewertet: anderes Format

Ein schöner Schmöker für zwischendurch zum Kennenlernen des Nordens.

Der Norden ist lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden am 18.01.2020

Der Norden – mehr als nur eine Himmelsrichtung. Die Wahrnehmung des Nordens, die Vorstellungen der einzelnen Völker und Kulturen über ihn werden hier überblicksartig beschrieben. Für die einen war er das Ende der Welt, zumindest der zivilisierten, für die anderen ein idealisierter Ort, das geht bis zum Rassen- und Germanenwahn... Der Norden – mehr als nur eine Himmelsrichtung. Die Wahrnehmung des Nordens, die Vorstellungen der einzelnen Völker und Kulturen über ihn werden hier überblicksartig beschrieben. Für die einen war er das Ende der Welt, zumindest der zivilisierten, für die anderen ein idealisierter Ort, das geht bis zum Rassen- und Germanenwahn der Nationalsozialisten. Leider können in diesem Buch nicht alle spannenden und interessanten Aspekte einer Kulturgeschichte des Nordens so ausführlich behandelt werden, wie sich es verdient hätten – das ist aber auch der einzige Schwachpunkt in einem lesenswerten Sachbuch. (Siehe auch: Winroth, Die Wikinger)


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