Schutzzone

Roman

Nora Bossong

(7)
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Beschreibung

Nach Stationen bei der UN in New York und Burundi arbeitet Mira für das Büro der Vereinten Nationen in Genf. Während sie tagsüber Berichte über Krisenregionen und Friedensmaßnahmen schreibt, eilt sie abends durch die Gänge der Luxushotels, um zwischen verfeindeten Staatsvertretern zu vermitteln. Als ihre Rolle bei der Aufarbeitung des Völkermords in Burundi hinterfragt wird, gerät Miras Glaube, sie könne von außen eingreifen, ohne selbst schuldig zu werden, ins Wanken.

Was bedeuten Gerechtigkeit, Vertrauen und Verantwortung? Wie greifen Schutz und Herrschaft ineinander? Wie verhält sich Zeugenschaft zur Wahrheit? Und wer sitzt darüber zu Gericht? Hellsichtig und teilnahmsvoll geht Nora Bossong in ihrem virtuosen Roman diesen Fragen nach und setzt den Konflikten der Vergangenheit die Hoffnung auf Versöhnung entgegen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 350 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.09.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783518752869
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Dateigröße 3969 KB
Verkaufsrang 35555

Buchhändler-Empfehlungen

Kevin Beckmann, Thalia-Buchhandlung Hilden

Interessantes Thema, das etwas sperrig verpackt ist, aber dennoch zu begeistern weiß. Man muss sich zwar definitiv auf das Buch einlassen, aber alle die dran bleiben, werden mit einer außergewöhnlichen Lektüre belohnt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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Ich möchte Euch helfen!
von Kaffeeelse am 28.02.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein Buch aus der Longlist des Deutschen Buchpreises von 2019. Kann gut sein. Oder auch nicht. Am Anfang dachte ich nur: Was für eine wirre Schreibe! Immer wieder springt die Handlung recht zusammenhanglos zu verschiedenen Geschehnissen im Leben des Hauptcharakters Mira. Und dann diese Sprache. Ellenlange Schachtelsätze. Schwieri... Ein Buch aus der Longlist des Deutschen Buchpreises von 2019. Kann gut sein. Oder auch nicht. Am Anfang dachte ich nur: Was für eine wirre Schreibe! Immer wieder springt die Handlung recht zusammenhanglos zu verschiedenen Geschehnissen im Leben des Hauptcharakters Mira. Und dann diese Sprache. Ellenlange Schachtelsätze. Schwierig zu lesen. Und insgesamt zu sehr gewollt! Denn diese Gestaltung macht dieses Buch in meinen Augen nicht besser, eher viel schlechter! Dann klang es anfangs so, als würde die UNO in den Himmel gehoben werden. Will ich das hören? Nach den damaligen Geschehnissen in Ruanda! Den zähen Verhandlungen damals in der UNO, wo es einzig darum ging die Geschehnisse in Ruanda jetzt Völkermord zu nennen oder halt nicht !?!?!? Und in Ruanda starben Menschen, viele Menschen! Das macht mich heute noch wütend!!! Aber nach und nach ändert sich das Geschriebene. Das Buch wird zu einem Blick auf die Natur des Menschen und einem Blick auf die UNO und ihre Taten, ein nach dem Sinn fragender Blick. Einerseits steckt ja ein guter Gedanke hinter der UNO, andererseits ist es aber auch ein Aufspielen, man darf ja auch die wirtschaftliche Macht des Westens nicht vergessen. Und dann kommt der mit Fehlern behaftete Mensch dazu und seine fehlerhaften Erinnerungen. Hier noch die Verbindung zu Mira und ihren Gefühlen, ihren Gefühlsverirrungen und -wirrungen zu ziehen, ist ebenso ein kluger Gedanke. Insgesamt ist also das Buch thematisch nicht schlecht gemacht. Allerdings stößt man auf diesen Sinn im Buch erst recht spät, etwas zu spät in meinen Augen. Vorher quält man sich durch eher unwegsames und holpriges Terrain. Dennoch kommt eigentlich nichts wirklich Neues und dann die Longlist ??? Bei diesem wirren Aufbau und dann dieser sehr eigenen Sprache. Nun ja. Einigen gefällt dieses Buch ja, also auch der Aufbau. Denn den Inhalt fand ich nach und nach auch gut, er verdient eigentlich vier Sterne. Aber der Aufbau und die sprachliche Gestaltung minimiert leider diese Bewertung. Denn mehr als drei Sterne werden es bei mir hier leider nicht.

Hat mich nicht gepackt
von leseratte1310 am 09.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Mira arbeitet für die Vereinten Nationen. Zunächst war sie in New York und Burundi, nun ist sie in Genf. Sie will zwischen verfeindeten Staatsvertretern vermitteln, während sie doch weiß, wie die Realität aussieht. Dann begegnet sie Milan auf einem Empfang. Sie hatte einmal in seiner Familie für einige Zeit gelebt. Sie fühlt sic... Mira arbeitet für die Vereinten Nationen. Zunächst war sie in New York und Burundi, nun ist sie in Genf. Sie will zwischen verfeindeten Staatsvertretern vermitteln, während sie doch weiß, wie die Realität aussieht. Dann begegnet sie Milan auf einem Empfang. Sie hatte einmal in seiner Familie für einige Zeit gelebt. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, obwohl Milan es ihr nicht leicht macht. Dann wird auch noch ihre Rolle in Burundi hinterfragt. Mira ist verunsichert. Obwohl das Buch wichtige Themen aufgreift, konnte mich dieser Roman doch nicht packen. Daher habe ich auch sehr lange gebraucht, bis ich mit dem Buch durch war. Auch sprachlich hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt. Mira ist eine Person, die ich nur schwer fassen kann. Sie hat zwar Karriere bei der UN gemacht, agiert geschickt als Vermittlerin, dennoch weiß ich nicht, ob sie von ihrer Tätigkeit wirklich überzeugt war. Nachdem ihre Burundi-Mission hinterfragt wird, zweifelt sie an sich selbst. Sie ist nicht überzeugt, von dem, was sie mit ihrer Tätigkeit erreichen kann. Vermittlung bedeutet auch, Kompromisse schließen zu müssen. Auch ihre Begegnung mit Milan gibt ihr keinen Halt, denn auch er hat Zweifel. Darüber hinaus ist er verheiratet und Vater eines Sohnes und er wird mit der Familie nach Den Haag gehen. Das Buch stimmt zwar nachdenklich und hat damit vielleicht seinen Zweck erfüllt, aber es konnte mich nicht wirklich packen und hat auch keinen großartigen Eindruck hinterlassen.

Ein hervorragender Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 24.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Roman „Schutzzone“ von Nora Bossong, erschienen im Suhrkamp Verlag, erzählt von einer Frau, die Kompromisse sucht, um Frieden herzustellen und Völkermorde zu verhindern. Jedoch muss sie erkennen, dass aller guter Wille manchmal nicht reicht und die einzig wahre Wahrheit nicht existiert. Auch ihre vermeintlich neutrale Verhan... Der Roman „Schutzzone“ von Nora Bossong, erschienen im Suhrkamp Verlag, erzählt von einer Frau, die Kompromisse sucht, um Frieden herzustellen und Völkermorde zu verhindern. Jedoch muss sie erkennen, dass aller guter Wille manchmal nicht reicht und die einzig wahre Wahrheit nicht existiert. Auch ihre vermeintlich neutrale Verhandlungsposition kann Mira nicht in allen Situationen bewahren. Wir lernen eine Frau kennen, welche voller Sachlichkeit die großen Fragen der Zeit angeht, ihr Talent für den Frieden einsetzt und ihre Illusionen während zahlreicher Gespräche verloren hat. Der Inhalt des Romans teilt sich fünf Abschnitten auf, die benannt sind nach FRIEDEN, WAHRHEIT, GERECHTIGKEIT, VERSÖHNUNG und ÜBERGANG. Weiterhin springt der Verlauf der Erzählung zwischen den Jahren und Orten hin und her. Einige Kapitel beschreiben ihr prägendes Leben im Jahr 1994 in Milans Familie, als Mira ein Kind ist. Wiederrum andere handeln von Miras Zeit in Bujumbura 2012, New York 2011 sowie in Genf 2017. So erfährt der Leser stückchenweise etwas über Miras Leben. Ich habe mir für den Roman Zeit genommen, weil ich aus rein persönlichem Interesse viele Hintergründe nachgelesen habe. Der Roman an sich ist schlüssig, sodass es jedem selbst überlassen bleibt, darüber hinaus zu recherchieren. Die Figur der Mira hat mich gleich für sich eingenommen. Mira ist ein vielschichtiger Charakter. Manchmal wirkt sie zerbrechlich, fast verloren und dann wiederum stark und selbstbewusst. Ihre Stärke zeigt sich für mich noch einmal deutlich am Buchende. Besonders hervorheben möchte ich den wundervollen literarischen Schreibstil der Autorin Nora Bossong. Manche Abschnitte habe ich mehrmals gelesen, weil die Beschreibungen mich sehr berührt haben. Als Beispiel auf der Seite 278 heißt es „[...]Ihre Hände waren sehnig und vertrocknet,eher wie etwas, auf dem Hund herumbissen, als das, was zugreift, streichelt, auf Dinge zeigt“. Die Sprache, welche die Autorin für diese Geschichte nutzt, ist melancholisch und hoffnungsvoll zugleich. Ein außergewöhnlicher Roman, der es schafft, die Frage nach weltweitem Frieden und die Suche nach Kompromissen facettenreich zu beleuchten. Dabei verzichtet der Roman völlig auf den moralischen Zeigefinger. Zwischen Resignation und Hoffnung, sieht der Leser am Ende des Buches dennoch das kleine Licht am Ende des Tunnels leuchten. Ohne die Institutionen von UN oder den Vereinten Nationen wäre das Leid wahrscheinlich noch größer. Der Roman greift ein wichtiges, jedoch komplexes Thema auf. Durch Miras Sachlichkeit entsteht ein nachvollziehbares, klares Bild der Arbeit in den erwähnten Institutionen. Daher ist dieser Roman meiner Ansicht nach ein überaus gelungenes literarischer und zeitgenössischer Werk!


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