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Schöner als überall

Roman

suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe Band 4995

Es beginnt wie ein Roadmovie. Im gemieteten Transporter fahren Martin und sein bester Freund Noah über die Autobahn. Auf der Ladefläche der Speer der bronzenen Athene vom Münchner Königsplatz, Trophäe einer rauschhaften Sommernacht. Sechs Stunden später sind sie zurück an den Orten ihrer Kindheit: Die Spielstraßen, die Fenchelfelder, die Kiesgrube haben sie vor Jahren hinter sich gelassen. Auch Mugo ist zurück, die kluge, wütende Mugo, die immer vom Ausbruch aus der Provinz geträumt und Martin damit angesteckt hat. Sie wollte raus aus der Kleinstadt, aus dem Plattenbau mit Blick auf Einfamilienhäuser und Carports. Nun arbeitet sie an der Tankstelle am Ortseingang und will nichts mehr von Martin wissen. Sogar Noah wird ihm in der vertrauten Umgebung immer fremder. Auf sich allein gestellt, ist Martin gezwungen, das Verhältnis zur eigenen Herkunft zu überdenken.

Einfühlsam und mit Witz erzählt Kristin Höller in ihrem Romandebüt vom Erwachsenwerden: von der Verwundbarkeit, der Neugierde, der Liebe und der Wut, von großen Plänen und den Sackgassen, in denen sie oftmals enden. Sie erzählt von der Entschlossenheit der Mütter und dem Erwartungsdruck der Väter, vom Ende einer Freundschaft und der Schönheit von Regionalbahnhöfen. Existenziell, tröstlich, hinreißend.

Portrait

Kristin Ho¿ller, geboren 1996, aufgewachsen in Bonn, studiert seit 2015 Sprach-, Literatur-und Kulturwissenschaften in Dresden. Freie Mitarbeit bei mehreren Zeitungen und Zeitschriften, Artist in Residence beim Prosanova-Festival 2017, Gewinnerin des Publikumspreises und des Preises des Buchhandels beim 10. Poet|bewegt sowie des Preises des Schweizer Literaturfestivals Literaare 2018. Seit Oktober 2017 ist sie Mitveranstalterin von OstKap, der Dresdner Lesereihe fu¿r junge Literatur. Schöner als überall ist ihr erster Roman.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 220 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.08.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783518763278
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Dateigröße 2484 KB
Verkaufsrang 45957
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Ein vortreffliches Debüt einer jungen Autorin!

Ruth Kisters, Thalia-Buchhandlung Berlin

Martin ist 20 Jahre alt und mit seinem besten Jugendfreund wieder in der Kleinstadt, die sie vor 2 Jahren Richtung München verlassen hatten. Mit Noah verbindet ihn eine Freundschaft, die keine Worte braucht. Aber er steht auch immer im Schatten seines Freundes, eine fast symbiotische Beziehung. Seine große Liebe, Mugo, ist auch schon wieder da, obwohl sie doch rauswollte aus dieser oberflächlichen, bürgerlichen Idylle. Mugo, die alles weiß, alles versteht und alles durchschaut. Besser als er. Und so ist er hin- und hergerissen, will mal wie Noah und mal wie Mugo sein. In der sehr poetischen, tiefsinnigen und klugen Geschichte findet Martin zu sich selbst, wird erwachsen. Und das in einer jungen Sprache, die mich sehr gefesselt hat. Fühlte mich in meine Jugend zurück katapultierte.

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Ein ungemein kluges und unterhaltsames Buch über Freundschaft, vergangene Liebe und die Freiheit, die entstehen kann, wenn man sich traut alles zu hinterfragen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Solingen am 06.09.2019
Bewertet: anderes Format

Schön geschriebener Roman über das Erwachsenwerden, Freundschaft und dem Schmerz des Loslassens.

"Für Nostalgie ist es ein bisschen zu früh"
von einer Kundin/einem Kunden aus Ludwigshafen am 28.08.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Für Nostalgie ist es ein bisschen zu früh“ Ein sehr poetisches Buch, berührend und voller Herzenswärme Inhaltsangabe zu "Schöner als überall"(übernommen) Es beginnt wie ein Roadmovie. Im gemieteten Transporter fahren Martin und sein bester Freund Noah über die Autobahn. Auf der Ladefläche der Speer der bronzenen Athene v... „Für Nostalgie ist es ein bisschen zu früh“ Ein sehr poetisches Buch, berührend und voller Herzenswärme Inhaltsangabe zu "Schöner als überall"(übernommen) Es beginnt wie ein Roadmovie. Im gemieteten Transporter fahren Martin und sein bester Freund Noah über die Autobahn. Auf der Ladefläche der Speer der bronzenen Athene vom Münchner Königsplatz, Trophäe einer rauschhaften Sommernacht. Sechs Stunden später sind sie zurück an den Orten ihrer Kindheit: Die Spielstraßen, die Fenchelfelder, die Kiesgrube haben sie vor Jahren hinter sich gelassen. Auch Mugo ist zurück, die kluge, wütende Mugo, die immer vom Ausbruch aus der Provinz geträumt und Martin damit angesteckt hat. Sie wollte raus aus der Kleinstadt, aus dem Plattenbau mit Blick auf Einfamilienhäuser und Carports. Nun arbeitet sie an der Tankstelle am Ortseingang und will nichts mehr von Martin wissen. Sogar Noah wird ihm in der vertrauten Umgebung immer fremder. Auf sich allein gestellt, ist Martin gezwungen, das Verhältnis zur eigenen Herkunft zu überdenken. Einfühlsam und mit Witz erzählt Kristin Höller in ihrem Romandebüt vom Erwachsenwerden: von der Verwundbarkeit, der Neugierde, der Liebe und der Wut, von großen Plänen und den Sackgassen, in denen sie oftmals enden. Sie erzählt von der Entschlossenheit der Mütter und dem Erwartungsdruck der Väter, vom Ende einer Freundschaft und der Schönheit von Regionalbahnhöfen. Existenziell, tröstlich, hinreißend. Meine Meinung: Martin fährt mit Noah nach München, da Noah dort eine Filmkarriere startet und Martin nicht weiß wo er hin soll. Er möchte nur diesen Ort mit den Fenchelfeldern und Anisgeruch verlassen. Martin klammert sich an Noah und wird von ihm ausgenutzt. Als Noah eines Nachts den Speer der Athene auf dem Königsplatz abbricht, dann muss dieses Teil verschwinden. Also ruft Noah Martin an und sagt, dass sie fahren. Nach vielen Kilometern kommen sie in ihrer Heimat an. Martin ist ein sehr stiller und zurückgezogener Junge, während Noah immer im Rampenlicht stehen will. Martin weiß noch nicht, was er eigentlich will. Er stellt auch plötzlich seine Freundschaft zu Noah in Frage. Aber auch Mugo, seine frühere Göttin will Martin nicht mehr. Denn nur weil Mugo den Ort verlassen hat, wollte auch Martin weg. Kristin Höller hat einen Jugendroman geschrieben, der aus der Sicht von Martin geschrieben wurde. Da er ohne die wörtliche Rede auskommt, muss man dieses Buch langsam lesen, um wirklich alles zu begreifen. Kristin Höller hat einen sehr poetischen Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Sobald ich in dieses Buch hineingefunden habe, war ich total begeistert. Kristin Höller schreibt sehr detailgetreu, da ist zum Beispiel der Vater, der 600 km weiter ist und dabei an Martin denkt. „Schöner als überall“ ist auch ein Buch voller Erinnerungen an die Kindheit und wird immer genau dieses sein. Martin wird endlich erwachsen und denkt immer mit Freude an diesen Ort zurück. Zitate aus diesem Buch: Manchmal glaube ich, meine Eltern leben im kleinsten Haus, im kleinsten Ort, im kleinsten Universum überhaupt. S. 91 Armut, das ist nicht, dass du weniger von etwas hast; das ist einfach ein ganz eigener Aggregatzustand. S. 99 Hier ist es schöner als überall, hat sie gesagt. S. 107 Noah ist weg, Mugo ist weg, ich bin allein an diesem Ort und, wenn ich es genau betrachte, überall sonst eigentlich auch. S. 173 Ich kann bloß denken, ich hatte recht, ich hatte recht, es ist nicht so, wie es aussieht, es ist immer ein Stück anders. S. 192 Mugo sagt, der Trick ist, keine Angst zu haben. Wenn man alleine ist und merkt, dass das okay ist, dann passiert was. S. 213 Fazit: Ein sehr poetisches Buch, berührend und voller Herzenswärme.

Luft nach oben
von Lexa aus Ulm am 27.08.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Schritt vom Jungsein ins Erwachsenwerden ist einer der Schwierigsten. Doch wir müssen ihn alle gehen. Kristin Höller lässt uns Martin auf diesem Weg begleiten. In einer Nacht und mit seinem besten Freund Noah kehren sie von München zurück in ihre Heimat. Dort wird Martin von vielen Fragen und Eindrücken zu seiner Freundsch... Der Schritt vom Jungsein ins Erwachsenwerden ist einer der Schwierigsten. Doch wir müssen ihn alle gehen. Kristin Höller lässt uns Martin auf diesem Weg begleiten. In einer Nacht und mit seinem besten Freund Noah kehren sie von München zurück in ihre Heimat. Dort wird Martin von vielen Fragen und Eindrücken zu seiner Freundschaft mit Noah oder auch seiner alten Liebe Mugo überwältigt, die ihn vor wichtige Entscheidungen stellen. Martin als Hauptcharakter war angenehm, sehr sympathisch und bodenständig. Im Gegensatz zu Noah der in seiner Welt fern des Bodens schwebte und Mugo die doch recht eigensinnig war. Ich habe ein paar Seiten gebraucht um in die Geschichte einzutauchen. Die Autorin schreibt ohne erkennbare mündliche Rede und die Kapitel sind sehr lang und ohne Absätze. Dass hat es für mich manchmal unglaublich anstrengend gemacht der Geschichte zu 100 % zu folgen. Jedoch greift Kristin Höller viele Dinge auf die einem als Leser bekannt vorkommen. Denn wer kennt nicht das allwöchentliche Montagsgefühl oder wird wehmütig, wenn er in seine alte Heimat zurückkehrt. Das war ein sehr schöner Aspekt. Die Grundstimmung war insgesamt sehr ruhig, melancholisch und sehr nachdenklich gehalten, was jedoch zum Erzählten ganz gut gepasst hat. Die Gedanken von Martin waren auch immer sehr poetisch und ansprechend. Leider wurde mir nie vollständig klar was den jetzt der rote Faden der Geschichte war, was war die eigentliche Haupthandlung, wo sollte es hingehen? Es wurden immer wieder Gespräche geführt, Szenen kreiert mit denen ich nichts recht anzufangen wusste und es kam irgendwie auch nie mehr. Das fand ich ein wenig schade. Denn das Thema hatte unglaublich Potential und wurde natürlich auch weitgehend gut umgesetzt, nur hat es für mich definitiv noch Luft nach oben gehabt und es hat auch ein wenig der Pfeffer gefehlt. Es war mir dann insgesamt doch ein wenig zu unaufgeregt. Es geht um Freundschaft, Erwachsenwerden und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. „Der Trick ist keine Angst zu haben“, wie Mugo so schön sagt. Ein schöner Roman mit wunderbarem poetischem Einschlag, dennoch für mich leider manchmal etwas zu fad, zu ermüdend und die Thematik wäre in meinen Augen noch ausbaufähig gewesen.