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Das Feuerschiff

Klasse 9/10

Siegfried Lenz

(19)
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Beschreibung

Ein Kapitän und seine Mannschaft halten auf ihrem Feuerschiff die letzte Wache. Alles verläuft ruhig und friedlich. Doch dann wird ein manövrierunfähiges Boot gesichtet und drei fremde Männer kommen an Bord. Die Stimmung auf dem Schiff wird von Stunde zu Stunde angespannter, denn die drei Fremden sind bewaffnet. Die Situation gerät bald außer Kontrolle: Offene Gewalt bricht aus.
Der Anhang beschäftigt sich mit der Seefahrt, mit Gewalt und Krieg und liefert Materialien zum Verhältnis von Vater und Sohn."

Siegfried Lenz, geboren 1926 in Lyck (Ostpreußen), begann nach dem Krieg in Hamburg das Studium der Literaturgeschichte, Anglistik und Philosophie. Danach wurde er Redakteur. Er zählt er zu den profiliertesten deutschen Autoren. Seit 1951 lebte Siegfried Lenz als freier Schriftsteller in Hamburg. 1988 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 2004 wurde ihm der Hannelore-Greve-Preis der Hamburger Autorenvereinigung verliehen, 2009 erhielt er den Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte und 2010 wurde Siegfried Lenz mit dem Nonino International Prize ausgezeichnet. 2011 schließlich verlieh man ihm die Ehrenbürgerwürde seiner polnischen Geburtsstadt. Siegried Lenz verstarb 2014.

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 01.08.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-12-262650-1
Verlag Klett Schulbuchverlag
Maße (L/B/H) 19,8/12,8/1,7 cm
Gewicht 156 g
Auflage 1. Auflage
Schulformen Gymnasium, Hauptschule, Realschule
Klassenstufen 9. Klasse, 10. Klasse
Unterrichtsfächer Deutsch
Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
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12 wunderbare Kurzgeschichten für einen verregneten Sonntagnachmittag...
von Susanne Probst aus Ulm am 27.09.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In dem schmalen, gerade mal 85-seitigen Bändchen „Der Geist der Mirabelle“, das in seinem Erscheinungsjahr 1975 dreieinhalb Monate lang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand, finden sich Geschichten aus Bollerup, einem Dorf an der Ostsee, in dem die meisten Einwohner mit Nachnamen Feddersen heißen, weshalb jeder einen Spitznamen... In dem schmalen, gerade mal 85-seitigen Bändchen „Der Geist der Mirabelle“, das in seinem Erscheinungsjahr 1975 dreieinhalb Monate lang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand, finden sich Geschichten aus Bollerup, einem Dorf an der Ostsee, in dem die meisten Einwohner mit Nachnamen Feddersen heißen, weshalb jeder einen Spitznamen trägt. In den 12 Erzählungen aus dem Alltag der Bewohner, zu denen ich im Folgenden jeweils ein paar Worte sagen möchte, streift Siegfried Lenz etliche Themen. In „Ein Bein für alle Tage“ lesen wir von Jens Otto Dorsch, der mit seiner von zwei Pferden gezogenen Mähmaschine ein Roggenfeld mäht. Schon bald vermutet man, dass es kein gutes Ende nimmt. “Das unterbrochene Schweigen“ erzählt von einem 200-jährigen Dauerstreit zwischen zwei Familien und der bald schon aufkeimenden Hoffnung, dass es von einem Gewitter durchbrochen werden könnte. “Ein teurer Spaß“ wird es, nachdem Doktor Dibbersen nachts aus dem Bett geholt wird, um ein gebrochenes Bein im Wirtshaus zu verarzten. Mit den Folgen des Zorns, der erwacht, wenn der bewährten Erfahrung eine nicht nachvollziehbare Norm entgegengesetzt wird, befasst sich „Ursachen eines Streitfalls“. Welche Ideen sich dem Geizigen aufdrängen, wenn er auf Teufel komm raus sparen will, können wir in der „Hausschlachtung“ nachlesen. Manchmal wird’s dann entgegen jeglicher Erwartung besonders teuer. In einer weiteren Geschichte geht es um einen Fischhändler, der mit seiner verqueren Logik seine Kunden überzeugt und dabei reich wird. Zu erfahren, wie ein Holzdieb überführt wird und welchen Denkzettel er verpasst bekommt, löst Bewunderung und Genugtuung aus. Bewunderung für den Bestohlenen, der eine so erfolgreiche, aber auch gefährliche Idee hatte und Genugtuung, weil der Übeltäter nicht ungestraft davon kommt. Wie einer Fuchsfamilie der Garaus gemacht werden soll, damit sie das Federvieh im Dorf nicht weiter dezimiert, können wir in „Ein sehr empfindlicher Hund“ nachlesen und in „Hintergründe einer Hochzeit“ erfahren wir, warum ein Paar neun Jahre lang verheiratet war, bevor es endlich heiratete. In der zehnten Kurzgeschichte geht es um “Die Bauerndichterin“, die sich nach Jahren endlich zu einer Lesung aufrafft, die dann wegen Störungen und Einwürfen der kritischen, konkretistischen und fantasielosen Zuhörerschaft nicht ganz so abläuft, wie geplant. Danach lernen wir die 92-jährige, topfitte, eigensinnige und bärbeißige Birte kennen. Sie ist „Die älteste Einwohnerin im Orte“. Für dieses zähe „Wunder der Biologie“ interessieren sich auch ein Reporter und ein Fotograf ... und sie erleben ihr blaues Wunder. Last but not least erfahren wir, dass der höfliche und bescheidene Waldarbeiter Fiete ohne sein Zutun zum beliebtesten Einwohner von Bollerup auserkoren wird, weshalb er für die Politik gewonnen werden soll. Aber ist so ein unpolitischer, einsilbiger und genügsamer Mensch der Richtige dafür? Es macht Spaß, die Einwohner von Bollerup und deren Eigenarten nach und nach immer besser kennenzulernen. Fünf der Geschichten fand ich absolut herausragend, mit dreien konnte ich mich nicht so richtig anfreunden und der Rest war richtig gut. Woher nimmt Siegfried Lenz nur diese Einfällle und Ideen, aus denen er so unterschiedliche und abwechslungsreiche Geschichten komponiert? Sie machen den Leser neugierig und sind mal amüsant, regelrecht lustig oder makaber, absurd bis aberwitzig. Eines ist sicher: Dem Autor sitzt der Schalk im Nacken und er nimmt die einfache Landbevölkerung auf die Schippe, macht sich fast lustig über sie. Er überspitzt, aggraviert und betont die Kontraste zwischen schlau und dümmlich oder gerissen und blauäugig. In den 12 dörflichen Alltagsgeschichten stecken oft allgemein geläufige Erfahrungen, wohlbekanntes Wissen, Anspielungen oder kleine Botschaften. All dies animiert, da so extrahiert und akzentuiert präsentiert, den Leser unweigerlich zum Schmunzeln. Siegfried Lenz schreibt flott und lebendig und in einer äußerst bildhaften, schönen, leicht gestelzten, distinguierten und distanzierten Sprache, wodurch Lesegenuss und Spaßfaktor noch erhöht werden. Der Meister der überraschenden Wendungen erzählt im Plauderton und katapultiert den Leser in Sekundenschnelle mitten ins Geschehen. Fast genauso schnell beendet er die Geschichte dann mit einer unerwarteten Pointe. Ich empfehle diesen unterhaltsamen, amüsanten und und kurzweiligen Erzählband äusserst gerne weiter. Er eignet sich vorzüglich für einen verregneten Sonntag auf der Couch... gemütlich eingekuschelt in eine Decke und mit einer Tasse warmem Tee...

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In dieser Novelle von Siegfried Lenz geht es um die Liebe zwischen einer Lehrerin und ihrem Schüler. Von Anfang an ist klar, dass die Englisch-Lehrerin Stella bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen ist, denn die Geschichte beginnt in der Kirche bei ihrem Trauergottesdienst. Nach und nach erfahren wir durch Rückblenden, wie es... In dieser Novelle von Siegfried Lenz geht es um die Liebe zwischen einer Lehrerin und ihrem Schüler. Von Anfang an ist klar, dass die Englisch-Lehrerin Stella bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen ist, denn die Geschichte beginnt in der Kirche bei ihrem Trauergottesdienst. Nach und nach erfahren wir durch Rückblenden, wie es zu dieser Liebe zwischen Stella und Christian gekommen ist, und wie sie ihr jähes Ende fand. Die Übergänge von der Vergangenheit zur Erzählgegenwart sind zu Anfang noch recht gut zu erkennen, werden aber immer verschwommener, bis sie gänzlich verblasst sind und die Vergangenheit an dem Punkt angelangt ist, wo die Novelle begannen hat, also in die Gegenwart übergeht. Mir hat dieser Wechsel sehr gut gefallen, denn ich konnte nicht einfach lesen, sondern musste Aufmerksam sein und gut auf die Übergänge achten. Auch die Geschichte fand ich sehr schön, ich mag es, wenn nicht jedes Buch in einem Happy End endet.


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