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Die ersten 100 Jahre des Christentums 30-130 n. Chr.

Die Entstehungsgeschichte einer Weltreligion

Udo Schnelle

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Beschreibung

Von einer innerjüdischen Erneuerungsbewegung zur eigenständigen Religion
Innerhalb von nur 100 Jahren entwickelte sich das frühe Christentum von einer innerjüdischen Erneuerungsbewegung zu einer universal agierenden neuen und eigenständigen Religion.
Udo Schnelle zeichnet die Entwicklung des Christentums historisch nach und fragt nach den politisch-kulturellen Rahmenbedingungen, den Hauptakteuren und den theologischen Konzepten, die dieser außergewöhnlichen Entstehungsgeschichte zugrunde liegen.
Dabei zeigt sich, dass das frühe Christentum keine weltabgewandte, eher primitive apokalyptische Kleinst- und Randgruppe war, sondern eine bewusst expandierende und argumentierende Bewegung mit einem hohen Bildungs- und Reflexionsniveau. Die frühen Christen traten als eine kreative literarische und denkerische Bewegung auf. Keine religiöse Gestalt wurde zuvor und danach so schnell und so umfassend literalisiert und denkerisch durchdrungen wie Jesus Christus.
Udo Schnelle hat einen umfassenden Grundriss der Urchristentumsgeschichte gezeichnet. Wer mehr über die Umwelt der ersten Christen erfahren möchte, sollte hier zugreifen. Ideal zur Prüfungsvorbereitung und als Literatur für Proseminararbeiten.

Prof. Dr. theol. Udo Schnelle ist Professor für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 600
Erscheinungsdatum 15.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8252-5229-8
Verlag Utb GmbH
Maße (L/B/H) 21,6/14,9/4 cm
Gewicht 887 g
Auflage 3. überarbeitete Auflage
Verkaufsrang 129394

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  • 1. Vom Schreiben einer Ursprungsgeschichte 17
    1.1 Geschichte als Gegenwarts- und Vergangenheitsdeutung 17
    Interesse und Erkenntnis 17
    Fakten und Fiktion 18
    Das Vorgegebene 19
    1.2 Geschichte und Methode 20
    Quellen 20
    Chronologischer Ansatz 21
    Kulturelle Kontexte und Handlungsträger 21
    Ideen- und Sozialge schichte 22
    Mikrogeschichte 22
    Makrogeschichte 23
    2. Begriff und Abgrenzung der Epoche 25
    2.1 Urchristentum oder frühes Christentum? 25
    2.2 Der zeitliche Rahmen 26
    3. Voraussetzungen und Kontexte 29
    3.1 Der Hellenismus als Weltkultur 29
    Karte: Der Feldzug Alexanders 30
    Griechisch als Weltsprache 31
    Judentum und Hellenismus 32
    3.2 Die griechisch-römische Kultur 34
    Griechische Religion 35
    Römische Religion 39
    Mysterienreligionen 41
    3.2.1 Philosophische Hauptströmungen 46
    Kyniker 47
    Stoa 50
    Epikur 53
    Skeptizismus 55
    Mittelplatonismus 56
    Tafel 1: Philosophische Schulen/Strömungen 59
    3.3 Das Judentum 61
    Der Begriff ‚Judentum‘ 61
    Die Diaspora 62
    Die politische Situation des Judentums um die Zeitenwende 63
    Makkabäeraufstand und Gruppenbildung 63
    Messianische Gestalten und Bewegungen 67
    Der jüdische Krieg 70
    3.3.1 Die jüdische Religion 74
    Apokalyptik 77
    Weisheit 79
    Tafel 2: Chronologie der jüdischen Literatur 81
    3.4 Die politische und wirtschaftliche Situation im Imperium Romanum des 1./2. Jh. n.Chr. 82
    Karte: Das römische Reich in ntl. Zeit 83
    3.4.1 Grundzüge der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der frühen Kaiserzeit 87
    Die Gesellschaftsstruktur 87
    Die antike Wirtschaft 91
    Das frühe Christentum in seinen Kontexten 93
    Tafel 3: Chronologie Weltgeschichte/Palästina 95
    4. Die neue Bewegung der Christusgläubigen 97
    4.1 Die Osterereignisse 97
    Das Begräbnis Jesu 98
    Erfahrungen des Auferstandenen 99
    Das leere Grab 101
    4.2 Die Entstehung der Christologie 102
    Jesu vorösterlicher Anspruch 103
    Das Wirken des Geistes 104
    Relecture der Schrift 104
    4.3 Der neue Diskursgründer und das neue Denken 106
    Jüdische Basissätze 106
    Griechische Vorstellungen 107
    Neues Denken 108
    5. Die Jerusalemer Gemeinde 111
    5.1 Die Anfänge 112
    Die ersten Ereignisse 112
    Erste Strukturen 113
    Religiöse Erfahrungen 115
    5.2 Gruppen und Personen 116
    Der Zwölferkreis 117
    Die Apostel 118
    Das lukanische Konzept 119
    Das paulinische Konzept 120
    Weitere Apostelkonzeptionen 121
    Petrus 123
    Jakobus 125
    Die Familie Jesu 126
    Die Zebedaiden 126
    Barnabas 127
    5.3 Orte: Der Tempel 128
    5.4 Konflikte 130
    Die Sadduzäer als Gegner der neuen Bewegung 130
    Paulus als Verfolger 132
    5.5 Theologische Institutionen und Diskurse 135
    Taufe 135
    Herrenmahl 137
    Neue Sozialformen? 140
    Hebräer und Hellenisten 143
    Stephanus und die Folgen 146
    5.6 Texte: Die Passionsgeschichte 149
    5.7 Die theologische Entwicklung der frühen Jerusalemer Gemeinde 151
    Christologische Hoheitstitel 151
    Weisheit und Präexistenz 154
    6. Frühe Gemeinden und frühe Mission außerhalb 156
    6.1 Kontexte: Mobilität und religiös-philosophische Vielfalt im Römischen Reich 156
    Äußere Faktoren 156
    Innere Faktoren 161
    6.2 Personen 164
    Philippus 164
    Petrus 166
    Barnabas 166
    Paulus 168
    Apollos 170
    Prisca und Aquila 172
    6.3 Gruppen: Die Jesus-Bewegung 173
    Strukturen 174
    Leben und Ethik 176
    In den Konflikten der Zeit 177
    Jesus als Wundertäter 180
    Die Vielfalt der Jesus-Bewegung 181
    6.4 Landschaften/Orte 182
    Galiläa 182
    Judäa 185
    Samaria 186
    Damaskus 188
    Antiochia 189
    Rom 191
    Alexandria 193
    6.5 Konkurrenten und Konflikte 194
    Die Täuferbewegung 194
    Die Verfolgung unter Agrippa I 195
    Das Claudius-Edikt 198
    Lokale Konflikte 201
    6.6 Die Herausbildung einer eigenen Kultpraxis und Theologie/erste Institutionalisierungen 201
    Neue Normen im jüdischen Kontext 202
    Neue Normen im hellenistischen Kontext 205
    Wertegeneralisierung 209
    6.7 Texte 210
    Frühe Traditionen 210
    Vorformen der Evangelien 214
    Die Logienquelle 214
    6.8 Die 1. Missionsreise und die beschneidungsfreie Völkermission 216
    6.9 Die drei großen Strömungen des Anfangs 220
    Die Jerusalemer Gemeinde 220
    Die Jesusbewegung 220
    Antiochia und Paulus 221
    Pluralität von Anfang an 221
    Exkurs: Gab es eine frühe vierte Entwicklungslinie? 222
    7. Der Apostelkonvent 226
    7.1 Der Ausgangskonflikt 226
    7.2 Das Sachproblem 227
    7.3 Der Verlauf 229
    7.4 Das Ergebnis 231
    7.5 Die Interpretationen des Ergebnisses 234
    7.6 Der antiochenische Zwischenfall 235
    Tafel 4: Chronologie des frühen Christentums bis 50 n. Chr. 238
    8. Die eigenständige paulinische Mission 239
    8.1 Perspektive, Verlauf und Konflikte 240
    Die 2. Missionsreise 240
    Die 3. Missionsreise 247
    Missionsstrategien 251
    8.2 Personen 253
    Paulus und seine Mitarbeiter 253
    Die Paulusschule 254
    8.3 Strukturen 257
    Hausgemeinden 257
    Ekklesia 261
    Gaben, Aufgaben und Ämter 263
    Soziale Schichtung 265
    Sklaven und Herren 268
    Männer und Frauen 269
    Griechen und Juden 272
    8.4 Außen-Diskurse 274
    Der Diskurs mit dem Judentum 274
    Der Diskurs mit dem Imperium Romanum 277
    8.5 Innen-Diskurse 281
    Pneumatischer Enthusiasmus 281
    ‚Starke‘ und ‚Schwache‘ 284
    Das Apostelamt 286
    Die Mission gegen Paulus und die galatische Krise 288
    Die Kollekte und die Jerusalemer Gemeinde 293
    8.6 Theologie in Briefform: Die Paulusbriefe 296
    8.7 Paulus und die Herausbildung des frühen Christentums als eigenständige Bewegung 302
    Bedingungen für die Herausbildung einer neuen Bewegung 303
    Die Systemqualität paulinischer Theologie 304
    9. Die Krise des frühen Christentums um das Jahr 70 310
    9.1 Der Tod von Petrus, Paulus, Jakobus und erste Verfolgungen 310
    9.2 Die Zerstörung des Tempels, der Untergang der Jerusalemer Gemeinde und der fiscus Judaicus 317
    9.3 Der Aufstieg der Flavier 320
    9.4 Evangelienschreibung und Pseudepigraphie als innovative Krisenbewältigung 322
    Evangelienschreibung 322
    Pseudepigraphie 324
    Tafel 5: Chronologie des frühen Christentums bis 70 n.Chr. 327
    10. Die Etablierung des frühen Christentums 328
    10.1 Eine neue Gattung für eine neue Zeit: Die Evangelien 328
    10.2 Die Synoptiker und die Apostelgeschichte als Meistererzählungen 330
    10.2.1 Markus: Der Gottessohn für alle 331
    10.2.2 Matthäus: Das Heil Israels für alle Völker 335
    10.2.3 Lukas: Gottes Treue in der Geschichte 340
    10.3 Das bleibende Erbe des Paulus 346
    10.3.1 Die Apostelgeschichte als erste Paulusbiographie 346
    10.3.2 Die Deuteropaulinen und die Sammlung der Paulusbriefe 351
    Die Deuteropaulinen 352
    Die Sammlung der Paulusbriefe und die Anfänge der christlichen Überlieferungskultur 356
    10.4 Das johanneische Christentum als vierte große Strömung 358
    10.4.1 Die Konflikte der Anfangszeit 360
    10.4.2 Der 1Johannesbrief und der Doketismus 363
    10.4.3 Das Johannesevangelium als erste Einführung in das Christentum 368
    10.5 Das Judenchristentum als bleibende Kraft 374
    10.5.1 Das Judenchristentum vor 70 377
    10.5.2 Das Judenchristentum nach 70 381
    Matthäusevangelium 381
    Jakobusbrief 384
    Hebräerbrief? 386
    Johannesoffenbarung 390
    Didache 391
    Judenchristentum im Spiegel der Gegnerpolemik 394
    Weitere Zeugnisse 394
    10.6 Außenwahrnehmungen 397
    11. Gefährdungen 402
    11.1 Das Ausbleiben der Parusie 402
    Paulus 403
    Synoptische Evangelien 405
    Präsentische Eschatologie 408
    11.2 Arm und Reich 414
    Lukas 414
    Pastoralbriefe 416
    Jakobusbrief 417
    Johannesoffenbarung 418
    11.3 Kontroversen/Falschlehren/Gegner 419
    Konflikte in den nachpaulinischen Gemeinden 420
    Zweite Buße und Sündenvergebung 423
    Gegner in der Johannesoffenbarung 425
    Orthodoxie und Häresie 427
    11.4 Strukturen und Ämter 429
    Paulus und Lukas 430
    Die Pastoralbriefe 432
    11.5 Auseinandersetzungen mit dem Judentum nach 70 434
    12. Christenverfolgungen und Kaiserkult 440
    12.1 Der Kaiserkult als politische Religion 440
    12.2 Die Verfolgung unter Nero 444
    12.3 Verfolgungen unter Domitian? 452
    1Petrusbrief 455
    Johannesoffenbarung 456
    12.4 Plinius und Trajan über das Christentum 458
    13. Das frühe Christentum als eigenständige Bewegung 466
    13.1 Die neue Erzählung und die neue Sprache der Christen 466
    Die Sprache der Christologie 467
    Die Sprache des Kreuzes 469
    Die Sprache des Glaubens 471
    Die Sprache der geschwisterlichen Gemeinschaft 474
    Die Sprache der Eschatologie 475
    Neue Schriften 477
    Kanonsbildung 479
    13.2 Neue Gottes-Modelle 480
    Die Attraktivität des frühchristlichen Gottesbildes 483
    13.3 Dienen als Erfolgsmodell 486
    Die Anfänge und Paulus 487
    Die Evangelien 489
    Die johanneischen Schriften 490
    Heil und Heilung 491
    Die spätere Entwicklung 492
    Die alte Welt und das neue Verhalten der Christen 493
    13.4 Das frühe Christentum als Stadt- und Bildungsreligion 494
    Das frühe Christentum als Stadtreligion 495
    Das frühe Christentum als Bildungsreligion 501
    13.5 Die theologischen Hauptströmungen und Vernetzungen gegen Ende des 1. Jh 506
    13.5.1 Die fünf Hauptströmungen 506
    Paulus 506
    Die Synoptiker 507
    Petrus 510
    Johannes 515
    Jakobus und das Judenchristentum 517
    13.5.2 Vernetzungen 519
    Paulus und Markus 519
    Paulus und Lukas 521
    Paulus und Matthäus 523
    Paulus und Johannes 524
    Die Synoptiker 527
    Johannes und die Synoptiker 529
    Paulus und Petrus 530
    Paulus und Jakobus 531
    Paulus und der Hebräerbrief 532
    Die Johannesoffenbarung zwischen Johannes, Paulus und Jakobus 534
    13.6 Die Verbreitung des frühen Christentums 536
    14. Der Übergang zur Alten Kirche 543
    14.1 Machtansprüche und feste Strukturen 543
    1Klemensbrief 543
    Ignatius von Antiochien 545
    14.2 Die Herausbildung einer anderen Botschaft: Die frühe Gnosis 550
    Quellen und Definition 551
    Die Anfänge der Gnosis 556
    Grundannahmen gnostischen Denkens 562
    Die Entstehung des gnostischen Denkens 566
    Tafel 6: Chronologie des frühen Christentums bis 130 n.Chr 569
    15. Fünfzehn Gründe für den Erfolg des frühen Christentums 570
    Literaturverzeichnis 573
    Autorenregister 581
    Personen- und Sachregister (in Auswahl) 592
    Stellenregister (in Auswahl) 596