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Sterben

Warum wir einen neuen Umgang mit dem Tod brauchen

Matthias Gockel

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Beschreibung


»Halte es für möglich, dass dein Arzt beim Thema Tod noch mehr Angst hat als du.«



Wir müssen über den Tod reden. Es nicht zu tun, bedeutet, die Entscheidung darüber, wie wir sterben wollen, anderen zu überlassen. Der Palliativmediziner Matthias Gockel erlebt täglich, wie sehr Verdrängen und Verschweigen einen bewussten Umgang mit dem Sterben blockieren - nicht nur bei Patienten und Angehörigen, sondern auch bei ihren Ärzten. Er fordert deshalb eine neue Art der Gesprächskultur. Indem er aus seinem Berufsalltag erzählt, macht er nicht nur Mut, sich mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen. Er gibt zudem wichtige Orientierungshilfen, wie sich in einem zunehmend auf Kostenersparnis ausgerichteten Medizinsystem Entscheidungen treffen lassen, die für ein Sterben in Selbstbestimmung und Würde unabdingbar sind.

"Der Pallitivmediziner Matthias Gockel hat ein Buch über Sterben geschrieben. Wer es liest, geht sicher nicht leichter aus dem Leben aber hat nach der Lektüre verstanden, dass er Verantwortung übernehmen kann für seine letzten Lebenswochen, sofern er sich traut, dem unabwindlichen Schicksal, das wir alle haben, ins Auge zu schauen."

Dr. med. Matthias Gockel, geboren 1970 in Wuppertal, ist Internist und leitete von 2009 bis 2017 die Palliativstation im Helios-Klinikum Berlin-Buch. Zuvor hatte er die Palliativstation am Klinikum Großhadern in München mit aufgebaut. Seit 2018 ist er Leitender Oberarzt Palliativmedizin im Vivantes-Klinikum im Friedrichshain in Berlin..
Oliver Kobold, geboren 1970, Literaturwissenschaftler, Autor und Lektor. Lebt in Stuttgart. Zahlreiche Veröffentlichungen und Rundfunkarbeiten, u. a. zu Literatur, Musik und Kunst. Co-Autor zweier SPIEGEL-Bestseller von Wolfgang Niedecken: "Für ‘ne Moment – Autobiographie" (2011) und "Zugabe – Die Geschichte einer Rückkehr" (2013).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 01.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8270-1354-5
Verlag Berlin Verlag
Maße (L/B/H) 21,8/13,9/3,8 cm
Gewicht 541 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 102498

Kundenbewertungen

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Keine Angst vor dem Titel! Es ist ein tolles Buch!
von Wedma am 04.11.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein sehr gut geschriebenes, informatives Werk, das auf viele Aspekte des Sterbens in Deutschland eingeht, wertvolle Hinweise gibt und das Ganze sehr zugänglich und angenehm zur Sprache bringt. Klappentext beschreibt den Inhalt sehr gut: „Wir müssen über den Tod reden. Es nicht zu tun, bedeutet, die Entscheidung darüber, wie wi... Ein sehr gut geschriebenes, informatives Werk, das auf viele Aspekte des Sterbens in Deutschland eingeht, wertvolle Hinweise gibt und das Ganze sehr zugänglich und angenehm zur Sprache bringt. Klappentext beschreibt den Inhalt sehr gut: „Wir müssen über den Tod reden. Es nicht zu tun, bedeutet, die Entscheidung darüber, wie wir sterben wollen, anderen zu überlassen. Der Palliativmediziner Matthias Gockel erlebt täglich, wie sehr Verdrängen und Verschweigen einen bewussten Umgang mit dem Sterben blockieren - nicht nur bei Patienten und Angehörigen, sondern auch bei ihren Ärzten. Er fordert deshalb eine neue Art der Gesprächskultur. Indem er aus seinem Berufsalltag erzählt, macht er nicht nur Mut, sich mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen. Er gibt zudem wichtige Orientierungshilfen, wie sich in einem zunehmend auf Kostenersparnis ausgerichteten Medizinsystem Entscheidungen treffen lassen, die für ein Sterben in Selbstbestimmung und Würde unabdingbar sind.“ Dr. Gockel erzählt aus seiner langjährigen Erfahrung und geht dabei auf viele Schlüsselaspekte zum Thema Sterben ausführlich ein. So manches öffnet einem die Augen. Viele Hinweise können den Lesern die eine oder andere unangenehme wie kostspielige Erfahrung sparen. Dieses Wissen kann sich auch auf andere Art positiv auswirken, wenn man denn weiß, wie dieses System rund ums Sterben funktioniert und wie man sinnvollerwiese damit umgeht. Auch über die rechtlichen und juristischen Aspekte wie Patientenverfügungen, Vollsorgevollmachten usw. war hier die Rede. Dr. Gockel lässt auch in den Ärztealltag tief blicken. Er bringt u.a. die Ängste und die damit eingehenden Fehler der Ärzte deutlich zur Sprache. Er kritisiert auch die ethischen Aspekte des Systems, in dem den Patienten zu Gewinnmaximierungszwecken Unzumutbares als alternativlos verkauft wird. So bekommt man als potenzieller Patient oder Angehöriger aussagestarke Einblicke in die Entscheidungswege der Ätzte. Man weiß nun, worauf man achten, was und wie man ansprechen sollte, falls etwas nicht so gut läuft, auch um überhaupt gehört zu werden, damit das, was man als Patient will, auch so stattfindet. Dr. Gockel ist nicht nur Palliativmediziner, er ist auch ein begnadeter Kommunikator, der diese Fähigkeit in vielen Seminaren geschärft hat. Er beschreibt, warum er das eine oder andere den Patienten nicht sagen würde und nicht sagt, was auch die Leser in ihrer Kommunikation mit den Patienten und Ärzten als ein Leitfaden aufnehmen können. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist wie ein gutes, reichhaltiges Gespräch unter guten Bekannten. Die vielen kleinen Unterkapitel und ein sehr angenehmer Schreibstil verleiteten mich stets dazu, immer weiter zu lesen. Es war auch spannend, was Dr. Gockel als nächstes erzählt. Es gab u.a. viele Geschichten aus dem Leben, was auch zum Unterhaltungswert dieses Werkes beigetragen hat. Fazit: Keine Angst vor dem Titel! Es ist ein tolles Buch, das sich sehr angenehm lesen lässt. Nicht nur die informative Ebene erweist sich als wertvoll. Auch die Kommunikation mit dem Autor während der Lektüre ist sich sehr wohltuend. Auf den ersten Seiten schreibt der Autor: „Der Tod wird immer ein Skandal bleiben. Abe wir können lernen, ihm etwas weniger unvorbereitet zu begegnen. Dazu möchte ich mit diesem Buch einen Beitrag leisten.“ Das ist ihm zweifelsohne gelungen. Bleibt zu hoffen, dass viele Menschen dieses Buch lesen und davon profitieren.

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