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Ein Hummerleben

Roman

Erik Fosnes Hansen

(28)
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Beschreibung

Über den Niedergang eines einstmals mondänen Hotels in den norwegischen Bergen.

Ein Roman über den 13-jährigen Sedd, der in einem norwegischen Berghotel bei seinen Großeltern aufwächst. Eine Geschichte über Lügen und Geheimnisse, falsche Erwartungen und großelterliche Liebe.

Ein Hotel hoch oben im norwegischen Fjell in den 1980er-Jahren. Sedd wächst bei seinen Großeltern auf. Über seinen Vater weiß er nicht viel, die Mutter ist verschollen. Liebevoll, aber bestimmt wird er von den Großeltern – der Großvater ist nebenbei Tierpräparator, die Großmutter stammt aus Wien – auf seine Rolle als künftiger Hotelerbe vorbereitet. Er hilft als Laufbursche, Küchenjunge und Tourenbetreuer aus und verinnerlicht den Leitsatz »Jeder einzelne Gast zählt« bereits im zarten Kindesalter. Zufluchtsort ist für ihn die Großküche des Hotels, in der der ehemalige Seefahrer Jim schaltet und waltet und für Sedd Vater, Mutter und Freund zugleich ist, wenn die Großeltern keine Zeit für ihn haben. Doch spätestens, als der Bankdirektor Berg bei einem Essen stirbt, zeigen sich erste Risse in der vermeintlichen Idylle.

»Eine brillant erzählte Geschichte, originell und spannend … geschrieben mit einer sprachlichen Eleganz, die das Buch zum Schwingen bringt.« Adresseavisen

Erik Fosnes Hansen wurde 1965 in New York geboren. Er wuchs in Oslo auf, wo er heute lebt. Zwei Jahre studierte er in Stuttgart (und spricht hervorragend Deutsch). Seinen ersten Roman »Falkenturm« schrieb er im Alter von 18 Jahren, das Buch wurde gleich nach seinem Erscheinen 1985 in Norwegen als literarisches Ereignis gefeiert. »Choral am Ende der Reise« wurde zu einem internationalen Bestseller.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 22.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05007-3
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 22,1/14,6/3,5 cm
Gewicht 548 g
Originaltitel Et hummerliv
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel
Verkaufsrang 22811

Buchhändler-Empfehlungen

Unterhaltsamer Ausflug in die Berge Norwegens

Andrea Kowalleck, Thalia-Buchhandlung Saalfeld

Dieser unterhaltsame, kurzweilige Roman beschreibt den Niedergang eines einst renommierten Hotels in den Bergen von Norwegen. Der dreizehnjährige Sedd, seine Großeltern und Chefkoch Jim versuchen trotz vieler Widrigkeiten, ihren Gästen bestmöglichsten Service zu bieten und den Hotelbetrieb weiter am laufen zu halten. Der Autor schildert sehr einfühlsam, sensibel und herzerwärmend die Liebe des Jungen zu den Großeltern, bei denen er fürsoglich aufgewachsen ist und die innige Freundschaft zu Jim, dadurch wird dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Zwischendrin plätschert die Handlung zwar manchmal etwas dahin, wird allerdings zum Schluss wieder sehr spannend.

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Eine insgesamt tragische Geschichte, jedoch sorgten skurrile Zwischenfälle und kluge Beobachtungen für unterhaltsame Momente. Es war wie ein interessanter Ausflug in die Berge Nowegens, bei dem jedoch für mich der Spannungsbogen fehlte.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
28 Bewertungen
Übersicht
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Erwachsen werden im Hotel - Eine wunderschöne Geschichte!
von Xirxe aus Hannover am 03.02.2020

Der 13jährige Sedd wächst bei seinen Großeltern in einem mondänen Hotel in den norwegischen Bergen auf. Doch der Betrieb hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen, was jedoch nach außen hin mit allen Mitteln verborgen wird. Für Sedds Großeltern ist eine gepflegte Ausdrucksweise und ein ebensolches Auftreten das Wichtigste überh... Der 13jährige Sedd wächst bei seinen Großeltern in einem mondänen Hotel in den norwegischen Bergen auf. Doch der Betrieb hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen, was jedoch nach außen hin mit allen Mitteln verborgen wird. Für Sedds Großeltern ist eine gepflegte Ausdrucksweise und ein ebensolches Auftreten das Wichtigste überhaupt in ihrer Berufung als Hoteliers und ihr Enkel hat dies verinnerlicht. Er ist der (schon etwas ältere) Ich-Erzähler dieser Geschichte und macht dies in einer derart gewählten Sprache, dass ich mir öfter ein Grinsen nicht verbergen konnte. "Doch die Wahrheit drängt zum Licht, wie geschrieben steht, irgendwann verschafft sie sich freie Bahn, erst tröpfelnd, dann immer kraftvoller, bis sie als hymnisch triumphierender Gesang hervorströmt, ganz zum Beispiel wie in 'Wir leben' von Wencke Myhre." (Die Sedds Großmutter liebt und verehrt und deren Platten sie ständig spielt). Sedd beschreibt zwei Jahre seines Lebens, in denen er unter anderem feststellt, dass seine geliebten Großeltern einige Geheimnisse vor ihm haben. Der Großvater weigert sich, die desolate Situation in der sich das Hotel befindet, anzuerkennen, auch wenn es immer mehr Anzeichen dafür gibt, die selbst Sedd erkennt. Und Fragen zu seinen Eltern werden, wenn überhaupt, nur sehr knapp beantwortet, sodass er detektivische Fähigkeiten entwickelt, um an Informationen zu gelangen. Auch für uns Lesende gibt es so manchen Aha-Effekt, wenn man plötzlich feststellt: Ach so, so ist das weiter vorne gemeint. Überhaupt vermittelt der Autor derart gekonnt während der gesamten Lektüre das Gefühl, dass die Geschichte kein gutes Ende nehmen wird, was bei mir dazu führte, dass ich in dem Buch immer langsamer vorankam. Denn während ich voller Zuneigung und Interesse die Geschichte des jungen Sedd las, wollte ich dieses unschöne Ende, das ja kommen musste, gar nicht wissen. Doch auch hier gelingt Erik Fosnes Hansen eine Überraschung: Zwar traurig, doch völlig anders als erwartet endet das Buch. Und es lässt noch Raum für eine eventuelle Fortsetzung. Ich hätte nichts dagegen

von einer Kundin/einem Kunden aus Ludwigsburg am 29.12.2019
Bewertet: anderes Format

Grossartige Erzählung aus der Sicht des jugendlich naiven Hotelerben,für den die Welt noch in Ordnung ist. Der Leser ahnt jedoch schon, dass die Geschichte tragisch enden wird ,dass macht den Roman spannend und atmosphärisch dicht.

Mir blieb zu viel verborgen ...
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 03.11.2019

Hoch oben in den norwegischen Bergen befindet sich ein Hotel und wird von den Eheleuten Zacchariassen geführt und das schon seid Generationen. Nun ist das Paar schon recht betagt und kämpft gegen die schlechten Buchungen an, und zusätzlich sind sie auch noch für die Erziehung von Sedd zuständig. Sedd, ist der Sohn ihrer Tochter ... Hoch oben in den norwegischen Bergen befindet sich ein Hotel und wird von den Eheleuten Zacchariassen geführt und das schon seid Generationen. Nun ist das Paar schon recht betagt und kämpft gegen die schlechten Buchungen an, und zusätzlich sind sie auch noch für die Erziehung von Sedd zuständig. Sedd, ist der Sohn ihrer Tochter und da diese verschollen ist, kümmern sich die Großeltern ums Kind. So wird der Junge jetzt schon ins Hotelgewerbe eingeflochten, da er es als sein Erbe übernehmen soll. Er kellnert, ist Laufbursche, Küchenjunge, Tourenbetreuer und hilft bei vielen kleineren Reparaturen aus. Die Grundsätze seiner Großeltern hat er schon lange verinnerlicht, aber am liebsten ist er bei Jim in der Küche. Bei einem Essen, wozu die Großeltern eingeladen hatten, stirbt der Bankdirektor Berg und das unnachahmliche Idyll bekommt Risse. Wie steht es wirklich um das Hotel? Wo ist Sedd Mutter? Und was verbergen die Großeltern in Zimmer 12? Dieses Jahr war auf der Frankfurter Buchmesse Norwegen als Gastland vertreten und ganz klar, da legen die Verlage mit ihren Neuerscheinungen bestimmte Schwerpunkte und Akzente. Wie dieser Roman hier, ein norwegischer Autor, ein nettes Berghotel, komplizierte Familienverhältnisse und mehr Schein als sein. Was steckt hinter der idyllischen Fassade? Das sprach mich an und die Meinung waren ganz gut und nun folgt meine. Ich fand den Anfang gut gelungen, immerhin stoßen wir dazu als der Bankdirektor an ein Stück Kuchen erstickt. Sedd mit seinen 13 Jahren ist so umsichtig und versucht noch Wiederbelebungsversuche, aber leider ohne Erfolg. Für die Großeltern ein Drama und man spürt deren ständig zunehmende Unruhe, aber man kann sich nicht richtig erklären wieso. Dann schwenkt die Geschichte erst mal zu Sedd rüber, wie es so ist mit den Großeltern zu leben und der ständigen Frage, wer sein Vater ist und wo seine Mutter hin verschwunden ist. Je älter Sedd wird umso mehr treiben ihn die Fragen an und er schnüffelt ein bisschen im Hotel herum, dabei fällt ihn immer mehr auf, das nicht alles optimal läuft. Die Großmutter, die eigentlich aus Wien kommt, bäckt oder wird hysterisch, lässt bei jeder Kleinigkeit fallen, das sie Norwegen gar nicht leiden kann und welch schweres Los sie getroffen hat. Der Großvater hält mit Ruhe und klugen Sprüchen dagegen. Aber bei beiden bröckelt die Fassade, was verschweigen sie und wie geht es diesem Hotel wirklich? Mit dem Niedergang des Hotels, mit vielen Geheimnissen und Lügen wartet ja schon der Klappentext auf, darauf ist man gespannt und möchte das Rätsel lösen, aber je mehr man liest, umso unklarer wird es. Die Ungeduld auf Erkenntnis wächst und das Ständige zwischen den Zeilen lesen nervt zunehmend. Irgendwie wird nichts klar angesprochen und eher mit ausschweifenden anderen Handlungen beschrieben. Das frustrierte mich beim Lesen schon etwas sehr und das man nicht wirklich mit dem Schein und Sein vorankam. So lernen wir zwar Sedd kennen und er hat es wirklich nicht leicht, immerhin reden seine Großeltern nicht offen über seine Eltern und die Frage woher komm ich und von wem stamm ich, ist für ein Kind so wichtig. Nein, er wird ganz altklug erzogen, zum vorbildlichen Enkelsohn, der immer Manieren hat und zuvorkommend ist. Aber auch dieser Junge merkt, dass etwas nicht stimmt, warum bleiben seine Briefmarken weg, warum findet er den Schlüssel zu Zimmer 12 nicht und warum ist der Tod von Bankdirektor Berg so ein Drama. Die Idylle bröckelt, aber der Nebel zur Wahrheit lichtet sich nicht. Manchmal hat man ja Bücher, die sind einen ganz klar und dann kommt so ein Buch und man zweifelt an sich selbst, ob man Belletristik auch wirklich versteht. Ich möchte gar nicht sagen, dass der Autor nicht schreiben kann, einige Stellen waren toll beschrieben, aber eben auch langatmig und ausschweifend. Und ganz ehrlich, viele neue Erkenntnisse, als vom Klappentext hat man gar nicht gesammelt. Die Frage, was möchte der Autor erzählen, bleibt einfach für mich unklar und das Ende, wo man endlich gedacht hatte, man bekommt denn Schlüssel der Erkenntnis, wirft mehr Fragen auf, als ein würdiger Abschluss. Es bleibt rätselhaft und frustrierend. Für mich bleibt die Spekulation, ob es wirklich nur um den Verfall des Hotels gehen sollte, ein Rückblick in alte Zeiten und um Sedd, der uns davon erzählt. Ein drumherum schleichen von Geheimnissen und Lügen, aus Schein und Sein und kein klarer Schlusspunkt. Für mich einfach zu wenig. Ein Hummerleben konnte mich so gar nicht überzeugen, mir bleib viel zu viel verborgen und unklar. Eine Auflösung der Geheimnisse blieb mir verborgen.


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