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Ein anständiger Mensch

Roman

Jan Christophersen

(11)
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Beschreibung

Steen Friis ist studierter Philosoph und öffentlicher Intellektueller: Als Autor mehrerer Bestseller zu Fragen des Anstands wird er von der Presse zitiert, sobald die richtige Haltung zum aktuellen Weltgeschehen zur Debatte steht. In dieser Rolle fühlt Steen sich wohl – bis die Ereignisse weniger Tage all seine Werte infrage stellen. Mit seiner Frau und einem befreundeten Paar verbringt er ein Wochenende in seinem dänischen Inseldomizil. Man plaudert und geht gemeinsam in die Pilze, und ganz beiläufig erinnert seine Frau ihn an ein altes Versprechen: sich gegenseitig auch in der Liebe die größtmögliche Freiheit zu lassen. Noch bevor Steen sich über die ganze Tragweite dieses Gesprächs bewusst wird, geschieht ein Unglück, an dem er sich allein schuldig wähnt und das nicht nur sein Ego, sondern sein gesamtes Weltbild zu erschüttern droht.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 23.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86648-607-2
Verlag Mareverlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/4 cm
Gewicht 503 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 170464

Buchhändler-Empfehlungen

Was verlange ich von anderen? Wie sollten sie sein? Und wie bin ich?

Tobias Groß, Thalia-Buchhandlung Gotha

Der Mensch ist ein verwundbares Wesen. Sein Leben ist ein höchst zerbrechliches und fragiles Gebilde, das leicht aus den Fugen geraten kann. Und so genügt manchmal nur ein einziges Ereignis, das nichts mehr so ist wie es einmal war, das auf einmal alles anders ist. Wir sind angreifbar, leben in ständiger Gefahr emotional erschüttert zu werden. Kein Mensch ist davor geschützt, egal wie viel er theoretisch weiß oder wie psychisch stark er sein mag. Steen Friis, der Protagonist und Ich-Erzähler von Jan Christophersens Roman ‘Ein anständiger Mensch‘, gehört zu genau zu dieser Kategorie Mensch. Steen ist ein bekannter Philosoph, der sich regelmäßig öffentlich zu den großen ethischen Themen Anstand und Moral äußert. Für viele ist er eine moralische Instanz, andere sehen in ihm den „Anstandsonkel“ der Nation. Steen ist über alle Kritik erhaben, hält sich für überlegen und psychisch stark. Bis zu jenem schicksalshaften Wochenende mit seiner Frau und Freunden, das sein Wertesystem und seine eigenen Moralvorstellungen gehörig ins Wanken bringt. Bis zu dem Ereignis, das sein Leben grundlegend verändert. Bis zu dem Davor. Das Danach jedoch, ist vollkommen anders. Jan Christophersen beschreibt das Leben eines schwierigen und unverständlichen Charakters. Eines Mitfünfzigers, der fast an Depressionen, einer Midlife-Crisis und seinen eigenen Moralvorstellungen zugrunde geht – dem es nach einer langen Phase der Traurigkeit jedoch gelingt der Dunkelheit zu entkommen und wieder anfängt zu leben. Das klingt nach einer kitschigen „Am-Ende-wird-alles-wird-gut,-du-musst-nur-Hoffnung-haben“-Erzählung, doch glücklicherweise ist dem nicht so. Vielmehr stehen die großen Themen der menschlichen Existenz im Mittelpunkt: Liebe, Schuld, Vergebung. Und die Frage nach dem Sinn des Lebens. ‘Ein anständiger Mensch‘ ist ein gut zu lesendes, aber nachdenklich stimmendes Buch. Eine mitreißende Erzählung, dessen Handlung zwar etwas Zeit braucht um zu zünden und sich manchmal etwas zieht, die über die gesamte Länge jedoch überzeugt. Und in der sehr viel (Lebens-) Philosophie steckt. Mehr noch: sie lässt viel Raum zum Hinterfragen der eigenen Ansprüche und Vorstellungen. So viel, dass sich die Leser*innen bei der Lektüre unweigerlich fragen werden, was sie von anderen Menschen verlangen. Wie diese am besten sein sollen. Und wie sie eigentlich selbst sind. Jan Christophersen ist ein lesenswertes Buch gelungen, ein Roman mit Reflexionsgarantie.

Besonderer Tipp

Martina Schwörer-Haertel, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Zwei Paare verabreden sich auf einer Insel, deren Konstellation durcheinander gewirbelt wird. Nichts ist mehr wie es war, Liebe - Treue - Versprechen... Die Psyche des Menschen und die Natur, präzise erzählt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Davor und Danach
von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 11.08.2019

Jan Christophersen schreibt einen ganz besonderen Stil, sehr präzise, sehr gut beschreibend, sowohl was die Naturbeschreibungen als auch die Dialoge betrifft. Ergänzt wird dies durch die Gedankengänge und Reflexionen des Hauptprotagonisten Steen Friis. In diesem Roman steht, wie dem Klappentext zu entnehmen ist, der Autor S... Jan Christophersen schreibt einen ganz besonderen Stil, sehr präzise, sehr gut beschreibend, sowohl was die Naturbeschreibungen als auch die Dialoge betrifft. Ergänzt wird dies durch die Gedankengänge und Reflexionen des Hauptprotagonisten Steen Friis. In diesem Roman steht, wie dem Klappentext zu entnehmen ist, der Autor Steen Friis im Vordergrund, der aufgrund seiner hohen Maßstäbe zu Anstand und Moral erkennen muss, dass nicht immer alles einfach zu erklären ist. Die Erinnerung seiner Frau an das gegebene Versprechen wirft ihn völlig aus der Bahn, obwohl die Ehe nicht besonders gut ist. Das führt dann auch zu dem Ereignis, dass die Leben der vier Protagonisten, der Eheleute Friis und dem befreundeten Paar, völlig verändert. Der Autor teilt dieses Buch in zwei Teile. Aus der Retrospektive wird der Beginn des Wochenendes vor dem Ereignis erzählt. Hier ist der Zeitraum klar bemessen. Im deutliche kürzeren zweiten Teil werden die Folgen dieses Ereignisses erzählt, wobei hier größere Zeitsprünge enthalten sind. Hier werden Themen angerissen, mit denen sich der Leser auseinandersetzen kann. Fazit: ein gelungener, ein vielschichtiger, ein lesenswerter Roman

Ein Tag, der alles verändert
von vielleser18 aus Hessen am 04.08.2019

Ein Tag, der alles verändert. Aus der Retroperspektive erzählt der Protagonist Steen wie es dazu kam, er beginnt, als er und seine Frauke die Freundin und Lektorin Ute und deren Lebensgefährten Gero am Hafen abholen. Gemeinsam wollen sie auf der dänischen Insel, auf der Steen seit seiner Jugendzeit ein Haus besitzt, ein paar ve... Ein Tag, der alles verändert. Aus der Retroperspektive erzählt der Protagonist Steen wie es dazu kam, er beginnt, als er und seine Frauke die Freundin und Lektorin Ute und deren Lebensgefährten Gero am Hafen abholen. Gemeinsam wollen sie auf der dänischen Insel, auf der Steen seit seiner Jugendzeit ein Haus besitzt, ein paar vergnügliche Tage verbringen. Doch es wird alles anders verlaufen als geplant. Als Frauke nach ein paar Stunden Steen an ein Versprechen erinnert, dass sie sich vor Jahrzehnten gegeben haben und das jedem von ihnen die komplette Freiheit zusichert, auch in der Liebe, gerät Steen ins Straucheln. Steens Weltbild, seine Gefühle, die er von jeher schwer ausdrücken konnte, obwohl er ein berühmter Autor und gefragter Inteviewpartner ist, der zu Moral und Werten gefragt wird und sich immer sicher wahr, worauf es ankommt im Leben. Er, der heimliche "Moralapostel", ist sprachlos in seiner eigenen Beziehung. Jan Christopherson hat kunstvoll einen Protagonisten erschaffen, dessen Gedanken und Handlungen wir hier miterleben können. Es sind nicht nur der Ablauf des Wochenendes, den wir von ihm hier subjektiv erzählt bekommen, es sind vor allem seine Gefühle und Gedanken. Steen ist ein Mensch, der viel mit sich selbst ausmacht, doch wir Leser können daran teilhaben. Dramaturgisch und stilistisch setzt das der Autor sehr gut um. Zudem ahnt man durch immer wieder subtile Andeutungen, dass dieses Wochenende mehr zu bieten hat als eine heile Welt, was eine gewisse Spannung erzugt. Christophersen lässt die vier Figuren miteinander agieren, man ahnt, dass die unterschwelligen Differenzen zu einem Ende führen werden, dass alles verändert. Doch was dieses alles sich veränderte Ereignis ist, bleibt lange im Ungewissen. Aber nicht nur Gespräche und der Aufbau des Romans, sondern auch die Beobachtungen, die Beschreibungen der Natur und des Umfeldes des Hauses und die Protagonisten, die beim Lesen lebendig erscheinen, sind dem Autor sehr gut gelungen. Der Roman ist eingeteilt in "Davor" und "Danach". Während das Davor aus der Retroperspektive erzählt wird, ist das Danach die Beschreibung was danach passiert, immer wieder sind auch Zeitsprünge dabei. IIm Roman "Ein anstäniger Mensch" siniert Steen über viele Themen. Er stellt sich Fragen nach Schuld und Sühne, nach Moral und Verantwortung, über Ursache und Wirklung. Mir als Leser hat sich aber oftmals auch die Frage aufgeworfen, wie sprachlos - trotz aller großen Gedanken - Steen doch ist. Eine Sprachlosikgeit, die - oder gerade weil - Steen vieles nur mit sich selbst ausmacht, große Auswirkungen auch auf seine Mitmenschen hat. Es ist defintitv kein Buch, dass man einfach so runterlesen kann, es ist ein Roman, bei dem man auch Zwischentöne warhnehmen muss, dass einem beim Lesen gedanklich sehr beschäftigt. Interessant empfand ich auch die unterschiedlichen Blickwinkel und Auslegungen, die andere Leser in einer gemeinsamen Leserunde hatten. Ich denke, dass jeder - wie im richtigen Leben - eine eigene Sicht auf Dinge, Wesensarten und Stimmungen hat, und das betrifft auch das, was man in einem Roman liest. Es ist jedenfalls ein Buch, das mir sehr gefallen hat, genauso wie Jan Christophersens Roman "Echo". Nicht ganz ein 5-Sterne-Buch, aber 4,5 Sterne für unterhaltsame und vor allem anregende Lesestunden.

Ein anständiger Mensch - Jan Christophersen
von einer Kundin/einem Kunden aus Ludwigshafen am 31.07.2019

Ein anständiger Mensch – Jan Christophersen Das Buch besticht durch seine Gedanken und Zitate z. B.: Im Leben ist es selten so, wie es auf den ersten Blick scheint. S. 281 Inhaltsangabe zu "Ein anständiger Mensch"(übernommen) Steen Friis ist studierter Philosoph und öffentlicher Intellektueller: Als Autor mehrerer Bestsel... Ein anständiger Mensch – Jan Christophersen Das Buch besticht durch seine Gedanken und Zitate z. B.: Im Leben ist es selten so, wie es auf den ersten Blick scheint. S. 281 Inhaltsangabe zu "Ein anständiger Mensch"(übernommen) Steen Friis ist studierter Philosoph und öffentlicher Intellektueller: Als Autor mehrerer Bestseller zu Fragen des Anstands wird er von der Presse zitiert, sobald die richtige Haltung zum aktuellen Weltgeschehen zur Debatte steht. In dieser Rolle fühlt Steen sich wohl – bis die Ereignisse weniger Tage all seine Werte infrage stellen. Mit seiner Frau und einem befreundeten Paar verbringt er ein Wochenende in seinem dänischen Inseldomizil. Man plaudert und geht gemeinsam in die Pilze, und ganz beiläufig erinnert seine Frau ihn an ein altes Versprechen: sich gegenseitig auch in der Liebe die größtmögliche Freiheit zu lassen. Noch bevor Steen sich über die ganze Tragweite dieses Gesprächs bewusst wird, geschieht ein Unglück, an dem er sich allein schuldig wähnt und das nicht nur sein Ego, sondern sein gesamtes Weltbild zu erschüttern droht. Meine Meinung: Steen besitzt ein Haus auf einer dänischen Insel, in das er sich zum Schreiben zurückzieht. Nun an einem Wochenende kommt seine Frau Frauke, eine promovierte Psychologin. Sie haben eine Tochter, Bea, die aber längst ausgezogen ist. Steen telefoniert jeden Tag mit ihr. Mit der Ehe der beiden steht es nicht zum Besten. An diesem Wochenende haben sie Ute und Gero, ein befreundetes Ehepaar eingeladen. Man plaudert, trinkt Wein und geht in die Pilze. Plötzlich fordert Frauke ein Versprechen ein, sich in der Liebe die größtmöglichen Freiheiten zu lassen. Steen, der Gero irgendwie nicht gerade sympathisch ist, gerät völlig von der Rolle. Doch dann geschieht ein Unglück mit gravierenden Folgen. Der Roman ist in davor und danach eingeteilt und am Anfang dachte ich, dass man den ersten Teil ausbaut, ein sehr guter Krimi daraus würde. Nur dann fing dieser Roman mich teilweise an zu langweilen, nicht von der Sprache her, sondern vom Inhalt. Der Autor fing sich an zu verzetteln, riss immer wieder Themen an, aber baute sie nicht aus. So wie zum Beispiel die beiden Falken, die es sogar auf das Cover geschafft haben. Auch die Landschaftsbeschreibungen sind einfach einmalig. Steen, dieser Anstandsonkel, gerät plötzlich in Gewissenskonflikte und stellte sich die Frage, inwieweit Anstand und Moral im täglichen Miteinander normal sind. Kann er seine Werte aufrecht erhalten, oder bedeutete dies sein Ende als Anstandsonkel. Dieser Roman besticht durch die Gedanken und Zitate, wobei die Geschichte selber dadurch ins Hintertreffen gerät. Hier sind einige Gedanken und Zitate: Ich hatte auf unterhaltsame Weise zu zeigen versucht, dass es keineswegs angeraten sei, auf Anstand und Sitte zu pfeifen, um im Leben etwas zu erreichen. Ganz im Gegenteil. Gemeinsinn und Aufrichtigkeit brachten einen, so meine These, auf lange Sicht weiter. Das galt nach meinem Dafürhalten im Großen wie im Kleinen. S. 97 Wir alle müssen mit dem, was wir tun, leben können. S. 98 Der lange, lange Pfad über das Moor in den Wald hinein – wer hat ihn ausgetreten? S. 171 Jeder Mensch kann, wenn er will, ein paradigmatischer Mensch werden. Ein Vorbild. Am Ende geht es vor allem darum, das wir mit dem, was wir tun, leben können. S. 179 Im Leben ist es selten so, wie es auf den ersten Blick scheint. Es ist schwer, die genauen Zusammenhänge zu erkennen, die zu einem Ergebnis führen. S. 281 Fazit: Für diesen Roman mit philosophischen Elementen gebe ich 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4 Sterne.


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