Blenden Wuchern Lamentieren

Wie die Betriebswirtschaftslehre zur Verrohung der Gesellschaft beiträgt

Christian Kreiss, Heinz Siebenbrock

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Beschreibung

Das Weltbild der Betriebswirtschaftslehre – das gilt bedingt in gewissem Maß auch für die Volkswirtschaftslehre – lässt sich in einer Kernaussage zusammenfassen: Gewinnmaximierung. Sie gilt als höchstes Ziel auf Erden, praktisch das gesamte Lehrgebäude baut auf diesem Prinzip auf. Produktionsprozesse, Einkauf, Marketing, Personalwesen, Management, Rechtsform, Investition, Finanzierung, Besteuerung – alle Teilbereiche der Betriebswirtschaftslehre werden dem untergeordnet. Manchmal wird diese axiomatische Grundbedingung subtiler benannt: Economic Value Added (EVA), wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Return on Capital, aber das Ziel ist immer dasselbe: Gewinne bzw. Renditen zu maximieren.

Christian Kreiß und Heinz Siebenbrock schildern in "Blenden, Wuchern, Lamentieren", welch gravierende Auswirkungen dieses Prinzip der Gewinnmaximierung auf die verschiedensten Bereiche unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens hat. Es fördert Konkurrenzdenken und egoistisches Verhalten und führt zu Umweltzerstörung, Sozialabbau und einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft. Doch die Autoren zeigen auch ermutigende Alternativen, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, die Probleme des menschenverachtenden Prinzips der Gewinnmaximierung zu überwinden und es durch menschengerechte Ziele zu ersetzen. Ein Umdenken ist möglich!

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 25.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95890-276-3
Verlag Europa Verlage
Maße (L/B/H) 22,3/15,2/2,7 cm
Gewicht 468 g
Auflage 1. Auflage

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Ein Buch gegen den Mainstream
von einer Kundin/einem Kunden am 25.03.2021

Die Fundamentalkritik an der Gewinnmaximierung, die im Buch „BWL Blenden Wuchern Lamentieren“ geäußert wird, ist bemerkenswert: Sie wendet sich diametral gegen den Mainstream einer ungeheuer einflussreichen Wissenschaft. Nobelpreise wurden wohl schon für weniger Inhalt und Erkenntnis vergeben. Deshalb: Chapeau für diese Leistung... Die Fundamentalkritik an der Gewinnmaximierung, die im Buch „BWL Blenden Wuchern Lamentieren“ geäußert wird, ist bemerkenswert: Sie wendet sich diametral gegen den Mainstream einer ungeheuer einflussreichen Wissenschaft. Nobelpreise wurden wohl schon für weniger Inhalt und Erkenntnis vergeben. Deshalb: Chapeau für diese Leistung! Hoffentlich schließen sich weitere Wirtschaftswissenschaftler dieser Kritik an! Und hoffentlich ziehen vor allem die Praktiker, Unternehmenslenker und Manager die richtigen Schlüsse daraus und setzen sich für eine menschengerechte Wirtschaft ein! Kreiß und Siebenbrock leiten einen Paradigmenwechsel ein, der einer von Gier und Geiz, von Abzocke und Ausbeutung geprägten Wirtschaft eine humane Alternative entgegensetzt. Genau dies ist die eigentliche Leistung der beiden Autoren. Sie haben erkannt, dass eine solche Wirtschaft erheblich zur erkennbaren Verrohung der Gesellschaft beiträgt. Diese Erkenntnis ist im betriebswirtschaftlichen Umfeld wirklich neu und wohl mindestens ein Buch wert. Den Autoren ironisch vorzuwerfen, sie hätten „ihre moralischen Anmerkungen besser in der lokalen AG für Sinnsuche eingebracht“ (Thalia-Rezension Büttgenbach vom 19.2.2021), verkennt den wahren Wert des Buches, einen der wichtigsten Impulse für künftiges Wirtschaften in einer humanen Gesellschaft zu liefern.

Theologie der Betriebswirtschaft
von Hans-Peter Büttgenbach aus Langenfeld am 19.02.2021

Die beiden Theologen, die hier versuchen sich auf Oberschulniveau mit Betriebswirtschaftslehre auseinanderzusetzen, hätten ihre moralischen Anmerkungen besser in der lokalen AG für Sinnsuche eingebracht. Mehr ist zu dieser simplen Perspektive von BWL, die nie über einfache Muster a la "Gewinnmaximierung" hinausgeht, kaum zu sagen.


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