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Wo Licht ist

Roman

Sarah Moss

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Beschreibung


Das große, kalte Haus im grauen Manchester lebt nur auf, wenn Allys Eltern hinter den verschlossenen Türen des Salons Gäste empfangen und Tee servieren. Gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester May träumt sich Ally weit fort, auf fliegende Teppiche, über Ozeane hinweg und in fremde Länder.

Die gestrenge Mutter widmet ihre ganze Zuneigung den Bedürftigen im Frauenhaus. Der Vater, ein Künstler, interessiert sich mehr für Farben und Stoffe als für seine Töchter. Ally bricht mit den Konventionen: Sie will als eine der ersten Frauen Englands Medizin studieren. Um ihr Ziel zu erreichen, muss sie in einer Männerwelt bestehen, in der schon der kleinste Fehler sie zu Fall bringen kann.

»Sarah Moss erzählt die packende Geschichte der beiden Moberley-Töchter und gibt dabei faszinierende Einblicke in eine wichtige Zeit der Frauenbewegung. Sie schreibt nicht nur ungemein kenntnisreich, sondern auch in einer zeitlos schönen Sprache. Ihr ist definitiv eines der besten Bücher dieses Herbstes gelungen.«

Sarah Moss, geboren 1975 in Schottland, wuchs in Manchester auf und promovierte an der Oxford University in Literatur. Nach Stationen an der University of Kent, Exter und der Universität Island lehrt sie Kreatives Schreiben an der University of Warwick. 2009 hat sie ihren ersten Roman Schlaflos veröffentlicht. Ihre Romane wurden mehrfach für den Wellcome Book Prize nominiert, mit dem sie 2015 ausgezeichnet wurde..
Nicole Seifert, geboren 1972, übersetzt aus dem Englischen. Sie studierte nach einer Ausbildung im S. Fischer Verlag Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften und Amerikanistik in Berlin. Nach ihrer Promotion arbeitete sie zunächst als Lektorin, bevor sie ihren ersten Übersetzungsauftrag erhielt. Sie hat u. a. Werke von Phil Rickman, Sarah Moss, Shari Shattuck, Daisy Goodwin, Katie Arnold und D. J. Connell übersetzt. Sie lebt als Autorin und Übersetzerin in Hamburg.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 15.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-293-20862-9
Verlag Unionsverlag
Maße (L/B/H) 19/12,6/3 cm
Gewicht 366 g
Originaltitel Bodies of Light
Auflage 1
Übersetzer Nicole Seifert
Verkaufsrang 193814

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Wunderbar!
von abetterway am 29.09.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Meinung: Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt leicht durch das Buch. Die Charaktere werden sehr gut dargestellt, obwohl mit Ally´s Mutter total unsympatisch ist und Ally einen großteil Ihrer Eigenschaften übernimmt. May ist da viel lockerer und macht sie auch viel sympatischer... Aber ich glaube genau das macht das... Meinung: Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt leicht durch das Buch. Die Charaktere werden sehr gut dargestellt, obwohl mit Ally´s Mutter total unsympatisch ist und Ally einen großteil Ihrer Eigenschaften übernimmt. May ist da viel lockerer und macht sie auch viel sympatischer... Aber ich glaube genau das macht das Buch aus. Es beschreibt wie Ally versucht die Anerkennung ihrer Mutter zu gewinnen und Erfolg im Beruf haben will. Ich finde es ist ein außergewöhnliches Buch! Fazit: Ein wunderbares Buch über das viktorianische England und den Mut einer jungen Frau!

Einfach klasse
von Wuestentraum am 21.09.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Mitte des 19. Jahrhunderts: Ally ist die Tochter von Eltern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: der Vater, Alfred Moberley, ein bekannter Maler, warmherzig, sinnlich und mit einem unbestechlichen Blick für das Schöne; die Mutter, Elizabeth, eine unbeugsame Christin, die sich entschlossen für die Rechte von Armen und Außen... Mitte des 19. Jahrhunderts: Ally ist die Tochter von Eltern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: der Vater, Alfred Moberley, ein bekannter Maler, warmherzig, sinnlich und mit einem unbestechlichen Blick für das Schöne; die Mutter, Elizabeth, eine unbeugsame Christin, die sich entschlossen für die Rechte von Armen und Außenseitern einsetzt sich selbst jedoch kasteit und den beiden Töchtern vorlebt, dass religiöse und politische Prinzipien wichtiger sind als der eigene Hunger, Gefühle und die Sehnsucht nach Wärme. Während die jüngere Tochter May (bekannt aus Schlaflos) früh den Absprung schafft und auf eine schottische Insel zieht, verharrt Ally in einem aussichtslosen Kampf um die Liebe und Anerkennung ihrer Mutter. Doch selbst als sie ein Stipendium erhält und als eine der ersten weiblichen Studentinnen für ein Medizinstudium an der Universität London angenommen wird, zeigt Elizabeth sich kaum beeindruckt. Da begreift Ally, dass es auch für sie an der Zeit ist, die familiären Fesseln zu sprengen und ihren eigenen Weg zu gehen. Farbintensiv, psychologisch glaubwürdig und mit großem Gespür für den Zeitgeist und die Zwänge des 19. Jahrhunderts schildert Sarah Moss das Aufeinanderprallen zweier viktorianischer Milieus verkörpert durch die hart arbeitende, aber lieblose Mutter auf der einen und den Kunst liebenden Vater auf der anderen Seite und erzählt die Geschichte einer klugen, sensiblen Frau, die sich auf der Suche nach Bildung und Liebe von beiden befreien muss. Elisabeth ist von ihrer Mutter lieblos und streng gläubig erzogen worden. Sie arbeitet in einem Frauenhaus und setzt sich sehr für die Armen und misshandelten Frauen dort ein. Schonungslos wird Elisabeth’s Umgang mit ihren beiden Töchtern Ally und May dargestellt. Als religiöse Frau rechtfertigt Elisabeth die seelischen und körperlichen Misshandlungen, vor allem ihrer älteren Tochter Ally. Lieblosigkeit, Strenge, Bestrafungen, diese Dinge erfährt Ally schon in früher Kindheit und Jugend. Sie strebt nach der Liebe und Anerkennung der Mutter. Doch dann möchte sie auch auf eigenen Wunsch hin Medizin studieren, was damals für eine Frau natürlich noch undenkbar schien. Und so verlässt sie die häusliche Umgebung und die lieblose Mutter, in der Hoffnung, nun ihre Liebe und Anerkennung zu erhalten. Sarah Moss beschreibt mitfühlend und einfühlsam die Geschichte von Ally, die es unter ihrer lieblosen Mutter Elisabeth sehr schwer im Leben hat. Eindrucksvoll wird dies um die Zeit des 19. Jahrhunderts erzählt, mit den Moralvorstellungen, Bestrafungen und Erziehungsmethoden, aber auch der medizinische Stand von damals wird wunderbar beschrieben und überzeugt realistisch aus dieser Epoche. Mich hat zum einen der wunderbare klare und flüssige Schreibstil sowie die Charaktere dieser eindrucksvoll erzählten Geschichte von Kapitel zu Kapitel immer mehr in seinen Bann gezogen. Am Ende des Buches war ich einfach nur begeistert und berührt. Informativ, fesselnd und mitfühlend, ein toller Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen möchte.

100%ige Leseempfehlung
von vielleser18 aus Hessen am 19.09.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch beginnt 1856 mit der Hochzeit von Alfred und Elizabeth in Manchester. Sarah Moss beschreibt abwechslend ihre Gefühle und Ansichten. Ein Jahr später wird Ally geboren, von der die Geschichte dann im weiteren handelt. Elizabeth, selbst sehr streng erzogen, ist tief gläubig, und setzt sich für die vielen armen Menschen in ... Das Buch beginnt 1856 mit der Hochzeit von Alfred und Elizabeth in Manchester. Sarah Moss beschreibt abwechslend ihre Gefühle und Ansichten. Ein Jahr später wird Ally geboren, von der die Geschichte dann im weiteren handelt. Elizabeth, selbst sehr streng erzogen, ist tief gläubig, und setzt sich für die vielen armen Menschen in ihrer Umgebung ein und vor allem für die Rechte der Frauen. Doch sie tut das mit einer unnachgiebigen, freudlosen Art, vor allem aber, verlangt sie von ihren Kindern, denen sie keine Liebe gibt oder geben kann, ein Leben nach strengen Regeln, Arbeit und Einsatz. Vor allem von Ally, die mehr und mehr anfängt unter dem Druck und der Erwartungshaltung ihrer Mutter zu leiden. Ist sie doch sehr begabt und von ihrer Mutter ausersehen einen ganz besonderen Weg einzuschlagen: sie soll als einer der ersten Frauen Englands Medizin studieren. Jedem Kapitel ist eine Bildbeschreibung vorangestellt, die auch immer einen Bezug zu den Begebenheiten des Kapitels beeinhaltet. Gemalt von Alfred, Allys Vater, und dessen Freund und Kollegen Aubrey. Dies gibt dem Buch authentische Züge, so dass man geneigt sein kann, dass diese Bilder existieren und damit auch diese Menschen wirklich gelebt haben. Ein gelungenes Stilmittel ! Die Geschichte von Ally begleitet den Wandel der Rolle der Frau im 19. Jahrhundert. Viele Ungerechtigkeiten, die damals üblich waren, werden hier geschildert, viele Grausamkeiten, viele Behandlunsgmethoden, viele Strafen, die man sich heute so gar nicht mehr vorstellen kann. Und wie steinig der Weg war, dieses zu ändern. Es geht aber auch um die Medizin und ihre Notwendigkeiten. Sarah Moss wirft z.B. in einer Diskussion unter den Studentinnen die Frage auf, was ist notwendig, was ist vertretbar, was ist experimentieren, was ist heilen ? Dabei geht es um Operationen und die hohe Todesrate, die damals noch bestand. Der Roman ist authentisch geschildert, bewegend und mitreissend, informativ und bewegend. Von mir gibt es eine 100%ige Leseempfehlung.


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