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Mein Bruder und ich und das ganze Universum

Ein ergreifendes Kinderbuch über Autismus, Freundschaft und Geschwisterliebe!

Katya Balen

(7)
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Beschreibung

„Ein berührendes Buch über Liebe, furchtbaren Verlust, Verstehen und Annehmen [...]."

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Altersempfehlung 11 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 30.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-55761-2
Verlag Carlsen
Maße (L/B/H) 21,8/15,2/2,2 cm
Gewicht 372 g
Originaltitel The Space We’re In
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Annette der Weppen
Verkaufsrang 119789

Buchhändler-Empfehlungen

Birgit Druffel, Thalia-Buchhandlung Wesel

Am Anfang musste ich mich etwas an den Stil gewöhnen, aber das ging schnell vorbei. Das Buch ist altersentsprechend erzählt und wirkt überhaupt nicht gezwungen. Der Inhalt berührt einen sehr und als Außenstehender lernt man noch einiges dazu.

Familie heißt Zusammenhalt, denn ohne geht es nicht!

Alexandra Castillo, Thalia-Buchhandlung Coburg

Frank ist 10 Jahre alt und sein kleiner Bruder Max hat Autismus. Der Alltag mit Max ist nicht immer ganz einfach, denn Max nimmt die Welt ein bisschen anders wahr, als andere Menschen. Dadurch, dass er zum Beispiel Farben fühlen und nicht gut mit lauten Geräuschen umgehen kann, bekommt er oft Anfälle, die sich „Meltdown“ nennen. Max kann, obwohl er schon fünf Jahre alt ist, noch nicht sprechen und das Kommunizieren funktioniert nur mithilfe von Bildkarten und Handzeichen. Obwohl Frank diesen Alltag natürlich kennt, muss er oft zurückstecken und Situationen, in denen er glücklich ist und Spaß hat, können schnell wieder vorbei sein, wenn Max „schmilzt“ so wie Frank die Anfälle nennt. Das Buch ist durchgängig aus Franks Sicht geschrieben und erzählt so schonungslos aus Kindersicht einen Alltag mit seinem autistischen kleinen Bruder. Somit ist es keine leichte Kost und man leidet im Verlauf der Geschichte immer mehr mit Frank mit. So wie Frank seine Gedanken aufschreibt erinnert es an ein Tagebuch, in dem er all seine Gefühle raus lassen kann. Dadurch bekommt man mit, wie er sich für seinen Bruder schämt, sich oft vernachlässigt und in den Schatten gestellt fühlt. Nichtsdestotrotz merkt man, dass er Max liebt und ihm helfen möchte. Aber er würde auch gerne aus diesem Schatten ausbrechen und ungestört seine Kindheit leben. Doch so geht das nicht. Nicht mit Max. Und schon gar nicht, wenn noch ein Schicksalsschlag dazu kommt und Franks Welt komplett auseinanderbricht… Diese Geschichte ist so ganz anders. Sie spiegelt die pure Realität wider. Sie spiegelt das Leben wider. Um dieses Buch zu lesen braucht man Zeit, es ist kein Buch für zwischendurch, obwohl es nur knapp 200 Seiten hat. Dennoch ist dieses Buch nicht nur traurig und mitleiderregend. Es ist sehr vielseitig und hat mir an einigen Stellen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, sei es wegen Franks kindlicher Denkweise oder aufgrund einiger Situationen. Schlussendlich hat man vor allem die Charaktere ins Herz geschlossen, egal ob Max, Frank oder den Rest der Familie, inklusive Nachbarn mit Hund. Tolles Buch!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Sehr empfehlenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Norderstedt am 24.11.2019

Frank ist 10 und er hat einen Bruder der fünf Jahre alt ist. Einen Bruder, der uns in den ersten Seiten des Buches nur Schritt für Schritt immer näher gebracht wird. Wir erfahren, dass dieser Bruder keine lauten Geräusche ertragen kann; er Farben fühlt; er nicht baden mag; er immer denselben Pullover tragen will; mit Veränderun... Frank ist 10 und er hat einen Bruder der fünf Jahre alt ist. Einen Bruder, der uns in den ersten Seiten des Buches nur Schritt für Schritt immer näher gebracht wird. Wir erfahren, dass dieser Bruder keine lauten Geräusche ertragen kann; er Farben fühlt; er nicht baden mag; er immer denselben Pullover tragen will; mit Veränderungen nicht umgehen kann; nicht sprechen kann und das sich sein Bruder für ihn schämt. Wir erfahren, dass die Eltern überfordert sind und das das Leben mit ihm fast unerträglich ist. Max. So heißt der Bruder. So heißt der Mensch, der anders ist, nämlich ein Autist. Es ist eine ergreifende Geschichte, die uns die Autorin Katya Balen schreibt bzw. beschreibt. Es ist die Geschichte des kleinen Jungen Frank, der als Schattenkind sein Leben lebt. Denn alles dreht sich nur um seinen kranken Bruder. Alle Blicke richten sich auf ihn. Auf Max. Aber wo bleibt Frank? Frank mit seinen Bedürfnissen? Mit seinen Wünschen? Warum wird er nicht gesehen? Das Buch selbst gleicht einem Tagebuch. Einem Tagebuch, dass die gesamte Gefühlswelt des kleinen Frank in sich birgt. Durch seine Augen erleben wir die Familie, die täglichen Tragödien, die Gefühle und Gedanken zu seinem Bruder, der ihn in den Schatten stellt. Wir erfahren, wie er aus diesem Schattendasein ausbrechen will, es aber doch nicht schafft und wie sich seine Beziehung zu seinem Bruder verändert. Der Schreibstil ist für dieses Buch gut ausgesucht. Es sind einfache Sätze. Aber schmerzvolle Gedanken. Es sind einfache Beobachtungen. Aber schmerzvolle Erfahrungen. Das Buch ist keine leichte Unterhaltungslektüre. Trotzdem würde ich sie jedem empfehlen, der therapeutisch tätig ist, oder sich für das andere Leben anderer interessiert. Es ist ein Kinder und Jungendbuch und als solches absolut richtig und unbedingt empfehlenswert.

Mitten ins Herz <3
von Angel1607 aus Peisching am 26.09.2019

Worum gehts? Frank ist 10 Jahre alt und kämpft mit der Tatsache, dass sein Bruder anders ist. Denn Max ist Autist. Ich habe entdeckt, dass der Klappentext auf der Homepage des Verlages ein ganz anderer ist als auf meinem Leseexemplar und darum tut euch einen Gefallen und lest den neuen Text nicht!! Begnügt euch mit dem von me... Worum gehts? Frank ist 10 Jahre alt und kämpft mit der Tatsache, dass sein Bruder anders ist. Denn Max ist Autist. Ich habe entdeckt, dass der Klappentext auf der Homepage des Verlages ein ganz anderer ist als auf meinem Leseexemplar und darum tut euch einen Gefallen und lest den neuen Text nicht!! Begnügt euch mit dem von meinem Buch, denn er enthält meiner Meinung nach nicht so viele Spoiler wie der neue Text!!!! Unser Atem macht milchige Wolken in der kalten Luft und wir blasen die Backen auf und pusten Rauchfontänen aus, weil Max das lustig findet, und dann haucht er selber in die Luft und versucht, den Nebel einzufangen. Dann hält er Ahmed und Jamie seine Hände hin und ich brenne wieder vor Scham, weil nur Babys sich an den Händen halten, aber die beiden nehmen sie einfach und plötzlich ist alles ganz leicht. Wir stolpern in einer Kette von Armen und einem Wirrwarr von Beinen den Hang hinunter und in mir explodiert ein strahlendes, unmögliches Glücksgefühl. NUR FÜR DEN BRUCHTEIL EINER SEKUNDE. Wie ergings mir? Ich muss sagen, dass das Thema Autismus mich eigentlich schon ewig lange beschäftigt. Ich hatte – neben vieler anderer Ängste – immer wieder Sorge, dass mein Kind eine gewisse Form Autismus in sich trägt und ich ihm einfach dieses Leben, welches es verdient, nicht geben kann. Aber ich denke, dass ist normal. Immer wieder hat man als Mutter Angst um das Kind. Einmal mehr, einmal weniger. Umso mehr bewundere ich jene Mütter, bei denen solche Ängste Tatsachen sind und die solch enorme Kraft aufbringen um ihrem Kind das beste Leben zu ermöglichen und an das Unmögliche Glauben. Diese unheimliche Stärke ist mir oft ein Vorbild!!! Und nun lernte ich Frank kennen. Frank ist 10 und hat einen kleinen Bruder Max, der das Leben der Familie völlig auf den Kopf gestellt hat. Und nicht immer kommt Frank damit klar. Völlig normale Dinge wie Schuhe kaufen gehen, entwickeln sich für die Familie zum Desaster und kosten große Kraft. Kraft, die langsam dem Ende zugeht und Frank zu gewissen Handlungen treibt, die manche Menschen vielleicht den Kopf schütteln lassen. Aber seien wir doch ehrlich, wer kann ihn nicht verstehen? Ich konnte ihm jedenfalls wegen seiner Gedanken oder Handlungen nie böse sein oder verachten, denn oft genug musste er damit klar kommen, zurückzustecken und sich mehr um sich selbst kümmern zu müssen als vielleicht andere Kinder seines Alters. Aber dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass er Max liebt. Als dann ein weiterer Schlag die Familie trifft, scheint Frank förmlich zu zerbrechen und ihn immer weiter von seinem Bruder Max zu entfernen. Diese Leere, die mehr und mehr von Frank Besitz ergreift, ist so tragisch und emotional geschrieben, dass es mir ein ums andere Mal selbst das Herz gebrochen und Tränen gekostet hat. Jedoch habe ich nie die Hoffnung verloren, dass alles wieder gut werden würde und der Aufschwung kommt. Ob ich recht behalten sollte oder nicht, das müsst ihr schon selbst lesen! Ich kann euch das Buch wirklich wärmstens empfehlen! Es ist unheimlich emotional geschrieben und irgendwo bringt es einem auch dazu, die kleinen Dinge des Lebens mehr zu schätzen! Es ist auf jeden Fall ein besonderes Buch über besondere Menschen <3 Außerdem gibt es neben den traurigen Momenten, auch genügend schöne Momente, die vorallem im letzten Drittel des Buches von ganz besonderer Natur sind!

4,5 Sterne
von Weinlachgummi aus Schwarzwald am 05.09.2019

Der 10-Jährige Frank erzählt uns in Mein Bruder und ich und das ganze Universum, wie es ist mit seinem 5- Jährigen Bruder Max zu leben. Max ist Autist und so gestaltet sich der Alltag nicht immer einfach. Hierbei hat es die Autorin wunderbar geschafft, aus der Sicht eines 10-Jährigen Kindes zu erzählen. Es wirkt total authentisc... Der 10-Jährige Frank erzählt uns in Mein Bruder und ich und das ganze Universum, wie es ist mit seinem 5- Jährigen Bruder Max zu leben. Max ist Autist und so gestaltet sich der Alltag nicht immer einfach. Hierbei hat es die Autorin wunderbar geschafft, aus der Sicht eines 10-Jährigen Kindes zu erzählen. Es wirkt total authentisch und echt. So als würde Frank da wirklich mit uns sprechen und nicht, als wäre da ein Erwachsener am Zug. Der Leser begleitet Frank über mehrere Wochen und auch Monate, sodass man da wirklich einen guten Einblick bekommt. Man erlebt, wie sehr es Frank manchmal belastet, dass er Max als Bruder hat. Wie er immer wieder einstecken muss, sich zurückhalten. Aber auch, wie sehr er Max liebt, wie er sich ganz intuitiv um seinen Bruder kümmert und Situationen begegnet, wo manch ein Erwachsener nicht wüsste, wie er reagieren soll, weil ihm einfach die Erfahrung fehlt. Frank hingegen meistert diese aber. Ich bin froh, dass er Gips offenbar nicht zu knallig ist, denn sonst würde Max ihn nicht anfassen, weil die Farbe ihm die Haut verbrennt. Max sieht Farben nicht bloß mit den Augen, so wie ich, sondern fühlt sie mit dem ganzen Körper. Ich glaube, deshalb will er sie auch nicht essen, nie Seite 71 Hier wird einen wirklich schöne Geschwister Verbindung dargestellt. Und manche Situationen haben mich wirklich sehr gerührt.Wie Frank mit seinen 10 Jahren, manchmal schon so viel weiter ist, als manch ein Erwachsener es je sein wird. Weil sein Denken einfach zu beschränkt ist und er nie verstehen wird, dass Max zwar anders ist, dies aber nicht gleichbedeutend ist mit schlechter. Wie Max dargestellt wurde, hat mir auch gefallen. Ich habe schon einige Bücher mit autistischen Charakteren gelesen, weil mich diese interessieren und fand diese hier gelungen. Und es war einfach wunderschön und auch ergreifend mitzuerleben, wie er sich immer weiterentwickelt und steigert, mit der richtigen Hilfe und genug Zeit. Das Buch ist für Leser ab 11 Jahren und somit hoffe ich, dass auch einige junge Leser es lesen werden und es so für mehr Aufgeschlossenheit sorgt. In dem Buch wird auch noch eine andere Thematik eingebracht, die mich berührt hat, auf die ich aber wegen Spoiler Gefahr nicht näher eingehen werde. Nur so viel, auch diese Thematik wurde wirklich gut und authentisch eingebracht. Fazit: Große Leseempfehlung für dieses berührende Buch. Ich fand es oft ergreifend, aber die Geschichte hatte auch einiges positives. Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin es geschafft hat, aus der Perspektive eines 10-Jährigen zu erzählen und wie authentisch der Umgang in der Familie dargestellt wurde. 4,5 Sterne


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