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Alles, was wir sind

Roman

Es geht um Liebe.
Es geht um uns.

Der Kalte Krieg zieht auf, und Worte werden zu Waffen. Olga Iwinskaja, Geliebte des großen Boris Pasternak, wird verhaftet. In Moskau will man verhindern, dass Pasternaks Roman Doktor Shiwago erscheint, doch Olga hält an ihrer Liebe zu Boris fest.
Zugleich will die CIA mit einer einzigartigen Waffe den Widerstand in der Sowjetunion wecken – mit Literatur, mit Doktor Shiwago. Für die Mission wird die junge Irina angeworben und von der Agentin Sally ausgebildet. Es beginnt eine gefährliche Hetzjagd auf ein Buch, das den Lauf der Welt verändern soll.

Eine große Geschichte über geheime Heldinnen, die Kraft der Literatur und – die Liebe.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 475
Erscheinungsdatum 08.11.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-352-00935-8
Verlag Rütten & Loening Berlin
Maße (L/B/H) 22,1/14,4/4,3 cm
Gewicht 697 g
Originaltitel The Secrets we kept
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Ulrike Seeberger
Verkaufsrang 42835
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Christel Cader, Thalia-Buchhandlung bonn

Was hat der CIA mit der Veröffentlichung von "Pasternaks, Dr. Schiwago" zu tun? Welche Mittel der Propaganda wurden während des kalten Krieges eingesetzt? Dieser spannende, Spionageroman enthält historische Einblicke und Fakten auch um die schillernde Person von Boris Pasternak.

Lorena Lahrem, Thalia-Buchhandlung Berlin

Hier trifft Zeitgeschichte auf spannende Unterhaltung! Wie kam es zu dem Roman „Doktor Shiwago“ und welche Akteure waren involviert? Ein amerikanisch-sowjetischer Geschichtsroman, bei dem mich vor allem die starken Frauenfiguren dieser Zeit beeindruckt haben!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
88 Bewertungen
Übersicht
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gesellschaftskritischer Roman zur Zeit von Doktor Shiwago
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Hofgastein am 21.02.2020

Nach dem 2. Weltkrieg werden Frauen, ehemalige Spione, nur mehr als Stenotypistinnen beschäftigt. Sehr glaubhaft und ansprechend wird die Haltung Frauen gegenüber bereits in den ersten Seiten beschrieben. Die Geschichte spielt in den 50er Jahren, erzählt wird von verschiedenen Perspektiven. In Moskau will man verhindern, dass de... Nach dem 2. Weltkrieg werden Frauen, ehemalige Spione, nur mehr als Stenotypistinnen beschäftigt. Sehr glaubhaft und ansprechend wird die Haltung Frauen gegenüber bereits in den ersten Seiten beschrieben. Die Geschichte spielt in den 50er Jahren, erzählt wird von verschiedenen Perspektiven. In Moskau will man verhindern, dass der Roman Doktor Shiwago von Boris Pasternak veröffentlicht wird. Dazu verhaften sie dessen Geliebte Olga, schicken sie sogar ins Gulag, doch diese hält fest zu Boris. 6 Jahre später ist das Buch fertig, auch die CIA hat Interesse daran. Dafür bilden sie in der Agency auch Spione aus, darunter Irina, die untertags als Sekretärin arbeitet. Die Geschichte ist sozusagen der Hintergrund zu Doktor Shiwago, jedoch mit Hauptaugenmerk auf die beteiligten Frauen. Somit entsteht hier eine vollkommen andere Perspektive. Die wechselnden Schauplätze werden sehr ansprechend beschrieben, mir als Leser viel es leicht, der Geschichte zu folgen. Auf mich macht das Buch den Eindruck, dass es hervorragend recherchiert wurde. Die Schreibweise ist sehr bildhaft, versetzt den Leser zurück in eine Zeit voller Intrigen, Spionage, Frauenfeindlichkeit und Liebe. Literatur vom Feinsten! Mir hat nicht so gut gefallen, dass man eigentlich nicht erfahren hat, wieso Doktor Shiwago so umstritten war. Wenn man die Hintergründe vorher nicht kannte, bleibt man hier im Ungewissen. Auch wird der Leser meiner Meinung nach mit falschen Angaben gelockt. Es geht weniger um die Auswirkungen des Buches als um die Geschichten der Frauen aus dem Umfeld Boris Pasternaks. Ich würde dieses Buch jenen Lesern empfehlen, die eher an Gesellschaftsliteratur interessiert sind.

Anders als erwartet
von Furbaby_Mom am 09.02.2020

"Alles, was wir sind", erschienen im Rütten & Loening Programm des Aufbau-Verlags, war der erste Roman, den ich von Autorin Lara Prescott lesen durfte und noch ehe ich die Lektüre überhaupt begann, kam ich nicht umhin, die überaus hochwertige und optisch aufwendige Buchausstattung zu bestaunen. – Ein bedruckter Folienumschlag, d... "Alles, was wir sind", erschienen im Rütten & Loening Programm des Aufbau-Verlags, war der erste Roman, den ich von Autorin Lara Prescott lesen durfte und noch ehe ich die Lektüre überhaupt begann, kam ich nicht umhin, die überaus hochwertige und optisch aufwendige Buchausstattung zu bestaunen. – Ein bedruckter Folienumschlag, der sich wunderbar vom ebenfalls bedruckten Buchdeckel abhebt, ein edles Innencover, ein Lesebändchen…nobler geht es kaum. Es wird sofort deutlich, dass dieses Werk sich von der Masse der anderen aktuell veröffentlichten Bücher abheben wird. - "Episch!", ging es mir durch den Kopf und genau solch eine Begeisterung erwartete ich mir auch vom Inhalt. Im Vorfeld hatte ich schon viel von diesem auf wahren Tatsachen beruhenden Roman gehört, der bereits seinen internationalen Siegeszug angetreten hatte. Vielleicht kennt nicht jeder Leser den Namen Boris Pasternak, aber sein Lebenswerk, der Roman "Doktor Shiwago", dessen Verfilmung Mitte der Sechziger Jahre gleich fünf Oscars gewann, ist ein Stück Kulturgeschichte. Tatsächlich sollte in der damaligen Sowjetunion die Veröffentlichung Pasternaks Romans mit allen Mitteln verhindert werden, wovon nicht nur er selbst, sondern vor allem seine Geliebte (und Muse) Olga Iwinskaja betroffen war. Trotz mehrerer Jahre Gefangenschaft, die sie aufgrund ihrer Bekanntschaft mit Boris in einem weit von Moskau entfernten Gulag unter desaströsen Bedingungen verbringen muss, bleibt sie ihm treu und unterstützt ihn in seinem Schaffen. In den USA leitet die CIA derweil eine sanfte Propagandawelle ein, indem sie gedruckte Exemplare des Romans heimlich nach Russland zurückschmuggeln will, um die Menschen dort aufzurütteln und somit das Sowjetregime quasi von innen, vom eigenen Volk ausgehend, zu schwächen. Erzählt wird sowohl aus Ost- als auch aus West-Perspektive, jeweils mit immer wechselnden Protagonisten als Hauptstimme des jeweiligen Kapitels. Insbesondere die Beleuchtung des Alltags und der Spionagetätigkeiten diverser Agenten/-innen in den USA fand ich unheimlich spannend, da das alte Washington D.C. der 50er Jahre faszinierend real von der Autorin zum Leben erweckt wurde, auch im Hinblick auf die damalige Gesellschaftsordnung. Frauen waren noch weit von der heutigen Gleichberechtigung entfernt und vor allem in den Kapiteln der Stenotypistinnen wird dies deutlich. Die junge Irina wird aufgrund ihrer russischen Abstammung von der Agency für Spionagetätigkeiten angeworben und von der charismatischen Agentin Sally (die meine Lieblingsfigur in diesem Roman war) entsprechend ausgebildet. Hierbei lag der Fokus allerdings größtenteils auf Irinas Privatleben – sie verliebt sich in jemanden, mit dem eine Beziehung unmöglich scheint… So interessant die Hintergrundgeschichte zur Veröffentlichung des legendären Romans Pasternaks ist, so fremd blieben mir die Charaktere in Lara Prescotts Werk. Möglicherweise lag es an der Vielzahl der Figuren oder am permanenten Wechsel der Erzählstimme - oftmals hatte ich zu Kapitelbeginn Probleme zu erkennen, aus wessen Perspektive gerade erzählt wird. Beinahe alle Protagonisten waren mir schlichtweg unsympathisch. Olga opfert ihr Lebensglück auf mehr als nur eine Weise für Boris (- der wiederum nur für seinen Roman lebt -), vernachlässigt sogar ihre Kinder darüber. Boris Pasternak mag ein großer Schriftsteller gewesen sein, aber menschlich wird er hier als selbstsüchtiger, rücksichtsloser Narzisst dargestellt; sein Erfolg geht ihm über alles, bedeutet ihm mehr als Olga. Sein Ego ist ihm wichtiger als Olgas Sicherheit, wichtiger als das Wohl seiner (sowie ihrer!) Familie. Ich hätte Olga vor Wut über ihre devote, naive Haltung ihm gegenüber am liebsten schütteln wollen! Über das Werk "Doktor Shiwago" hatte ich mir insgesamt mehr Detailinformationen erhofft. Warum genau war der Roman der Sowjetregierung solch ein Dorn im Auge? Welche Kritik hat er am Staat geübt? Stattdessen nahmen allerlei 'Nebenschauplätze' einen dermaßen großen Raum ein, dass die Hauptthematik etwas verblasste und die Geschichte mich letztlich nicht so fesseln konnte, wie ich es mir erhofft hatte. Speziell im Mittelteil zogen sich einige der Passagen in die Länge und lenkten vom Hauptfokus ab. Leider hat der wundervolle, mal poetisch schöne, mal nüchterne Schreibstil der Autorin nicht ausgereicht, um diese negativen Punkte auszugleichen. Den realen, in die fiktive Rahmenhandlung eingebetteten geschichtlichen Fakten liegt gewiss eine aufwendige Recherchearbeit zugrunde, das wird mehr als deutlich; dennoch hatte ich das Gefühl, als Leserin gerade mal an der Oberfläche der Informationen zu kratzen. Für Kenner von "Doktor Shiwago" ist das Werk sicherlich interessant, sozusagen als Ergänzung. Im allgemeinen Vergleich mit anderen historischen Romanen würde "Alles, was wir sind" (aufgrund der bereits angesprochenen Oberflächlichkeit und Emotionslosigkeit) allerdings den Kürzeren ziehen.

Ein Buch als Waffe
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 07.02.2020

Der Kalte Krieg prägt das Weltgeschehen. Boris Pasternak, gefeierter Autor der Sowjetunion, schreibt an dem Buch Doktor Shiwago, entgegen den Vorgaben des Staates. Seine Geliebte Olga Iwinskaja wird verhaftet und muss einige Jahre im Arbeitslager verbringen, doch die Liebe zu ihrem Borja bleibt bestehen. Währenddessen will die C... Der Kalte Krieg prägt das Weltgeschehen. Boris Pasternak, gefeierter Autor der Sowjetunion, schreibt an dem Buch Doktor Shiwago, entgegen den Vorgaben des Staates. Seine Geliebte Olga Iwinskaja wird verhaftet und muss einige Jahre im Arbeitslager verbringen, doch die Liebe zu ihrem Borja bleibt bestehen. Währenddessen will die CIA den Widerstand in der Sowjetunion mit Literatur wecken – und was bietet sich dafür besser an als das Buch, das dort nicht erscheinen darf? Für diese Mission wird die junge Irina angeworben und von der Agentin Sally ausgebildet. Denn „Doktor Shiwago“ soll die Welt verändern… Die Autorin Lara Prescott hat einen wunderbaren Roman nach wahren Begebenheiten geschrieben, sie konnte mich schnell fesseln mit diesem Buch über die Kraft der Liebe und der Idee, ein Buch zur Waffe zu stilisieren. Gut gelungen ist es, die Zeit des Kalten Krieges durch ihre Erzählungen auferstehen zu lassen, die Gefahren, die hinter dem „Eisernen Vorhang“ lauerten, werden eindrücklich geschildert. Mehrere Erzählstränge zeigen dabei die Hintergrundgeschichte aus mehreren Perspektiven, das ist vor allem zum Einstieg etwas beschwerlich. Der Fokus bleibt aber sowohl bei den Geschehnissen im (politischen) Westen wie auch im Osten. Wie sich das dann kreuzt, wie sich so manches verselbständigt und seine Protagonisten überrollt, das fand ich spannend zu lesen. Dabei merkt man die akribische Recherche der Autorin zu einem Thema, das seinerzeit höchst explosiv war. Das Buch vereint mehrere Perspektiven, mal ist es mehr Agentenroman, mal mehr historischer Roman, mal mehr Liebesgeschichte. Diese Bestandteile sind dabei so kreativ miteinander verwoben, dass es mich gut unterhalten konnte. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne und empfehle das Buch weiter.