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Diese goldenen Jahre

Roman

»Wood liefert mit Diese goldenen Jahre ein spannendes Porträt der gleißenden 20er Jahre ab.« Madame

Es ist die Zeit ihres Lebens: 1922 beginnen sechs junge Menschen ihr Studium am neugegründeten Bauhaus in Weimar. Für sie beginnen Jahre voller Glanz, Ekstase und dem Rausch der Freiheit. Sie glühen für die Ideale dieser jungen Kunstwelt und können es kaum erwarten, sich selbst darin zu verlieren.
Doch so intensiv die Freundschaft zwischen Paul, Walter, Jenö, Irmi und Charlotte auch scheint, sie ist durchwirkt von Geheimnissen, Intrigen und unglücklicher Liebe. Als diese goldenen Jahre in die düstersten übergehen, bricht all das so sorgsam Verborgene hervor – und zieht die Freunde in einen tiefen Abgrund.

In ihrem hinreißenden Roman erzählt Naomi Wood eine Geschichte von bedingungsloser Liebe, tiefer Freundschaft und dem größten Verrat.
Portrait
Naomi Wood, geboren 1983, studierte in Cambridge und promovierte an der University of East Anglia. Mit ihrem vielgelobten Roman Als Hemingway mich liebte (2016) gelang ihr der internationale Durchbruch. Sie lebt mit ihrer Familie in Norwich.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 05.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-00544-8
Verlag Atlantik Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/3,5 cm
Gewicht 503 g
Originaltitel The Hiding Game
Auflage 1
Übersetzer Claudia Feldmann
Verkaufsrang 55966
Buch (gebundene Ausgabe)
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22,00
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Toller Roman

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Bücher über das Bauhaus faszinieren mich sofort. Der Faszination Bauhaus unterliegen auch sechs talentierte Studentinnen und Studenten. Aber es ist auch gerade diese Architekturschule, die sie sie an ihre persönlichen Grenzen bringen wird. Von den Nazis unter Druck gesetzt müssen sie sich entscheiden. Werden sie ihren Idealen treu bleiben? Eine dramatische, lebendige Geschichte über vertrauenvolle Freundschaft und zerstörerischem Verrat, die noch lange nachhallt.

Kundenbewertungen

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100 Jahre Bauhaus - ein Blick hinter die Kulissen
von Gertie G. aus Wien am 19.09.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Autorin Naomi Woods entführt uns in das Jahr 1922 nach Weimar. Fünf junge Studentinnen und Studenten beginnen mit Enthusiasmus ihr Studium am Bauhaus von Walter Gropius und seinen Meistern. Sie bekommen es mit arrivierten Malern wie Paul Klee und Wassily Kandinsky oder strengen wie Johannes Itten zu tun. Itten, der bereits in Wi... Autorin Naomi Woods entführt uns in das Jahr 1922 nach Weimar. Fünf junge Studentinnen und Studenten beginnen mit Enthusiasmus ihr Studium am Bauhaus von Walter Gropius und seinen Meistern. Sie bekommen es mit arrivierten Malern wie Paul Klee und Wassily Kandinsky oder strengen wie Johannes Itten zu tun. Itten, der bereits in Wien und der Schweiz unterrichtet hat, verlangt seinen Schülern im Vorkurs einiges ab: Fasten bis zur Selbstaufgabe. Dazwischen wird gefeiert, die Modedroge Kokain konsumiert und dem freien Leben gefrönt. Besonders für die jungen Frauen bedeutet sich diese Zeit als eine völlige Umstellung: Weg mit dem Korsett, den Zöpfen, dem Busen - androgyne Figuren sind gefragt, die sogenannte „Garçonne“. Frauen in Herrenanzügen, Bubikopf, streng asketisch. Das ist das Umfeld, in dem sich Paul Beckermann, eine der fünf Hauptpersonen, der auch gleichzeitig Erzähler ist, bewegt. Während einige seiner Freunde finanzielle Unterstützung durch die Familie erhalten, muss Paul arbeiten. Er malt für Ernst Steiner, einen etwas zwielichtigen Kunsthändler, üppige, aber kitschige Landschaftsbilder. Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen. Paul ist unsterblich in Charlotte verliebt, die jedoch mit Jenö zusammenlebt, der seinerseits von Walter geliebt wird. Eine Art Reigen von ungestillten Leidenschaften. Doch bald schlägt das Schicksal in Form der Nazis zu. Das Bauhaus übersiedelt vom konservativen Weimar nach Dessau. 1933 wird das Bauhaus endgültig verboten und geschlossen. Schon zuvor wird Gropius vorgeworfen, „zu viele Juden und zu viele Frauen“ in die Schule aufzunehmen. Auf Grund einer Liste, die die Namen von Ausländern und Juden enthält, wird auch Charlotte, die gebürtige Pragerin zur persona non grata. Für eine Flucht ist es allerdings zu spät. Charlotte stirbt in einem Konzentrationslager. Erst Jahre später kommt heraus, wer diese Liste an die Nazis weitergeben hat. Meine Meinung: Dieser Roman zeigt einiges über die Bauhaus-Zeit, die doch recht turbulent war. Die sektiererische Haltung von Itten, der seine Schüler hier (meiner Ansicht nach) missbraucht, war mir schon länger bekannt. Gut gelungen ist die Darstellung der Studenten, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Die Liebeswirren von Paul sind mir ein wenig zu detailliert. Ich hätte mir ein wenig mehr „Bauhaus“, Kunst, Design etc. gewünscht. Aber dafür gibt es ja noch ein paar Sachbücher. Fazit: Ein zur 100-Jahr-Feier der Gründung des Bauhauses passender Roman, der die Zeit gut darstellt. Gerne gebe ich 4 Sterne.

Ein großartiger Roman aus der Welt der Kunst!
von Monika Schulte aus Hagen am 05.09.2019

Wir schreiben das Jahr 1922. Fünf Menschen beginnen ihr Studium am Bauhaus im Weimar. Sie sind jung. Sie sind wild. Sie sind frei. Sie lieben ihre junge Kunstwelt, sie lieben das Besondere am Bauhaus. Paul Beckermann ist einer von ihnen. Er erzählt ihre Geschichte. Neben seinem Studium am Bauhaus arbeitet Paul für Ernst Stein... Wir schreiben das Jahr 1922. Fünf Menschen beginnen ihr Studium am Bauhaus im Weimar. Sie sind jung. Sie sind wild. Sie sind frei. Sie lieben ihre junge Kunstwelt, sie lieben das Besondere am Bauhaus. Paul Beckermann ist einer von ihnen. Er erzählt ihre Geschichte. Neben seinem Studium am Bauhaus arbeitet Paul für Ernst Steiner. Für Steiner malt er kitschige Landschafts- und Mädchenbilder, die im großen Stil von Amerikanern gekauft werden. Paul braucht das Geld, um unabhängig von seinen Eltern das Studium finanzieren zu können. Am Bauhaus haben die jungen Studenten mit Künstlern mit Itten, Kandinsky und Klee zu tun. Von Itten übernehmen sie u.a. die Sitte, strengt zu fasten. Das Fasten schafft Klarheit, sie bekommen einen besseren Blick für die Kunst. Das Fasten, das Studium, es bringt die Studenten oft an ihre Grenzen. Sie feiern, sie nehmen Drogen, verbringen aber auch viel Zeit in der Natur. Eine herrliche Zeit für die jungen Menschen, die die Kunst so lieben und nach Erfolg streben. Paul ist in Charlotte verliebt, doch sie ist mit Jenö zusammen, der wiederum von Walter geliebt wird. Geheime Lieben, Lebensläufe, Schicksale. Die Zeit vergeht. Einige von ihnen werden zu Jungmeistern ernannt, dürfen nun selbst unterrichten. Die goldenen Zwanziger Jahre sind bald vorbei. Eine andere Zeit bricht an, eine düstere Zeit. Das Bauhaus mit seiner modernen Kunst ist verpönt bei den Nationalsozialisten. Das Bauhaus in Weimar muss schließen. Sie siedeln sich in Dessau an. Charlotte, die ursprünglich aus Prag stammt, wird zur unerwünschten Person erklärt, doch zum Fliehen ist es zu spät. "Diese goldenen Jahre" - es ist ein Roman, der mich fasziniert hat. Ein Roman, mit dem man eintaucht in die Welt der Kunst, die vielleicht nicht jedem geläufig sein mag. Am Bauhaus gibt es eine Weberei, eine Metallwerkstatt, eine Druckerei. Es sollen Produkte erschaffen werden mit einfachen und klaren Formen. Industriell hergestellte Gebrauchsgegenstände, die auch für gewöhnliche Menschen erschwinglich sind, die ihnen das Leben leichter machen sollen Das Bauhaus - eine spannende Zeit, vielleicht sogar der Zeit voraus. Im Jahr 2019 feiert das Bauhaus 100jähriges Jubiläum. Das Buch passt hervorragend. Es ist ein großartiges Buch. Es fesselt, es begeistert. Ich weiß nicht, ob es Zufall ist oder gewollt, aber könnte es sein, dass bei der Form des Buch (sehr eckig) an das Bauhaus gedacht wurde? "Diese goldenen Jahre" - ein Roman, der bestens unterhält und die Bauhaus-Ära lebendig werden lässt. Unbedingte Lese-Empfehlung!

Meister Ittens Jünger
von hasirasi2 aus Dresden am 21.08.2019

1922 begegnen sich 6 junge Menschen im ersten Semester am Bauhaus in Weimar: Walter, Kenö, Kaspar, Irmi, Charlotte und Paul. Sie wollen sich hier weiterentwickeln und verwirklichen, wollen zur neuen Moderne gehören und von berühmten Künstlern wie Itten, Kandinsky, Klee oder Albers lernen. Der Unterricht bringt sie an ihre Grenze... 1922 begegnen sich 6 junge Menschen im ersten Semester am Bauhaus in Weimar: Walter, Kenö, Kaspar, Irmi, Charlotte und Paul. Sie wollen sich hier weiterentwickeln und verwirklichen, wollen zur neuen Moderne gehören und von berühmten Künstlern wie Itten, Kandinsky, Klee oder Albers lernen. Der Unterricht bringt sie an ihre Grenzen – körperlich und seelisch „Wir lernten das gesamte Wesen eines Objektes kennen ... Vor allem aber lernten wir zu fasten und wie das Fasten in unserem hungrigen Ich eine ganze Welt aus Glanz, Chaos und Genuss entstehen lassen konnte.“ (S. 15) Aber sie sind jung – und verliebt, in das Leben und auch ineinander. „Wir alle liebten einander. Gott, waren wir glücklich.“ (S. 30) Doch die Idylle zerbricht, als Charlotte und Kenö ein Paar werden, denn Paul ist schon lange in Charlotte verliebt und Walter in Kenö. „Das Schlimmste dabei war, dass nicht nur die Zukunft tot war, sondern auch die Vergangenheit ein neues Gesicht bekam.“ (S. 128) Paul und Walter sehen die Beziehung der Beiden als Verrat, trotzdem hält die Gruppe irgendwie zusammen, sie bleiben auch nach ihrem Abschluss als Jungmeister am Bauhaus. Inzwischen wurde die Schule von den Nationalsozialisten aus Weimar vertrieben und hat sich in Dessau niedergelassen. Das neue Haus ist noch modernen und futuristischer, das Lebenskonzept noch mehr auf die totale Reduktion ausgerichtet: „Tagsüber reflektierte es das Licht wie ein riesiger Spiegel, Abend leuchtete es wie ein Raumschiff.“ (S. 163) Auch die Ansprüche haben sich gewandelt: die Entwürfe sollen jetzt nützlich, massentauglich und zeitlos sein. Der Zusammenhalt der Gruppe bröckelt weiter, als Walter regelmäßig und freizügig Heroin verteilt. Während für ihn, Charlotte und Paul das Leben ein dauernder Drogenrausch wird, distanziert sich Kenö immer mehr ... „Diese goldenen Jahre“ von Naomi Wood zeigt die Sonnen- und Schattenseiten einer Gruppe junger Menschen, die eigentlich fortschrittlich und modern, großzügig und frei sein wollen, und sich dabei in Geheinisse, Verrat, Intrigen und Beziehungsdramen verrennen. Was hell und leicht beginnt „...im sanften Schein des Nachmittages schimmerte unser Leben wie Gold.“ (S. 18), wird bald dunkel und schwer. Die Ausbildung bringt vor allem Paul an seine Grenzen. In Dresden haben ihn seine Lehrer gelobt und ihm eine große Zukunft vorausgesagt, in Weimar ist seine Art zu malen längst unmodern und altbacken. Walter ist homosexuell und Jenö zumindest zu Beginn noch unentschlossen, für welches Geschlecht er sich interessiert. Und Charlotte, die aus Prag stammt, gehört bald zu den unerwünschten Ausländern, die abgeschoben werden sollen – die Parallelen zur heutigen Zeit sind unverkennbar und erschreckend. Der Nationalsozialismus breitet sich aus und nimmt auch auf ihren Alltag Einfluss – wie lange wird es noch gut gehen, werden sie noch in Deutschland bleiben können? Naomi Wood hat ihren Roman fast wie ein Kammerspiel aufgebaut. Die Handlung konzentriert sich auf nur wenige Personen, trotzdem hat sie die Entwicklung des Bauhauses und seiner Lehren sehr geschickt eingebunden. Das Geschehen wird durch die Gruppendynamik bestimmt, die Schicksale sind eng miteinander verflochten. Aber letztendlich ist nichts so, wie es scheint. Es gibt zu viele Lügen und Geheimnisse.