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Schwarzer Leopard, roter Wolf

Dark Star 1. Roman

Sucher, der Jäger mit dem besonderen Sinn, wird vor seine schwierigste Aufgabe gestellt. Er muss einen Jungen aufspüren, der vor drei Jahren spurlos verschwand. Seine Fährte führt ihn durch Wälder und Städte, zu Gestaltwandlern, Ausgestoßenen und Hexen. Aber kann er den Jungen retten und die Welten wieder in Einklang bringen?

»Man Booker Prize«-Träger Marlon James legt mit »Schwarzer Leopard, roter Wolf« den Auftakt zu einer Trilogie vor, die afrikanische Geschichte und Mythen zu einem gewaltigen Fantasy-Epos verflicht.
Portrait
Marlon James wurde 1970 als Sohn zweier Polizeibeamter in Kingston geboren. Mehr als zehn Jahre arbeitete er als Werbetexter und Grafikdesigner, u.a. für den Dancehall-Musiker Sean Paul und das »T-Magazin« der »New York Times«. Bei einem Literaturworkshop in Jamaika wurde eine Dozentin der Wilkes University Pennsylvania auf James aufmerksam und verschaffte ihm ein Masterstudium in Kreativem Schreiben sowie eine Assistentenstelle. Sein erster Roman »Der Kult« erntete über siebzig Ablehnungen, ehe er einen Verlag fand und in der Folge als bestes Debüt für den »Los Angeles Times Book Prize« und den »Commonwealth Writers’ Prize« nominiert wurde. Für sein 2009 erschienenes Nachfolgewerk »The Book of Night Women« über eine Revolte jamaikanischer Sklavinnen während der Kolonialzeit erhielt James den »Dayton Literary Peace Prize« und den »Minnesota Book Award«. Sein dritter Roman »Eine kurze Geschichte von sieben Morden«, wurde ebenfalls vielfach ausgezeichnet. Als erster Jamaikaner erhielt James den »Man Booker Prize«. Er lebt heute in Minneapolis, Minnesota.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 832 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.10.2019
Sprache Deutsch, Englisch
EAN 9783641244156
Verlag Random House ebook
Originaltitel Black Leopard, Red Wolf - The Dark Star Trilogy 1
Dateigröße 3468 KB
Übersetzer Stephan Kleiner
Verkaufsrang 10303
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Buchhändler-Empfehlungen

Julian Baetz, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Wahnsinnig anspruchsvolle Literatur, angesiedelt in einer fantastischen Welt. Sehr kreativ und tiefgründig, aber man sollte dieses Werk keinesfalls als Fantasy-Roman verstehen. Wer es anspruchsvoll und außergewöhnlich mag, wird diesen Titel gerne lesen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
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Für mich eine zu verquere Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 03.03.2020

Selten habe ich mich mit einem Roman so schwer getan wie mit diesem. Immer wieder wollte ich abbrechen, um dann doch weiter zu lesen. Ich liebe Science Fiction/Fantasy Romane und ich lese sehr gerne Literatur von und über afrikanischer Kultur, was wahrscheinlich meinem Studium der Afrikanistik geschuldet ist. Ein Fantasy Epos ... Selten habe ich mich mit einem Roman so schwer getan wie mit diesem. Immer wieder wollte ich abbrechen, um dann doch weiter zu lesen. Ich liebe Science Fiction/Fantasy Romane und ich lese sehr gerne Literatur von und über afrikanischer Kultur, was wahrscheinlich meinem Studium der Afrikanistik geschuldet ist. Ein Fantasy Epos was sich schmückt mit afrikanischer Geschichte und Mythen verwoben ist, hat dementsprechend meine Aufmerksamkeit. Vor allem da es nur wenige Romane mit dieser Kombination gibt. Warum wollte ich das Buch so oft abbrechen? Zum einen war es für mich wahnsinnig schwer eine nachvollziehbare Handlung zu entziffern. Es gibt einen Protagonisten, der scheinbar rückblickend erzählt, aber nicht geradlinig. Es gibt Zeit und Handlungssprünge, Geschichten innerhalb der Geschichte. Für mich war es so kompliziert, dass ich nicht mehr wusste, was jetzt wirklich geschehen war, was war Mythe, was war Traum? Dazu kommt, dass das erzählte zum Teil sehr grausam ist, viele Thriller sind dagegen Kinderbücher. Warum diese Brutalität habe ich nicht wirklich verstanden. Will der Autor damit schocken, eigene Fantasien niederschreiben, ich weiß es nicht. Mich hat es abgestoßen. Sprachlich gesehen, ist es für mich keine Offenbarung. Die Sprache ist direkt, die Sätze oft abgehakt und passend zur Handlung oft vulgär. Warum wollte ich es weiterlesen? Zum einen, weil ich wissen wollte wie es denn nun weitergeht, was der Kern der Handlung ist und es doch zum Teil eine gewisse Spannung hatte. Zum anderen weil es ein Buch ist, was so hoch gelobt wurde und ich irgendwie immer erwartete jetzt kommt der Punkt, wo es diese Belobigungen verdient. Aber für mich ist es kein neuer afrikanischer „Herr der Ringe“ oder „GoT“, die ich beide sehr liebe. Es hat mir nicht wirklich Freude gemacht es zu lesen. Ich kam die ganze Zeit in keinen wirklichen Lesefluss, dafür war mir die Geschichte zu abgehakt und verdreht beschrieben. Ich werde sicherlich nicht die Folgebände lesen, aber ich werde den Autor im Blick behalten und bin gespannt was er in Zukunft noch schreiben wird.

Innovation im Reich der Wüste
von einer Kundin/einem Kunden am 18.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Was bleibt übrig, wenn man aus der klassischen High Fantasy der vergangenen Jahre Elfen, Orks und Zwerge, Drachen, Burgen und Zauberstäbe abziehen würde? Nicht viel. Auffallend gering ist die Artenvielfalt der populären phantastischen Literatur – speziell mit der Betonung auf Literatur. Umso außergewöhnlicher ist „Schwarzer Leop... Was bleibt übrig, wenn man aus der klassischen High Fantasy der vergangenen Jahre Elfen, Orks und Zwerge, Drachen, Burgen und Zauberstäbe abziehen würde? Nicht viel. Auffallend gering ist die Artenvielfalt der populären phantastischen Literatur – speziell mit der Betonung auf Literatur. Umso außergewöhnlicher ist „Schwarzer Leopard, roter Wolf“: Der Auftakt einer epischen Trilogie fernab aller gewohnten Klischees, basierend auf afrikanischen Mythen. Das ganze verfasst in einer Sprache, die den Erzählton der traditionellen Sagen mit Marlon James’ lyrisch-modernem Stil vermischt. Protagonist ist der bis zum Ende namenlos bleibende „Sucher“, der über eine außerordentlich sensible Nase verfügt, die es ihm erlaubt, für seine Auftraggeber verschollene, entführte oder sonst wie abhanden gekommene Menschen auch nach Wochen aufzuspüren. An die Stelle der Suche nach Tolkiens Ring tritt hier die Jagd nach einem verschleppten Königskind, das ein neues Zeitalter des Friedens in die Länder zwischen dem Sandmeer und den Blutsümpfen bringen soll. Handlungsschauplätze, Hauptfiguren als auch die Kreaturen, die die Welt bevölkern fühlen sich faszinierend fremd an, sind vielschichtig und innovativ. Immer wieder wird man sich bei der Lektüre bewusst, wie sehr Autoren wie Tolkien und Martin seit Jahrzehnten mit einem bestimmten Stil und Figurenarsenal die Fantasy-Welt prägen, wodurch scheinbar wenige AutorInnen den literarischen Mut nehmen, um spürbar neue literarische Wege zu beschreiten. Der Jamaikaner Marlon James, ausgezeichnet mit dem Man Booker-Preis 2015, trat bislang im Feld der klassischen Belletristik auf und bringt eben jene Sensibilität für Sprache und Komposition mit in sein erstes Buch aus der Welt der Phantastik. Er kombiniert literarische Poesie und Schönheit mit durchaus drastischen Gewalt- und Sexdarstellungen, wodurch beides noch stärker wirkt. Ebenfalls der afrikanischen Erzähltradition entnommen ist das Geschichtenerzählen über das Geschichtenerzählen. So verschachtelt er verschiedene Erzählstränge ineinander und lässt den Leser erst einmal eine Weile irritiert im Dunkeln tappen, bevor eine Rückblende alles in klareres Licht rückt. „Schwarzer Leopard, Roter Wolf“ ist keine leichte Lektüre und auch tatsächlich streckenweise eine Herausforderung. Die Sprache ist so schön wie die Hauptfiguren oberflächlich roh wirken und selbst der Protagonist über große Teile kalt und unnahbar erscheinen kann. Die Geschichte fließt nicht durchgängig chronologisch von A bis Z und wirft immer wieder Irritationen auf; doch wo auf der einen Seite Konzentration und längerer Atem gefragt, belohnt das Buch auf der anderen Seite auch immer wieder mit großen, atemberaubenden Blockbuster-Szenen und rasanten Verfolgungsjagden durch Orte, die man so noch nie gelesen hat. Kurzum: Ein herausragender Roman vor einzigartiger Kulisse, der zwar seinen Lesern einiges abverlangt, aber dafür eine Leseerfahrung bietet, die so schnell im Bereich der Fantasy und auch darüber hinaus nicht zu finden ist.

Eine brutale, schockierende und atemberaubende Geschichte, die euch verzaubern wird!
von Pandas Bücherblog am 12.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

»Was ist Wahrheit und was Lüge?« Wow, was für ein Buch! Aufgrund der beträchtlichen Seitenzahl und anfänglichen Startschwierigkeiten hat es etwas länger gedauert, bis ich das Buch beendet habe, aber: Es hat sich mehr als gelohnt! Ich finde gar nicht die richtigen Worte, um dieses wunderschöne Cover und das liebevoll gestalt... »Was ist Wahrheit und was Lüge?« Wow, was für ein Buch! Aufgrund der beträchtlichen Seitenzahl und anfänglichen Startschwierigkeiten hat es etwas länger gedauert, bis ich das Buch beendet habe, aber: Es hat sich mehr als gelohnt! Ich finde gar nicht die richtigen Worte, um dieses wunderschöne Cover und das liebevoll gestaltete Innenlayout zu beschreiben. Diese satten Farben, das Motiv - die komplette Aufmachung ist so schön, dass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Zugegeben, der Einstieg in die Story fiel mir etwas schwer, da man mit so vielen Charakteren, Namen, Orten, usw. regelrecht erschlagen wird, dass ich gar nicht mehr wusste, wo mir der Kopf steht. Auch die Welt, die Marlon James erschaffen hat, ist so unglaublich vielfältig, dass ich mich erstmal zurechtfinden musste, um völlig in diese abgefahrene Geschichte abtauchen zu können. Der Schreibstil ist derb, sehr direkt, zum Teil poetisch und manchmal etwas verwirrend. Der Autor nennt das Kind beim Namen. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, ist schonungslos ehrlich und scheut auch nicht davor zurück, Dinge »auszusprechen«, bei denen viele wohl rote Ohren bekommen würden. Aber genau das hat mir besonders gut gefallen. Auf den Inhalt möchte ich gar nicht allzu sehr eingehen, da die Story um Sucher einfach viel zu umfangreich und sehr verstrickt ist. Nur so viel: Die Reise, bei der wir hautnah mit dabei sein dürfen, ist turbulent, aufregend, abwechslungsreich und war für mich überhaupt nicht vorhersehbar. Sobald ich in diese faszinierende und oftmals sehr brutale Welt eingetaucht bin, habe ich mich keine Sekunde lang gelangweilt. Besonders schön fand ich auch, wie Marlon James die vielfältigen afrikanischen Einflüsse in seine Geschichte eingeflochten und zu einem wahren Fantasy-Epos verbunden hat. Als besonders hilfreich empfand ich die jeweiligen Karten der Städte/Orte, die Sucher und seine Begleiter bereist haben und die Aufzählung der Figuren gleich zu Anfang, da man ansonsten ganz schnell den Überblick verloren hätte. Sucher ist ein ausgesprochen interessanter Charakter, der mir sehr sympathisch war. Er ist ehrlich, mutig, stur, eher in sich gekehrt und scheut keine Konfrontation, um für sich selbst und andere einzustehen. Er war eindeutig mein Lieblingscharakter! Leopard - der ebenfalls eine relativ große Rolle in der Story einnimmt - war meistens gut gelaunt, aber stellenweise auch sehr launenhaft. Der Grund für sein Verhalten wurde später zwar aufgeklärt, allerdings war er mir als Charakter einfach zu sprunghaft und wenig greifbar. Nichtsdestotrotz war auch er mir die meiste Zeit über sympathisch, wenngleich sich im späteren Verlauf die Wege von Sucher und Leopard des Öfteren getrennt hatten. Es gab noch einige weitere Charaktere, die mir sympathisch waren (Mossi, Sadago, die Mingi-Kinder, usw), allerdings werde ich diese nicht alle aufzählen, da das bei der schieren Menge an Protagonisten einfach den Rahmen sprengen würde. Das Ende hat mich etwas verwirrt und mit vielen Fragen zurückgelassen. Wer ist Sucher wirklich? Was ist Wahrheit und was Lüge? Fazit: »Schwarzer Leopard, roter Wolf« ist eine brutale, vulgäre, phantasievolle, spannende und atemberaubende Geschichte, die so anders ist, als alles, was ich bisher gelesen habe. Dieses Buch wird euch schockieren und vermutlich anwidern. Es wird euch verwirren und sprachlos zurücklassen. Es wird euch aber auch verzaubern und euch eine völlig neue Welt eröffnen. Aufgrund des etwas schweren Einstiegs und des manchmal sehr verwirrenden Schreibstils ziehe ich einen halben Stern ab. »Schwarzer Leopard, roter Wolf« hat mich so sehr beeindruckt und unterhalten, dass ich gar nicht anders kann, als dieses Buch auf die Liste meiner Jahreshighlights zu setzen. Ich freue mich auf den nächsten Teil und kann es kaum erwarten, erneut in diese beeindruckende Welt einzutauchen! 4,5/5 Vielen Dank an das Bloggerportal und an Heyne Hardcore, die mir das Rezensionsexemplar freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.