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Vom Fischen und von der Liebe

Mein irisches Tagebuch (1977-2003)

Jahre der Wunder und Dämonen - unveröffentlichte Tagebuchaufzeichnungen einer der Galionsfiguren des Feminismus 

Sechsundzwanzig Sommer lang führte Benoîte Groult in Irland Tagebuch, wo sie mit ihrem Mann, dem Autor Paul Guimard („Die Dinge des Lebens“), ein Haus besaß. Man begegnet der französischen Schriftstellerin und feministischen Galionsfigur in diesen Aufzeichnungen aus nächster Nähe, sie lassen eine Frau erkennen, die nach etlichen Umwegen und Verletzungen zu sich selbst gefunden hat – eine sehr freie Frau, auch nach heutigen Maßstäben. Unbefangen schreibt Groult über geistiges und sinnliches Begehren, über ihre jahrzehntelange Ménage à trois, an der sich ihr Weltbestseller „Salz auf unserer Haut“ inspirierte. Zu den schönsten, wenngleich wehmütigsten Momenten des Buches gehören die Gedanken der Autorin in Bezug auf das Älterwerden: das als schmerzhaft empfundene Missverhältnis zwischen abnehmender Vitalität und gleichbleibendem Sehnen und Verlangen – wunderbar gespiegelt in den Passagen, die sie in der archaischen Rolle der Jägerin beim Hochseefischen zeigen.



„Dieses Buch ist das Zeugnis einer unabhängigen Frau, die den Herausforderungen des Lebens und des Alters in bewundernswerter Weise die Stirn bietet.“ Le Nouvel Observateur

"Eine wunderbare Lektion in Lebensfreude."

Le Figaro Littéraire

"Ihre letzte literarische Geste zeugt von einer außergewöhnlichen Energie und echtem Lebensstil."

L’Express

Portrait
Benoîte Groult (* 31. Januar 1920 in Paris; † 20. Juni 2016 in Hyères) war eine französische Journalistin, Feministin und Schriftstellerin. Ihr bekanntestes Werk ist der Roman Salz auf unserer Haut.
Die Tochter der in Frankreich bekannten Modedesignerin Nicole Poiret (1887–1967) und des Innenarchitekten André Groult (1884–1966) wuchs in der Pariser Oberschicht auf. Ihr Studium der Literaturwissenschaften beendete sie mit dem Titel "Professeur de lettres". Sie arbeitete zunächst als Lehrerin, danach als Journalistin bei dem damals noch öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RTF. Zwischen 1962 und 1968 verfasste sie zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Flora (1924–2001) drei Werke. Benoîte Groults erster Roman "La part des choses" erschien 1972.
Im März 1944 heiratete sie den Medizinstudenten Pierre Heuyer, der acht Monate nach der Heirat an Tuberkulose starb. Von 1946 bis 1950 war sie mit dem französischen Journalisten Georges de Caunes verheiratet. Der Ehe entstammen zwei Töchter, die 1946 und 1948 geboren wurden. 1951 heiratete sie den Schriftsteller Paul Guimard (1921–2004), mit dem sie ebenfalls eine Tochter bekam.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 26.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-05096-1
Verlag Ullstein Buchverlage
Maße (L/B/H) 21,1/13,4/4 cm
Gewicht 496 g
Originaltitel Journal d'Irlande (1977-2003), Carnets de pêche et d'amour
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Patricia Klobusiczky
Verkaufsrang 30415
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Kurt alias Gauvin

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Man liest viel über Häuser und Fischen in Irland, über den oft qualvollen Versuch des würdigen Alterns, über Ehe, Liebe und Familie und wartet nur doch immer darauf, dass er endlich auftaucht, unser bretonischer Fischer Gauvin aus "Salz auf unserer Haut" und da ist er - hier heißt er Kurt, die Liebeskonstante in Groults Leben, aber auch vor dieser Liebe macht das Altern nicht Halt. Die Geschichte eines dichten Lebens einer wirklich beeindruckend emanzipierten klugen Frau.

Kundenbewertungen

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Irisches tagebuch
von einer Kundin/einem Kunden am 26.07.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Benoite Groult ist sehr bekannt wegen ihres autobiografisch geprägten Erfolgsroman Salz auf unserer Haut, der auch verfilmt wurde. Diese Tagebücher, die einen Zeitraum von 1977 bis 2003 abdecken, wirken fast wie eine Fortsetzung oder Ergänzung, denn die Beziehungen zu ihrem Mann Paul wie auch zu ihrem Geliebten Kurt stehen sehr ... Benoite Groult ist sehr bekannt wegen ihres autobiografisch geprägten Erfolgsroman Salz auf unserer Haut, der auch verfilmt wurde. Diese Tagebücher, die einen Zeitraum von 1977 bis 2003 abdecken, wirken fast wie eine Fortsetzung oder Ergänzung, denn die Beziehungen zu ihrem Mann Paul wie auch zu ihrem Geliebten Kurt stehen sehr im Vordergrund. Dennoch ist es hier natürlich alles ungeschminkt autobiografisch, sogar Benoites Schwester Flora taucht gelegentlich auf. Ein weiteres wichtiges Thema ist das Altern. Das Tagebuch lässt sich sehr gut und angenehm lesen. Das kryptische, das manchen Tagebüchern kennzeichnet, fehlt hier komplett. Es liest sich auch nicht anders als Prosa. Vom Gefühl her würde ich daher auch die Arbeit der Übersetzerin aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky als gelungen einschätzen. Es gibt einige gute Beschreibungen vom Meer und der Umgebung der irischen Westküste, an der Benoite und Paul die Sommer verbringen und oft zum Fischen rausfahren. Das zu lesen ist wirklich ein Genuß und man bekommt Lust, auch Salz auf unserer Haut wieder zu lesen.