Kintsugi

Roman

Miku Sophie Kühmel

(35)
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Beschreibung

Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosa-Debüt 2019

Kintsugi ist das japanische Kunsthandwerk, zerbrochenes Porzellan mit Gold zu kitten. Diese Tradition lehrt, dass Schönheit nicht in der Perfektion zu finden ist, sondern im guten Umgang mit den Brüchen und Versehrtheiten.

Es ist Wochenende. Wir sind in einem Haus an einem spätwinterlichen See, das Licht ist hart, die Luft ist schneidend kalt, der gefrorene Boden knirscht unter unseren Füßen. Gerade sind Reik und Max angekommen, sie feiern ihre Liebe, die nun zwanzig ist. Eingeladen sind nur ihr ältester Freund Tonio und seine Tochter Pega, so alt wie die Beziehung von Max und Reik. Sie planen ein ruhiges Wochenende. Doch ruhig bleibt nur der See.

»Kintsugi« ist ein flimmernder Roman über die Liebe in all ihren Facetten. Über den Trost, den wir im Unvollkommenen finden. Und darüber, dass es weitergeht. Wie immer geht es weiter.

In ihrem Debütroman erweist sich Miku Sophie Kühmel als großes erzählerisches Talent.

Miku Sophie Kühmel wurde 1992 in Gotha geboren. Sie hat an der Humboldt-Universität zu Berlin und der New York University studiert, unter anderem bei Roger Willemsen und Daniel Kehlmann. Seit 2013 erscheint ihre Kurzprosa regelmäßig in Zeitschriften und Anthologien. Seit kurz davor erzählt sie Geschichten auch in Radiostücken und Podcasts, die sie produziert. »Kintsugi« ist ihr erster Roman, für den sie mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2019 und dem »aspekte«-Literaturpreis 2019 ausgezeichnet wurde.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 28.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-397459-1
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/3 cm
Gewicht 425 g
Auflage 3. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Ricarda Kaletsch, Thalia-Buchhandlung Limburg

Max und Reik wollen gemeinsam mit ihrem Freund Toniio und dessen Tochter Pega ihre 20-jährige Beziehung feiern. Doch im Laufe des gemeinsamen Wochenende zerbrechen die gewohnten Strukturen und neue Wege müssen beschritten werden. Ein vielversprechender Debütroman!

Ein Kammerstück

Verena Milde, Thalia-Buchhandlung Celle

Kintsugi ist ein japanisches Kunsthandwerk: zerbrochenes Porzellan mit Gold zu reparieren. Schönheit findet man nicht in der Perfektion, sondern in den Brüchen und der Versehrtheit. Frau Kühmel lässt ihre vier Hauptpersonen ein Wochenende miteinander verbringen und als Leser schauen wir aus vier Perspektiven auf diese gemeinsame Zeit, weil aus vier Ich-Perspektiven erzählt wird. Metaphorisch steht der Titel des Romans für die Beziehungen dieser Patchwork-Familie zueinander. Was anfangs perfekt und heile erscheint, zerbricht und es beginnt aber auch etwas Neues. Besonders gut gefallen haben mir gerade diese ungewöhnlichen Erzählperspektiven und die detailliert beschriebenen, authentischen und starken Persönlichkeiten. Eindringlich und ein gutes Debüt, was den Aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosa-Debüt 2019 erhalten hat.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
35 Bewertungen
Übersicht
16
10
7
1
1

von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

 Ein Haus am See, drei Männer, zwei davon ein Paar und eine Frau. Es geht um Freundschaft und Vertrautheit, um ihre Beziehungen untereinander und miteinander, um Liebe und Vertrauen. Geschrieben mit Fingerspitzengefühl und Leichtigkeit. Einfach wunderbar, nein: zauberhaft. "Kintsugi ist das japanische Kunsthandwerk, Porzellan mi...  Ein Haus am See, drei Männer, zwei davon ein Paar und eine Frau. Es geht um Freundschaft und Vertrautheit, um ihre Beziehungen untereinander und miteinander, um Liebe und Vertrauen. Geschrieben mit Fingerspitzengefühl und Leichtigkeit. Einfach wunderbar, nein: zauberhaft. "Kintsugi ist das japanische Kunsthandwerk, Porzellan mit Gold zu kitten. Diese Tradition lehrt, dass Schönheit nicht in der Perfektion zu finden ist sondern im guten Umgang mit den Brüchen und Versehrtheiten". Ich bin sicher, auch Sie werden am Ende des Buches lächeln!

Ein tolles Debüt
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 02.10.2020

Die beschriebenen Charaktere sind sehr vielschichtig, vieles verändert sich im Laufe des Romans. Eine etwas anspruchsvollere Lektüre, die einen so schnell nicht wieder loslässt.

Fiasko
von einer Kundin/einem Kunden aus Hagen am 19.03.2020

Ein ruhiges Wochenende wollten Max und Reik miteinander verbringen, in ihrem Ferienhaus in der Uckermark, um ihren zwanzigsten Jahrestag zu feiern. Die einzigen Gäste sollten ihr langjähriger Freund Tonio und seine 20jährige Tochter Pega sein. Ein Kammerstück also, erzählt aus vier verschiedenen Ich-Perspektiven, nämlich j... Ein ruhiges Wochenende wollten Max und Reik miteinander verbringen, in ihrem Ferienhaus in der Uckermark, um ihren zwanzigsten Jahrestag zu feiern. Die einzigen Gäste sollten ihr langjähriger Freund Tonio und seine 20jährige Tochter Pega sein. Ein Kammerstück also, erzählt aus vier verschiedenen Ich-Perspektiven, nämlich jeweils aus Sicht einer der Hauptpersonen. Die Idee bis dahin war gut, an der Umsetzung jedoch scheitert die Autorin. Obwohl man schnell ein gewisses Gefühl der Vertrautheit zu den Protagonisten aufbaut, ganz so, als wären es alte Bekannte von einem selbst, fehlt es einfach an solch elementaren Dingen wie Dynamik, einem roten Faden und einem Spannungsbogen. Zu langatmig ist die Handlung, zu öde die Dialoge. Da ist Max, der große, dunkelblonde Professor der Archäologie, charismatisch, charmant, reiselustig, mit einer ausdrucksstarken Mimik, schlechter Tänzer, Abstinenzler, Pedant, belesen, egozentrisch, Einzelgänger, trinkt weder Alkohol noch Kaffee, sondern ausschließlich Minztee. Sein Lebensgefährte Reik dagegen ist liebevoll, emotional, Veganer, Genussmensch, hat viele Freunde, hat dunkle Haare und auffallend grüne Augen, geht gerne aus und ist somit der komplette Gegensatz zu Max. Sie scheinen weder mit noch ohne den anderen funktionieren zu können, hatte beide keine leichte Kindheit, sind in gutbürgerlichen Randbezirken Berlins aufgewachsen, um dann gemeinsam in eine kleine, chaotische Wohnung im Herzen der Stadt zu zu ziehen. Sie sind das perfekte Team und man ist sich sicher, gemeinsam hätten sie sehr erfolgreich werden können, aber auf der ständigen Suche nach der perfekten Mischung aus Nähe und Distanz haben sie sich offenbar selbst gegenseitig aus den Augen verloren - eine zeitige Beziehungspause, vielleicht über ungefähr fünf Jahre, hätten ihnen sicher gut getan - aber sei es dahingestellt. Tonio, dunkelhaarig, Einwandererkind, ungewöhnlich begabter Musiker, stellt hier den Ruhepol dar, fungiert als Vermittler zwischen den beiden, schon seit Jahren, und wird dabei oft übersehen - schon allein deshalb, weil er sehr selten zu Wort kommt, wenn Max und Reik sich mal wieder die Bälle zuspielen. Tatsächlich ist er aber sehr wichtig für die beiden und ihre Beziehung, ohne ihn wären sie wahrscheinlich schon lange nicht mehr zusammen. Tonios Tochter Pega, die er allein großgezogen hat, 20 Jahre alt, Studentin, mag ihren Kaffe Latte vermutlich am liebsten mit Soja-Milch, 20 Jahre alt, ehrgeizig, intelligent, und, vor allem eins: unglücklich verliebt - in wen, klärt sich am Ende des Buches. Insgesamt ist es schade, dass die Autorin es nicht schafft, den Figuren hier den nötigen Tiefgang zu verpassen. Was bei mir zurückblieb war Verwunderung ob der Nominierung für den deutschen Buchpreis, eine Spur Fassungslosigkeit sowie das ziemlich sichere Gefühl, das alles schon mal irgendwo gesehen, gelesen, besonders aber gehört zu haben. Dieses Buch jedoch war langweilig - lieber hätte ich auf meinem Stuhl gesessen, aus dem Fenster geschaut und mir wieder mal die alten Fragen gestellt - aber auch das sei dahingestellt.


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