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Sodom

Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan

Frédéric Martel

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Beschreibung

Eine fesselnde Reportage aus dem Innersten des Vatikan: Der französische Journalist Frédéric Martel beschreibt, wie katholische Priester, Kardinäle und Bischöfe die rigide, homophobe Sexualmoral verteidigen. Obwohl die meisten von ihnen selbst homosexuell sind.
Warum diese Doppelmoral? Warum wird so hartnäckig geschwiegen, warum wird gegen Papst Franziskus intrigiert, den ersten Papst, der homophobe Positionen lockern will?
Dahinter steckt ein weltweiter Machtzirkel homosexueller Priester und Würdenträger, die sich selbst als die »Gemeinde« bezeichnen.
Sie verhindern jede Liberalisierung, um ihr Doppelleben zu schützen: Ob es um Kondome geht, um die gleichgeschlechtliche Ehe oder die wichtigste Bastion: das Zölibat. Auch das Schweigen über sexuellen Missbrauch ist Teil dieses Systems.
Ein Buch, mit dem Martel die Geschichte des Vatikans seit den 1970er Jahren neu schreibt. Er zeigt die Pontifikate von Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus in gänzlich anderem Licht. Grandios geschrieben, hautnah, spannend wie ein Roman über Macht und Intrigen im Vatikan.

Frédéric Martel, geboren 1967, ist Journalist und Soziologe und selbst homosexuell. Er ist katholisch, steht aber der Kirche nicht besonders nah. Er hat vier Jahre recherchiert, 1.500 Informanten befragt, darunter 41 Kardinäle und 52 Bischöfe. Sein Motiv, dieses Buch zu schreiben, war der Wunsch, das System von Schweigen und Doppelmoral aufzubrechen und den Vatikan zu »outen«. Ganz in der Tradition des investigativen Journalismus - aufdecken, aufklären, verändern.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 672 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.09.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783104911687
Verlag Fischer E-Books
Originaltitel Sodoma. Une enquete au coeur du Vatican
Dateigröße 1722 KB
Übersetzer Katja Hald, Elsbeth Ranke, Eva Scharenberg, Anne Thomas
Verkaufsrang 30205

Buchhändler-Empfehlungen

Von der Doppelmoral im Vatikan

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Der Journalist und Soziologe Frédéric Martel widmet sich in seinem Buch 'Sodom' dem Macht- und Schweigekartell im Vatikan. Er beschreibt die weitverbreitete Homosexualität im Vatikan und wie diese mit der ebenso verbreiteten Homophobie zusammenhängt, dabei deckt er unglaubliche Vertuschungen auf. 'Sodom' versteht sich nicht als Enthüllungsbuch. Was da steht, ist bekannt, neu sind die Quellen. Martel sprach während seiner vierjährigen Recherchearbeit mit rund 1500 Informanten. Durch einen Blick hinter die Kulissen macht er die mehr oder weniger bekannte Doppelmoral und den tobenden Machtkampf deutlich. Das Buch liest sich spannend und sorgt für Diskussionspotenzial. Meines Erachtens ist es jedoch hilfreich, fundierte Kenntnisse kirchlicher Strukturen und Begrifflichkeiten zu haben sowie um die Skandale der letzten Jahre zu wissen. 'Sodom' rüttelt auf - lohnenswert ist es alle Mal.

Kundenbewertungen

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SODOM
von einer Kundin/einem Kunden aus Figino am 26.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Für alle die der röm. kath. Glaubensgemeinschaft angehören und den Glauben leben, doch der Kurie und vor allem dem Treiben in der Rom - Zentrale kritisch gegenüberstehen, sprich dem "Bodenpersonal, gegenüber stehen, ein sehr aufschlussreiches Werk. Sehr empfehlenswert.

SODOM
von einer Kundin/einem Kunden aus Neftenbach am 21.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Interessant. Gut aufgebaut. Sehr detailliert. Empfehlenswert. Passt zu: "Alles muss ans Licht" von Gianluigi Nuzzi.

Sodom und Camorra
von S.A.W aus Salzburg am 02.10.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Sodom Ein homosexueller Autor bringt die Kardinäle und Bischöfe im Vertrauen zum Reden und entdeckt Grausliches: Die Mehrheit im Vatikan ist homosexuell, je mächtiger ein Bischof oder Kardinal ist, desto mehr kann er sich schwule „Vertraute“ heranziehen, die Sekretäre der Mächtigen sind meist ihre schwulen Liebhaber. Dabei ist ... Sodom Ein homosexueller Autor bringt die Kardinäle und Bischöfe im Vertrauen zum Reden und entdeckt Grausliches: Die Mehrheit im Vatikan ist homosexuell, je mächtiger ein Bischof oder Kardinal ist, desto mehr kann er sich schwule „Vertraute“ heranziehen, die Sekretäre der Mächtigen sind meist ihre schwulen Liebhaber. Dabei ist heute nicht mehr die Homosexualität das Problem, sondern die Doppelmoral von Homosexualität und offizieller Homophobie, um sich vor Aufdeckung zu schützen. An der sexualfeindlichen Moral der Kirche wird festgehalten, um die sexuelle „Perversion“ zu tarnen. Vor 50 Jahren war das Priesteramt die einzige Karrieremöglichkeit für junge Schwule in Italien, denn überall sonst wurden sie wegen ihrer Frauenfeindlichkeit geächtet und ausgeschlossen. Hinter dem Zölibat hingegen konnten sie ihre Neigung gut tarnen. Solange diese aber ein strafrechtlich verfolgtes Verbrechen war, durfte die Tarnung nicht auffliegen. Deswegen die offizielle extreme Homophobie des Vatikans. Das Buch zu lesen ist schwierig und eigentlich nur Schwulen zu empfehlen, denen die endlose Schilderung der amorösen Abenteuer und der hierarchischen Verstrickungen wohl ein Dokument ihrer Geschichte der gesellschaftlichen Ächtung ist. So gesehen ist die Übernahme der Macht im Vatikan sogar eine Leistung des Überlebens. Da vor Franziskus aber 4 Päpste schwul waren, sind die weltpolitischen Folgen entsetzlich. Dass die verschrobene und unehrliche Doppelmoral einer mächtigen Minderheit das psychosoziale Leben von 1,5 Milliarden Menschen negativ beeinflusst, erklärt wohl die verkorksten Missstände (homoerotischer Kindesmissbrauch, Verteufelung der Verhütung, Behandlung von Geschiedenen, Verachtung der Frauen), nimmt aber der Kirche jegliche soziale und ethische Autorität.


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