Nacht in Caracas

Roman

Karina Sainz Borgo

(14)
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Beschreibung

Karina Sainz Borgos Roman »Nacht in Caracas« ist ein intensives literarisches Debüt über das Schicksal einer jungen Frau und ein virtuoses Portrait eines untergehenden Landes.

Adelaida beerdigt ihre Mutter, aber sie bleibt nur kurz am Grab stehen. Auf dem Friedhof ist es gefährlich, genau wie an jedem anderen Ort in Venezuela. Noch vor kurzem kamen die Menschen aus Europa, um hier ihr Glück zu machen. Nun versinkt das Land in Chaos und Elend. Als Adelaida gewaltsam aus ihrer Wohnung vertrieben wird, weiß sie nicht wohin. Alles, was sie geliebt hat, existiert nur noch in ihrer Erinnerung. Wenn sie sich retten will, bleibt ihr nur die Flucht.

»Nichts war für mich dringlicher, als diese Geschichte zu schreiben. Über den Sturm zu sprechen, während er in einem tobt.« KARINA SAINZ BORGO

Karina Sainz Borgo wurde 1982 in Caracas geboren und emigrierte vor mehr als zwölf Jahren nach Spanien. Ihre Verwandten leben weiterhin in Venezuela. Sie arbeitet als Journalistin in Madrid und schreibt für verschiedene Zeitungen und Blogs in Spanien und Lateinamerika. »Nacht in Caracas« ist ihr erster Roman.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.08.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783104911168
Verlag Fischer E-Books
Originaltitel La hija de la española
Dateigröße 1005 KB
Übersetzer Susanne Lange

Buchhändler-Empfehlungen

„Der Krieg war unser Schicksal, schon lange bevor wir wussten, dass er kommen würde“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Die Mutter von Adelaida verstirbt nach einer schweren Krebserkrankung im Krankenhaus von Caracas. Die Medikamente für ihre medizinische Versorgung musste Adelaida auf dem Schwarzmarkt beschaffen. Erst als Euroscheine den Besitzer wechseln, kann sie ihre Mutter beerdigen. Nach Hause zurückgekehrt, wird sie vor ihrer Wohnungstür niedergeschlagen und ausgeraubt. Die Wohnung wird beschlagnahmt, die Herausgabe ihrer Besitztümer verweigert. Heimlich sucht Adelaida Zuflucht in der Wohnung einer Nachbarin. Hier trifft sie auf Gegebenheiten, die es ihr ermöglichen, ihre Flucht nach Spanien in die Wege zu leiten… Karina Sainz Borgo stammt aus Caracas und lebt seit zwölf Jahren in Spanien. Auf realistische Weise führt sie uns in ihrem Debut die unfassbaren Zustände und den Zusammenbruch eines von Bürgerkrieg gebeutelten Landes vor Augen, konfrontiert uns mit Elend, Gewalt, Hunger, Chaos und Verzweiflung. Gegenwärtiges und Vergangenes wird von der Autorin stimmig verflochten, ein berührendes Stück Zeitgeschichte packend erzählt. Sehr gut!

Ein gnadenlos gutes Debüt

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Eine berührende, sprachlich brillant erzählte Geschichte um eine junge Frau in Venezuela, die den Untergang ihres Landes hart am eigenen Leib zu spüren bekommt und der nur die Flucht bleibt. Wer verstehen will, was der Verlust der Heimat wirklich bedeutet, sollte dieses Buch lesen!

Kundenbewertungen

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Sehnsucht nach Frieden
von Kristall86 aus an der Nordseeküste am 27.05.2021

Klappentext: „Adelaida beerdigt ihre Mutter, aber sie bleibt nur kurz am Grab stehen. Auf dem Friedhof ist es gefährlich, genau wie an jedem anderen Ort in Venezuela. Noch vor kurzem kamen die Menschen aus Europa, um hier ihr Glück zu machen. Nun versinkt das Land in Chaos und Elend. Als Adelaida gewaltsam aus ihrer Wohnung v... Klappentext: „Adelaida beerdigt ihre Mutter, aber sie bleibt nur kurz am Grab stehen. Auf dem Friedhof ist es gefährlich, genau wie an jedem anderen Ort in Venezuela. Noch vor kurzem kamen die Menschen aus Europa, um hier ihr Glück zu machen. Nun versinkt das Land in Chaos und Elend. Als Adelaida gewaltsam aus ihrer Wohnung vertrieben wird, weiß sie nicht wohin. Alles, was sie geliebt hat, existiert nur noch in ihrer Erinnerung. Wenn sie sich retten will, bleibt ihr nur die Flucht.“ „Warum zerstören Menschen (ihre) Heimat?“ genau diese aber auch noch unheimlich viele andere Fragen kommen nach beenden dieses Buches einem in den Sinn. „Nacht in Caracas“ ist das Debüt von Karina Sainz Borgo und es ist fulminant! Es ist so extrem, so schmerzvoll, so voller Gefühl, das es wirklich weht tut. Protagonistin Adelaida begegnet man sofort mit Mitleid und dem Gefühl ihr helfen zu wollen, aber sie ist allein und der Kampf gegen die Landesgegener, die Kämpfer ist enorm. Die Vertreibung aus ihrem Heim, gleicht einer Hexenjagd. Die Autorin verstrickt hier so viele Dinge so extrem gut miteinander, das für mich ein sehr großer Lesesog, anhaltend bis zum Schluss, da war. Mit ihrer Protagonistin zeigt die Autorin das wahre Bild eines Landes auf, welches fast nicht real scheint, es aber ist. Da ich Venezuela kenne, kann ich hier nur klar sagen: die Autorin hat hier treffsicher, laut und mit einem sehr starken Mittel, der Erzählung dieser Geschichte, ihr Land authentisch gezeigt. Hier und da webt sie fiktive Parts mit ein, aber schlussendlich überwiegt die klare Realität. Mit ihrem Sprachstil (und der sehr guten deutschen Übersetzung), ist Karina Sainz Borgo ein besonders Werk gelungen, welches fesselt. Adelaida trauert und man kann sich richtig gut in ihre Seele vertiefen, dennoch ist hier viel Zweideutigkeit im Spiel und wie gesagt, Sainz Borgo hält uns mit Adelaida den Spiegel der Zeit in Venezuela hin. Dieses Werk ist politisch ohne direkt politisch zu sein, es ist ehrlich, ohne jemanden dabei zu verletzen, es ist schmerzhaft ohne dabei in den offenen Wundern zu bohren...Ein Land kurz vor dem Zerfall... 5 von 5 Sterne für dieses Debüt sowie eine klare Leseempfehlung!

von einer Kundin/einem Kunden am 16.06.2020
Bewertet: anderes Format

Venezuela versinkt im Chaos und Gewalt. In der Hauptstadt bemüht sich eine junge, auf sich gestellte Frau zuerst um ein Stück Normalität, danach verzweifelt um die Flucht. Schonungslos wird hier von den Kämpfen, Folter, Plünderungen und Verzweiflung der Bevölkerung berichtet.

"In dieser dahinsiechenden...
von einer Kundin/einem Kunden aus Recklinghausen am 24.01.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Stadt hatten wir alles verloren, sogar die Verben im Präsens." Mit diesem Satz, den Tod der eigenen Mutter verarbeitend, über das Verkommen der geliebten Heimat trauernd, hatte die Autorin mich direkt gepackt! Gnadenloses und schlichtweg grandioses Debüt! Eine junge Frau in einem von Bürgerkrieg geprägten und zerfressenen Land k... Stadt hatten wir alles verloren, sogar die Verben im Präsens." Mit diesem Satz, den Tod der eigenen Mutter verarbeitend, über das Verkommen der geliebten Heimat trauernd, hatte die Autorin mich direkt gepackt! Gnadenloses und schlichtweg grandioses Debüt! Eine junge Frau in einem von Bürgerkrieg geprägten und zerfressenen Land kämpft verzweifelt ums Überleben: sprachlich wie inhaltlich überragend! Es ist immer wieder erschreckend, was Menschen anderen Menschen antun wollen und können...

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