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Harro und Libertas

Eine Geschichte von Liebe und Widerstand

Norman Ohler

(9)
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Beschreibung

Liebe und Widerstand in Hitlers Berlin.

Im April 1933 wird Harro Schulze-Boysen, der 23-jährige Herausgeber der unabhängigen Zeitschrift Gegner, von der SS verhaftet und schwer misshandelt. Sein bester Freund, der Jude Henry Erlanger, überlebt die Torturen nicht. Fortan sinnt Harro auf Rache. Als er ein Jahr später die bezaubernde Libertas aus einer alteingesessenen deutschen Adelsfamilie trifft, ist es nicht nur um die beiden geschehen, sondern gemeinsam knüpfen sie ein Netzwerk, das sich länger als jede andere Gruppierung dem Naziterror entgegenstellt.

Bis zur Entdeckung der Gruppe - von der Gestapo »Rote Kapelle« genannt - im Sommer 1942 vereinen Harro und Libertas über 150 meist junge, häufig künstlerisch veranlagte Menschen, wobei Frauen mit 40 Prozent stark repräsentiert sind - eine Besonderheit im deutschen Widerstand. Unterstützung für jüdische Freunde, geheim verbreitete Flugschriften, eine spektakuläre Zettelklebeaktion im Herzen Berlins sowie die Weitergabe militärischer Informationen aus Harros Dienststelle, dem Reichsluftfahrtministerium, an die Alliierten gehören zu ihren zahlreichen, brandgefährlichen Aktionen. Gleichzeitig leben Libertas und Harro einen offenen Liebes- und Lebensstil und weigern sich, ihre Freiheiten, auch was das intime Zusammenleben betrifft, der rigiden NS-Moral unterzuordnen. Es ist der Widerstand der Berliner Boheme.

Norman Ohler, 1970 geboren, ist der Autor von vier von der Presse gefeierten Romanen und zwei Sachbüchern. Sein erster Roman »Die Quotenmaschine« erschien 1995 zunächst als Hypertext im Netz und gilt als weltweit erster Internet-Roman. »Mitte« (2001) und »Stadt des Goldes« (2002) komplettieren seine Metropolentrilogie. 2015 erschien »Der totale Rausch« über die kaum aufgearbeitete Rolle von Drogen im Dritten Reich. Es wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und stand auf der Bestsellerliste der New York Times. Paramount hat eine Option auf die Filmrechte erworben. 2017 erschien Ohlers historischer Kriminalroman »Die Gleichung des Lebens«, der mit lebendigem Zeitkolorit das 18. Jahrhundert wiederauferstehen lässt. Mit dem erzählenden Sachbuch »Harro & Libertas« (2019) behandelt Norman Ohler erneut einen bislang nur unzureichend gewürdigten Stoff aus dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 340 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.09.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783462319484
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Dateigröße 12027 KB

Buchhändler-Empfehlungen

In einer anderen Zeit wären sie ein Glamourpaar gewesen

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

2012 hatte ich zum ersten Mal etwas über die Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ gehört. Das war in dem erschlagenden, aber sehr aufschlussreichen Werk „Wer wir sind“ von Sabine Friedrich. Ein Buch, welches sich auf 2027 Seiten mit dem Deutschen Widerstand zur Zeit des 3. Reichs befasste. Dass ich vorher nichts darüber gehört und gelesen hatte, mag daher kommen, dass 1. das Dritte Reich in meiner Schulzeit kaum vorkam und ich 2. in den alten Bundesländern aufgewachsen bin. In den neuen Bundesländern sind die Mitglieder der „Roten Kapelle“ wohl deutlich bekannter gewesen, schließlich galten sie als Kommunisten. In diesem Jahr sind jetzt fast zeitgleich zwei Bücher zu diesem Thema erschienen. Sabine Friedrich hat ihr Werk „Wer wir sind“ komplett überarbeitet. So kommen jetzt peu á peu die einzelnen Widerstandsgruppen in eigenen biografischen Romanen heraus. Den Anfang macht der Roman „Einige aber doch“ über die „Rote Kapelle“. Das Buch „Harro und Libertas“ von Norman Ohler ist ein Sachbuch, liest sich aber ebenso gut wie ein Roman. Norman Ohler können Sie bereits von einigen Romanen und dem Sachbuch „Der totale Rausch – Drogen im Dritten Reich“ kennen. Wer oder was war die „Rote Kapelle“? Die „Rote Kapelle“ ist ein Fantasiename, mit dem die Gestapo einige verschiedene Widerstandsgruppen zusammengefasst hat. Es waren die Gruppen, die wohl Kontakt zur Sowjetunion hatten und dementsprechend laut der Gestapo Kommunisten sein mussten. Zu der sogenannten „Roten Kapelle“ gehörten der Freundeskreis um Harro Schulze-Boysen und seiner Frau Libertas, der Freundeskreis um Arvid Harnack und seiner amerikanischen Frau Mildred und eine Gruppe von Menschen, die Leopold Trepper, ein Mitarbeiter der des sowjetischen Geheimdienstes (GRU) zusammenbrachte. Norman Ohler hat sich speziell mit Harro und Libertas Schulze Boyens und deren Freundeskreis befasst. Sowohl Harro als auch Libertas waren am Anfang gar keine wirklichen Gegner des Nationalsozialismus. Erst das System hat sie dazu gemacht. Doch wie es dazu kam und wie Harro und Libertas ihren Freundeskreis aufbauten und Widerstand leisteten, dass beschreibt Norman Ohler in diesem Buch ausgesprochen gut. Es ist ein wirklich interessantes Buch, welches aufzeigt, wie man doch auch im Kleinen einer Diktatur das Leben schwer machen kann. Es zeigt aber auch auf, wie fragil so eine lose Gruppierung ist, die keine feste, hierarchische Struktur hatte. Am 22. Dezember 1942 wurden 5 Widerständler erhängt und 6 Widerständler enthauptet. Hierbei wurde keine Rücksicht darauf genommen, ob es Männer oder Frauen waren. Aber dies war erst der Anfang. Insgesamt wurden 76 Inhaftierte zum Tode verurteilt, die übrigen 50 zu Zuchthausstrafen. Vier Männer begingen in der Haft Selbstmord, fünf wurden ohne Verfahren ermordet und etwa 65 Todesurteile wurden vollstreckt. (Quelle Wikipedia) Es wäre noch sehr interessant gewesen, wie die beiden deutschen Staaten nach dem 2. Weltkrieg mit diesem Thema umgegangen sind. Denn wie es scheint, wurde die „Rote Kapelle“ von beiden Regierungen instrumentalisiert, um dem jeweils anderen zu schaden. Eine Schande für diese tapferen Menschen! Mich hat das Buch zugleich fasziniert und schockiert. Und ich habe aber auch etwas daraus mitnehmen können, falls wir jemals wieder in so eine Situation geraten. Vertraue niemanden, sage etwas, was glaubwürdig erscheint, was einen selbst entlastet, aber niemanden verrät!

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Liebe und Widerstand in Hitlers Berlin! Historische Recherche kombiniert mit einem Erzählstil der Extraklasse ist die Stärke von Norman Ohler. Der Autor hat das Talent, historische Begebenheiten gekonnt zu recherchieren und den Stoff gleichzeitig packend darzustellen. Lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Vergessene Helden
von leseratte1310 am 20.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Mit 1933 brach für viele Menschen eine schwere Zeit an, denn schnell wurde man verhaftet und hatte kaum eine Chance auf ein faires Verfahren. Es trifft auch den 23-jährigen Harro Schulze-Boysen, der Herausgeber der unabhängigen Zeitschrift Gegner ist. Er wird von der SS verhaftet und schwer misshandelt. Sein bester Freund ist ... Mit 1933 brach für viele Menschen eine schwere Zeit an, denn schnell wurde man verhaftet und hatte kaum eine Chance auf ein faires Verfahren. Es trifft auch den 23-jährigen Harro Schulze-Boysen, der Herausgeber der unabhängigen Zeitschrift Gegner ist. Er wird von der SS verhaftet und schwer misshandelt. Sein bester Freund ist jüdisch und überlebt die Misshandlungen der SS nicht. Harro sinnt auf Rache. Die Gelegenheit bietet sich, als er die adlige Libertas kennenlernt. Gemeinsam versuchen sie mit Gleichgesinnten sich dem Naziterror entgegenzustellen. Bis 1942 leisten sie mit unterschiedlichen Aktionen Widerstand und leben in ständiger Gefahr. Von der Gestapo wird die Gruppe die „Rote Kapelle“ genannt. Dieses Buch ist sehr spannend und der Schreibstil ungeheuer packend. Es ist eine reale Geschichte, die einen wirklich erschüttert. Es ist die Geschichte von Harro und Libertas, die sich sehr lieben und – was noch wichtiger ist -die alles riskieren, um gegen das Regime zu arbeiten. Obwohl sie wenig bekannt sind, könnten sie wirklich als Vorbild dienen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

Widerstand
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 13.10.2019

Der Autor Norman Ohler schreibt ungeheuer packend. Sein Roman „Harro und Libertas“ ist ein Sachbuch liest sich aber wie ein Thriller. Leider weiß man, das die Geschichte echt ist und nichts erdachtes. Im April 1933 ist er Herausgeber einer unabhängigen Zeitschrift. Da wird er und sein Freund Henry verhaftet, der Freund übe... Der Autor Norman Ohler schreibt ungeheuer packend. Sein Roman „Harro und Libertas“ ist ein Sachbuch liest sich aber wie ein Thriller. Leider weiß man, das die Geschichte echt ist und nichts erdachtes. Im April 1933 ist er Herausgeber einer unabhängigen Zeitschrift. Da wird er und sein Freund Henry verhaftet, der Freund überlebt die Tortur nicht. Harro sinnt auf Rache. Er arbeitet im Widerstand. Wie es endet kann man leider ahnen. Der Autor hat dieses aufklärende Werk sehr genau recherchiert und er hat alles chronologisch geordnet. Es ist so wichtig über diese Vorgänge zu lesen. Ich möchte hoffen, das es nie wider eine solche Zeit gibt. Leider machen mir die rechtsradikalen Ansichten und Aktionen schon wieder Angst.


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