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Das Ting

Roman

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gebundene Ausgabe

#schoeneneuemenschen

Vier junge Visionäre gründen in Berlin ein Start-Up up und entwickeln zusammen eine App: das sogenannte Ting, das körperbezogene Daten seiner Nutzer sammelt, auswertet und auf dieser Grundlage Handlungs- und Entscheidungsempfehlungen gibt.

Das Prinzip Ting überzeugt – die App schlägt ein wie eine Bombe. Getrieben vom Erfolg entwickelt Mitgründer Linus die Möglichkeiten immer weiter, sein eigenes Leben und das der User mithilfe des Ting zu optimieren. Doch um neue Investoren für die Firma zu gewinnen, sind er und sein Team bald gezwungen, sich auf ein gefährliches Spiel einzulassen: Sie verpflichten sich vertraglich, künftig unter allen Umständen jeder Empfehlung des Ting zu gehorchen – mit verheerenden Folgen.

Portrait
Artur Dziuk wurde 1983 in Polen geboren. Er studierte in Berlin und machte den Master of Arts im Literarischen Schreiben an der Universität Hildesheim. Er gilt als eines der neuen jungen literarischen Talente: 2013 war er Finalist beim 21. open mike, er erhielt verschiedenste Stipendien und nahm an der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung teil. ›Das Ting‹ ist sein Romandebüt. Heute lebt er in Hamburg.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 16.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-23006-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,4/13,9/3,5 cm
Gewicht 629 g
Verkaufsrang 15970
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Lassen Sie das "Ting" Entscheiden

Julia Dyroff, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Ein "Navigationsgerät fürs Leben", welches Ihnen jede Entscheidung abnimmt. Klingt verlockend oder? Doch anstatt die Erfinder langsam zu perfekten Menschen zu machen, gibt das "Ting" immer mehr fragwürdige Empfehlungen und es beschleicht einen langsam das Gefühl das hier nicht alles so perfekt läuft, wie es eigentlich sollte. Ein Zukunftsszenario, das gar nicht so weit hergeholt ist und in einigen Jahren mit Sicherheit Realität werden könnte.

Rita Berhausen, Thalia-Buchhandlung Siegburg

"Das Ting" treibt die Selbstoptimierung, die ein Fitnesstracker verspricht, weiter: Nicht nur die körperliche Konstitution wird gemessen und algorithmisch beeinflusst, sondern auch weitere Lebensentscheidungen: Ein Selbstexperiment mit Folgen - tolle Idee, gut zu lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
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3
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Das Ting
von CanYouSeeMe am 28.10.2019

„Das Ting“ vom Autor Artur Dziuk ist ein absolut spannender, gleichzeitig dystopisch-anmutender und doch erschreckend realer Roman. Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht der vier Hauptcharaktere (Linus, Niu, Adam, Kasper) erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dieser wilde Mix aus Persönlichkeiten macht das Zusam... „Das Ting“ vom Autor Artur Dziuk ist ein absolut spannender, gleichzeitig dystopisch-anmutender und doch erschreckend realer Roman. Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht der vier Hauptcharaktere (Linus, Niu, Adam, Kasper) erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dieser wilde Mix aus Persönlichkeiten macht das Zusammenspiel sehr interessant und auch in wenig konfliktbeladen. Alle haben jedoch ein Ziel: das Ting groß rausbringen. Dieses Ziel vor Augen nimmt das Unheil seinen lauf. Der Autor schafft es mit einer sehr bildhaften und modernen Sprache die einzelnen Schicksale und Verwicklungen erschreckend lebensnah darzulegen. In dem Buch finden sich immer mal wieder größere Zeitsprünge, die anzeigen, wie viel Zeit bei dem Entwicklungs- und Marketing-Prozess ins Land streicht. Die Zeitsprünge machen die Entwicklungen für mich jedoch nicht abstrakter – ganz im Gegenteil: harsche Brüche zeigen sich so viel deutlicher. Die Charaktere sind allesamt sehr lebensnah und mir mehr (Niu und Linus) oder weniger (Adam) sympathisch. Insgesamt wirken sie alle authentisch und vielschichtig. Die Story hat einen guten Spannungsbogen und ich konnte das Buch schlussendlich nicht mehr aus den Händen legen.

klug, gesellschaftskritisch, lehrreich
von Julia S. am 14.10.2019

Rezension zu „Das Ting“ von Artur Dziuk Zunächst ein Hinweis zum Klappentext: Artur Dziuk erzählt in seinem Roman vor allem, wie das Ting auf seine Träger wirkt. Er bezieht sich dabei auf die gesellschaftlichen, moralischen Aspekte. Es handelt sich hierbei nicht um eine Dystopie, in dem Sinne, dass das Ting breite Massen beei... Rezension zu „Das Ting“ von Artur Dziuk Zunächst ein Hinweis zum Klappentext: Artur Dziuk erzählt in seinem Roman vor allem, wie das Ting auf seine Träger wirkt. Er bezieht sich dabei auf die gesellschaftlichen, moralischen Aspekte. Es handelt sich hierbei nicht um eine Dystopie, in dem Sinne, dass das Ting breite Massen beeinflussen würde. Der Fokus liegt auf der Entwicklung und Erprobung des Tools. „Das Ting“ ist das Debüt des Autors Artur Dziuk. Der Erzählstil lässt sich flüssig lesen, ist aber keinesfalls zu seicht, sondern die Ausdrücke sind kurz und prägnant. So wirkt der Stil intelligent, ohne gewollt literarisch oder kompliziert daherzukommen. Zu bedenken ist, dass die Kapitel sehr lang sind (ca. 50 Seiten) und dass die Geschichte aus vier Perspektiven erzählt wird. Wer diese vier Personen sind, möchte ich ungern verraten, da es einen ersten Überraschungseffekt nehmen würde, von denen es einige gibt in diesem Buch. Linus wird ja bereits im Klappentext erwähnt. Er ist einer der Gründer des Start-Ups. Wie seine Mitgründer, ist sein Charakter schön ausgearbeitet. Durch die langen Kapitel hat der Leser die Chance, alle Charaktere vielseitig kennenzulernen. So offenbaren sich ihre Stärken und Schwächen, die dem Roman eine gewisse Spannung verleihen. Auch, weil das Ting genau diesen Charakter später beeinflusst und sich der Leser stets fragen muss, ob oder wie weit sich die Figuren aufgrund des Tings oder unabhängig von ihm entwickeln. Zum Team gehören weiterhin eine Expertin für die technische Seite, ein Marketing-Chef sowie ein Geschäftsführer. Linus übernimmt die Schnittstelle zwischen der biologisch-medizinischen Seite und der Technik, also den Codes. Die Figuren sind so unterschiedlich, dass jeder Leser einen anderen „Liebling“ finden wird, mit dem er mitleidet. Das Ting fand ich persönlich von Beginn an unheimlich, es gibt aber sicher auch Leser, die es eher fasziniert und so eine Technik gerne wenigstens ausprobieren würden. Wenn ich „Das Ting“ mit drei Worten beschreiben müsste, würde ich sagen „klug, gesellschaftskritisch, lehrreich“. Es lehrt, was geschieht, wenn Selbstoptimierung zum obersten Ziel wird, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Und dass macht dieses Buch, unter anderem, so wertvoll: es lässt am Ende Platz für Spekulation und gibt keine fest eingemeißelte Meinung vor, sondern lässt dem Leser genug Raum für eigene Gedanken zur Funktion des Ting. Wie stark beeinflusst es seinen Träger? Inwiefern beachtet es Macht, Erfolg, Karriere, privates Glück? Arbeitet es als geschlossenes System oder für jeden Träger inividuell? Wie stark sollen/dürfen wir uns überhaupt beeinflussen lassen? Und welche Macht/welche Daten haben Konzerne hinter den Apps eigentlich über uns? Auch wenn die ein oder andere Szene etwas übertrieben wirkt (ich beziehe mich da vor allem auf eine Partyszene), ist die Geschichte unterhaltsam und sie bringt ihre Leserschaft zum Nachdenken, auch, weil eben nicht alle Fragen beantwortet werden. Eine klare Leseempfehlung für jeden, der gerne gesellschaftskritische Geschichten liest, die Raum für eigene Gedanken und eine eigene Positionierung lassen.

"Prä-Dystopie" über den Optimierungswahn der modernen Gesellschaft
von einer Kundin/einem Kunden am 12.10.2019

Vier junge Leute gründen ein Start-up und entwickeln gemeinsam eine App, die sämtliche Umgebungs- und körperliche Daten seiner Nutzer sammelt und daraufhin Entscheidungsempfehlungen gibt. Die Vier verpflichten sich zu Testzwecken, den Anweisungen des sogenannten „Ting“ unter allen Umständen Folge zu leisten. Das klang für mich ... Vier junge Leute gründen ein Start-up und entwickeln gemeinsam eine App, die sämtliche Umgebungs- und körperliche Daten seiner Nutzer sammelt und daraufhin Entscheidungsempfehlungen gibt. Die Vier verpflichten sich zu Testzwecken, den Anweisungen des sogenannten „Ting“ unter allen Umständen Folge zu leisten. Das klang für mich schwer nach Dystopie, ein Genre, das ich sehr gerne lese, also nahm ich an einer Leserunde zu „Das Ting“ teil. Eine Dystopie bekam ich nicht, begeistert bin ich trotzdem. Prä-Dystopie trifft es wohl besser, denn wir erfahren in dem Buch nicht, was passiert, wenn das Ting auf die gesamte Menschheit losgelassen wird, sondern begleiten ausschließlich die vier Gründer des Start-up. Im ersten Teil des Buches lernt man die Figuren und ihr Leben vor der Gründung der gemeinsamen Firma kennen, Teil zwei und drei erzählt, wie die Anfänge des Start-ups verlaufen und wie die Charaktere ihr Leben mithilfe des Ting leben. Die Protagonisten fühlen sich an, wie mitten aus dem Leben gegriffen. Sie polarisieren, mal liebt man sie, mal hasst man sie. Einen eindeutigen Liebling herauszupicken ist eher schwierig. Ich habe das Gefühl, dass sich sehr stark an echten Menschen orientiert und/oder sehr gut recherchiert wurde. Und darum geht es auch in dem Werk. Es ist ein Gegenwartsroman, eine Charakter- und Gesellschaftsstudie. Die vier Personen hadern mit der modernen Gesellschaft, jeder auf seine Weise. Und bereits jetzt suchen viele Leute Hilfe bei der Orientierung im technischen Fortschritt. Selbstoptimierungs-Apps sollen uns besser machen, die Richtung weisen. Das Ting treibt diesen Gedanken auf die Spitze. Die Science Fiction, die Technologie, steht eher im Hintergrund. Wer detaillierte technische Angaben erwartet, erhält sie hier nicht, denn das Ting ist mehr ein Symbol. Es wird aufgezeigt, wie dieses Tool auf die Charaktere einwirkt und man wird sehr stark zum Nachdenken über dieses Thema angeregt. Der Reiz, gesünder und besser zu leben und Hilfe beim Treffen schwerer Entscheidungen zu haben ist sehr ansprechend, andererseits gehören unangenehme Situationen, Fehler und das sich selbst hinten anstellen einfach zum Leben dazu. Manchmal muss man auf sein Herz und seinen Bauch hören, nicht nur auf Daten. Oder nicht? Auch wenn ich, wie gesagt, etwas anderes erwartet hatte, hat mich das Buch nachhaltig überzeugt, was auch an dem professionellen Schreibstil von Artur Dziuk liegt, obwohl „Das Ting“ sein Debüt ist. Ich habe ca. 40 Seiten gebraucht, um in das Buch hineinzukommen, von da an flogen die Seiten nur so dahin. Der Schreibstil ist intelligent und treffend und passt gut zur Geschichte. Die kurzen, prägnanten Sätze beschreiben die Situationen und Personen trotz der Kürze greifbar und transportieren die richtigen Emotionen. Ich habe mitgefiebert und mitgefühlt. Wirklich große Klasse, ich werde ohne groß nachzudenken zu hoffentlich noch folgenden Werken des Autors greifen. Für alle Interessierten an der Thematik, die Wert auf lebensechte Protagonisten legen, ist „Das Ting“ genau das Richtige.