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Ein anderer Takt

Roman

William Melvin Kelley

(69)
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Beschreibung

"Der vergessene Gigant der amerikanischen Literatur" The New Yorker

Die kleine Stadt Sutton im Nirgendwo der Südstaaten. An einem Nachmittag im Juni 1957 streut der schwarze Farmer Tucker Caliban Salz auf seine Felder, tötet sein Vieh, brennt sein Haus nieder und macht sich auf den Weg in Richtung Norden. Ihm folgt die gesamte schwarze Bevölkerung des Ortes. William Melvin Kelleys wiederentdecktes Meisterwerk "Ein anderer Takt" ist eines der scharfsinnigsten Zeugnisse des bis heute andauernden Kampfs der Afroamerikaner für Gleichheit und Gerechtigkeit.
Fassungslos verfolgen die weißen Bewohner den Exodus. Was bringt Caliban dazu, Sutton von einem Tag auf den anderen zu verlassen? Wer wird jetzt die Felder bestellen? Wie sollen die Weißen reagieren? Aus ihrer Perspektive beschreibt Kelley die Auswirkungen des kollektiven Auszugs. Liberale Stimmen treffen auf rassistische Traditionalisten. Es scheint eine Frage der Zeit, bis sich das toxische Gemisch aus Wut, Verzweiflung und Hilflosigkeit entlädt. Mal mit beißendem Sarkasmus, mal mit überraschendem Mitgefühl erzählt hier ein schwarzer Autor vom weißen Amerika. Ein Roman von beunruhigender Aktualität.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 30.08.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783455006278
Verlag Hoffmann und Campe Verlag
Dateigröße 1063 KB
Übersetzer Dirk van Gunsteren
Verkaufsrang 59436

Buchhändler-Empfehlungen

lange vergessen, aktuell auch heute

Ursula Grützner, Thalia-Buchhandlung Radebeul

Eine unerhörte Vorstellung: aus einem (fiktiven) Bundesstaat der USA reisen alle Afroamerikaner aus! Dieser Roman spielt vor ungefähr 70 Jahren, ist seit langer Zeit erstmals wieder verlegt worden und zieht sofort in seinen Bann. Man spürt förmlich die Stimmung in der Kleinstadt, das staunende und ratlose Beobachten der weißen Männer auf der Veranda des schäbigen kleinen Ladens. Und es kommen auch nur diese zu Wort. Vielleicht geht dieses Buch uns Lesern auch deshalb so nah - weil auch wir keine Antworten bekommen!

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

1962 ist dieser Roman erstmals erschienen. Ein Buch aus der Sicht von Weißen, von einem schwarzen Autor geschrieben. Auch wenn es diese Art von Sklaverei nicht mehr gibt, ist es, leider, ein hochaktuelles Buch und beeindruckend erzählt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Veränderungen
von Kaffeeelse am 28.02.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Ein anderer Takt" ist ein Buch mit einer wunderbaren Idee! In einem fiktiven Bundesstaat der USA, der zwischen Alabama und Mississippi gelegen ist, wandern mit einem Mal alle Schwarzamerikaner aus und die restliche Bevölkerung ist verwirrt. Was für ein genialer Einfall!!! Thematisch ist das richtig klasse gemacht! Verdeutlicht ... "Ein anderer Takt" ist ein Buch mit einer wunderbaren Idee! In einem fiktiven Bundesstaat der USA, der zwischen Alabama und Mississippi gelegen ist, wandern mit einem Mal alle Schwarzamerikaner aus und die restliche Bevölkerung ist verwirrt. Was für ein genialer Einfall!!! Thematisch ist das richtig klasse gemacht! Verdeutlicht es doch auch die Bedeutung dieser Bevölkerungsschicht in den Südstaaten. Dazu muss man überlegen, dass dieses Buch 1962 in den USA herauskam und 2019 nur leider "etwas" verspätet auf Deutsch erschien. Für mich war dieses Buch aber leider nicht vollkommen angenehm. Der Autor versucht seine Geschichte von verschiedenen Personen zu verschiedenen Zeiten erzählen zu lassen und zerreißt damit in meinen Augen den Erzählfluss. Obwohl die Verbindungen zu den anderen Personen/zu den anderen Kapiteln im Buch erzählt werden, wirkt das Ganze in meinen Augen nicht zusammenhängend, sondern auseinandergerissen und irgendwie auch nicht ausgefeilt und etwas unfertig. Dann wirkt das Geschriebene auch unglaublich kalt und ernüchternd, obwohl mich das Buch thematisch erreichen müsste/erreichen sollte. Nur bei einigen, wenigen Stellen/Kapiteln erspüre ich eine gewisse Nähe zu den Protagonisten und so etwas wie einen kleinen empathischen Hauch. Und als letzten negativen Punkt, der Autor verschenkt es sich auch noch einen gewissen Effekt zu beschreiben. Was passiert denn mit diesem Staat ohne seine schwarzamerikanischen Bewohner? Oder wäre das damals dann zu viel gewesen? Das hätte das Ganze noch viel heftiger werden lassen. Obwohl dieser letzte genannte Punkt gegenüber den vorigen Punkten nicht so ins Gewicht fällt. Dennoch hätte dieses Buch in meinen Augen überarbeitet werden müssen, denn die Idee des Buches ist genial und daraus hätte man einen richtigen Kracher zaubern können/zaubern müssen! Die Idee des Buches ist definitiv 5 satte Sterne wert. Die Umsetzung schraubt dieses Buch auf 3 Sterne herunter. Sehr schade!!!

Subtil erzählter Roman zum Verhältnis der Schwarzen und Weissen im Süden der USA
von H. P. Wicki aus Schindellegi am 07.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

William Melvin Kelley ist ein amerikanischer Autor, der neu entdeckt wurde. Er wird im Klappentext des Buches, das 1962 erstmals erschienen ist, als ein Gigant der amerikanischen Literatur bezeichnet, und das wohl zu recht. Er schildert, wie der schwarze Farmer Tucker Caliban mit Salz sein Land unfruchtbar macht, seine Tiere tö... William Melvin Kelley ist ein amerikanischer Autor, der neu entdeckt wurde. Er wird im Klappentext des Buches, das 1962 erstmals erschienen ist, als ein Gigant der amerikanischen Literatur bezeichnet, und das wohl zu recht. Er schildert, wie der schwarze Farmer Tucker Caliban mit Salz sein Land unfruchtbar macht, seine Tiere tötet, seine Farm anzündet und mit seiner Familie den Bundesstaat verlässt. Es beginnt ein Exodus aller Schwarzen aus dem Bundesstaat, der noch immer von der Rassentrennung geprägt ist. Dieser Exodus wird aus Sicht der weissen zurückgebliebenen Mitbürgerinnen und Mitbürger beobachtet und beschrieben. Man fühlt förmlich, wie die Weissen dieses unerhörte Ereignis einzuordnen versuchen, und die Schwarzen ihre Würde zu erringen versuchen. Das Buch ist fantastisch geschrieben, man findet nicht nur die Gegensätze sondern gerade auch die Zwischentöne, atmosphärisch und dicht, ein Meisterwerk.

Schwarze Geschichte, weiße Stimme
von einer Kundin/einem Kunden am 15.04.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In einem fiktiven Staat im Süden Amerikas der 50er Jahre streut der schwarze Farmer Tucker Caliban Salz auf seine Felder, tötet sein Vieh, brennt sein Haus nieder und macht sich auf den Weg in Richtung Norden. Die Weißen aus der Stadt und den umliegenden Farmen stempeln ihn als verrückt ab, schieben es auf sein afrikanisches Blu... In einem fiktiven Staat im Süden Amerikas der 50er Jahre streut der schwarze Farmer Tucker Caliban Salz auf seine Felder, tötet sein Vieh, brennt sein Haus nieder und macht sich auf den Weg in Richtung Norden. Die Weißen aus der Stadt und den umliegenden Farmen stempeln ihn als verrückt ab, schieben es auf sein afrikanisches Blut, das durchkommt. Doch plötzlich machen sich immer mehr Schwarze auf den Weg Richtung Norden. „Ein anderer Takt“ ist mehr als eine Geschichte über Rassismus. Kelley erzählt die Geschichte aus der Sicht einer weißen Familie, die Tucker Caliban wohlwollend gegenübersteht. Die Familie begrüßt es, dass die junge Bethrah das College besuchen möchte, schüttelt aber den Kopf, als Tucker selbstständig eine Farm bewirtschaften möchte. Darin liegt der Kunstgriff in Kelleys Roman. Er erzählt von einem gewaltlosen Aufbegehren der Schwarzen aus der Sicht weißer Privilegierter, die vermeintlich dafür sind, dass die schwarze Bevölkerung mehr Rechte erhält, die Schwarzen aber unterschwellig trotzdem als nicht gleichberechtigt sieht. Ich war zu Anfang verwirrt und dann sehr beeindruckt von Kelleys Roman, der in Anbetracht seiner Zeit von bemerkenswertem Gespür zeugt.

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